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Togos deutscher Trainer Pfister zurückgetreten

Verfasst: Samstag 10. Juni 2006, 07:09
von Blauer Ludwigsburger
Veröffentlicht am 10.06.2006 um 01:14 Uhr
Quelle: dpa

Togos deutscher Trainer Pfister wegen Prämienstreit zurückgetreten


Togos Trainer Otto Pfister ist vier Tage vor dem Auftaktspiel seiner Mannschaft wegen eines ungelösten Prämienstreits zurückgetreten. Der 68-jährige Deutsche hat das togoische Mannschaftsquartier in Wangen im Allgäu am späten Freitagabend verlassen. Das bestätigte Togos Mannschaftsarzt Joachim Schubert am frühen Samstagmorgen der dpa. «Otto Pfister hat mit Co-Trainer Piet Hamberg das Hotel um 22.20 Uhr verlassen. Es ist sehr schade, dass es auseinander gegangen ist, weil es eine gute Geschichte war, Togo und Otto Pfister», sagte Schubert. «Aber die Situation war für den Trainer nicht mehr tragbar.»

Pfister hatte die Mannschaft erst Ende Februar übernommen, nachdem
sein Vorgänger Stephen Keshi nach dem desaströsem Auftritt beim
Afrikacup entlassen worden war. Wer Togo nun beim Auftaktspiel am
Dienstag in Frankfurt/Main betreuen wird, ist völlig unklar. Am
Freitag waren der togoische Premierminister Edem Kodjo und
Sportminister Ayouta Ouyenga eigens ins Allgäu gereist, um den seit
Monaten schwelenden Prämienstreit zu lösen. Die Spieler hatten seit
dem Afrikacup im Januar die für die erstmalige WM-Qualifikation Togos
versprochene Zahlung eingefordert.


Im Kicker stand noch:
"Eigentlich schien die Prämienfrage geklärt, doch offensichtlich haben die Akteure die ca. 30.000 Euro für die erfolgreiche WM-Qualifikation noch immer nicht erhalten. Schon vor dem Afrika-Cup in Ägypten traten die Spieler kurzfristig in Streik, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen."

Bild
Otto Pfister


Pfister selbst betrifft das mit der Prämienzahlung übrigens nicht, da er zum Zeitpunkt der WM-Quali noch nicht Trainer war. Ich denke mal, der hat die Entscheidung mit seinen Spielern besprochen, um deren Forderungen Nachdruck zu verleihen. Wenn Togo dem Team kurzfristig noch entgegenkommt, kommt vielleicht auch Pfister wieder, oder?

Verfasst: Samstag 10. Juni 2006, 11:48
von Blauer Ludwigsburger
10.06.2006, 10:32, www.kicker.de
Togo: Otto Pfister nach dem Rücktritt

"Entscheidung ist unantastbar"
Mit dem Rücktritt am gestrigen Abend als Trainer der Nationalelf von Togo sorgte Otto Pfister für einen Paukenschlag. Dem kicker verriet der 68-jährige Deutsche die Gründe seiner Demission.

Pfister, der Togo erst Ende Februar nach dem schwachen Auftritt beim Afrika-Cup von Stephen Keshi übernommen hatte, hat am Sonntagabend dem Verband gegenüber schriftlich gekündigt. "Die Mannschaft hat unter der Woche drei Tage nicht mehr trainiert", erklärt der Coach, "zum letzten Test gegen Wangen am Montag musste ich das Team noch überreden anzutreten." Die ganze Situation gipfelte in dem Streik von gestern, so dass sich Pfister zum Rücktritt entschloss.

"Bis zum 10. Mai sollte in Sachen Prämienzahlung alles geregelt sein", wurde dem Fußballlehrer vertraglich zugesichert, "der Verband hat die Spieler immer wieder vertröstet". So sah sich Pfister gezwungen, den Prämienstreit, wo es zum einen um Zahlungen aus der Qualifikation und zum anderen um die Entlohnung für das Turnier selbst geht, auf seine Art zu beenden: "Ich bedauere, dass ich diesen Schritt gehen musste, da für mich ein Lebenstraum zerstört wurde. Die Entscheidung ist unantastbar, weil ich unter diesen infrastrukturellen Voraussetzungen nicht in ein WM-Turnier gehen kann."

Pfister hat sich an einen unbekannten Ort verzogen, um diese Enttäuschung sacken zu lassen.

Hardy Hasselbruch

Verfasst: Samstag 10. Juni 2006, 14:25
von Felix B.
Schlimm wenn man vor dem größten Sportereignis seiner Geschichte diese Probleme nicht lösen kann. Und natürlich auch erschreckend dass da gleich ein Rücktritt kommt, bin sehr gespannt wie das Team auf dem Spielfeld reagiert.

