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Welt: Interview mit Dietmar Hopp

Verfasst: Donnerstag 26. Januar 2006, 11:15
von McVillager
"Die Vereine leben über ihre Verhältnisse"
SAP-Gründer Dietmar Hopp über das Finanzgebaren im Profifußball und seine Vision vom Bundesligaklub FCH Heidelberg 06

von Jörg Runde

Heidelberg - Wenn es nach den Plänen von Dietmar Hopp (65) geht, ist das Freundschaftsspiel der TSG Hoffenheim morgen beim VfB Stuttgart ein Ausblick auf die Zukunft. Der Gründer des Softwareunternehmens SAP hat in der Winterpause erfahrene Profis unter Vertrag genommen und seine Vision vorangetrieben, den Regionalligaklub in die Bundesliga zu führen. WELT-Mitarbeiter Jörg Runde sprach mit dem Klub-Mäzen.

Die Welt: Herr Hopp, was treibt Sie an, als Sponsor in Heidelberg einen Bundesligaklub zu etablieren?

Dietmar Hopp: Ich bin kein Ehrgeizling, der sich eine tolle Mannschaft zusammenkauft. Ich will insgesamt etwas bewegen. Bei der TSG Hoffenheim haben wir mittlerweile eine beispielhafte Jugendarbeit, Bundestrainer Jürgen Klinsmann ist ganz begeistert. Die Jugendteams spielen in der höchsten deutschen Spielklasse. Demnächst bauen wir noch ein Internat mit 22 bis 24 Zimmern.

Die Welt: Und wofür brauchen Sie einen Bundesligaklub?

Hopp: Um den Jugendlichen Vorbilder und Perspektiven zu bieten. Daß sie nicht nach Schalke, Hamburg oder Bremen müssen, um auf hohem Niveau spielen zu können.

Die Welt: An welchem Standort soll das Stadion entstehen und wie der Vereinsname lauten?

Hopp: Ich favorisiere Heidelberg als Standort. Und im Klubnamen soll Heidelberg auch auftauchen. Die Stadt ist weltweit ein Begriff, und auch Sponsoren können sich mit der Stadt besser identifizieren.

Die Welt: Wie soll Ihr Klub endgültig heißen?

Hopp: Eine Sportbetriebs-GmbH, die Hoffenheim schon hat, muß zu 51 Prozent von einem eingetragenen Verein getragen werden. Die TSG hält heute den Anteil dieser GmbH, 49 Prozent halte ich. So muß es auch in Zukunft sein. Nach einer Aufspaltung könnte der Trägerverein FC Hoffenheim-Heidelberg 06 heißen und der Bundesligaklub FCH Heidelberg 06. Diese Variante hat beim DFB beste Aussichten auf Genehmigung.

Die Welt: Sie haben in der Winterpause Spieler wie Selim Teber, Tomislav Maric oder Jochen Seitz verpflichtet. Dazu steht mit Lorenz-Günther Köstner ein erfahrener Trainer an der Seitenlinie. Sie scheinen es eilig zu haben?

Hopp: Man kann den Erfolg nicht erzwingen, man kann aber die Weichen so stellen, daß es schon bald machbar ist. Das versuchen wir, um den Aufstieg möglichst noch dieses Jahr zu schaffen. Drei Punkte Rückstand sind aufholbar.

Die Welt: Liegen die Pläne für den Durchmarsch in die Bundesliga schon in der Schublade?

Hopp: Wenn wir in der Zweiten Liga angekommen sind, rückt die Verwirklichung natürlich schon wieder ein Stück näher. Wir bauen das Stadion ja so, daß alles möglich ist - auch internationale Spiele.

Die Welt: Hat Heidelberg das Potential für die erste Liga?

Hopp: Auf jeden Fall. Die Zustimmung in der Stadt und in der Region ist riesig. Wichtig ist, daß auch die Firmen der Region ihren Anteil dazu beitragen. Nur von den Zuschauereinnahmen finanziert sich der Klub nicht.

