StZ: "Das gibt einen Schlagabtausch"
Verfasst: Samstag 13. Mai 2006, 11:29
"Das gibt einen Schlagabtausch"
Wer ist die Nummer eins der Fußball-Regionalliga in Stuttgart? Diese Frage wird morgen im Punktspiel (14.30 Uhr, Gazistadion) zwischen den Kickers und dem VfB II beantwortet. So ein Derby hat immer seinen Reiz, zumal die beiden Mannschaften in der Tabelle nur noch drei Punkte trennen. Vor dem Spiel hat Joachim Klumpp den beiden Spielführern Jens Härter und Steffen Dangelmayr fünf Fragen gestellt.
Für beide Mannschaften ist die Luft drei Spieltage vor Schluss etwas raus. Warum wird es dennoch ein spannendes Derby?
Jens Härter: Zunächst wollen wir immer gewinnen, schließlich gibt es ja auch eine Siegprämie. Und so ein Derby hat immer seinen besonderen Reiz, zumal wir den VfB mit einem Sieg überholen können.
Steffen Dangelmayr: Die Situation ist fürs Umfeld, die Medien oder die Fans meist viel prägnanter als für die Spieler selbst. Die wollen immer gewinnen - egal ob es gegen die Kickers geht oder sonst wen. Das verspricht einen offenen Schlagabtausch.
Welche Stärken sehen Sie beim Gegner?
Jens Härter: Spielerisch ist der VfB immer stark, das hat sich auch in den vergangenen Derbys gezeigt. Außerdem hat die Mannschaft nach der Niederlage im Hinspiel ja vielleicht auch noch etwas gutzumachen.
Steffen Dangelmayr: Zu Hause werden die Kickers sicher sehr selbstbewusst auftreten, nachdem sie ja bereits das Hinspiel gewonnen haben. Sie haben ein spielstarkes Mittelfeld, mit einem gefährlichen Mirnes Mesic im Sturm.
Was würde Sie persönlich reizen, einmal beim Lokalrivalen zu spielen?
Jens Härter: Schwer zu sagen. Im Moment eigentlich nichts. Wobei man bei den Mannschaften, die in der ersten oder zweiten Liga vertreten sind, natürlich immer die Chance hat, schnell zu den Profis zu kommen. Aber diese Frage stellt sich bei mir natürlich nicht, da ich meinen Vertrag ja erst in der Winterpause verlängert habe.
Steffen Dangelmayr: Ich bin schon so lange im Verein, genau genommen seit 1989, dass mein Herz natürlich für den VfB schlägt. Wenn man überhaupt von einem Reiz sprechen kann, dann dem, dass die Kickers auch ein Traditionsverein sind und dass sie die Möglichkeit haben aufzusteigen, was bei uns nicht besteht.
Welches Saisonziel haben Sie noch?
Jens Härter: Den einstelligen Platz haben wir momentan schon erreicht. Jetzt wollen wir versuchen, so weit wie möglich nach oben zu kommen. Und nicht zu vergessen: den WFV-Pokal gewinnen, um uns wieder für den DFB-Pokal zu qualifizieren.
Steffen Dangelmayr: Wir haben jetzt noch drei Spiele, die wir so erfolgreich wie möglich gestalten wollen. Aber wir wollen auch nochmals die Zuschauer mit gutem Fußball und unserem Kombinationsspiel erfreuen, nachdem uns das in den vergangenen Begegnungen nicht immer gelungen ist.
Was halten Sie von den Plänen für eine eingleisige dritte Liga - ohne die zweiten Mannschaften der Profiklubs?
Jens Härter: Sportlich wäre das sicher interessant. Allerdings muss man aus meiner Sicht versuchen, die finanzielle Seite zu regeln, zum Beispiel über die Verteilung der Fernsehgelder. Sonst funktioniert es auf Dauer nicht.
Steffen Dangelmayr: Zwiespältig. Einerseits können sich die Traditionsklubs besser präsentieren. Andererseits bin ich skeptisch, ob der finanzielle Aufwand geregelt werden kann. Schließlich werden die Spieler professioneller arbeiten.
