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Nationalsozialismus bald eigenes Schulfach sein?
Verfasst: Dienstag 4. Juli 2006, 08:15
von Überlinger
"Nationalsozialismus könnte eigenes Schulfach sein"
Der Zentralrat der Juden kritisiert den Geschichtsunterricht an deutschen Schulen: Weil Lehrer wie Schüler fast überhaupt nichts über den Nationalsozialismus wüssten, fordert die Organisation ein zusätzliches Schulfach über die Nazi-Zeit.
Der Zentralrat der Juden in Deutschland hat Schulen in der Bundesrepublik große Defizite beim Thema Holocaust vorgeworfen und Konsequenzen für den Geschichtsunterricht gefordert. "Es ist dringend notwendig, den Geschichtsunterricht neu zu gestalten, weil das Thema Nationalsozialismus darin viel zu kurz kommt", sagte die Präsidentin des Zentralrats, Charlotte Knobloch, der "Netzeitung".
Schwere Vorwürfe richtete sie in diesem Zusammenhang vor allem an die in Ostdeutschland unterrichtenden Lehrer: "In den neuen Bundesländern gibt es immer noch Lehrkräfte und Personal im Erziehungsbereich, die über die Vergangenheit fast überhaupt nichts wissen", beklagte sie und wies auf das Problem des Rechtsextremismus in den neuen Bundesländern hin: "Im Bundesland Sachsen ist der Horror quasi schon Realität. Man darf dieser braunen Wirklichkeit keine Nahrung geben."
Knobloch plädierte dafür, die NS-Zeit aus der jüngsten deutschen Geschichte aus dem regulären Geschichtsunterricht auszugliedern. "Das Thema Nationalsozialismus könnte ein eigenes Schulfach sein", sagte sie. "Das müsste gesetzlich so geregelt werden, dass es bundesweit gilt." Als Projekt mache es keinen Sinn, weil dann die Finanzierung nicht sicher sei. "Ich bin dafür, so etwas dauerhaft zu etablieren." Zu diesem Zweck sei es auch notwendig, die Lehrerausbildung "vollkommen neu" zu konzipieren.
Quelle: spiegel.de
Verfasst: Dienstag 4. Juli 2006, 08:49
von Killerauge
Verfasst: Dienstag 4. Juli 2006, 08:51
von McVillager
Naja, sie mag zwar recht haben dass der Nationalsozialismus im Geschichtsunterricht nicht richtig vermittelt wird. Aber ein eigenes Schulfach halte ich doch für übertrieben.
Im übrigen ist der Artikel im Spiegel ein wenig zu kurz gefasst. Im
Original kann z. b. auch gelesen werden:
Knobloch stellte dabei in den Vordergrund, dass eine «richtige» Vermittlung des Holocaust «um Gottes Willen den jungen Menschen kein Schuldgefühl aufladen» dürfe.
Verfasst: Dienstag 4. Juli 2006, 09:40
von Ralphonso
"Fußball könnte eigenes Schulfach sein"
Der DFB kritisiert den Sportunterricht an deutschen Schulen: Weil Lehrer wie Schüler fast überhaupt nichts über Fußball-Technik und Strategie wüssten, fordert die Organisation ein zusätzliches Schulfach für Fußball.
Der DFB hat Schulen in der Bundesrepublik große Defizite beim Thema Rudelbildung vorgeworfen und Konsequenzen für den Sportunterricht gefordert. "Es ist dringend notwendig, den Sportunterricht neu zu gestalten, weil das Thema Rudelbildung darin viel zu kurz kommt", sagte der fahneschwenkende Präsident des DFBs, Gerhard Mags-Voll, der "Netzeitung".
Schwere Vorwürfe richtete sie in diesem Zusammenhang vor allem an die in Ostdeutschland unterrichtenden Lehrer: "In den neuen Bundesländern gibt es immer noch Lehrkräfte und Personal im Erziehungsbereich, die über den erfolgreichen Fußball fast überhaupt nichts wissen", beklagte sie und wies auf das Problem des Rumeplfußballs in den neuen Bundesländern hin: "Im Bundesland Sachsen ist der Horror quasi schon Realität. Man darf diesem stümperhaften Antifußball Wirklichkeit keine Nahrung geben."