Die Welt: Ihr Privatvermögen wollen Sie nicht einsetzen?

Hopp: Gibt man private Gelder in einen Klub, wird eine Schenkungssteuer fällig. Deshalb muß die Finanzierung des Vereins über Firmen laufen. Ich werde eine Besitzgesellschaft gründen, die das Stadion baut und der Spielbetriebs-GmbH die Arena vermietet. Die Miete wird sicher nicht umwerfend sein, da trage ich dann das unternehmerische Risiko.

Die Welt: Und welches Risiko tragen Sie im Klub?

Hopp: Ich werde da in die Strukturen investieren. Zunächst soll ein Geschäftsführer mit Bundesligaerfahrung kommen, der weiß, wie man sich in diesem Umfeld bewegt. Ich bin schließlich schon 65. Das Projekt soll mich ja überdauern und keine Dietmar-Hopp-Veranstaltung werden.

Die Welt: Und wenn der sportliche Erfolg einmal ausbleibt?

Hopp: Mir ist bewußt, daß ich in den ersten fünf Jahren einiges investieren muß - auch in Spieler. Man kann das aber auch über private Darlehn machen. Dann hat der Klub zwar auch Schulden. Es ist aber immer noch anders, als wenn man bei der Bank Schulden macht und hohe Zinsen zahlt. Ich bin bereit, das Anfangsrisiko zu tragen. Es muß aber klar absehbar sein, daß das ein Unternehmen wird, das sich selbst trägt.

Die Welt: In vielen Bundesligaklubs leiten ehemalige Profis die Geschicke. Fehlt denen das unternehmerische Denken?

Hopp: Das ist offensichtlich, wenn so viele Schulden da sind. Schauen Sie doch mal auf die Klubs der ersten und zweiten Bundesliga, die haben zusammen rund 600 Millionen Euro Schulden. Da ist es doch klar, daß zu viel ausgegeben wird.

Die Welt: In welchen Bereichen müßten die Klubs einsparen?

Hopp: Die Spieler sind einfach zu teuer. Ich verstehe die Profis ja. Sie wissen, sie haben rund zehn Jahre ihres Lebens, um Geld zu verdienen. Am Ende ihrer Laufbahn haben sie im Zweifel nichts Tragfähiges aufgebaut, um ausgesorgt zu haben. An den verantwortlichen Stellen sind oft Leute, die diese Denke deshalb so gut verstehen, weil sie selbst einmal in der Situation waren. Die Vereine leben einfach über ihre Verhältnisse.

Die Welt: Welcher Klub dient ihnen denn als Vorbild?

Hopp: Ich glaube daß der SC Freiburg nicht viele Schulden hat. Die setzen auch auf die Jugendarbeit. Auch was da in Mainz passiert, gefällt mir. Die Begeisterung, die der Jürgen Klopp entfacht hat, ist sensationell. Für mich ist auch der VfB Stuttgart ein gutes Beispiel. Wie der Präsident Erwin Staudt dort wirtschaftet, ist hervorragend. Der sagt einfach, mehr als die Hälfte unseres Umsatzes kommt nicht in den Topf für die Spieler. Das wird bei uns im ersten Jahr nicht klappen, aber da müssen wir möglichst bald hinkommen.

Die Welt: Aber Stuttgart plagt sich auch mit Schulden?

Hopp: Der Staudt wird ja schon angefeindet. Da heißt es dann, der hocke auf dem Geld. Der sitzt aber nicht auf dem Geld, sondern baut die Schulden kontinuierlich ab. Auf dem Geld sitzt nur Bayern München, das angeblich knapp 150 Millionen Euro haben soll. Wo sie die herhaben, weiß ich nicht, bei sechs Millionen Euro Gewinn.

Die Welt: Kritiker nennen Ihren Verein einen "neureichen Retortenklub".

Hopp: Wir verpflichten zwar jetzt Leute um hoch zu kommen. Dennoch schauen wir, daß es junge Spieler sind, möglichst mit einem deutschen Paß.

Die Welt: Sie setzen vor allem auf deutsche Profis?

