Bericht vom "Weißwurstfrühstück" mit H. Kullen
Verfasst: Montag 17. Oktober 2005, 12:54
Was lange währt...
Weißwurstfrühstück mit Kickers-Präsident Hans Kullen am Samstag, 1.Oktober
von Manne Sauter & Jürgen Korbel
Eigentlich ursprünglicher Auslöser war die Bitte der Bunten Blauen ein Hintergrundbericht über den Kickers-Präsidenten auf der Homepage www.bunte-blaue.de zu fertigen. Auf Vorschlag von Hans Kullen und Martin Kurzka kam es zu einem Fan-Treffen im VIP Raum des GAZi Stadions. Auch die FadSki war angetan von der Idee, und so trafen sich, trotz kurzfristiger Ansetzung , ca. 12-13 FadSki Mitglieder und Vertreter der verschiedenen Fan-Gruppierungen wie "Blue Boys"; Blue Angels" und den "Bunten - Blauen" (bitte mich jetzt nicht auf Vollständigkeit festnageln) mit Kickers-Präsident Hans Kullen und Martin Kurzka (Mitarbeiter für den Bereich Marketing) zu einem Weißwurstfrühstück.
Wer auf ein ungepflegtes Hauen und Stechen eingestellt war, sah sich getäuscht. das Gespräch fand in durchaus netter Atmosphäre statt, einzig gehandikapt durch den vielleicht zu engen zeitlichen Rahmen. Nach einer raschen Vorstellungsrunde kam es dann zu einem recht regen Gespräch, bei dem natürlich hauptsächlich Hans Kullen auf die verschiedensten Fragen einging.
So erklärte er recht ausführlich, wie er zu den Kickers kam und warum sein Engagement beim SSV Reutlingen so rasch endete. Laut Hans Kullen hatte er seinerzeit als Präsident des SSV Reutlingen die Überlegung eine Kooperationen mit den Stuttgarter Kickers und dem VfB Stuttgart einzugehen, von der alle Vereine ihren Nutzen haben sollten. Daher wurde er auch bei den Vereinsmitglied bei den Kickers. Am Ende sei er beim SSV zurückgetreten weil eine Geldeinlage beim DFB (eine Auflage), die durch einen Gönner zustande kam, entgegen seinen Absprachen mit dem Geldgeber, und ohne sein und dessen Wissen abgerufen worden wurde und in das Tagesgeschäft floss, nachdem auch die Stadt weitere Mittel zur Verfügung gestellt hatte.
Die Kickers brauchten mehr oder weniger zeitgleich einen Nachfolger für Axel Dünnwald-Metzler und Herr Kullen wurde mehrfach gebeten, als Kandidat zur Verfügung zu stehen. Er ist der Bitte dann nachgekommen. Er habe aber damals bereits darauf hingewiesen, er könne nicht wie ADM die finanziellen Löcher stopfen. Er wusste, dass die Kickers in einer finanziell schwierigen Situation waren, aber das genaue Ausmaß war ihm nicht bekannt.
Recht unterhaltsam und nachvollziehbar schilderte er dann seine Eindrücke nach dem Amtsantritt bei den Blauen, war Präsident und sah sich auf einmal den ganzen Finanzlöchern ausgesetzt und auch den Schlagzeilen der Presseleute. „Die Schlagzeile >>Kullen fährt innerhalb von 2 Monaten Kickers an die Wand<< war doch schon geschrieben", so Hans Kullen. Auch daher habe er sich auch vehement gegen die Insolvenzforderungen der Gremienmitglieder gewehrt und die Lücken selber gestopft und zwar mit mehr Geld, als er dies je geplant hatte, auch wenn seine Vorstellung, wie oben beschrieben, sei, dass ein Verein sich selber tragen muss. Man habe ihm im Regen stehen lassen und die viel zitierte Kickers-Familie hat er, wenn er ehrlich sei, bis heute nicht gefunden. Alle wollten die Insolvenz.