MV plädierte dafür, die WM-Zeit aus der jüngsten deutschen Geschichte aus dem regulären Sportunterricht auszugliedern. "Das Thema Fußball könnte ein eigenes Schulfach sein", sagte er. "Das müsste gesetzlich so geregelt werden, dass es bundesweit gilt." Als Projekt mache es keinen Sinn, weil dann die Finanzierung nicht sicher sei. "Ich bin dafür, so etwas dauerhaft zu etablieren." Zu diesem Zweck sei es auch notwendig, die Lehrerausbildung "vollkommen neu" zu konzipieren.
Quelle: eulenspiegel.de
selten so ein schwachsinn gelesen! die muss es ja nötig haben sich gleich mit so einem schrott zu profilieren.
Verfasst: Dienstag 4. Juli 2006, 09:44
von EliteSued
meine schulzeit ist ja noch nicht soo lange her und ich kann mich gut dran erinnern, dass seit der 7. klasse durchgängig - nicht nur in geschichte - der nationalsozialismus im mittelpunkt stand!
und irgendwann macht man dann einfach dicht, so ging es nicht nur mir. das halte ich eher für kontraproduktiv.
Verfasst: Dienstag 4. Juli 2006, 09:50
von Oeffinger
Außerdem haben wir in Mathe zuwenig Wurzel ziehen gemacht (kanns bis heut net

)

Also Wurzel ziehen als eigenes Unterrichtsfach
So ein dummes geschwätz, hab glaub von der 6. Klasse an bis zum Ende der Schulzeit durchgäng die NS-Zeit im Lehrplan gehabt,ist mal wieder interessant, wie eine Minderheit einem Volk seine Meinung aufzwingen will.
Frau Knobloch muß sich halt erst noch profilieren, vielleicht müssen wir dann nächstes Jahr auch das Laubhüttenfest feiern

Verfasst: Dienstag 4. Juli 2006, 10:52
von Überlinger
Ich habe den Artikel einfach mal kommentarlos hier reingestellt, um mal die ersten Reaktionen abzuwarten. Das diese so negativ ausfallen hätte ich nicht gedacht.
Natürlich ist die Idee einfach nur schlecht. Das Thema nimmt in den Lehrplänen mehr als genug Platz ein. Doch wie gründlich ein Lehrer das Thema letztlich behandelt, lässt sich in der Praxis nicht richtig nachprüfen.
Bei mir war es so, dass der Nationalsozialismus während meiner Realschulzeit in Geschichte ausführlich behandelt wurde und darüberhinaus in Gemeinschaftskunde bei der Einheit "Extremismus" noch vorkam. Anschließend wurde ich noch 3 Jahre bis zum Abitur mit dem Thema "gegängelt", obwohl ich aus der Schulzeit davor und aus dem Fernsehen schon alles wusste. Am Schluss wars echt nur noch nervig

Verfasst: Dienstag 4. Juli 2006, 11:01
von Blauer Bayer
Das Problem bei mir war eher, dass man vier Mal den gleichen oberflächlichen Kram durchnahm und kein schlüssiges Konzept dahinter stand. Der "Reichstagsbrand" ist beim dritten Mal einfach langweilig. Spannender wäre es beispielsweise gewesen, den Auswirkungen des Nationalsozialismus im eigenen Dorf nachzuspüren. Dann bleibt das ganze nicht so abstrakt.
Viel bedenklicher finde ich heute, dass wir wegen des Themas Nazi-Zeit kein einziges Mal über die Bundesrepublik oder jüngere Geschichtsthemen unterrichtet wurden. Adenauer? Brandt? Oder gar Schmidt? Komplette Fehlanzeige. Kein Wort zur Geschichte der USA oder dem Thatcherismus in England. Ziemliche Blamage für das angeblich so tolle bayerische Schulsystem.
Verfasst: Dienstag 4. Juli 2006, 11:01
von Punani
Also von Klasse 7-11 hätte es aus meiner Sicht mehr sein dürfen über das Thema!
