Ermittlungen gegen Schalke - Verdachts der Bilanzfälschung
Verfasst: Mittwoch 10. Mai 2006, 14:40
Die Staatsanwaltschaft Essen hat ein Ermittlungsverfahren gegen den Fußball-Bundesligisten FC Schalke 04 wegen des Verdachts der Bilanzfälschung und Insolvenzverschleppung eingeleitet.
Die Behörde bestätigte der Deutchen Presseagentur (dpa) einen entsprechenden Bericht der "Süddeutschen Zeitung". Es geht um die bilanzielle Bewertung des Grundstücks Parkstadion, der früheren Schalke-Spielstätte. Die Stadt hatte das Grundstück für einen Euro verkauft. In der Schalke-Bilanz schlägt es mit 15,6 Millionen Euro zu Buche.
Die Summe soll ein Bochumer Gutachter festgelegt haben, obwohl auf dem Stadion-Gelände nur Sportanlagen hätten gebaut werden dürfen. Der Grundstückswert soll sich laut städtischer Schätzung vorab auf gerade einmal eine Millionen Euro belaufen haben. Den Schalkern kam die Gutachter-Schätzung aber eher zupass: Der Verlust des Geschäftsjahres in Höhe von 18 Millionen Euro war somit halbwegs ausgeglichen, eine drohende Insolvenz des Klubs kein Thema mehr.
Laut "Süddeutsche" habe die Staatsanwaltschaft Essen daraufhin bei der Stadt Gelsenkirchen entsprechende Unterlagen angefordert. Deren Auswertung habe nun einen Anfangsverdacht ergeben. Einzelheiten wollten die Ermittler "aus ermittlungstaktischen Gründen" nicht preisgeben.
Schalkes Finanzvorstand Josef Schnusenberg hatte sich schon beim Vorermittlungsverfahren der Essener überrascht gezeigt. Diese Stadionübertragung sei schon tausendmal beleuchtet worden. Dazu sei alles gesagt, so Schnusenberg.
Tagesschau.de
Die Behörde bestätigte der Deutchen Presseagentur (dpa) einen entsprechenden Bericht der "Süddeutschen Zeitung". Es geht um die bilanzielle Bewertung des Grundstücks Parkstadion, der früheren Schalke-Spielstätte. Die Stadt hatte das Grundstück für einen Euro verkauft. In der Schalke-Bilanz schlägt es mit 15,6 Millionen Euro zu Buche.
Die Summe soll ein Bochumer Gutachter festgelegt haben, obwohl auf dem Stadion-Gelände nur Sportanlagen hätten gebaut werden dürfen. Der Grundstückswert soll sich laut städtischer Schätzung vorab auf gerade einmal eine Millionen Euro belaufen haben. Den Schalkern kam die Gutachter-Schätzung aber eher zupass: Der Verlust des Geschäftsjahres in Höhe von 18 Millionen Euro war somit halbwegs ausgeglichen, eine drohende Insolvenz des Klubs kein Thema mehr.
Laut "Süddeutsche" habe die Staatsanwaltschaft Essen daraufhin bei der Stadt Gelsenkirchen entsprechende Unterlagen angefordert. Deren Auswertung habe nun einen Anfangsverdacht ergeben. Einzelheiten wollten die Ermittler "aus ermittlungstaktischen Gründen" nicht preisgeben.
Schalkes Finanzvorstand Josef Schnusenberg hatte sich schon beim Vorermittlungsverfahren der Essener überrascht gezeigt. Diese Stadionübertragung sei schon tausendmal beleuchtet worden. Dazu sei alles gesagt, so Schnusenberg.
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