Steve Irwin gestorben
Verfasst: Montag 4. September 2006, 16:13
"Crocodile Hunter" Steve Irwin ist tot
TV-Tierforscher Steve Irwin, bekannt aus der RTL2-Sendung "Crocodile Hunter", ist tot. Der beliebte australische Wissenschaftler starb im Alter von 44 Jahren durch die Attacke eines Stachelrochens während Dreharbeiten im Great Barrier Reef. Ein Augenzeuge beobachtete, wie der Tierfanatiker vor der australischen Küste von dem Rochen angegriffen wurde und dieser ihm seinen mit Giftstacheln besetzten Peitschenschwanz gegen die Brust schlug. Polizeiangaben zufolge konnten die schnell anrückenden Rettungsmannschaften nur noch Irwins Tod feststellen. Irwin, der mit der Sendung "Crocodile Hunter" international bekannt wurde, hinterlässt seine Frau Terri (42) sowie die beiden Kinder Bindi Sue (8) und Robert (2).
Krokodile und Giftschlangen - Irwins Lieblinge
Tier-Fanatiker Irwin spielte bei seinem riskanten Job häufig mit seinem Leben: Er war bekannt dafür, die giftigsten Schlangen der Welt in die Hand zu nehmen oder in Alligatoren-verseuchte Gewässer zu steigen. Für Aufregung sorgte er unter anderem, als er vor laufender Kamera wild um sich schnappende Krokodile fütterte - mit seinem Baby im Arm. Nichtsdestotrotz wurde seine Doku-Serie "Crocodile Hunter" zum Hit - mehr als 500 Millionen Zuschauer in 137 Ländern schauten zu, wenn Irwin Auge in Auge mit den gefährlichsten Tieren der Welt moderierte. Seine Tierliebe lebte er auch in seinem Reptilienpark "Australia Zoo" in Queensland aus. Sämtliche Einnahmen seiner Filme spendete Steve Irwin verschiedenen Tierschutzorganisationen.
Tod durch einen Stachelrochen
Während seiner zahllosen Drehs begab sich Irwin immer wieder bewusst in Lebensgefahr. Zum Verhängnis wurde dem wagemutigen Tiernarr in der vergangenen Nacht der lange, flossenlose, peitschenartige Schwanz eines Stachelrochen. Der ist an seinem Ende mit scharfen, manchmal auch mit Widerhaken versehenen Stacheln bestückt, die wiederum mit giftigen Drüsen verbunden sind. Ein Stich kann zu sehr schmerzhaften Wunden und Vergiftungen führen, wobei der Stachel häufig abbricht und stecken bleibt. Dennoch führt ein Stich eines Stachelrochens nicht zwangsläufig zum Tode wie bei dem Star-Tierforscher: Mit einem operativen Eingriff kann der Betroffene manchmal noch gerettet werden. Bei Irwin waren die Rettungskräfte zwar schnell vor Ort, konnten aber nur noch seinen Tod feststellen.
"Stacheln wie ein Bajonett"
Die tragische Begegnung mit dem Meerestier kommentierten inzwischen bereits mehrere Kollegen Irwins. Der TV-Star habe sich mit den Dreharbeiten so nahe an Stachelrochen in höchste Gefahr begeben, sagte etwa der australische Naturfilmer David Ireland. "Sie haben einen oder zwei Stachel am Schwanz, die nicht nur von Gift umhüllt sind, sondern auch wie ein Bajonett wirken", erläuterte Ireland. "Es ist gefährlich, über einen Stachelrochen hinwegzuschwimmen", betonte auch ein Sprecher der Lebensrettungsgesellschaft von Queensland (SLSQ). Nach Angaben der Organisation gab es seit 1969 in Australien 17 Tote durch Stiche von Stachelrochen. Der Meeresforscher Grant Willis aus Sydney sagte, dass die Tiere normalerweise nicht aggressiv seien: "Sie greifen nur dann an, wenn sie sich bedroht fühlen." Auch der Biologe Bryan Fry von der Universität Melbourne meinte: "Der Rochen hat nicht aus Aggression, sondern aus Angst zugestochen."
"Eine Menge Leute werden sehr traurig sein"
Naturfilmfans aus aller Welt betrauern nun den Tod des engagierten Tierfreunds. Zu Hause in Australien allerdings fühlte sich der Krokodil-König von der Bevölkerung bisweilen verkannt: "In meinem eigenen Land finden mich die Leute wohl ein bisschen peinlich", sagte Steve Irwin 2003 in einem Interview. Australische Politiker und Tourismusmanager würdigten derweil die Verdienste des "Crocodile Hunters". Irwin habe dem Bundesstaat und ganz Australien viel gegeben, sagte der Ministerpräsident von Queensland, Peter Beattie. "Eine Menge Leute auf der ganzen Welt, vor allem jüngere, werden heute sehr traurig sein", sagte er. Der Chef des Tourismusrates, Matthew Hingerty, nannte Irwin eine "Australische Ikone", die dem Land hunderte Millionen Euro an Tourismuseinnahmen gebracht habe, wodurch hunderte Menschen einen Job hätten.