In diesen Klassenstufen wird eigentlich jährlich vorallem die Französische Revolution hervorgehoben. Diese hat zwar eine äußerst wichtige Rolle in der Europäischen Geschichte gespielt - nervt aber pupertierende Schüler, bei ständiger Wiedeholung! Auserdem wird ihre Tragweite erst im Gesamtzusammenhang wirklich klar!
Da ich ab Klasse 12 Leistungskurs Gesichte hatte (13 Pkt. im Abi

) und da der Nationalsozialismus natürlich auch eine wichtige Rolle spielt kann ich die Sache nicht so genau beurteilen.
Prinzipiell würde ich aber eine eigenes Fach dafür absolut ablehnen - nur die Thematik etwas in den Klassen 7-11 hervorheben im vergl. zur Franzöischen Revolution!
Verfasst: Dienstag 4. Juli 2006, 14:43
von DirtyToby
Also ich halte das auch für den absoluten Mega Schwachsinn!!! Ich denke jeder von uns hatte dieses Thema bis zum erbrechen an der Schule, und in meinem Fall bis zum Abi auch bis ins Detail. Selbst die Abi-Prüfungen haben ja immer wieder das alleinige Thema NS. Wie Blauer Bayer schon sagt: Es bleiben viel eher die anderen Themen viel zu sehr im Hintergrund, wie neuere internationale Beziehungen etc. Diese Themen würden mir heute im Studium jedenfalls mehr helfen.
Verfasst: Dienstag 4. Juli 2006, 15:21
von peeknockyo
schwachsinn... wir haben die letzten beiden jahre nix andres gemacht in geschichte, religion, deutsch ja sogar in französisch!

Verfasst: Dienstag 4. Juli 2006, 17:23
von JJ
Viel wichtiger, weil auch aktuelle wäre die NS Zeit und das Ende der Weimarer Republik in den Kontext der wirtschaftlichen Entwicklung zu stellen.
Wer die NS Zeit und das Ende Weimars wirklich verstehen will, der muss sich mit der Wirtschaftsgeschichte Deutschlands befassen. Hier liegt ein großer Schlüssel zur Erkenntnis der NS Zeit.
Leider macht man in der Schule nur runterbeten von Lehrbüchern und befasst sich nicht mit den Hintergründen.
"Währet den Anfängen" - dieses Zitat bringt man oft bzw. hört man oft im Kontext mit der NS Zeit, doch ist es nahezu eine Farce, da nur wenige verstehen warum die Nazis aufkommen, warum die KPD einen solchen Zulauf hatte und warum die Gesellschaft radikalisiert wurde.
Ein hoch interessantes Thema. Und gerade heute wo Deutschland in manchen Regionen auf Basis regionaler, wirtschaftlicher Kriesen solche politischen Radikalisierungen aufweist sollte man sich richtig mit dieser Tematik befassen.
Schade, dass die Schulen in Deutschland so viel Zeit und so viel Geld für eine ständige Wiederholung des gleichen Lehrstoffes aufwendet.
Ach ja ..... der Vorschlag ist Schrott!
Verfasst: Dienstag 4. Juli 2006, 21:03
von peeknockyo
JJ hat geschrieben:Viel wichtiger, weil auch aktuelle wäre die NS Zeit und das Ende der Weimarer Republik in den Kontext der wirtschaftlichen Entwicklung zu stellen.
Wer die NS Zeit und das Ende Weimars wirklich verstehen will, der muss sich mit der Wirtschaftsgeschichte Deutschlands befassen. Hier liegt ein großer Schlüssel zur Erkenntnis der NS Zeit.
Leider macht man in der Schule nur runterbeten von Lehrbüchern und befasst sich nicht mit den Hintergründen.
"Währet den Anfängen" - dieses Zitat bringt man oft bzw. hört man oft im Kontext mit der NS Zeit, doch ist es nahezu eine Farce, da nur wenige verstehen warum die Nazis aufkommen, warum die KPD einen solchen Zulauf hatte und warum die Gesellschaft radikalisiert wurde.
Ein hoch interessantes Thema. Und gerade heute wo Deutschland in manchen Regionen auf Basis regionaler, wirtschaftlicher Kriesen solche politischen Radikalisierungen aufweist sollte man sich richtig mit dieser Tematik befassen.
