So schwätze se im „Ländle“
Verfasst: Mittwoch 7. Dezember 2005, 20:40
Für alle Nicht-Schwaben unter uns ( Wer outet sich noch außer GelsenKickers und mir ? )
So schwätze se im „Ländle“
Daß das Deutsche nicht so ihre Sache ist, geben die Schwaben ja zu. Sogar offiziell. Schließlich wirbt die Landesregierung von Baden-Württemberg seit einiger Zeit für das Ländle mit dem Spruch: „Wir können alles – außer Hochdeutsch“.
Wohl wahr.
Während die fleißigen Bewohner der südwestlichsten Ecke Deutschlands in Sachen Wirtschaft und Jobs ganz weit vorn sind, ist ihre Mundart so eine Sache...
Da werden nicht nur gestandene Substantive gnadenlos verniedlicht (s. „Ländle“, das Land (d. h. Württemberg), 's Bsiachle = Besuch, 's Leffele = kleiner Löffel). Selbst Verben und Adjektive kriegen das Anhängsel: 's tropfelet (= es tröpfelt) und wer „dapferle, dapferle“ zu hören kriegt, hat sich wahre Anerkennung verdient (= tapfer, tapfer!).
Andere Wörter kriegen einen nasalen Touch (d'r Ahfang = der Anfang, schee = schön).
Oder Doppellaute wie „au“ werden plötzlich zu einem (d'r Huat = der Hut). Dann wieder mutiert ein Vokal aus unerfindlichen Gründen zu zweien ('s Buach, 's Biachle = das Buch). Oder er wird ganz weggelassen (zledschd = zuletzt). Ansonsten wird Hartes (wie K, P und T) konsequent weichggespült zu G, B und D.
Nachzulesen im „Lilliput Wörterbuch Schwäbisch“ (Langenscheidt, 384 Seiten, 2,95 Euro). Ein Anspruch auf Vollständigkeit (wie übrigens auch in den anderen kleinen Mini-Wörterbüchern) erhebt es allerdings nicht. Zu groß sind auch im Ländle die regionalen Unterschiede. Konzentriert wurde sich bei der Auswahl deshalb auf die Region um Stuttgart.
Wer „middschwätze“ will – hier klicken!
http://www.bild.t-online.de/BTO/news/20 ... rbuch.html
So schwätze se im „Ländle“
Daß das Deutsche nicht so ihre Sache ist, geben die Schwaben ja zu. Sogar offiziell. Schließlich wirbt die Landesregierung von Baden-Württemberg seit einiger Zeit für das Ländle mit dem Spruch: „Wir können alles – außer Hochdeutsch“.
Wohl wahr.
Während die fleißigen Bewohner der südwestlichsten Ecke Deutschlands in Sachen Wirtschaft und Jobs ganz weit vorn sind, ist ihre Mundart so eine Sache...
Da werden nicht nur gestandene Substantive gnadenlos verniedlicht (s. „Ländle“, das Land (d. h. Württemberg), 's Bsiachle = Besuch, 's Leffele = kleiner Löffel). Selbst Verben und Adjektive kriegen das Anhängsel: 's tropfelet (= es tröpfelt) und wer „dapferle, dapferle“ zu hören kriegt, hat sich wahre Anerkennung verdient (= tapfer, tapfer!).
Andere Wörter kriegen einen nasalen Touch (d'r Ahfang = der Anfang, schee = schön).
Oder Doppellaute wie „au“ werden plötzlich zu einem (d'r Huat = der Hut). Dann wieder mutiert ein Vokal aus unerfindlichen Gründen zu zweien ('s Buach, 's Biachle = das Buch). Oder er wird ganz weggelassen (zledschd = zuletzt). Ansonsten wird Hartes (wie K, P und T) konsequent weichggespült zu G, B und D.
Nachzulesen im „Lilliput Wörterbuch Schwäbisch“ (Langenscheidt, 384 Seiten, 2,95 Euro). Ein Anspruch auf Vollständigkeit (wie übrigens auch in den anderen kleinen Mini-Wörterbüchern) erhebt es allerdings nicht. Zu groß sind auch im Ländle die regionalen Unterschiede. Konzentriert wurde sich bei der Auswahl deshalb auf die Region um Stuttgart.
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