Spielberichte: Kickers II - VfR Mannheim
Verfasst: Montag 5. Dezember 2005, 13:39
Salz spuckt VfR in die Suppe
FUSSBALL-OBERLIGA: Rasenspieler verzweifeln an Kickers-Keeper
Um ein Haar hätte der Fußball-Oberligist VfR Mannheim seinen zweiten Auswärtssieg in einer Woche eingefahren. 1:0 führte die Elf von Trainer Rainer Ulrich hochverdient in Stuttgart-Degerloch, ehe der Kickers-Reserve in der 89. Minute das glückliche 1:1 gelang. "Ich bin nicht enttäuscht", versicherte Ulrich nach der Partie. "Wir haben guten Fußball gespielt und waren in der ersten Halbzeit die klar bessere Mannschaft. Der einzige Vorwurf, den ich meiner Mannschaft machen muss, ist, dass sie nicht den Sack zu gemacht hat."
In der Tat legten die Rasenspieler vor 100 Zuschauern los wie die Feuerwehr und degradierten die Kickers zu Statisten. Lediglich der Stuttgarter Schlussmann Manuel Salz lief zur Hochform auf und machte eine VfR-Chance nach der anderen zunichte. So zum Beispiel in der 17. Minute, als er nach schöner Kombination von Filippo Graziano und Yüksel Ekiz einen Schuss von Jonathan Spencer entschärfte. Nur Sekunden später war Salz bei Christoph Schöfthalers Versuch zur Stelle, lenkte die Kugel zur Ecke und hatte beim anschließenden Kopfball Schöfthalers Glück, dass der Mittelfeldspieler knapp vorbei zielte. Als sich Vincenzo Terrazzino den Ball erkämpfte und aus halblinker Position abzog, entpuppte sich Salz erneut als Spielverderber (26.), doch die Führung der Mannheimer schien nur noch eine Frage der Zeit zu sein. Die VfR-Anhänger hatten den Torschrei auch schon auf den Lippen, als Graziano nach einem Freistoß zum vermeintlichen 0:1 einnetzte (31.), doch der gute Unparteiische Thomas Merkelbach (Dettenheim) entschied auf Abseits. Pech hatte der Ex-Waldhöfer Graziano, als er mit einem schönen Volleyschuss nur die Unterkante der Latte traf (37.). Und fünf Minuten vor der Pause scheiterte Schöfthaler zum wiederholten Mal an Salz.
"Die Mannschaft ist super eingestellt", zog der neue Vize-Präsident Sven Wolf zur Halbzeit ein zufriedenes Fazit, musste aber mit ansehen, wie die Rasenspieler in den zweiten 45 Minuten weniger druckvoll agierten und die Kickers-Reserve etwas mehr Oberwasser bekam. Dann aber war Salz, der nun nicht mehr so stark unter Beschuss stand, doch geschlagen. Ekiz hatte sich auf der rechten Seite durchgesetzt, Bertholdt in Szene gesetzt und dessen Hereingabe Spencer zum 0:1 für die Blau-Weiß-Roten verwertet (83.). Der zweite Dreier innerhalb von sieben Tagen schien bereits beschlossene Sache, dann gelang dem eingewechselten Majk Vujevic mit einem Sonntagsschuss aus 20 Metern in die rechte Torwartecke der glückliche Ausgleich (89.).
"Der Auftritt meiner Jungs war okay", ließ sich Ulrich die Laune nicht verderben. "Jetzt wollen wir am Freitag gegen die TSG Hoffenheim II nochmal punkten", will er den positiven Trend im letzten Spiel vor der Winterpause fortsetzen. Dann, so Ulrich weiter, werde auch über eventuelle Verstärkungen gesprochen. "Im Moment ist aber noch nichts spruchreif." tet
VfR: Busalt - Bertholdt, Krettek, Mackert, Szabo - Graziano (74. Katongole), Schöfthaler, Spencer, Terrazzino - Ekiz (89. Schmid), Eller (85. Wegmann).
