Maric von Betrüger geprellt
Verfasst: Sonntag 13. November 2005, 20:40
Absolut off-topic, aber vielleicht interessiert es ja, wem unser Tomi auf den Leim gegangen ist:
Betrug an Profikickern: Vier Jahre Haft
Stefan Schnoor im Zeugenstand
Marcus L. (33), der unter anderem zwölf Fußballprofis um Geld geprellt hat, ist am Freitag vom Landgericht München wegen Betrugs in 42 Fällen zu vier Haft verurteilt worden. Zu seinen Gunsten sprach laut Gericht die Tatsache, dass er sich selbst gestellt hatte, zu seinen Lasten die "Professionalität des Vorgehens".
Der Mitinhaber einer Münchner Sponsoring-Agentur hatte, um seinen luxuriösen Lebensstil aufrecht zu erhalten, Spielern des VfL Wolfsburg und des 1. FC Nürnberg teure Wagen für 30 Prozent unter dem Listenpreis angeboten - freilich gegen eine Vorauskasse von 35 Prozent.
Die Möglichkeit einer Vermittlung war frei erfunden. Der Schaden belief sich auf fast eine Million Euro. Das Betrugsgeschäft funktionierte klassisch nach dem Schneeballsystem. L. nutzte seine Freundschaft zu Jörn G. (37) aus Aumühle (Schleswig-Holstein), der sich Spielerberater nennt und für verschiedene Profis, unter anderem Stefan Schnoor vom VfL Wolfsburg, das Marketing erledigt. Über Schnoor sprach sich das Angebot bis in die Mannschaft der Niedersachsen herum: Martin Petrov, Miroslav Karhan, Patrick Weiser, Tomislav Maric und andere wollten bei L. Kunde werden.
Bei seiner Zeugenvernehmung am Freitag gab der Fußballer an, dass er L. nur einmal gesehen habe. "Aber das Angebot ist mir sehr realistisch vorgekommen." Es sei verabredet worden, die Provision von zehn Prozent des Listenpreises (es ging um Autos bis zu einer Preisklasse von 114 000 Euro) zwischen L., G., und Schnoor zu teilen. Schnoor erklärte, er habe seine Provision nicht einbehalten, sondern an den von ihm vermittelten Spieler weitergeben wollen, so dass das Auto noch billiger geworden wäre. Zeitweise sei sogar die Gründung einer GmbH erwogen worden.
Tatsächlich wurde kein einziges Geschäft abgewickelt. Am Rande der Verhandlung sagte Schnoor: "Mein Beispiel kann Warnung sein, dass man sich nicht auf solche Sachen einlässt." Ebenfalls als Zeuge erschien der Nürnberger Profi Sven Müller, der L. nie gesehen hat. Sie hatten nur Telefon-Kontakt. Müller hatte auch Verwandte an L. vermittelt.
Quelle: Münchner Merkur
http://www.marktplatz-oberbayern.de/reg ... 4c18c75f7c
Betrug an Profikickern: Vier Jahre Haft
Stefan Schnoor im Zeugenstand
Marcus L. (33), der unter anderem zwölf Fußballprofis um Geld geprellt hat, ist am Freitag vom Landgericht München wegen Betrugs in 42 Fällen zu vier Haft verurteilt worden. Zu seinen Gunsten sprach laut Gericht die Tatsache, dass er sich selbst gestellt hatte, zu seinen Lasten die "Professionalität des Vorgehens".
Der Mitinhaber einer Münchner Sponsoring-Agentur hatte, um seinen luxuriösen Lebensstil aufrecht zu erhalten, Spielern des VfL Wolfsburg und des 1. FC Nürnberg teure Wagen für 30 Prozent unter dem Listenpreis angeboten - freilich gegen eine Vorauskasse von 35 Prozent.
Die Möglichkeit einer Vermittlung war frei erfunden. Der Schaden belief sich auf fast eine Million Euro. Das Betrugsgeschäft funktionierte klassisch nach dem Schneeballsystem. L. nutzte seine Freundschaft zu Jörn G. (37) aus Aumühle (Schleswig-Holstein), der sich Spielerberater nennt und für verschiedene Profis, unter anderem Stefan Schnoor vom VfL Wolfsburg, das Marketing erledigt. Über Schnoor sprach sich das Angebot bis in die Mannschaft der Niedersachsen herum: Martin Petrov, Miroslav Karhan, Patrick Weiser, Tomislav Maric und andere wollten bei L. Kunde werden.
Bei seiner Zeugenvernehmung am Freitag gab der Fußballer an, dass er L. nur einmal gesehen habe. "Aber das Angebot ist mir sehr realistisch vorgekommen." Es sei verabredet worden, die Provision von zehn Prozent des Listenpreises (es ging um Autos bis zu einer Preisklasse von 114 000 Euro) zwischen L., G., und Schnoor zu teilen. Schnoor erklärte, er habe seine Provision nicht einbehalten, sondern an den von ihm vermittelten Spieler weitergeben wollen, so dass das Auto noch billiger geworden wäre. Zeitweise sei sogar die Gründung einer GmbH erwogen worden.
Tatsächlich wurde kein einziges Geschäft abgewickelt. Am Rande der Verhandlung sagte Schnoor: "Mein Beispiel kann Warnung sein, dass man sich nicht auf solche Sachen einlässt." Ebenfalls als Zeuge erschien der Nürnberger Profi Sven Müller, der L. nie gesehen hat. Sie hatten nur Telefon-Kontakt. Müller hatte auch Verwandte an L. vermittelt.
Quelle: Münchner Merkur
http://www.marktplatz-oberbayern.de/reg ... 4c18c75f7c