Hopp: Ich habe natürlich nichts gegen Ausländer. Aber die Besetzung vieler Teams mit durchschnittlichen Profis aus den Nachbarländern oder aus Südamerika paßt mir nicht. Schalke ist mal angetreten, und der einzige Deutsche war Asamoah. Das ist nicht nach dem Geschmack der Fußballfans. Wir wollen junge, deutsche Talente nach oben bringen.

Die Welt: Mäzenatentum wird in Deutschland immer noch kritisch beäugt. Wie stehen Sie dazu?

Hopp: Wenn das Mäzenatentum betrieben wird um persönliche Eitelkeiten zu befriedigen, dann kann ich auch Kritik verstehen. Im Übrigen sollte aber doch jedermann froh sein, wenn reiche Menschen bereit sind, mit der Allgemeinheit zu teilen. Es ist jedenfalls besser, wenn das Geld in unseren Wirtschaftskreislauf fließt, anstatt auf Auslandskonten Zinsen zu generieren.

Die Welt: Sie haben aus SAP eine Weltmarke gemacht, Sie sind Träger des Bundesverdienstkreuzes. In die Reihe würde eine Meisterfeier auf dem Heidelberger Schloß gut passen?

Hopp: Deutscher Meister - das erlebe ich ganz bestimmt nicht mehr. Mein Traum ist die Bundesliga.

http://www.welt.de/data/2006/01/23/835144.html

Verfasst: Donnerstag 26. Januar 2006, 12:16
von EliteSued
bei aller (nachbarschaftlicher) rivalität - die aussagen des herrn hopp halte ich für stichhaltig und zukunftsfähig..
solch ein retortenklub ist mir allemal lieber als ein lr ahlen o.ä.

Verfasst: Donnerstag 26. Januar 2006, 13:44
von Überlinger
EliteSued hat geschrieben:...solch ein retortenklub ist mir allemal lieber als ein lr ahlen o.ä.
Prima, und wo ist da der Unterschied zu Ahlen? Bis auf eine bessere Jugendarbeit gibts da keinen! Sie kaufen genauso alles auf und auf Dauer werden Jugendspieler sich dort auch nicht mehr durchsetzten können. Keiner will diesen Klub sehen, er hat keine Tradition und einen Scheiß Namen mit dem man sich nicht identifizieren kann.

Außerdem hat er leicht reden wenn er sagt die Vereine leben über ihre Verhältnisse. Er trägt doch selbst mit dazu bei indem er Spielern 430.000 Euro in der Regionalliga zahlt und dadurch andere Vereine dazu zwingt auch zu investieren um konkurenzfähig zu sein. Alles dummes Geschwätz :!:

Verfasst: Donnerstag 26. Januar 2006, 14:28
von EliteSued
unterschiede die ich sehe und meine:

- klarer bezug auf junge, deutsche (!) spieler (wenns denn stimmt, auch in der zukunft)
- das jugendinternat bzw. allg. die jugendarbeit
- der bezug zur region - er sagt ja auch ganz klar, dass er den namen heidelberg aufgrund der besseren vermarktung mit drin haben will. wenigstens steht er dazu!
- klares konzept, dass er offen legt und zu dem er steht. auch, dass es ein finanziell sich selbst tragendes ist / sein soll

Re: Welt: Interview mit Dietmar Hopp

Verfasst: Donnerstag 26. Januar 2006, 14:31
von hiblaupositiv
McVillager hat geschrieben: Dietmar Hopp: Ich bin kein Ehrgeizling, der sich eine tolle Mannschaft zusammenkauft.
Hopp: Wir verpflichten zwar jetzt Leute um hoch zu kommen. Dennoch schauen wir, daß es junge Spieler sind, möglichst mit einem deutschen Paß.

Wir wollen junge, deutsche Talente nach oben bringen.
l

irgendwie bin ich im falschen Film....
Wenn Seitz und Maric junge Talente sind fällt mir auch nix mehr ein.

