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Spielberichte Gmünd - Kickers (WFV-Pokalhalbfinale)

Verfasst: Dienstag 25. April 2006, 22:53
von GelsenKickers
Nach Elfmeterschießen stehen die Kickers im Finale um den wfv-Pokal

Es war der erwartet schwere Pokalfight für die Kickers beim Oberligisten 1.FC Normannia Gmünd: Nachdem es nach regulärer Spielzeit 2:2-Unentschieden stand und auch in der Verlängerung kein Sieger gefunden wurde, musste die Entscheidung vor 1075 Zuschauern im Elfmeterschiessen fallen. Am Ende hatte das Team von Trainer Robin Dutt mit 6:5 das glücklichere Ende für sich.

Quelle: www.stuttgarter-kickers.de

Verfasst: Dienstag 25. April 2006, 22:54
von GelsenKickers
Mission Titelverteidigung in greifbarer Nähe

:arrow: www.svk1899.de

Verfasst: Mittwoch 26. April 2006, 09:31
von barneygumble
In der StZ steht von den "Toren" auch nichts.
Dafür wird Hans Kullen zitiert:
"Ein Ausscheiden wäre eine Katastrophe gewesen"

Verfasst: Mittwoch 26. April 2006, 10:58
von Buddy
Beutmen hat geschrieben:Was schreiben die Stuttgarter Zeitungen?

Das kann man hier www.kickers-fans.de nachlesen

Verfasst: Mittwoch 26. April 2006, 13:03
von Überlinger
Nach Elfmeterschießen stehen die Kickers im Finale um den wfv-Pokal

Es war der erwartet schwere Pokalfight für die Kickers beim Oberligisten 1.FC Normannia Gmünd: Nachdem es nach regulärer Spielzeit 2:2-Unentschieden stand und auch in der Verlängerung kein Sieger gefunden wurde, musste die Entscheidung vor 1075 Zuschauern im Gmünder Normannia-Stadion im Elfmeterschiessen fallen. Am Ende hatte das Team von Trainer Robin Dutt mit 6:5 das glücklichere Ende für sich.

Zur Aufstellung:

Leider war die Oberschenkelverletzung bei Bashiru Gambo doch so schlimm, dass er nicht spielen konnte. Marco Wildersinn ist zwar wieder im Mannschaftstraining, war heute aber noch nicht im Kader.
Trainer Robin Dutt ließ vor Torwart David Yelldell heute wieder mit einer Vierer-Abwehrkette spielen, in der Oberligaspieler Kresimir Lukic wie schon in Bayreuth auflief. Rechts spielte Daniel Sager, zentral Manuel Hartmann neben Jens Härter und links Kresimir Lukic. Im Mittelfeld spielte vor den Abwehr Mustafa Akcay, auf den Flügeln Mustafa Parmak und Oliver Stierle, hinter den Spitzen erneut Recep Yildiz. Vorne stürmte heute neben Mirnes Mesic erstmals wieder Timo Schlabach von Beginn an.

Zum Spielverlauf:

Die erste Halbzeit ist schnell erzählt, auch Trainer Robin Dutt wollte auf der Pressekonferenz auf die ersten 45 Minuten erst gar nicht lange eingehen. Der Oberligist war das bessere Team und ging nach einer guten halben Stunde auch verdient mit 1:0 in Führung. Gmünds Stürmer Thorsten Schöllkopf schloss einen engagierten Sololauf trocken ins lange Eck zum 1:0 ab (32.).
Bei den Kickers lief nicht viel zusammen, herausgespielte Torchancen gab es leider keine nenneswerte. Bezeichneter Weise sahen vier Kickers-Spieler im ersten Durchgang Gelbe Karten.