TV-Tierforscher Steve Irwin, bekannt aus der RTL2-Sendung "Crocodile Hunter", ist tot. Der beliebte australische Wissenschaftler starb im Alter von 44 Jahren durch die Attacke eines Stachelrochens während Dreharbeiten im Great Barrier Reef. Ein Augenzeuge beobachtete, wie der Tierfanatiker vor der australischen Küste von dem Rochen angegriffen wurde und dieser ihm seinen mit Giftstacheln besetzten Peitschenschwanz gegen die Brust schlug. Polizeiangaben zufolge konnten die schnell anrückenden Rettungsmannschaften nur noch Irwins Tod feststellen. Irwin, der mit der Sendung "Crocodile Hunter" international bekannt wurde, hinterlässt seine Frau Terri (42) sowie die beiden Kinder Bindi Sue (8) und Robert (2).
Krokodile und Giftschlangen - Irwins Lieblinge
Tier-Fanatiker Irwin spielte bei seinem riskanten Job häufig mit seinem Leben: Er war bekannt dafür, die giftigsten Schlangen der Welt in die Hand zu nehmen oder in Alligatoren-verseuchte Gewässer zu steigen. Für Aufregung sorgte er unter anderem, als er vor laufender Kamera wild um sich schnappende Krokodile fütterte - mit seinem Baby im Arm. Nichtsdestotrotz wurde seine Doku-Serie "Crocodile Hunter" zum Hit - mehr als 500 Millionen Zuschauer in 137 Ländern schauten zu, wenn Irwin Auge in Auge mit den gefährlichsten Tieren der Welt moderierte. Seine Tierliebe lebte er auch in seinem Reptilienpark "Australia Zoo" in Queensland aus. Sämtliche Einnahmen seiner Filme spendete Steve Irwin verschiedenen Tierschutzorganisationen.
Tod durch einen Stachelrochen
Während seiner zahllosen Drehs begab sich Irwin immer wieder bewusst in Lebensgefahr. Zum Verhängnis wurde dem wagemutigen Tiernarr in der vergangenen Nacht der lange, flossenlose, peitschenartige Schwanz eines Stachelrochen. Der ist an seinem Ende mit scharfen, manchmal auch mit Widerhaken versehenen Stacheln bestückt, die wiederum mit giftigen Drüsen verbunden sind. Ein Stich kann zu sehr schmerzhaften Wunden und Vergiftungen führen, wobei der Stachel häufig abbricht und stecken bleibt. Dennoch führt ein Stich eines Stachelrochens nicht zwangsläufig zum Tode wie bei dem Star-Tierforscher: Mit einem operativen Eingriff kann der Betroffene manchmal noch gerettet werden. Bei Irwin waren die Rettungskräfte zwar schnell vor Ort, konnten aber nur noch seinen Tod feststellen.
"Stacheln wie ein Bajonett"
Die tragische Begegnung mit dem Meerestier kommentierten inzwischen bereits mehrere Kollegen Irwins. Der TV-Star habe sich mit den Dreharbeiten so nahe an Stachelrochen in höchste Gefahr begeben, sagte etwa der australische Naturfilmer David Ireland. "Sie haben einen oder zwei Stachel am Schwanz, die nicht nur von Gift umhüllt sind, sondern auch wie ein Bajonett wirken", erläuterte Ireland. "Es ist gefährlich, über einen Stachelrochen hinwegzuschwimmen", betonte auch ein Sprecher der Lebensrettungsgesellschaft von Queensland (SLSQ). Nach Angaben der Organisation gab es seit 1969 in Australien 17 Tote durch Stiche von Stachelrochen. Der Meeresforscher Grant Willis aus Sydney sagte, dass die Tiere normalerweise nicht aggressiv seien: "Sie greifen nur dann an, wenn sie sich bedroht fühlen." Auch der Biologe Bryan Fry von der Universität Melbourne meinte: "Der Rochen hat nicht aus Aggression, sondern aus Angst zugestochen."
"Eine Menge Leute werden sehr traurig sein"
Naturfilmfans aus aller Welt betrauern nun den Tod des engagierten Tierfreunds. Zu Hause in Australien allerdings fühlte sich der Krokodil-König von der Bevölkerung bisweilen verkannt: "In meinem eigenen Land finden mich die Leute wohl ein bisschen peinlich", sagte Steve Irwin 2003 in einem Interview. Australische Politiker und Tourismusmanager würdigten derweil die Verdienste des "Crocodile Hunters". Irwin habe dem Bundesstaat und ganz Australien viel gegeben, sagte der Ministerpräsident von Queensland, Peter Beattie. "Eine Menge Leute auf der ganzen Welt, vor allem jüngere, werden heute sehr traurig sein", sagte er. Der Chef des Tourismusrates, Matthew Hingerty, nannte Irwin eine "Australische Ikone", die dem Land hunderte Millionen Euro an Tourismuseinnahmen gebracht habe, wodurch hunderte Menschen einen Job hätten.