Alles können Sie sich kaufen, Herr Hopp, alles nur

keine Tradition und keine Fans, die ihren Verein lieben!!!

Verfasst: Donnerstag 26. Januar 2006, 15:23
von Überlinger
EliteSued hat geschrieben:- klarer bezug auf junge, deutsche (!) spieler (wenns denn stimmt, auch in der zukunft)
Das zweifle ich sehr stark an! Wie sollen die sich durchsetzten wenn Hopp ne Menge Topspieler kauft?
EliteSued hat geschrieben:- das jugendinternat bzw. allg. die jugendarbeit
Jugendinternat? Hört sich zwar immer toll an nur wenn so wenig bei rauskommt wie in Freiburg dann vergess es!

EliteSued hat geschrieben:- der bezug zur region - er sagt ja auch ganz klar, dass er den namen heidelberg aufgrund der besseren vermarktung mit drin haben will. wenigstens steht er dazu!
Er versucht einen Bezug herzustellen, das ist richtig! Doch ob sich die Leute damit identifizieren und den Verein annehemen ist die viel wichtigere Frage! Auch hier bezweifle ich das es dazu kommt!

EliteSued hat geschrieben:- klares konzept, dass er offen legt und zu dem er steht. auch, dass es ein finanziell sich selbst tragendes ist / sein soll
Im Groben wirkt es schlüssig, doch im Detail? Was ist wenn die Leute das nicht sehen wollen? Dann wird der Verein als Werbeträger für die Unternehmen unattraktiv!

Verfasst: Donnerstag 26. Januar 2006, 15:44
von EliteSued
das thema ist emotional - verständlich.
aber dieses mit der sense rangehen wie du es hier en detail machst ist sowas von typisch deutsch und steht für alle probleme und problemchen, vor denen dieses land steht.

da ist jemand, der eine vision hat und sich etwas erarbeitet. ein macher (dass er das ist und kann hat er denk ich zur genüge bewiesen).

doch in deutschland drischt jeder auf solch einen menschen und seine vision ein.
in der freien wirtschaft geht so einer dann halt nach polen..

Verfasst: Donnerstag 26. Januar 2006, 17:01
von hiblaupositiv
EliteSued hat geschrieben:das thema ist emotional - verständlich.
aber dieses mit der sense rangehen wie du es hier en detail machst ist sowas von typisch deutsch und steht für alle probleme und problemchen, vor denen dieses land steht.

da ist jemand, der eine vision hat und sich etwas erarbeitet. ein macher (dass er das ist und kann hat er denk ich zur genüge bewiesen).

doch in deutschland drischt jeder auf solch einen menschen und seine vision ein.
in der freien wirtschaft geht so einer dann halt nach polen..
Du hast schon recht, Herr Hopp ist ein Macher, klar.
Aber es gibt einen Unterschied zwischen einem Wirtschaftsunternehmen und einem Fussballverein.
In meine Firma gehe ich um meine Brötchen zu verdienen, beim Fussball geht`s auch um solche Dinge wie Emotionen.
Deshalb ist ein retortenmäßiger Fussballverein, der einfach so aus dem Boden gestampft wird, ein toter Verein.

Verfasst: Donnerstag 26. Januar 2006, 17:08
von Überlinger
EliteSued hat geschrieben:das thema ist emotional - verständlich.
aber dieses mit der sense rangehen wie du es hier en detail machst ist sowas von typisch deutsch und steht für alle probleme und problemchen, vor denen dieses land steht.

da ist jemand, der eine vision hat und sich etwas erarbeitet. ein macher (dass er das ist und kann hat er denk ich zur genüge bewiesen).

doch in deutschland drischt jeder auf solch einen menschen und seine vision ein.
in der freien wirtschaft geht so einer dann halt nach polen..
Ich weiß zwar vorauf du hinaus willst, aber ich würde dennoch nicht den Vergleich zwischen der Wirtschaft und dem Fußball wagen!