Quelle: Stuttgarter Zeitung vom 12. Mai 2006
Wer ist die Nummer eins der Fußball-Regionalliga in Stuttgart? Diese Frage wird morgen im Punktspiel (14.30 Uhr, Gazistadion) zwischen den Kickers und dem VfB II beantwortet. So ein Derby hat immer seinen Reiz, zumal die beiden Mannschaften in der Tabelle nur noch drei Punkte trennen. Vor dem Spiel hat Joachim Klumpp den beiden Spielführern Jens Härter und Steffen Dangelmayr fünf Fragen gestellt.
Für beide Mannschaften ist die Luft drei Spieltage vor Schluss etwas raus. Warum wird es dennoch ein spannendes Derby?
Jens Härter: Zunächst wollen wir immer gewinnen, schließlich gibt es ja auch eine Siegprämie. Und so ein Derby hat immer seinen besonderen Reiz, zumal wir den VfB mit einem Sieg überholen können.
Steffen Dangelmayr: Die Situation ist fürs Umfeld, die Medien oder die Fans meist viel prägnanter als für die Spieler selbst. Die wollen immer gewinnen - egal ob es gegen die Kickers geht oder sonst wen. Das verspricht einen offenen Schlagabtausch.
Welche Stärken sehen Sie beim Gegner?
Jens Härter: Spielerisch ist der VfB immer stark, das hat sich auch in den vergangenen Derbys gezeigt. Außerdem hat die Mannschaft nach der Niederlage im Hinspiel ja vielleicht auch noch etwas gutzumachen.
Steffen Dangelmayr: Zu Hause werden die Kickers sicher sehr selbstbewusst auftreten, nachdem sie ja bereits das Hinspiel gewonnen haben. Sie haben ein spielstarkes Mittelfeld, mit einem gefährlichen Mirnes Mesic im Sturm.
Was würde Sie persönlich reizen, einmal beim Lokalrivalen zu spielen?
Jens Härter: Schwer zu sagen. Im Moment eigentlich nichts. Wobei man bei den Mannschaften, die in der ersten oder zweiten Liga vertreten sind, natürlich immer die Chance hat, schnell zu den Profis zu kommen. Aber diese Frage stellt sich bei mir natürlich nicht, da ich meinen Vertrag ja erst in der Winterpause verlängert habe.
Steffen Dangelmayr: Ich bin schon so lange im Verein, genau genommen seit 1989, dass mein Herz natürlich für den VfB schlägt. Wenn man überhaupt von einem Reiz sprechen kann, dann dem, dass die Kickers auch ein Traditionsverein sind und dass sie die Möglichkeit haben aufzusteigen, was bei uns nicht besteht.
Welches Saisonziel haben Sie noch?
Jens Härter: Den einstelligen Platz haben wir momentan schon erreicht. Jetzt wollen wir versuchen, so weit wie möglich nach oben zu kommen. Und nicht zu vergessen: den WFV-Pokal gewinnen, um uns wieder für den DFB-Pokal zu qualifizieren.
Steffen Dangelmayr: Wir haben jetzt noch drei Spiele, die wir so erfolgreich wie möglich gestalten wollen. Aber wir wollen auch nochmals die Zuschauer mit gutem Fußball und unserem Kombinationsspiel erfreuen, nachdem uns das in den vergangenen Begegnungen nicht immer gelungen ist.
Was halten Sie von den Plänen für eine eingleisige dritte Liga - ohne die zweiten Mannschaften der Profiklubs?
Jens Härter: Sportlich wäre das sicher interessant. Allerdings muss man aus meiner Sicht versuchen, die finanzielle Seite zu regeln, zum Beispiel über die Verteilung der Fernsehgelder. Sonst funktioniert es auf Dauer nicht.
Steffen Dangelmayr: Zwiespältig. Einerseits können sich die Traditionsklubs besser präsentieren. Andererseits bin ich skeptisch, ob der finanzielle Aufwand geregelt werden kann. Schließlich werden die Spieler professioneller arbeiten.
Quelle: Stuttgarter Zeitung vom 12. Mai 2006