STN: "Kickers-Aufsichtsrat zeigt Kullen die Rote Karte&
Verfasst: Donnerstag 15. September 2005, 09:21
Man hätte fast die Uhr danach stellen können, bei den Roten läufts nicht gut, im Gegensatz zu den Kickers, GunterBarner ist frustriert, uuuuuuuund.........
aus der heutigen STN:
Kickers-Aufsichtsrat zeigt Kullen die Rote Karte
Wachsender Unmut über Geschäftspolitik des Präsidenten – Wenig Informationen, kaum Zahlen und Fakten
Die Führungskrise bei den Stuttgarter Kickers spitzt sich weiter zu. Nach Informationen unserer Zeitung hat der Aufsichtsrat des Fußball-Regionalligisten Präsident Hans Kullen zum Rücktritt aufgefordert.
Mit dem Umstand, dass der Wortschatz auf Degerlochs Höhen um das eine oder andere Zitat aus der Fäkalsprache bereichert wurde, hat sich der blaue Adel in der Not offenbar abgefunden. Auch die despotische Attitüde des Präsidenten, Mitglieder der Führungsriege je nach Laune dorthin zu schicken, wo der Pfeffer wächst, haben die Kickers-Granden irgendwie geschluckt.
Dass der Bocksbeinige Chef Hans Kullen nun aber entschied, wichtige Daten, Zahlen und Informationen nur noch dann vorzulegen, wenn es ihm passend erschien, ging den Kontrolleuren im Aufsichtsrat offenbar zu weit. Nach Informationen unserer Zeitung entschied das Gremium, dem ungeliebten Chef die Rote Karte zu zeigen. Vergangene Woche bereits wurde dem Cäsar von der Alb die Botschaft überbracht. Dem Vernehmen nach bat er um Bedenkzeit. Sollte Kullen der Aufforderung nachkommen, müsste ein Übergangspräsident bis zur nächsten Mitgliederversammlung im Herbst die Geschäfte führen.
Vergnügungssteuerpflichtig war das blaue Ehrenamt schon lange nicht mehr. Mit dicken Hälsen und brummigen Stimmen taten die Aufsichtsräte und Präsidiums-Mitgleider ihre Pflicht. Jetzt scheint ihnen endgültig der Kragen geplatzt zu sein. Die Liste der präsidialen Fehltritte ist denn auch erstaunlich lang. Vor allem die Informationspolitik mit vorgeschaltetem Kullen-Filter ging dem Aufsichtsrat gegen den Strich. Verträge mit Sponsoren oder neue Marketing-Aktivitäten werden gar nicht oder mit erheblicher Verspätung weitergereicht. Zuletzt soll eine Warnmeldung des Schatzmeisters nicht an die Gremien weitergeleitet worden sein. Siegfried Jahnke fürchtete die bilanzielle Überschuldung. „Probleme, die man mit Vernunft lösen kann“, sagt der Ludwigsburger Steuerberater. Das gut gemeinte Schreiben trug dem Herrn der Zahlen erst eine lange Phase präsidialem Schweigens ein. Als er mit dem Anwalt drohte, falls er kein Gehör finde, erntete er verbale Injurien. „Wie die Axt im Walde“, beschreibt der zurückhaltende Jahnke die Reaktion des Präsidenten. Dass sein mit der Kickers-Buchhaltung beauftragtes seit längerer Zeit kein Geld mehr aus Degerloch bekommt, quittierte Kullen knurrend: „Der kriegt nix von mir!“.
