Rettet den Fußball vor der Sportschau
Verfasst: Mittwoch 28. September 2005, 06:12
«Rettet den Fußball vor der Sportschau!» Unter
diesem Titel kritisieren Wissenschaftler mehrerer Hochschulen die
Fußball-Berichterstattung im Fernsehen in einem offenen Brief an die
ARD und den Deutschen Fußballbund. Die Sendezeit werde überwiegend
mit Werbung und Ankündigungen «verbraucht», während Informationen
über die Spiele deutlich zu kurz kämen, heißt es am Dienstag in einer
Mitteilung der Universität Münster. Der Brief ist von etwa 20 Sport-,
Medien- und Kulturwissenschaftlern verschiedener Hochschulen und
Institutionen in Deutschland unterzeichnet.
«Die Bundesliga-Sportschau berichtet nicht mehr über Fußball,
sondern gerät mehr und mehr zu einer Werbesendung für Produkte,
Personen und Sendungen. Sie ist tendenziell zu einer Werbegameshow
geworden», heißt es in dem Brief. Zu den Unterzeichner gehören neben
mehreren Universitätprofessoren und Autoren auch der frühere Leiter
des Adolf-Grimme-Instituts, Bernd Gäbler, sowie Vertreter der
Friedrich-Ebert-Stiftung und der Deutschen Akademie für Fußball-
Kultur. Inhaltlich auf den Weg gebracht hat den Brief der Münsteraner
Sportwissenschaftler Prof. Dieter Jüttig.
Die Sportschau-Kritiker richten sich in dem Brief vor allem gegen
die «aufdringliche» Berichterstattung, die «über das vermeintlich
Spektakuläre und manchmal auch Abstruse ein völlig verzerrtes Bild
vom Fußball» erzeuge. Es entstehe der Eindruck, Fußball bestehe nur
noch aus Fehlentscheidungen der Schiedsrichter, aus Fouls und
Fehlschüssen der Spieler. Zugleich hätten sich Sportjournalisten
immer mehr von einer fachlichen Berichterstattung, die erläutert,
kommentiert und einordnet, entfernt. Die Unterzeichner fordern in
ihrem Brief, diese Entwicklungen zu stoppen und für eine angemessene
Berichterstattung zu sorgen.
diesem Titel kritisieren Wissenschaftler mehrerer Hochschulen die
Fußball-Berichterstattung im Fernsehen in einem offenen Brief an die
ARD und den Deutschen Fußballbund. Die Sendezeit werde überwiegend
mit Werbung und Ankündigungen «verbraucht», während Informationen
über die Spiele deutlich zu kurz kämen, heißt es am Dienstag in einer
Mitteilung der Universität Münster. Der Brief ist von etwa 20 Sport-,
Medien- und Kulturwissenschaftlern verschiedener Hochschulen und
Institutionen in Deutschland unterzeichnet.
«Die Bundesliga-Sportschau berichtet nicht mehr über Fußball,
sondern gerät mehr und mehr zu einer Werbesendung für Produkte,
Personen und Sendungen. Sie ist tendenziell zu einer Werbegameshow
geworden», heißt es in dem Brief. Zu den Unterzeichner gehören neben
mehreren Universitätprofessoren und Autoren auch der frühere Leiter
des Adolf-Grimme-Instituts, Bernd Gäbler, sowie Vertreter der
Friedrich-Ebert-Stiftung und der Deutschen Akademie für Fußball-
Kultur. Inhaltlich auf den Weg gebracht hat den Brief der Münsteraner
Sportwissenschaftler Prof. Dieter Jüttig.
Die Sportschau-Kritiker richten sich in dem Brief vor allem gegen
die «aufdringliche» Berichterstattung, die «über das vermeintlich
Spektakuläre und manchmal auch Abstruse ein völlig verzerrtes Bild
vom Fußball» erzeuge. Es entstehe der Eindruck, Fußball bestehe nur
noch aus Fehlentscheidungen der Schiedsrichter, aus Fouls und
Fehlschüssen der Spieler. Zugleich hätten sich Sportjournalisten
immer mehr von einer fachlichen Berichterstattung, die erläutert,
kommentiert und einordnet, entfernt. Die Unterzeichner fordern in
ihrem Brief, diese Entwicklungen zu stoppen und für eine angemessene
Berichterstattung zu sorgen.