Ein Unternehmer ist grundsätzlich willkommen wenn er eine Vision hat und sie in Deutschland umsetzten will, da die Leute damit die Schaffung von Arbeitsplätzen usw. verbinden. Man kann also sagen die Leute stehen dahinter!!!
Dies ist bei Hopps Fußballprojekt nicht der Fall, da viele den Klub hassen bevor er entstanden ist und er den Deutschen Fußball auch nicht weiterbringen wird! Von mir aus kann er so ein Projekt gerne in Polen machen, da für unser Land das eh nichts bringt.
Das ist der Unterschied zur Wirtschaft :!:

Verfasst: Donnerstag 26. Januar 2006, 17:33
von DirtyToby
hiblaupositiv hat geschrieben:
EliteSued hat geschrieben:das thema ist emotional - verständlich.
aber dieses mit der sense rangehen wie du es hier en detail machst ist sowas von typisch deutsch und steht für alle probleme und problemchen, vor denen dieses land steht.

da ist jemand, der eine vision hat und sich etwas erarbeitet. ein macher (dass er das ist und kann hat er denk ich zur genüge bewiesen).

doch in deutschland drischt jeder auf solch einen menschen und seine vision ein.
in der freien wirtschaft geht so einer dann halt nach polen..
Du hast schon recht, Herr Hopp ist ein Macher, klar.
Aber es gibt einen Unterschied zwischen einem Wirtschaftsunternehmen und einem Fussballverein.
In meine Firma gehe ich um meine Brötchen zu verdienen, beim Fussball geht`s auch um solche Dinge wie Emotionen.
Deshalb ist ein retortenmäßiger Fussballverein, der einfach so aus dem Boden gestampft wird, ein toter Verein.
Da hast du als einer von uns Kickers Idealisten sicherlich Recht. Aber für einen Unternehmer ist Fussball halt leider auch nur ein Geschäft. :( Ich weiss ja nicht, wie viel Hopp genau in den Verein stecken will, aber er hat auf jeden Fall die Mittel, Hoffenheim innerhalb kürzester Zeit zu einer Top Adresse zu machen. Ganz davon abgesehen, ob uns das gefällt oder irgendjemand diesen Verein toll findet. Geld regiert nunmal auch im Fussball die Welt! Und davon hat Hopp weit mehr als dem FC Bayern z.B. zur Verfügung steht!!!

Verfasst: Donnerstag 26. Januar 2006, 23:59
von Blue Fritz
Warum hat denn niemand Hopp auf die Stuttgarter Kickers aufmerksam gemacht? Ein Traditionsverein, der in der Versenkung verschwunden ist und nur darauf wartet aus dem Dornröschen Schlaf geweckt zu werden!-Sprich einen zahlungsfreudigen Sponsor benötigt! Ein reines Fußballstadion(da wäre doch noch Platz beim Flughafen/neue Filder Messe) für 50000 Zuschauer,optimale Verkehrsanbindung wäre vorhanden! Da könnten die Vips mit dem Flugzeug einschweben! Ja was will der Hopp in Heidelberg! Vielleicht sollte man mit dem Mann mal reden!

Verfasst: Freitag 27. Januar 2006, 03:28
von DirtyToby
keine Chance, der will in seiner Region bleiben. Und mal erlich, wären wir damit glücklich?!?

Verfasst: Freitag 27. Januar 2006, 07:16
von hiblaupositiv
wo sollen denn da die Fans herkommen?

Aus Hoffenheim nicht,
1. gibt`s da sowieso keine, und
2. wenn es welche gäbe, kämen die nach der Vereinsauflösung
sicher nicht mehr!

Von anderen Vereinen wie KSC oder Waldhof?
ganz sicher nicht!

wahrscheinlich besteht das neue Stadion nur aus VIP-Longen für
die SAP`ler, dann braucht man keine popeligen Fans mehr :lol:

Verfasst: Freitag 27. Januar 2006, 10:22
von G.Regor
hiblaupositiv hat geschrieben: Deshalb ist ein retortenmäßiger Fussballverein, der einfach so aus dem Boden gestampft wird, ein toter Verein.
Da wäre ich mir nicht so sicher. Aus unserer Sicht vielleicht. Aber schau mal zum Beispiel die Hamburg Freezers an - alle haben sich totgelacht, Eishockey in einer Stadt wie Hamburg, ohne Eishockey-Tradition und ein Club, der einfach aus München hinverpflanzt wird. Und heute hat er den dritthöchsten Zuschauerschnitt in Europa, nach dem SC Bern und den Kölner Haien.

