Autobahnmaut in Deutschland?
Verfasst: Montag 31. Juli 2006, 10:05
Pkw-Vignette kann nach Modellrechnung 4 Milliarden Euro bringen
Augsburg/München - Eine Pkw-Vignette könnte nach einer Modellberechnung der österreichischen Maut-Betreibergesellschaft Asfinag bundesweit 4 Milliarden Euro im Jahr in die Kassen spülen.
18 Prozent davon würden an Bayern mit seinem 2300 Kilometer langen Autobahnnetz fallen, berichtet die "Augsburger Allgemeine", der das Papier nach eigenen Angaben vorliegt. Für den Freistaat käme damit knapp ein Drittel mehr an Nettoeinnahmen heraus als im Bundesverkehrswegeplan vorgesehen.
Die Autofahrer sollen nach dem Vorschlag von Innenminister Günther Beckstein (CSU) jährlich 100 Euro für eine Autobahn-Vignette zahlen, im Gegenzug soll Kraftstoff billiger werden.
Das Nachrichtenmagazin "Focus" berichtet indes unter Berufung auf Kalkulationen aus dem bayerischen Innenministerium, eine 100-Euro-Autobahnvignette brächte jedes Jahr 4,9 Milliarden Euro. Insgesamt sollten mit 6 Milliarden Euro jährlich der Liter Diesel um zehn, Benzin um 15 und Super um 18 Cent verbilligt werden. Dabei entstehe ein strukturelles Defizit von mehr als einer Milliarde Euro. Doch Beckstein erwarte mindestens zwei Milliarden Euro zusätzliche Steuereinnahmen durch den dann schwindenden Tanktourismus in die anliegenden EU-Staaten sowie in die Schweiz. Dieser verursache derzeit jährlich Steuerausfälle von 4,6 Milliarden Euro.
Die Dauer bis zur Einführung betrage ein Jahr, zitiert die "Augsburger Allgemeine" das Asfinag-Papier weiter. Demnach könnte die Vignette 2008 kommen. Nach dem Modell würde das Bundesfernstraßennetz in eine Bundesholding ausgegliedert und in den Ländern von Tochtergesellschaften betrieben. Die Einnahmen kämen damit direkt den Ländern zugute, die einen Anteil an den Bund abführen müssten. Die Vignette sei nur ein erster Schritt hin zu einer Kilometer abhängigen Pkw-Maut, schreibt die Zeitung unter Berufung auf das Papier weiter.
Quelle: dpa
Augsburg/München - Eine Pkw-Vignette könnte nach einer Modellberechnung der österreichischen Maut-Betreibergesellschaft Asfinag bundesweit 4 Milliarden Euro im Jahr in die Kassen spülen.
18 Prozent davon würden an Bayern mit seinem 2300 Kilometer langen Autobahnnetz fallen, berichtet die "Augsburger Allgemeine", der das Papier nach eigenen Angaben vorliegt. Für den Freistaat käme damit knapp ein Drittel mehr an Nettoeinnahmen heraus als im Bundesverkehrswegeplan vorgesehen.
Die Autofahrer sollen nach dem Vorschlag von Innenminister Günther Beckstein (CSU) jährlich 100 Euro für eine Autobahn-Vignette zahlen, im Gegenzug soll Kraftstoff billiger werden.
Das Nachrichtenmagazin "Focus" berichtet indes unter Berufung auf Kalkulationen aus dem bayerischen Innenministerium, eine 100-Euro-Autobahnvignette brächte jedes Jahr 4,9 Milliarden Euro. Insgesamt sollten mit 6 Milliarden Euro jährlich der Liter Diesel um zehn, Benzin um 15 und Super um 18 Cent verbilligt werden. Dabei entstehe ein strukturelles Defizit von mehr als einer Milliarde Euro. Doch Beckstein erwarte mindestens zwei Milliarden Euro zusätzliche Steuereinnahmen durch den dann schwindenden Tanktourismus in die anliegenden EU-Staaten sowie in die Schweiz. Dieser verursache derzeit jährlich Steuerausfälle von 4,6 Milliarden Euro.
Die Dauer bis zur Einführung betrage ein Jahr, zitiert die "Augsburger Allgemeine" das Asfinag-Papier weiter. Demnach könnte die Vignette 2008 kommen. Nach dem Modell würde das Bundesfernstraßennetz in eine Bundesholding ausgegliedert und in den Ländern von Tochtergesellschaften betrieben. Die Einnahmen kämen damit direkt den Ländern zugute, die einen Anteil an den Bund abführen müssten. Die Vignette sei nur ein erster Schritt hin zu einer Kilometer abhängigen Pkw-Maut, schreibt die Zeitung unter Berufung auf das Papier weiter.
Quelle: dpa