Natürlich kam es dann auch recht zügig zu den "Tagesaktuellen" Problemstellungen:
Dabei nahm Hans Kullen zu den bekannten Artikeln in den Stuttgarter Nachrichten Stellung: „Ich wusste bei Amtsantritt nicht, dass einer mit aller Gewalt Kickers-Präsident werden will und gezielt Informationen an die Zeitung (Anm.: oder Nachrichten) weitergibt und damit Stimmung macht." Wenn der Aufsichtsrat geheim tagt und sich kritisch über Punkte des Präsidiums auseinandersetzt, dann kann es nicht sein, dass dies trotz vereinbarter Geheimhaltung der besprochenen Details, im nächsten Tag in die Presse kommt, dann kann es nur jemand aus diesem Kreis sein, der die Presse füttert, einen Namen nenne ich nicht"
Herr Kullen habe die Gremien bereits im Dezember 2004 auf finanzielle Schwierigkeiten in div. Bereichen hingewiesen und um Unterstützung gebeten. Die Situation hat sich seitdem nur wenig verändert. Es gab für die Saison 2004/2005 ein Minus, da gewisse Sponsorengelder wegfielen. Dies konnte in der Zwischenzeit durch die Arbeit von Martin Kurzka, der neue Sponsoren an die Kickers binden konnte sowie durch das Schalke- und HSV-Spiel beseitigt werden.
Der Spieler Marvin Braun wurde verpflichtet unter der Auflage, dass 3 Spieler bis 31.08.2005 den Verein verlassen, da dies auf die Schnelle nicht möglich war wird dies in der nächsten Wechselperiode angestrebt.
Desweiteren:
Als er den Gremien mitteilte, es könne nicht sein, dass Dinge beschlossen werden und dann nicht eingehalten werden. Es müssen alle Verantwortlichen mit „ins Boot“ und es könne nicht sein, dass die Verantwortung und die finanzielle Last auf nur Wenige verteilt wird. Auch zum Thema Ehrungsabend nahm der Kickers-Präsident Stellung. Er wolle hier nicht missverstanden werden. Er habe in der finanziellen Situation in der der Verein steckte und steckt, sehr klar zu bedenken gegeben, ob eine Feier in diesem Rahmen, also im Weissen Saal des Schlosses sein müsste, oder ob nicht eine schlichtere Variante im Club-Restaurant ausreichen würde.
In diesem Zusammenhang zeigte Kullen auch kein Verständnis, dass im Amtsmüdigkeit vorgeworfen wurde. Genauso wenig, wie für die Schlagzeile „Tritt Kullen aus gesundheitlichen Gründen zurück ?", nur weil er bei einem Radausflug vom Rad flog. Beim Lesen einiger Presseberichte kam er manchmal ins Grübeln, ob es zwei Hans Kullen gibt.
Hans Kullen erklärte nachvollziehbar, er sei auf keinen Fall amtsmüde und sei satzungsgemäß für ein weiteres Jahr vom Aufsichtsrat bestellt und er könne sich durchaus vorstellen auch darüber hinaus zur Verfügung zu stehen. Sein erklärtes Ziel wäre es, die Kickers zurück in die 2. Liga zurückzuführen.
Ansonsten wurden noch verschiedene Dinge angesprochen, wie die Zusammenarbeit FadSki und Verein, was vor allem von FadSki - Seite aus bemängelt wurde.
Sie würden viele Aktionen als respektlos beurteilt, so z.B. der Hickhack bei der Präsentation der Fan-CD etc.. Generell war man der Meinung, dass deutlich mehr Transparenz und Zusammenarbeit herrschen müsse; wobei Hans Kullen auch um Geduld bat, man wäre an vielen Umsetzungen dran, würde aber strukturell für manches einfach noch Zeit brauchen.
Ein weiterer Punkt war der "Verschleiß" des Führungsteams im Verein, dabei nahm Hans Kullen kein Blatt vor den Mund und schilderte, wie es zum Ausscheiden von Mitarbeitern und Funktionären kam. Dabei wurde auch die Arbeit von Martin Kurzka dargestellt, sowie natürlich hier und da Vorschläge zur Verbesserung in den verschiedenen Bereichen gemacht.
Generell müsse man versuchen den Verein auf eine breite Basis zu stellen, dabei sei jedermanns Mitarbeit und Tatkraft gewünscht und gefragt.
Im Fazit ein erfreuliches "Meeting", man will sich in Zukunft regelmäßig treffen- spätestens in einem 1/4 Jahr zum Nächsten Mal - die FadSki solle dies organisatorisch übernehmen.
Die Jahreshauptversammlung wird vermutlich am 17.11.2005 um 19.00 Uhr in der Vereinsgaststätte stattfinden.
