DFL will Fußball-Bundesliga umbenennen
Verfasst: Sonntag 25. September 2005, 16:26
Was eine Hure für Geld nicht alles tut.
DFL will Fußball-Bundesliga umbenennen
Die Fußball-Bundesliga könnte bald Geschichte sein, zumindest dem Namen nach. Man verhandele mit mehreren Konzernen intensiv über ein Sponsoring ab 2006, sagte DFL-Geschäftsführer Christian Seifert in einem Interview. Auch auf die Fernsehzuschauer kommen wohl einschneidende Veränderungen zu.
Hamburg - "Natürlich würde das eine gewisse Gewöhnung bedeuten", erklärte Seifert in der "Süddeutschen Zeitung". Im Ausland sei Namenssponsoring einer Profiliga aber längst gang und gäbe. "Dort regt sich heute niemand mehr auf." Der Geschäftsführer der Deutschen Fußball-Liga DFL, in der die 36 deutschen Proficlubs zusammengeschlossen sind, will bei einem erfolgreichen Abschluss die Fernsehsender verpflichten, den Sponsor zu erwähnen. "Alle Medien, die einen Vertrag mit uns haben, müssen den neuen Namen nennen."
Seifert zeigte sich zudem offen dafür, die Spielberichte von der ARD-Sportschau um 18.15 Uhr auf das ZDF-Sportstudio um 22 Uhr zu verlegen. "Wir müssen eventuell bereit sein, dem Zuschauer die ein oder andere lieb gewonnene Gewohnheit zu nehmen." In diesem Fall müsse das Abonnementfernsehen aber "signifikant" mehr zahlen. "Nur so könnte die Liga die finanziellen Risiken bei den Sponsoren einigermaßen abfedern, die sich daraus ergeben, dass um 22 Uhr weniger Leute zuschauen würden." Im Übrigen zahle der Pay-TV-Kanal Premiere mit den derzeitigen 180 Millionen Euro pro Saison im internationalen Vergleich alles andere als einen Spitzenpreis für die Übertragungsrechte, so Seifert.
Nach dem Börsengang seines Unternehmens hatte Premiere-Chef Georg Kofler zuvor durchaus Bereitschaft signalisiert, mehr Geld für die Rechte zu zahlen, die Erhöhung des Engagements jedoch an mehr Exklusivität geknüpft. Hans Mahr, Vorstand des Abosenders, brachte in diesem Zusammenhang eine Verlegung der ARD-Sportschau auf 22 Uhr ins Gespräch. Die DFL schreibt die TV-Rechte für die neue Saison demnächst neu aus.
DFL will Fußball-Bundesliga umbenennen
Die Fußball-Bundesliga könnte bald Geschichte sein, zumindest dem Namen nach. Man verhandele mit mehreren Konzernen intensiv über ein Sponsoring ab 2006, sagte DFL-Geschäftsführer Christian Seifert in einem Interview. Auch auf die Fernsehzuschauer kommen wohl einschneidende Veränderungen zu.
Hamburg - "Natürlich würde das eine gewisse Gewöhnung bedeuten", erklärte Seifert in der "Süddeutschen Zeitung". Im Ausland sei Namenssponsoring einer Profiliga aber längst gang und gäbe. "Dort regt sich heute niemand mehr auf." Der Geschäftsführer der Deutschen Fußball-Liga DFL, in der die 36 deutschen Proficlubs zusammengeschlossen sind, will bei einem erfolgreichen Abschluss die Fernsehsender verpflichten, den Sponsor zu erwähnen. "Alle Medien, die einen Vertrag mit uns haben, müssen den neuen Namen nennen."
Seifert zeigte sich zudem offen dafür, die Spielberichte von der ARD-Sportschau um 18.15 Uhr auf das ZDF-Sportstudio um 22 Uhr zu verlegen. "Wir müssen eventuell bereit sein, dem Zuschauer die ein oder andere lieb gewonnene Gewohnheit zu nehmen." In diesem Fall müsse das Abonnementfernsehen aber "signifikant" mehr zahlen. "Nur so könnte die Liga die finanziellen Risiken bei den Sponsoren einigermaßen abfedern, die sich daraus ergeben, dass um 22 Uhr weniger Leute zuschauen würden." Im Übrigen zahle der Pay-TV-Kanal Premiere mit den derzeitigen 180 Millionen Euro pro Saison im internationalen Vergleich alles andere als einen Spitzenpreis für die Übertragungsrechte, so Seifert.
Nach dem Börsengang seines Unternehmens hatte Premiere-Chef Georg Kofler zuvor durchaus Bereitschaft signalisiert, mehr Geld für die Rechte zu zahlen, die Erhöhung des Engagements jedoch an mehr Exklusivität geknüpft. Hans Mahr, Vorstand des Abosenders, brachte in diesem Zusammenhang eine Verlegung der ARD-Sportschau auf 22 Uhr ins Gespräch. Die DFL schreibt die TV-Rechte für die neue Saison demnächst neu aus.