Jahresziel nur knapp verfehlt
Bei den Stuttgarter Kickers herrscht weiter eiserner Sparkurs - "Mehr Kürzungen sind nicht möglich"
Stuttgart - Die Stuttgarter Kickers haben das von Hans Kullen vorgegebene Ziel, die abgelaufene Saison der Fußball-Regionalliga ohne Verlust abzuschließen, um genau 190 320,48 Euro verfehlt. Dennoch trat der Präsident gestern zuversichtlich vor die Mitglieder. Denn der Sparkurs wurde erfolgreich fortgesetzt.
Von Sigor Paesler
In der Saison 2002/2003 hatte das Minus noch 625 000 Euro betragen, in der Spielzeit 2003/2004 dann 231 000 Euro - und jetzt 190 000 Euro. Obwohl der Schuldenstand dadurch wieder die Millionen-Grenze überschritten hat (1,28 Millionen Euro), sieht Kullen den Verein gut aufgestellt: "Der eingeschlagene Weg ist erfolgreich."
Was den Präsidenten allerdings bedrückt: Die Konsolidierung liegt nicht an den Einnahmen, denn die gingen im Vergleich zur Vorsaison um weitere 99 000 Euro zurück. Weniger Werbe-Einnahme (minus 31 000 Euro) und weniger Fernseh-Einnahmen (minus 85 000 Euro) stehen zumindest mehr Einnahmen bei Transfer- und Ausbildungsentschädigungen gegenüber (plus 94 000 Euro). Also musste weiter an der Sparschraube gedreht werden, was immer schwieriger wird. Abgesehen vom Jugend- und Amateurbereich wurde bei den Kickers in fast allen Bereichen weniger ausgegeben. Lediglich für Werbung wurde mehr investiert - durch den Spielbetrieb wurde dafür aber auch mehr eingenommen. "Mehr Kürzungen sind nicht möglich, ohne dass es an die sportliche Substanz geht", sagte Kullen. "Wir müssen die Einnahmen vergrößern, um uns gezielt vertärken zu können."
Auch in der laufenden Spielzeit wird es finanziell wieder eng zugehen. Bislang ist die Zahlungsfähigkeit nur bis Mitte April gesichert. Ergänzungswahlen waren für den Aufsichtsrat notwendig. Hier ging eine Ära zu Ende. Der langjährige Vorsitzende des Gremiums, Hans-Jürgen Wetzel, für den der Präsident persönliche Worte fand, trat nach einem Machtkampf mit Kullen nicht mehr an. Neu in den Aufsichtsrat gewählt wurden Jürgen Köhn, Noch-Geschäftsführer des ADAC Württemberg, der Unternehmer Kai-Uwe Völschow, der schon von 2001 bis 2003 in diesem Gremium war, Christian Dinkelacker, Geschäftsführender Gesellschafter der Bäckerei Lang, Gerhard W. Kluge vom Bandensponsor BC-Net und Rechtanwalt Rainer Lorz. Geprägt war die Versammlung von zahlreichen Appellen, die Zusammenarbeit innerhalb der Gremien zu verbessern. Trotz einiger Unstimmigkeiten in der Vergangenheit wurden sowohl das Präsidium bei neun Gegenstimmen und der Aufsichtsrat bei fünf Gegenstimmen mit großer Mehrheit entlastet.
Quelle: ez-online.de
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Kickers-Finanzlage bleibt prekär
Hohe Schulden, geringe Liquidität
Stuttgart - Die finanzielle Situation der Stuttgarter Kickers bleibt prekär. Der Fußball-Regionalligist hat die Saison 2004/2005 erneut mit einem Minus von etwa 190 000 Euro beendet. Dies teilte Kickers-Schatzmeister Siegfried Jahnke am Donnerstagabend bei der Jahreshauptversammlung mit. Die Gesamtverbindlichkeiten des Vereins hätten sich damit zum 30. Juni auf rund 1,12 Millionen Euro erhöht. "Das ist eine Furcht erregende Zahl", sagte der Steuerberater, der aus dem Kickers-Präsidium ausschied. Zudem sei die Liquidität vorerst nur bis kommenden April gesichert.
Eine Insolvenz bleibt den Stuttgartern aber erspart, weil die Darlehen von Präsident Hans Kullen (450 000 Euro) und der Witwe des früheren Kickers-Chefs Axel Dünnwald-Metzler (550 000 Euro) weiter mit einem Rangrücktritt versehen sind. Ein Nachfolger für den langjährigen Aufsichtsratsvorsitzenden Hans-Jürgen Wetzel, der wie angekündigt zurückgetreten ist, soll in Kürze bestimmt werden.
Quelle: dpa
Hohe Schulden, geringe Liquidität
Stuttgart - Die finanzielle Situation der Stuttgarter Kickers bleibt prekär. Der Fußball-Regionalligist hat die Saison 2004/2005 erneut mit einem Minus von etwa 190 000 Euro beendet. Dies teilte Kickers-Schatzmeister Siegfried Jahnke am Donnerstagabend bei der Jahreshauptversammlung mit. Die Gesamtverbindlichkeiten des Vereins hätten sich damit zum 30. Juni auf rund 1,12 Millionen Euro erhöht. "Das ist eine Furcht erregende Zahl", sagte der Steuerberater, der aus dem Kickers-Präsidium ausschied. Zudem sei die Liquidität vorerst nur bis kommenden April gesichert.
Eine Insolvenz bleibt den Stuttgartern aber erspart, weil die Darlehen von Präsident Hans Kullen (450 000 Euro) und der Witwe des früheren Kickers-Chefs Axel Dünnwald-Metzler (550 000 Euro) weiter mit einem Rangrücktritt versehen sind. Ein Nachfolger für den langjährigen Aufsichtsratsvorsitzenden Hans-Jürgen Wetzel, der wie angekündigt zurückgetreten ist, soll in Kürze bestimmt werden.
Quelle: dpa