Doch Trainer Robin Dutt weckte sein Team in der Halbzeitpause auf, zudem stellte er in der Abwehr wieder auf Dreierkette um, Manuel Hartmann spielte fortan im Mittelfeld. Die Kickers attackierten nun merklich früher und aggressiver und nahmen die Partie in die Hand. Das erste Ausrufezeichen setzte Jens Härter mit einem direkten Freistoß, den er aus 20 Metern über die Mauer an den Pfosten schlenzte. Nur 120 Sekunden später zappelte die Kugel dann sogar im Netz: Nach einem zu kurz abgewehrten Freistoß zog Mustafa Akcay aus dem Rückraum ab, den Schuss konnte Keeper Gruca nur noch abklatschen. Timo Schlabach reagierten am schnellsten und schob ein, doch anerkannte das Schiedsrichtergespann den Treffer wegen angeblicher Abseitsstellung nicht an (57.). Nach einem Konter der Gastgeber hätte erneut Schöllkopf auf 2:0 erhöhen können, doch verzog er knapp über das Tor (63.).
Die Kickers wechselten in der 65. Minute gleich doppelt: Emmanuel Akwuegbu und Enzo Marchese kamen für Mustafa Akcay und Timo Schlabach in die Partie. Und die Einwechslungen sollten sich gleich bezahlt machen: Emmanuel Akwuegbu legte mit einem seiner ersten Ballkontakte wunderbar auf Mirnes Mesic quer, der aus 10 Metern unter die Latte zum 1:1-Ausgleich abschließen konnte (66.). Die Blauen waren nun die spielbestimmende Mannschaften und zog das gewohnte Pressingspiel auf. Nur acht Minuten später gelang den Blauen nach einen schönen Spielzug über die rechte Seite der Führungstreffer: Doppelpass zwischen Mustafa Parmak und Emmanuel Akwuegbu, Flanke auf Mirnes Mesic in den Strafraum, der per Kopf den Ball auf Oliver Stierle verlängerte. Der Mittelfeldspieler konnte den Ball noch annehmen, auf seinen starken linken Fuß legen und so flach ins lange Eck am herauseilenden Keeper vollstrecken. Die 2:1-Führung für die Kickers in der 74. Spielminute.

Aber anstatt nun die Entscheidung zu suchen, ließen die Blauen leider wieder nach und der Oberligist drehte in der Schlußviertelstunde nochmals auf. Nach ein paar Unsicherheiten in der Kickers-Abwehr kassierten die Kickers in der 89. Minute tatsächlich noch den Ausgleichstreffer. Ein Freistoß von der Mittellinie segelte in den Strafraum, Torwart David Yelldell wollte den Ball eigentlich abfangen, doch kam er leider nicht dran, so dass die Kugel laut Stadionsprecher vom Kopf von Leonard Gjini im leeren Tor landete. Das Stadion stand nun Kopf und die erneute Pokalüberraschung aus Gmünder Sicht lag in der Luft, doch pfiff Schiedsrichter Florian Steinberg pünktlich die reguläre Spielzeit ab.

Der Oberligist, der im Viertelfinale auch den VfB Stuttgart II aus dem Wettbewerb schoss, witterte nun in der Verlängerung seine Chance gegen zu passive Kickers. Die Gmünder wirkten frischer und bestimmten mit viel Einsatz die Verlängerung, ohne aber die letzte Gefahr auf das Kickers-Tor auszustrahlen. Den Kickers fiel außer vielen langen Bällen oder auch Befreiungsschlägen nicht mehr viel ein. In der ersten Hälfte der Verlängerung gab es eigentlich nur eine Chance für die Kickers: Einen Steilpass von Enzo Marchese spielte Oliver Stierle flach in die Mitte, wo Emmanuel Akwuegbu nur noch den Fuß hinhalten und einschieben musste, doch traf er den Ball leider nicht, so dass er an Freund und Feind durch den Fünfmeterraum rollte.
David Yelldell konnte sich in der zweiten Verlängerung auszeichnen, als er eine Fehler seiner Vorderleute ausbügelte und den Schuss von Gmünds Iorfida entschärfen konnte (110.). Fünf Minuten vor Ende schoss Mustafa Parmak noch eine starken Freistoß aus 22 Metern, den der Keeper aber über die Latte lenkte (115.).

