StN: Daiss verteidigt Kullen: Er hat Prügel nicht verdient
Verfasst: Samstag 8. November 2003, 08:05
Günter Daiss verteidigt den Kickers-Präsidenten:
"Kullen hat die Prügel nicht verdient"
Stuttgart - Die Stuttgarter Kickers stecken in einer schweren Krise. Vom Aufsichtsrat war bisher so gut wie nichts zu hören. Günter Daiss bittet noch um etwas Geduld: "Wir arbeiten derzeit alles auf, Anfang Dezember sollen Lösungen präsentiert werden."
Herr Daiss, sehen Sie sich bei den Blauen jetzt nicht in der Pflicht?
Das Präsidium und der Aufsichtsrat sind derzeit dabei, die angetroffene Situation intensiv aufzuarbeiten. Dies hat sich als weitaus schwieriger als gedacht herausgestellt. An Lösungsmöglichkeiten wird gearbeitet. Anfang Dezember soll präsentiert werden.
Die Kickers brauchen Geld, sonst droht dem Verein an Weihnachten die Pleite.
Ich möchte zum jetzigen Zeitpunkt über Zahlen nichts sagen. Klar ist aber: Der Verein wird weiterleben. Waldhof gibt es noch, genauso Ulm und den SSV Reutlingen.
Ex-Manager Erdin monierte, die Wirtschaftskraft im Aufsichtsrat habe den Kickers keinen Cent gebracht.
Das ist ein saudummes Geschwätz. Seine Fehler sollen andere ausbaden - das kann nicht sein. Ich stehe zu den Blauen, meine Unterstützung erfolgte bereits, aber ich sage ganz klipp und klar: Für die Altlasten bin ich nicht zuständig. Das ist Sache derjenigen, die sie auch eingegangen sind.
Auch Hauptsponsor Eduardo Garcia zeigt sich schwer enttäuscht vom Aufsichtsrat.
Zu ihm nur so viel: Er war bis zur Hauptversammlung im Präsidium. Er hat einen bankrotten Verein übergeben.
Der Aufsichtsrat hätte die Möglichkeit, das Präsidium abzurufen - denken Sie daran?
Man kann über Hans Kullen denken wie man will. Aber er arbeitet sehr viel für die Blauen. Er muss Prügel aushalten, die er nicht verdient hat. Das Erbe, das ihm hinterlassen wurde, ist mehr als schwierig genug.
Es gibt viele Stimmen, die fordern den Präsidenten Günter Daiss.
Zu keinem Zeitpunkt - auch während meiner sechsjährigen Tätigkeit im Präsidium - hatte ich das Verlangen nach dem Präsidentenamt. Bekanntlich bin ich noch voll im Berufsleben als auch in verschiedenen Ehrenämtern engagiert, was ein derartiges Engagement verantwortungsvoll zu übernehmen nicht zulässt. In einer solchen Position muss man Tag und Nacht präsent sein. Das ist Herr Kullen. Was der Verein jetzt braucht, ist ein klares Konzept für die Zukunft.
Interview: Jürgen Frey
Aktualisiert: 08.11.2003, 05:06 Uhr
http://www.stuttgarter-nachrichten.de/s ... php/543134
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Waldhof, Ulm und Reutlingen? Aaaaaaaaaaaaaahhhh, was haben die Kickers mit uns vor?

"Kullen hat die Prügel nicht verdient"
Stuttgart - Die Stuttgarter Kickers stecken in einer schweren Krise. Vom Aufsichtsrat war bisher so gut wie nichts zu hören. Günter Daiss bittet noch um etwas Geduld: "Wir arbeiten derzeit alles auf, Anfang Dezember sollen Lösungen präsentiert werden."
Herr Daiss, sehen Sie sich bei den Blauen jetzt nicht in der Pflicht?
Das Präsidium und der Aufsichtsrat sind derzeit dabei, die angetroffene Situation intensiv aufzuarbeiten. Dies hat sich als weitaus schwieriger als gedacht herausgestellt. An Lösungsmöglichkeiten wird gearbeitet. Anfang Dezember soll präsentiert werden.
Die Kickers brauchen Geld, sonst droht dem Verein an Weihnachten die Pleite.
Ich möchte zum jetzigen Zeitpunkt über Zahlen nichts sagen. Klar ist aber: Der Verein wird weiterleben. Waldhof gibt es noch, genauso Ulm und den SSV Reutlingen.
Ex-Manager Erdin monierte, die Wirtschaftskraft im Aufsichtsrat habe den Kickers keinen Cent gebracht.
Das ist ein saudummes Geschwätz. Seine Fehler sollen andere ausbaden - das kann nicht sein. Ich stehe zu den Blauen, meine Unterstützung erfolgte bereits, aber ich sage ganz klipp und klar: Für die Altlasten bin ich nicht zuständig. Das ist Sache derjenigen, die sie auch eingegangen sind.
Auch Hauptsponsor Eduardo Garcia zeigt sich schwer enttäuscht vom Aufsichtsrat.
Zu ihm nur so viel: Er war bis zur Hauptversammlung im Präsidium. Er hat einen bankrotten Verein übergeben.
Der Aufsichtsrat hätte die Möglichkeit, das Präsidium abzurufen - denken Sie daran?
Man kann über Hans Kullen denken wie man will. Aber er arbeitet sehr viel für die Blauen. Er muss Prügel aushalten, die er nicht verdient hat. Das Erbe, das ihm hinterlassen wurde, ist mehr als schwierig genug.
Es gibt viele Stimmen, die fordern den Präsidenten Günter Daiss.
Zu keinem Zeitpunkt - auch während meiner sechsjährigen Tätigkeit im Präsidium - hatte ich das Verlangen nach dem Präsidentenamt. Bekanntlich bin ich noch voll im Berufsleben als auch in verschiedenen Ehrenämtern engagiert, was ein derartiges Engagement verantwortungsvoll zu übernehmen nicht zulässt. In einer solchen Position muss man Tag und Nacht präsent sein. Das ist Herr Kullen. Was der Verein jetzt braucht, ist ein klares Konzept für die Zukunft.
Interview: Jürgen Frey
Aktualisiert: 08.11.2003, 05:06 Uhr
http://www.stuttgarter-nachrichten.de/s ... php/543134
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Waldhof, Ulm und Reutlingen? Aaaaaaaaaaaaaahhhh, was haben die Kickers mit uns vor?