Für Leute wie uns ist der Verein tot. 90% der Zuschauer im Stadion sind unsere Werte aber vollkommen egal, die wollen Hauptsache Stars und guten Sport sehen.

Kuck mal zu RB Salzburg: Vor einem Jahr hat kein Haflinger nach Austria Salzburg gekräht. Ich war mit dem Gechinger dort gegen Austria Wien, keine 5.000 Zuschauer. Jetzt ein neuer Verein, neue Farben, Verleugnung der Tradition, uns sträuben sich die Nackenhaare. Und was ist? Jede Woche ausverkauft.

Eine echte Fanszene wird sich sicher nicht entwickeln. Aber mit Zuschauern ist die Hütte selbstverständlich voll. Stimmung zero, aber das ist den Verfechtern des modernen Fußballs ja eh egal. Leute wie uns brauchen die nicht, denn die machen ihre Schals selber, kommen im Umbro-Pulli und geben in einem Jahr keine zwanzig Euro für Merchandise aus.

Verfasst: Freitag 27. Januar 2006, 10:30
von Biene
Also ich versteh das nicht. Über Sponsoren wird geschimpft ("Geld her und Klappe halten"), das Mäzenatentum wird abgelehnt (Stichwort "Retortenclub")...wie soll denn der Verein sonst an Geld kommen? Kann mir das mal einer erklären?

Verfasst: Freitag 27. Januar 2006, 10:35
von Tacheles
Er eröffnet ein Freudenhaus und finanziert sich aus den Gewinnen... 8)

Verfasst: Freitag 27. Januar 2006, 10:41
von moehringer
Und ich werd ehrenamtlicher Lude :!:

Verfasst: Freitag 27. Januar 2006, 10:44
von Biene
Ihr seid doof :D

Verfasst: Freitag 27. Januar 2006, 10:46
von Biene
Aber wenn sichs lohnt....eine Überlegung wärs wert. :arrow: So nach dem Motto "Ob Sieg oder Niederlage, hier landen auch Sie einen Treffer". :D

Verfasst: Freitag 27. Januar 2006, 10:56
von hobbesblau
oder "Hier kommt jeder mal zum Schuss"

Verfasst: Samstag 28. Januar 2006, 00:54
von Tacheles
Nee, nee, der Schuppen wird "Freistoß" heißen... :twisted:

Verfasst: Samstag 28. Januar 2006, 09:26
von Biene
Dann is doch nix dabei verdient!!!

Verfasst: Samstag 28. Januar 2006, 17:41
von Tacheles
Aber es hebt die Moral...

Verfasst: Dienstag 31. Januar 2006, 19:12
von PvK
hoffenheim gehört in die bezirksliga....

was soll der scheiss? irgendsoein millionär oder milliardär dem auf einmal auffällt wie nötig es ist sein dorfverein in die bundesliga zu schicken und dabei achso viel arbeit und geld in den klub steckt damit sein ziel "retortenverein" auch gelingt? was hat das mit sport zu tun? anfangs hiess es noch "wir sind stolz darauf nur halbprofis im kader zu haben", jetzt sind es nur noch wenige wenn überhaupt welche! jetzt fällt dem herr ein, für die bundesliga braucht er ein neues stadion, darum muss er sich mit anderen mannschaften fusionieren.... warum, weil er wohl in seinem dorf kein "bundesligareifes" stadion bauen kann/darf, woanders hat er möglicherweise glück mit der standortwahl.... wenns die tsg hoffenheim nicht geben würde ( zumindest oberhalb der landesliga) so behaupte ich mal, würds niemand jucken dass es den verein überhaupt gibt....