So musste die Entscheidung im Elfmeterschießen fallen. Aber dank Kickers-Keeper David Yelldell, der die ersten beiden Elfmeter der Gmünder halten konnte, behielten die Blauen mit 6:5 die Oberhand. Recep Yildiz verwandelte den letzten entscheidenden Elfmeter und sicherte damit den Blauen den Einzug ins Endspiel um den wfv-Pokal.
Den Spielern, die anschließend ausgelassen mit den Fans feierten, und den Vereinsoffiziellen merkte man an, dass der Sieg heute ein hartes Stück Arbeit war. Die Kickers treffen nun im Finale auf den Sieger der Partie zwischen dem TSV Schwieberdingen und dem SSV Ulm 1846, das am 17. Mai 2006 ausgetragen wird. Das diesjährige Finale um den Verbandspokal des Württembergischen Fußballverbands findet am Mittwoch, 24. Mai 2006 auf dem Sportgelände des VfL Kirchheim / Teck statt. Die genaue Anstoßzeit wird noch festgelegt.

Die Trainerstimmen:

Robin Dutt: „Es war heute ein typisches Pokalspiel, das von der Spannung lebte und ein rassiger Pokalkampf war. In der ersten Halbzeit ist uns spielerisch nichts eingefallen. Ich kann und will dafür auch keine Erklärung finden, solche Pokalspiel sind Spiele der Einmaligkeit. Unser Gegner war heute mindestens auf gleicher Augenhöhe, deshalb sind wir sehr froh, dass wir heute hier gewonnen haben, denn nur das Endspiel zählt. Im Pokal geht es nicht um einen Schönheitspreis, sondern ums Weiterkommen. Großes Kompliment an Gmünd, alle Achtung was die Mannschaft heute geleistet hat.“
Alexander Zorniger: „Wir sind in der ersten Halbzeit vollkommen verdient in Führung gegangen. Bei den Gegentoren war die Kopfballdominanz vor dem Tor ausschlaggebend, hier haben wir die Stürmer kurz aus den Augen gelassen. Aber es spricht für die Mannschaft, dass sie in der 89. Minute noch den Ausgleich gemacht hat. Was dann in der Verlängerung abging macht mich stolz: Wir haben uns zwar reingefightet, aber die Torchancen sind leider ausgeblieben. Es war heute ein beherzter Fight auf Augenhöhe mit den Kickers, aber so im Halbfinale auszuscheiden, tut ganz weh.“

Die Spielstatistik:

Gmünd: Gruca – Jud (79. Iorfida), Kasunic, Mangold, Krätschmer (70. Morys), Jurczyk, Molinari, Schöllkopf, Hofmann (74. Kuhn), Gjini, Kaiser – Trainer: Zorniger
Kickers: Yelldell – Sager, Hartmann, Härter, Lukic – Akcay (65. Marchese), Stierle, Parmak, Yildiz – Mesic, Schlabach (65. Akwuegbu) – Trainer: Dutt

Schiedsrichter: Florian Steinberg (Münchingen)

Verwarnungen: Morys, Molinari - Sager, Akcay, Mesic, Parmak, Yildiz

Zuschauer: 1075 Fans im Gmünder Normannia-Stadion

Torfolge:
1:0 Thorsten Schöllkopf (32.)
1:1 Mirnes Mesic (66.)
1:2 Oliver Stierle (74.)
2:2 Leonard Gjini (89.)
Elfmeterschießen:
David Yelldell hält Elfmeter von Marius Jurczyk
Oliver Stierle scheitert an Torwart Matthias Gruca
David Yelldell hält erneut gegen Mark Mangold
2:3 Enzo Marchese
3:3 Matthias Morys
3:4 Mustafa Parmak
4:4 Michael Kuhn
4:5 Manuel Hartmann
5:5 Thorsten Schöllkopf
5:6 Recep Yildiz

Quelle: stuttgarter-kickers.de