Schumi tritt (anscheinend) zurück
Verfasst: Mittwoch 6. September 2006, 12:29
Michael Schumacher tritt zurück - oder auch nicht
Countdown in der Z-Frage
Von Marcus Bark
Michael Schumacher tritt zurück. Das meldet die Bild-Zeitung. Vielleicht macht er aber auch weiter, denn die Bild nennt keine Quelle, geschweige denn gibt es eine Bestätigung.
Pokerface: Michael Schumacher
Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit um die exklusive Meldung. Die Bild-Zeitung preschte am Mittwochmorgen (06.09.06) mit einer dicken Schlagzeile vor. In Italien ging die angesehene Sportzeitung Gazzetta dello Sport mit der Meldung auf den Markt, dass sich ein Rücktritt nicht mehr länger geheimhalten lasse. Über die Nachrichtenagenturen ließ stern.de dann um 10.28 Uhr melden, dass Schumacher aufhören werde. Ebenfalls ohne Quelle, ebenfalls ohne Bestätigung.
Die Zeit drängt, denn am Sonntag (10.09.06) will Schumacher nach dem Großen Preis von Italien bekanntgeben, ob er seine einmalige Formel-1-Karriere beenden wird oder nicht. Falls "Schumi" es in Monza auf einen Podiumsplatz schafft, dürfte er während der Pressekonferenz seine Entscheidung bekanntgeben. Falls er ausscheidet oder bestenfalls Vierter wird, sollten sich die Journalisten auf einen heftigen Kampf um die Pole Position mit Diktiergerät oder Mikrofon einstellen. Die Z(ukunfts)-Frage um Michael Schumacher ist die Fortsetzung des Hypes um die T(orwart)-Frage, die Deutschland in der ersten Jahreshälfte 2006 beschäftigte.
Nicht-Dementi ist fast schon Bestätigung
Jedes Wort der Protagonisten wird gedeutet, jede Bewegung verfolgt, jedes Nicht-Dementi fast schon als Bestätigung ausgelegt. Insofern spricht schon einiges dafür, dass Schumacher wirklich aufhört, wenn seine Sprecherin Sabine Kehm sagt: "Wir können nicht alles kommentieren. Wir bleiben dabei, am Sonntag gibt es mehr."
Die Online-Ausgabe des Magazins stern glaubt schon jetzt, mehr zu haben. Der renomierte Formel-1-Experte Elmar Brümmer schreibt dort, dass der Ferrari-Pilot eventuell künftig für den italienischen Rennstall eine beratende Funktion übernehmen werde. Die beiden Fahrer-Cockpits seien für das Jahr 2007 schon mit dem bisherigen McLaren-Mercedes-Piloten Kimi Räikkönen und Schumachers Teamkollegen Felipe Massa verplant.
Alkohol vor dem Steuern
Michael Schumacher (li.) und sein Manager Willi Weber
Es gibt einige Gründe für Schumacher aufzuhören: Er hat mehr Weltmeisterschaften und mehr Große Preise gewonnen als alle anderen Fahrer vor ihm. Er ist 37 Jahre alt und hat trotz aller verbesserten Sicherheit einen höchstgefährlichen Job. Manager Willi Weber, sein engster Vertrauter, hat ihm zudem mit dem Hinweis auf den richtigen Zeitpunkt einen Rücktritt schmackhaft gemacht. Außerdem spricht vieles dafür, dass Ferrari-Technickchef Ross Brawn im Jahr 2007 seine Pläne einer Auszeit wahr macht. Ob Schumacher ohne das Hirn der Scuderia Ferrari fahren möchte, ist stark zu bezweifeln.
Außerdem gibt es da noch die wichtige Aussage von Mark Webber: Der Williams-Pilot plauderte aus, dass Michael Schumacher beim Großen Preis von Deutschland in Hockenheim "zwei große Bier" getrunken habe - obwohl er am nächsten Tag fahren musste. Das habe er vorher noch nie gemacht.
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Quelle: ARD.de
Ich fände das gut. Genug verdient hat er ja, und vielleicht wird das im-Kreis-gefahre dann nächste Saison mal wieder spannender.