Nachdem Kullen zunächst Handball-Abteilungsleiter Jürgen Hollenbach zum Rücktritt aus dem Präsidium bewogen hatte, legte er wenig später dem beharrlichen Korrektiv aus Ludwigsburg den Rücktritt nahe. Dann ging der herbe Mann aus Hülben mit Marketing-Experte Bernd Klingler in den Clinch. „Den will ich hier nicht mehr sehen.“ Klingler bürgte im Lizenzierungsverfahren für den Verein und legte 30.000 Euro auf den Tisch. „Es geht mir um die Kickers“, sagt er frustriert, „aber was zuletzt abgelaufen ist, ist eine Katastrophe.“
Kullen eröffnete im allgemeinen Hauen und Stechen spornstreichs einen zweiten Vip-Raum im Waldaustadion, in dem er – mit grünen Armbändchen ausgestattet – nur noch empfängt, wer ihm genehm erscheint. „Jetzt sind wir in der Champions-League“, spotten die Kritiker. Dass Ursi-Dünnwald-Metzler, die Frau des verstorbenen Ex-Präsidenten, beim Besuch beim Besuch im Waldaustadion mit dem braunen Bändchen für die Vips zweiter Klasse ausgestattet wurde, zählt zu den Peinlichkeiten, die unentwegt für Gesprächsstoff sorgen.
Es ist das persönliche Drama des Hans Kullen, dass er seine unbestrittenen Verdienste um den Traditionsclub permanent relativiert. 700.000 Euro aus seiner Privatschatulle steckte er schätzungsweise in den Verein. Daraus abzuleiten, der Club sei sein Eigentum, ist freilich eine grandioser Irrtum, für den er jetzt womöglich die Zeche bezahlt. Für den größten Teil des Darlehens hat er Rangrückritt erklärt. Aufsichtsratschef Hans-Jürgen-Wetzel wollte sich zu den aktuellen Vorgängen nicht äußern. Hans Kullen selbst war für uns am Mittwoch nicht zu sprechen.
Soweit der Bericht.
Ich würde mal sagen, dass der liebe Herr Barner selbst frustriert ist, weil er kein grünes Bänchen bekommen hat..... Weiter ist es sicher auch kein Zufall, dass ein solche Bericht genau zu dem Zeitpunkt kommt, als bekannt geworden ist, dass die Kickers gerade mit Gambo, der ja sicher nicht zuletzt wegen Kullen bei den Kickers ist, in Verhandlungen sind, seinen Vertrag um ein oder zwei Jahre über das bisherige Vertragsende 2007 zu verlängern.
aus der heutigen STN:
Kickers-Aufsichtsrat zeigt Kullen die Rote Karte
Wachsender Unmut über Geschäftspolitik des Präsidenten – Wenig Informationen, kaum Zahlen und Fakten
Die Führungskrise bei den Stuttgarter Kickers spitzt sich weiter zu. Nach Informationen unserer Zeitung hat der Aufsichtsrat des Fußball-Regionalligisten Präsident Hans Kullen zum Rücktritt aufgefordert.
Mit dem Umstand, dass der Wortschatz auf Degerlochs Höhen um das eine oder andere Zitat aus der Fäkalsprache bereichert wurde, hat sich der blaue Adel in der Not offenbar abgefunden. Auch die despotische Attitüde des Präsidenten, Mitglieder der Führungsriege je nach Laune dorthin zu schicken, wo der Pfeffer wächst, haben die Kickers-Granden irgendwie geschluckt.
Dass der Bocksbeinige Chef Hans Kullen nun aber entschied, wichtige Daten, Zahlen und Informationen nur noch dann vorzulegen, wenn es ihm passend erschien, ging den Kontrolleuren im Aufsichtsrat offenbar zu weit. Nach Informationen unserer Zeitung entschied das Gremium, dem ungeliebten Chef die Rote Karte zu zeigen. Vergangene Woche bereits wurde dem Cäsar von der Alb die Botschaft überbracht. Dem Vernehmen nach bat er um Bedenkzeit. Sollte Kullen der Aufforderung nachkommen, müsste ein Übergangspräsident bis zur nächsten Mitgliederversammlung im Herbst die Geschäfte führen.