Quelle: www.bunte-blaue.de
Weißwurstfrühstück mit Kickers-Präsident Hans Kullen am Samstag, 1.Oktober
von Manne Sauter & Jürgen Korbel
Eigentlich ursprünglicher Auslöser war die Bitte der Bunten Blauen ein Hintergrundbericht über den Kickers-Präsidenten auf der Homepage www.bunte-blaue.de zu fertigen. Auf Vorschlag von Hans Kullen und Martin Kurzka kam es zu einem Fan-Treffen im VIP Raum des GAZi Stadions. Auch die FadSki war angetan von der Idee, und so trafen sich, trotz kurzfristiger Ansetzung , ca. 12-13 FadSki Mitglieder und Vertreter der verschiedenen Fan-Gruppierungen wie "Blue Boys"; Blue Angels" und den "Bunten - Blauen" (bitte mich jetzt nicht auf Vollständigkeit festnageln) mit Kickers-Präsident Hans Kullen und Martin Kurzka (Mitarbeiter für den Bereich Marketing) zu einem Weißwurstfrühstück.
Wer auf ein ungepflegtes Hauen und Stechen eingestellt war, sah sich getäuscht. das Gespräch fand in durchaus netter Atmosphäre statt, einzig gehandikapt durch den vielleicht zu engen zeitlichen Rahmen. Nach einer raschen Vorstellungsrunde kam es dann zu einem recht regen Gespräch, bei dem natürlich hauptsächlich Hans Kullen auf die verschiedensten Fragen einging.
So erklärte er recht ausführlich, wie er zu den Kickers kam und warum sein Engagement beim SSV Reutlingen so rasch endete. Laut Hans Kullen hatte er seinerzeit als Präsident des SSV Reutlingen die Überlegung eine Kooperationen mit den Stuttgarter Kickers und dem VfB Stuttgart einzugehen, von der alle Vereine ihren Nutzen haben sollten. Daher wurde er auch bei den Vereinsmitglied bei den Kickers. Am Ende sei er beim SSV zurückgetreten weil eine Geldeinlage beim DFB (eine Auflage), die durch einen Gönner zustande kam, entgegen seinen Absprachen mit dem Geldgeber, und ohne sein und dessen Wissen abgerufen worden wurde und in das Tagesgeschäft floss, nachdem auch die Stadt weitere Mittel zur Verfügung gestellt hatte.
Die Kickers brauchten mehr oder weniger zeitgleich einen Nachfolger für Axel Dünnwald-Metzler und Herr Kullen wurde mehrfach gebeten, als Kandidat zur Verfügung zu stehen. Er ist der Bitte dann nachgekommen. Er habe aber damals bereits darauf hingewiesen, er könne nicht wie ADM die finanziellen Löcher stopfen. Er wusste, dass die Kickers in einer finanziell schwierigen Situation waren, aber das genaue Ausmaß war ihm nicht bekannt.
Recht unterhaltsam und nachvollziehbar schilderte er dann seine Eindrücke nach dem Amtsantritt bei den Blauen, war Präsident und sah sich auf einmal den ganzen Finanzlöchern ausgesetzt und auch den Schlagzeilen der Presseleute. „Die Schlagzeile >>Kullen fährt innerhalb von 2 Monaten Kickers an die Wand<< war doch schon geschrieben", so Hans Kullen. Auch daher habe er sich auch vehement gegen die Insolvenzforderungen der Gremienmitglieder gewehrt und die Lücken selber gestopft und zwar mit mehr Geld, als er dies je geplant hatte, auch wenn seine Vorstellung, wie oben beschrieben, sei, dass ein Verein sich selber tragen muss. Man habe ihm im Regen stehen lassen und die viel zitierte Kickers-Familie hat er, wenn er ehrlich sei, bis heute nicht gefunden. Alle wollten die Insolvenz.