Schade, dass die Schulen in Deutschland so viel Zeit und so viel Geld für eine ständige Wiederholung des gleichen Lehrstoffes aufwendet.
Ach ja ..... der Vorschlag ist Schrott!
merksch was! zwei jahre hab ich den dreck anhören müssen aber des was du mir da sagst höre ich zum ersten mal! mal abgesehen von geschichte (dort haben wir bloß die maßgeblichen punkte des KRIEGSVERLAUFES besprochen) habe ich im unterricht sonst nur in jedem zweiten satz von der "Judenvernichtung" gehört

Verfasst: Mittwoch 5. Juli 2006, 00:54
von Tüten-Tim
War das nur bei mir so oder redet man ab der 9. Klasse auf dem Gymnasium im Fach Geschichte ohnehin über nichts anderes? Und ist man in der Zeit davor eigentlich noch gar nicht reif dafür, ein so komplexes Thema zu begreifen (statt nur auswendig zu lernen)?
Verfasst: Mittwoch 5. Juli 2006, 08:04
von svk4ever
Tüten-Tim hat geschrieben:War das nur bei mir so oder redet man ab der 9. Klasse auf dem Gymnasium im Fach Geschichte ohnehin über nichts anderes?
Bei mir war es zumindest nicht so. Unter- und Mittelstufe war das Thema gar kein Thema und im Geschichte-LK waren die Schwerpunktthemen "Industrielle Revolution", "Bismarck", "Der erste WK und seine Folgen" (gut, damit streift man das Thema am Rande) und die "Kuba-Krise". :D
Halte die Idee eines eigenen Schulfaches aber auch für etwas überzogen. Wobei ich denke, dass die Lehrpläne an deutschen Schulen generell diskutiert werden dürfen. Man lernt doch sehr viel Mist, für den man später wenig bis gar keine Verwendung hat.
Verfasst: Mittwoch 5. Juli 2006, 14:27
von peeknockyo
bin grad 11. und muss sagen das wir das thema die letzten zwei jahre bis vor etwa zwei monate behandelt haben... jetzt machen wir auch die kuba krise, was eine neue begeisterung in mir für geschichte ausgelöst hat :D
Verfasst: Mittwoch 5. Juli 2006, 15:31
von Tüten-Tim
svk4ever hat geschrieben:Tüten-Tim hat geschrieben:War das nur bei mir so oder redet man ab der 9. Klasse auf dem Gymnasium im Fach Geschichte ohnehin über nichts anderes?
Bei mir war es zumindest nicht so. Unter- und Mittelstufe war das Thema gar kein Thema und im Geschichte-LK waren die Schwerpunktthemen "Industrielle Revolution", "Bismarck", "Der erste WK und seine Folgen" (gut, damit streift man das Thema am Rande) und die "Kuba-Krise". :D
Halte die Idee eines eigenen Schulfaches aber auch für etwas überzogen. Wobei ich denke, dass die Lehrpläne an deutschen Schulen generell diskutiert werden dürfen. Man lernt doch sehr viel Mist, für den man später wenig bis gar keine Verwendung hat.
Bei uns wurde das seit der 9. Klasse dermaßen durchgekaut (dazu noch eine Woche lang Projekttage zum Thema "Juden"), dass es irgendwann tierisch auf den Sack ging. Bis zur Kuba-Krise kamen wir gar nicht bis zum Ende der 11. Klasse. Da waren wir gerade mal erst beim Kriegsbeginn 1939. Über zwei Jahre hinweg die Jahre 1914-1939 zu beleuchten fand ich schon etwas übertrieben.
Verfasst: Mittwoch 5. Juli 2006, 16:21
von Felix B.
Bei uns wars dann eher oberflächlich, vor allem das militärische viel ziemlich unter den Tisch. Kein Wunder dass bei einem meiner Referate mein kompletter Kurs weder wusste was Operation Wintergewitter war, geschweige denn Operation Zitadelle.