Quelle: Mannheimer Morgen
FUSSBALL-OBERLIGA: Rasenspieler verzweifeln an Kickers-Keeper
Um ein Haar hätte der Fußball-Oberligist VfR Mannheim seinen zweiten Auswärtssieg in einer Woche eingefahren. 1:0 führte die Elf von Trainer Rainer Ulrich hochverdient in Stuttgart-Degerloch, ehe der Kickers-Reserve in der 89. Minute das glückliche 1:1 gelang. "Ich bin nicht enttäuscht", versicherte Ulrich nach der Partie. "Wir haben guten Fußball gespielt und waren in der ersten Halbzeit die klar bessere Mannschaft. Der einzige Vorwurf, den ich meiner Mannschaft machen muss, ist, dass sie nicht den Sack zu gemacht hat."
In der Tat legten die Rasenspieler vor 100 Zuschauern los wie die Feuerwehr und degradierten die Kickers zu Statisten. Lediglich der Stuttgarter Schlussmann Manuel Salz lief zur Hochform auf und machte eine VfR-Chance nach der anderen zunichte. So zum Beispiel in der 17. Minute, als er nach schöner Kombination von Filippo Graziano und Yüksel Ekiz einen Schuss von Jonathan Spencer entschärfte. Nur Sekunden später war Salz bei Christoph Schöfthalers Versuch zur Stelle, lenkte die Kugel zur Ecke und hatte beim anschließenden Kopfball Schöfthalers Glück, dass der Mittelfeldspieler knapp vorbei zielte. Als sich Vincenzo Terrazzino den Ball erkämpfte und aus halblinker Position abzog, entpuppte sich Salz erneut als Spielverderber (26.), doch die Führung der Mannheimer schien nur noch eine Frage der Zeit zu sein. Die VfR-Anhänger hatten den Torschrei auch schon auf den Lippen, als Graziano nach einem Freistoß zum vermeintlichen 0:1 einnetzte (31.), doch der gute Unparteiische Thomas Merkelbach (Dettenheim) entschied auf Abseits. Pech hatte der Ex-Waldhöfer Graziano, als er mit einem schönen Volleyschuss nur die Unterkante der Latte traf (37.). Und fünf Minuten vor der Pause scheiterte Schöfthaler zum wiederholten Mal an Salz.
"Die Mannschaft ist super eingestellt", zog der neue Vize-Präsident Sven Wolf zur Halbzeit ein zufriedenes Fazit, musste aber mit ansehen, wie die Rasenspieler in den zweiten 45 Minuten weniger druckvoll agierten und die Kickers-Reserve etwas mehr Oberwasser bekam. Dann aber war Salz, der nun nicht mehr so stark unter Beschuss stand, doch geschlagen. Ekiz hatte sich auf der rechten Seite durchgesetzt, Bertholdt in Szene gesetzt und dessen Hereingabe Spencer zum 0:1 für die Blau-Weiß-Roten verwertet (83.). Der zweite Dreier innerhalb von sieben Tagen schien bereits beschlossene Sache, dann gelang dem eingewechselten Majk Vujevic mit einem Sonntagsschuss aus 20 Metern in die rechte Torwartecke der glückliche Ausgleich (89.).
"Der Auftritt meiner Jungs war okay", ließ sich Ulrich die Laune nicht verderben. "Jetzt wollen wir am Freitag gegen die TSG Hoffenheim II nochmal punkten", will er den positiven Trend im letzten Spiel vor der Winterpause fortsetzen. Dann, so Ulrich weiter, werde auch über eventuelle Verstärkungen gesprochen. "Im Moment ist aber noch nichts spruchreif." tet
VfR: Busalt - Bertholdt, Krettek, Mackert, Szabo - Graziano (74. Katongole), Schöfthaler, Spencer, Terrazzino - Ekiz (89. Schmid), Eller (85. Wegmann).
Quelle: Mannheimer Morgen