Countdown in der Z-Frage
Von Marcus Bark
Michael Schumacher tritt zurück. Das meldet die Bild-Zeitung. Vielleicht macht er aber auch weiter, denn die Bild nennt keine Quelle, geschweige denn gibt es eine Bestätigung.
Pokerface: Michael Schumacher
Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit um die exklusive Meldung. Die Bild-Zeitung preschte am Mittwochmorgen (06.09.06) mit einer dicken Schlagzeile vor. In Italien ging die angesehene Sportzeitung Gazzetta dello Sport mit der Meldung auf den Markt, dass sich ein Rücktritt nicht mehr länger geheimhalten lasse. Über die Nachrichtenagenturen ließ stern.de dann um 10.28 Uhr melden, dass Schumacher aufhören werde. Ebenfalls ohne Quelle, ebenfalls ohne Bestätigung.
Die Zeit drängt, denn am Sonntag (10.09.06) will Schumacher nach dem Großen Preis von Italien bekanntgeben, ob er seine einmalige Formel-1-Karriere beenden wird oder nicht. Falls "Schumi" es in Monza auf einen Podiumsplatz schafft, dürfte er während der Pressekonferenz seine Entscheidung bekanntgeben. Falls er ausscheidet oder bestenfalls Vierter wird, sollten sich die Journalisten auf einen heftigen Kampf um die Pole Position mit Diktiergerät oder Mikrofon einstellen. Die Z(ukunfts)-Frage um Michael Schumacher ist die Fortsetzung des Hypes um die T(orwart)-Frage, die Deutschland in der ersten Jahreshälfte 2006 beschäftigte.
Nicht-Dementi ist fast schon Bestätigung
Jedes Wort der Protagonisten wird gedeutet, jede Bewegung verfolgt, jedes Nicht-Dementi fast schon als Bestätigung ausgelegt. Insofern spricht schon einiges dafür, dass Schumacher wirklich aufhört, wenn seine Sprecherin Sabine Kehm sagt: "Wir können nicht alles kommentieren. Wir bleiben dabei, am Sonntag gibt es mehr."
Die Online-Ausgabe des Magazins stern glaubt schon jetzt, mehr zu haben. Der renomierte Formel-1-Experte Elmar Brümmer schreibt dort, dass der Ferrari-Pilot eventuell künftig für den italienischen Rennstall eine beratende Funktion übernehmen werde. Die beiden Fahrer-Cockpits seien für das Jahr 2007 schon mit dem bisherigen McLaren-Mercedes-Piloten Kimi Räikkönen und Schumachers Teamkollegen Felipe Massa verplant.
Alkohol vor dem Steuern
Michael Schumacher (li.) und sein Manager Willi Weber
Es gibt einige Gründe für Schumacher aufzuhören: Er hat mehr Weltmeisterschaften und mehr Große Preise gewonnen als alle anderen Fahrer vor ihm. Er ist 37 Jahre alt und hat trotz aller verbesserten Sicherheit einen höchstgefährlichen Job. Manager Willi Weber, sein engster Vertrauter, hat ihm zudem mit dem Hinweis auf den richtigen Zeitpunkt einen Rücktritt schmackhaft gemacht. Außerdem spricht vieles dafür, dass Ferrari-Technickchef Ross Brawn im Jahr 2007 seine Pläne einer Auszeit wahr macht. Ob Schumacher ohne das Hirn der Scuderia Ferrari fahren möchte, ist stark zu bezweifeln.
Außerdem gibt es da noch die wichtige Aussage von Mark Webber: Der Williams-Pilot plauderte aus, dass Michael Schumacher beim Großen Preis von Deutschland in Hockenheim "zwei große Bier" getrunken habe - obwohl er am nächsten Tag fahren musste. Das habe er vorher noch nie gemacht.
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Quelle: ARD.de
Ich fände das gut. Genug verdient hat er ja, und vielleicht wird das im-Kreis-gefahre dann nächste Saison mal wieder spannender.