Vergnügungssteuerpflichtig war das blaue Ehrenamt schon lange nicht mehr. Mit dicken Hälsen und brummigen Stimmen taten die Aufsichtsräte und Präsidiums-Mitgleider ihre Pflicht. Jetzt scheint ihnen endgültig der Kragen geplatzt zu sein. Die Liste der präsidialen Fehltritte ist denn auch erstaunlich lang. Vor allem die Informationspolitik mit vorgeschaltetem Kullen-Filter ging dem Aufsichtsrat gegen den Strich. Verträge mit Sponsoren oder neue Marketing-Aktivitäten werden gar nicht oder mit erheblicher Verspätung weitergereicht. Zuletzt soll eine Warnmeldung des Schatzmeisters nicht an die Gremien weitergeleitet worden sein. Siegfried Jahnke fürchtete die bilanzielle Überschuldung. „Probleme, die man mit Vernunft lösen kann“, sagt der Ludwigsburger Steuerberater. Das gut gemeinte Schreiben trug dem Herrn der Zahlen erst eine lange Phase präsidialem Schweigens ein. Als er mit dem Anwalt drohte, falls er kein Gehör finde, erntete er verbale Injurien. „Wie die Axt im Walde“, beschreibt der zurückhaltende Jahnke die Reaktion des Präsidenten. Dass sein mit der Kickers-Buchhaltung beauftragtes seit längerer Zeit kein Geld mehr aus Degerloch bekommt, quittierte Kullen knurrend: „Der kriegt nix von mir!“.
Nachdem Kullen zunächst Handball-Abteilungsleiter Jürgen Hollenbach zum Rücktritt aus dem Präsidium bewogen hatte, legte er wenig später dem beharrlichen Korrektiv aus Ludwigsburg den Rücktritt nahe. Dann ging der herbe Mann aus Hülben mit Marketing-Experte Bernd Klingler in den Clinch. „Den will ich hier nicht mehr sehen.“ Klingler bürgte im Lizenzierungsverfahren für den Verein und legte 30.000 Euro auf den Tisch. „Es geht mir um die Kickers“, sagt er frustriert, „aber was zuletzt abgelaufen ist, ist eine Katastrophe.“
Kullen eröffnete im allgemeinen Hauen und Stechen spornstreichs einen zweiten Vip-Raum im Waldaustadion, in dem er – mit grünen Armbändchen ausgestattet – nur noch empfängt, wer ihm genehm erscheint. „Jetzt sind wir in der Champions-League“, spotten die Kritiker. Dass Ursi-Dünnwald-Metzler, die Frau des verstorbenen Ex-Präsidenten, beim Besuch beim Besuch im Waldaustadion mit dem braunen Bändchen für die Vips zweiter Klasse ausgestattet wurde, zählt zu den Peinlichkeiten, die unentwegt für Gesprächsstoff sorgen.
Es ist das persönliche Drama des Hans Kullen, dass er seine unbestrittenen Verdienste um den Traditionsclub permanent relativiert. 700.000 Euro aus seiner Privatschatulle steckte er schätzungsweise in den Verein. Daraus abzuleiten, der Club sei sein Eigentum, ist freilich eine grandioser Irrtum, für den er jetzt womöglich die Zeche bezahlt. Für den größten Teil des Darlehens hat er Rangrückritt erklärt. Aufsichtsratschef Hans-Jürgen-Wetzel wollte sich zu den aktuellen Vorgängen nicht äußern. Hans Kullen selbst war für uns am Mittwoch nicht zu sprechen.
Soweit der Bericht.
Ich würde mal sagen, dass der liebe Herr Barner selbst frustriert ist, weil er kein grünes Bänchen bekommen hat..... Weiter ist es sicher auch kein Zufall, dass ein solche Bericht genau zu dem Zeitpunkt kommt, als bekannt geworden ist, dass die Kickers gerade mit Gambo, der ja sicher nicht zuletzt wegen Kullen bei den Kickers ist, in Verhandlungen sind, seinen Vertrag um ein oder zwei Jahre über das bisherige Vertragsende 2007 zu verlängern.