Verfasst: Sonntag 11. Juni 2006, 20:34
von Blauer Ludwigsburger
von www.kicker.de:

Togo: Pfisters Entscheidung "unantastbar"

Schäfer: Entscheidung erst am Montag

Mit dem Rücktritt am gestrigen Abend als Trainer der Nationalelf von Togo sorgte Otto Pfister für einen Paukenschlag. Dem kicker verriet der 68-jährige Deutsche die Gründe seiner Demission. Eine Entscheidung, ob Winfried Schäfer die Afrikaner übernehmen wird, soll nun erst am Montag erfolgen.
Pfister, der Togo erst Ende Februar nach dem schwachen Auftritt beim Afrika-Cup von Stephen Keshi übernommen hatte, hat am Sonntagabend dem Verband gegenüber schriftlich gekündigt. "Die Mannschaft hat unter der Woche drei Tage nicht mehr trainiert", erklärt der Coach, "zum letzten Test gegen Wangen am Montag musste ich das Team noch überreden anzutreten." Die ganze Situation gipfelte in dem Streik von gestern, so dass sich Pfister zum Rücktritt entschloss.

"Bis zum 10. Mai sollte in Sachen Prämienzahlung alles geregelt sein", wurde dem Fußballlehrer vertraglich zugesichert, "der Verband hat die Spieler immer wieder vertröstet". So sah sich Pfister gezwungen, den Prämienstreit, wo es zum einen um Zahlungen aus der Qualifikation und zum anderen um die Entlohnung für das Turnier selbst geht, auf seine Art zu beenden: "Ich bedauere, dass ich diesen Schritt gehen musste, da für mich ein Lebenstraum zerstört wurde. Die Entscheidung ist unantastbar, weil ich unter diesen infrastrukturellen Voraussetzungen nicht in ein WM-Turnier gehen kann."

Während sich Pfister an einen unbekannten Ort verzogen hat, um diese Enttäuschung sacken zu lassen, wurde die Nachfolge zumindest für das erste WM-Spiel der Afrikaner am 13. Juni in Frankfurt/Main gegen Südkorea geregelt. Der bisherige Assistenztrainer Kodjovi Mawuena wird zunächst die sportlichen Geschicke leiten. "Diese Regelung gilt zunächst für das erste Spiel gegen Südkorea, danach sehen wir weiter", bestätigte Verbandssprecher Messan Attolou am Samstagnachmittag.

Mittlerweile ist auch die Gefahr gebannt, dass die Nationalelf des Togo das Turnier gar gänzlich verlassen könnte. "Wir bleiben, wir spielen, wir machen das für unser Land", sagte Emmanuel Adebayor von Arsenal London am Sonntag nach dem Training in Wangen im Allgäu.

Neben Winfried Schäfer verhandelt die FTF auch noch mit zwei weiteren Kandidaten. Das bestätigte der Technische Direktor des FTF, Camélio Akoussah, am Sonntag bei einer Pressekonferenz in Wangen im Allgäu. Einer der Kandidaten sei ein Deutscher mit Vornamen Christoph. Dessen Nachnamen wollte oder konnte Akoussah nicht nennen. "Es ist nicht Christoph Daum", sagte Akoussah und erntete dafür Gelächter der Journalisten.
Allerdings ist die Verpflichtung von Schäfer mittlerweile gar nicht mehr sicher. Am Sonntagabend wurden die Verhandlungen nach über vier Stunden ohne Ergebnis abgebrochen. "Sie können mich bis Montag anrufen. Wenn es bis Montag nicht klappt, ist es vorbei", sagte Schäfer in Wangen im Allgäu und fügte hinzu: "Ich würde es machen, aber nur unter meinen Bedingungen."

Immerhin hätte Schäfer den Rückhalt der Mannschaft: "Er ist ein guter Trainer, aber egal wer kommt, wir bleiben", bewertete Adebayor den Plan positiv.



Hat jemand eine Idee, welcher Christoph noch gemeint sein könnte :?:

Verfasst: Sonntag 11. Juni 2006, 20:58
von barneygumble
Beutmen hat geschrieben:Hat jemand eine Idee, welcher Christoph noch gemeint sein könnte :?:
...Schlingensief? 8)

Verfasst: Sonntag 11. Juni 2006, 21:40
von Felix B.
Da müsste es sich wohl um Christoph Franke handeln, nehme ich an. Einen anderen Christoph als Trainer der bei einem Nationalteam ins Gespräch kommen könnte, hab ich nicht im Kopf.

Verfasst: Montag 12. Juni 2006, 08:35
von Überlinger
Winnie Schäfer hatte gestern ein fünfstündiges Gespräch mit Verbandsvertretern und hat anschließen um einen Tag Bedenkzeit gebeten!

Verfasst: Montag 12. Juni 2006, 15:34
von barneygumble
Anscheinend ist er doch wieder da.
Er kehrt zurück und sitzt morgen auf der Bank von Togo
Quelle: zdf-VT