Natürlich kam es dann auch recht zügig zu den "Tagesaktuellen" Problemstellungen:
Dabei nahm Hans Kullen zu den bekannten Artikeln in den Stuttgarter Nachrichten Stellung: „Ich wusste bei Amtsantritt nicht, dass einer mit aller Gewalt Kickers-Präsident werden will und gezielt Informationen an die Zeitung (Anm.: oder Nachrichten) weitergibt und damit Stimmung macht." Wenn der Aufsichtsrat geheim tagt und sich kritisch über Punkte des Präsidiums auseinandersetzt, dann kann es nicht sein, dass dies trotz vereinbarter Geheimhaltung der besprochenen Details, im nächsten Tag in die Presse kommt, dann kann es nur jemand aus diesem Kreis sein, der die Presse füttert, einen Namen nenne ich nicht"
Herr Kullen habe die Gremien bereits im Dezember 2004 auf finanzielle Schwierigkeiten in div. Bereichen hingewiesen und um Unterstützung gebeten. Die Situation hat sich seitdem nur wenig verändert. Es gab für die Saison 2004/2005 ein Minus, da gewisse Sponsorengelder wegfielen. Dies konnte in der Zwischenzeit durch die Arbeit von Martin Kurzka, der neue Sponsoren an die Kickers binden konnte sowie durch das Schalke- und HSV-Spiel beseitigt werden.
Der Spieler Marvin Braun wurde verpflichtet unter der Auflage, dass 3 Spieler bis 31.08.2005 den Verein verlassen, da dies auf die Schnelle nicht möglich war wird dies in der nächsten Wechselperiode angestrebt.
Desweiteren:
Als er den Gremien mitteilte, es könne nicht sein, dass Dinge beschlossen werden und dann nicht eingehalten werden. Es müssen alle Verantwortlichen mit „ins Boot“ und es könne nicht sein, dass die Verantwortung und die finanzielle Last auf nur Wenige verteilt wird. Auch zum Thema Ehrungsabend nahm der Kickers-Präsident Stellung. Er wolle hier nicht missverstanden werden. Er habe in der finanziellen Situation in der der Verein steckte und steckt, sehr klar zu bedenken gegeben, ob eine Feier in diesem Rahmen, also im Weissen Saal des Schlosses sein müsste, oder ob nicht eine schlichtere Variante im Club-Restaurant ausreichen würde.
In diesem Zusammenhang zeigte Kullen auch kein Verständnis, dass im Amtsmüdigkeit vorgeworfen wurde. Genauso wenig, wie für die Schlagzeile „Tritt Kullen aus gesundheitlichen Gründen zurück ?", nur weil er bei einem Radausflug vom Rad flog. Beim Lesen einiger Presseberichte kam er manchmal ins Grübeln, ob es zwei Hans Kullen gibt.
Hans Kullen erklärte nachvollziehbar, er sei auf keinen Fall amtsmüde und sei satzungsgemäß für ein weiteres Jahr vom Aufsichtsrat bestellt und er könne sich durchaus vorstellen auch darüber hinaus zur Verfügung zu stehen. Sein erklärtes Ziel wäre es, die Kickers zurück in die 2. Liga zurückzuführen.
Ansonsten wurden noch verschiedene Dinge angesprochen, wie die Zusammenarbeit FadSki und Verein, was vor allem von FadSki - Seite aus bemängelt wurde.
Sie würden viele Aktionen als respektlos beurteilt, so z.B. der Hickhack bei der Präsentation der Fan-CD etc.. Generell war man der Meinung, dass deutlich mehr Transparenz und Zusammenarbeit herrschen müsse; wobei Hans Kullen auch um Geduld bat, man wäre an vielen Umsetzungen dran, würde aber strukturell für manches einfach noch Zeit brauchen.
Ein weiterer Punkt war der "Verschleiß" des Führungsteams im Verein, dabei nahm Hans Kullen kein Blatt vor den Mund und schilderte, wie es zum Ausscheiden von Mitarbeitern und Funktionären kam. Dabei wurde auch die Arbeit von Martin Kurzka dargestellt, sowie natürlich hier und da Vorschläge zur Verbesserung in den verschiedenen Bereichen gemacht.
Generell müsse man versuchen den Verein auf eine breite Basis zu stellen, dabei sei jedermanns Mitarbeit und Tatkraft gewünscht und gefragt.
Im Fazit ein erfreuliches "Meeting", man will sich in Zukunft regelmäßig treffen- spätestens in einem 1/4 Jahr zum Nächsten Mal - die FadSki solle dies organisatorisch übernehmen.
Die Jahreshauptversammlung wird vermutlich am 17.11.2005 um 19.00 Uhr in der Vereinsgaststätte stattfinden.
Quelle: www.bunte-blaue.de