Verfasst: Mittwoch 5. Juli 2006, 16:35
von JJ
Da es hier ja erfreulicherweise den einen oder anderen Geschichte-Interessierten gibt anbei ein kleiner Tip meinerseits:
Golo Mann Die deutsche Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts
Wer wirklich die deutsche Geschichte begreifen will muss dieses Buch gelesen und (was deutlich schwieriger ist) verstanden haben.
Sehr zu empfehlen jedoch Vorsicht kein leichter Lesestoff.
Noch eine kleine Anmerkung:
Um festzustellen ob man (in seiner Schulzeit) wirklich etwas verstanden hat, sollte man m.E. die folgenden Fragen beantworten:
1.) Was waren die Gründe für den Fall Weimars?
2.) Wo lag die Krux des Versailler Vertrags, insb. die Rolle Frankreichs ist hier sehr sehr interessant sowie die finanzielle Verflechtung Englands und Frankreichs mit den USA.
3.) Warum kam es zu einer solchen Radikalisierung in der Gesellschaft?
4.) Eine Frage auf die ich selten eine akzeptable Antwort gefunden habe:
Wo liegt der Unterschied zwischen der Ideologie der KPD/ Kommunisten und der NSDAP/Nazis (Warum unterscheidet man kategorische zwischen links und rechts-Extremismus)?
Möchte keine Geschichtsstunde starten, aber eigentlich elementare Fragen die jedoch selten beantwortet werden können.
Es geht in der deutschen Geschichte 1914 - 1945 nicht um das Hakenkreuz oder A.Hitler und seine Konsorten sondern viel wichtiger weil auch (leider) aktueller sind die Hintergründe.
Nur auf dem Boden sozialer Armut und Perspektivlosigkeit kann Extremismus gedeihen.
Verfasst: Mittwoch 5. Juli 2006, 17:14
von n-o-r-d-0711
in Deutsch machen wir seit 2 Jahren (klasse 7+8 ) nichts anderes (bis auf ausnahmen), haben jetzt schon 3 Bücher über diese Zeit gelesen, ein KZ besucht... vielleicht kommt NS im G.unterricht zu kurz, aber nicht in den anderen Fächern! Ok, und jetzt lern ich nochmal Geschichte für die Arbeit morgen.

Thema: Absolutismus, also ich hab noch en bissle Zeit :wink:
Verfasst: Mittwoch 5. Juli 2006, 21:24
von peeknockyo
haha! bei uns ham wir ziemlich viel militärisches durchgenommen, unser geschichtslehrer war reserveoffizier in den 70ern
Verfasst: Donnerstag 6. Juli 2006, 08:09
von svk4ever
JJ hat geschrieben:Möchte keine Geschichtsstunde starten, aber eigentlich elementare Fragen die jedoch selten beantwortet werden können.
<Offtopic on>
Nur mal kurz als Zwischenbemerkung: Ich finde es sehr erfreulich, wie sich der Thread hier entwickelt hat.
<Offtopic off>
Gute Fragen übrigens.
Ich denke auch, man muss die Vergangenheit kennen um die Gegenwart beurteilen und verstehen zu können. Manchmal muss man dabei allerdings in der Zeit weiter zurückgehen, als man gemeinhin vermutet.
Und was auch immer wieder hilfreich ist, sich mit den Originalquellen zu beschäftigen. Interessant ist es, dass oftmals die politischen Extremgeister (egal welchen Lagers) in den seltensten Fällen sich heute noch mit den philosophischen Grundsatzschriften beschäftigt haben und stattdessen sich mit Stammtischparolen begnügen.
Verfasst: Samstag 8. Juli 2006, 14:01
von Heiko K.
Zu meiner Schulzeit wurde das Thema extrem breit behandelt. So breit sogar, daß man den Eindruck bekam, die deutsche Geschichte endete 1945. Das "Tausendjährige Reich" bekam mindestens so viel Schulstunden wie die 1000 Jahre davor zusammen. Nach 1945 gab der Lehrplan nicht mehr viel her.
Wem Golo Mann zu schwerverdaulich ist, dem kann man auch die Geschichte Europas von Schwanitz empfehlen. Gibt's auch als Hörbuch und bringt mehr als 5 Jahre Geschichtsunterricht.