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StN: Kickers ziehen ihre Lehren
Verfasst: Freitag 27. Oktober 2006, 07:55
von McVillager
Nach den Vorfällen gegen Hertha werden Sicherheitsmaßnahmen verstärkt
Stuttgart - Fußball-Regionalligist Stuttgarter Kickers hat auf den Spielabbruch gegen Hertha BSC Berlin reagiert: Die Blauen beschlossen ein Sofortpaket an Sicherheitsmaßnahmen. Nach dem Becherwurf eines Zuschauers stellen sich einige Fragen.
Wer hat den Becher geworfen?
Der Täter wurde noch am Mittwochabend identifiziert und vorübergehend festgenommen. Es handelt sich um einen 38-Jährigen mit festem Wohnsitz in Ostfildern. Der vorbestrafte Mann war laut Klaus-Peter Arand, dem Stuttgarter Polizeisprecher, früher in der Hooliganszene des VfB in Erscheinung getreten.
Wie laufen die Ermittlungen?
Da es sich um gefährliche Körperverletzung handelt, wurde die Tat von Amts wegen verfolgt und angezeigt. Der Vorgang geht an die Staatsanwaltschaft. Dort wird geprüft und Klage erhoben.
Wie wird das Spiel gewertet?
Das DFB-Sportgericht hat die Partie bereits mit 2:0 für Hertha BSC gewertet. Die Kickers haben Rechtsmittelverzicht erklärt, so dass das Urteil rechtskräftig ist.
Welche Strafe ist zu erwarten?
Der Sonderbericht des Schiedsrichters liegt vor. Bis zum Montag werden die Kickers ihre Stellungnahme an den DFB abgeben. Dann tagt der Kontrollausschuss. Die Höchststrafe für das schuldhafte Herbeiführen eines Spielabbruchs beträgt laut § 7 der Rechts- und Verfahrensordnung des DFB 100 000 Euro. Dies ist auch die Obergrenze für den mangelnden Schutz des Schiedsrichters und seiner Assistenten. Theoretisch könnte der Vorfall die Kickers 200 000 Euro kosten. “Es handelt sich um einen schwer wiegenden Fall, wir hoffen, mit einem blauen Auge davonzukommen”, sagt Rechtsanwalt Christoph Schickhardt, der die Kickers bei dem zu erwartenden Sportgerichtsverfahren vertritt. Auch eine Platzsperre oder ein Spiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit sind möglich.
Sind Regressansprüche möglich?
Grundsätzlich ja. Hansa Rostock musste wegen zwei Flitzern 20 000 Euro Strafe zahlen. Nun erging ein Gerichtsurteil, in dem dem Zweitligisten das Recht zugesprochen wurde, das Geld von den betroffenen Zuschauern einzufordern.
Ist den Kickers ein Vorwurf zu machen?
Bedingt. Grundsätzlich könnte der eine oder andere Ordner besser geschult sein. Auch die Kontrollen im Eingangsbereich sind verbesserungswürdig. Hinzu kommt: Der Sicherheitsdienst wechselte in den vergangenen Jahren - auch im Zuge der Sparmaßnahmen -, und zeigte sich bei den Vorfällen vergangenen September im Spiel gegen den 1. FC Saarbrücken hilflos. Andererseits ist es schwierig, gegen die kriminelle Energie von Einzeltätern anzukämpfen.
Wie reagieren die Kickers?
Schiriassistent Kai Voss bekam einen Entschuldigungsbrief samt Blumenstrauß zugeschickt. Gegen den Täter wollen die Kickers zivilrechtlich vorgehen. Außerdem beschlossen die Kickers ein Paket zur Verbesserung der Sicherheitsmaßnahmen, die bereits am Sonntag im Spiel gegen den SV Wehen greifen sollen. Zum Beispiel wird der Ordnungsdienst verstärkt, ein noch engerer Kontakt zu den Fan-Beauftragten gesucht, und Getränke sollen nur noch in Papp- statt Plastikbechern ausgegeben werden.Jürgen Frey
Stuttgarter Nachrichten
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Beispielhaft
VON REINHARD SOGL
Das Gute vorweg: Es ist ein löblicher Akt von Zivilcourage und hat rein gar nichts mit Denunziantentum zu tun, dass Fans der Stuttgarter Kickers der Polizei die entscheidenden Hinweise gaben, die zur schnellen Festnahme jenes Mannes führten, der mit dem gezielten Wurf eines gefüllten Hartplastikbechers gegen den Linienrichter für den Skandal der zweiten Runde im DFB-Pokal sorgte. Die in solchen Fällen von Hooliganismus oft praktizierte Wagenburgmentalität hatte keine Chance, weil verantwortungsbewusste Zuschauer beispielhaft handelten. Die jahrelange Aufklärungsarbeit von Verbänden und Fanprojekten, vielleicht auch die rigorose Bestrafung der in solchen Fällen ihrer Verantwortung offiziell nur unzureichend nachgekommenen Heimmannschaft, scheint Wirkung gezeigt zu haben. Als Kavaliersdelikt wird derartiges Rowdytum von der Mehrzahl der Fans nicht mehr sanktioniert. Die Botschaft, die von Degerloch ausgeht, lautet: Kein Krawallbruder darf sich seiner Anonymität in der Masse Mensch mehr sicher sein, er wird für seine Taten büßen müssen.
Leider, und das ist die betrübliche Erkenntnis des zurecht abgebrochenen Pokalkampfs nach dem Knockout des Linienrichters, gibt es aber immer noch genug so genannte Fans, die sich als unbelehrbar erweisen. Ihre latente Gewaltbereitschaft drückt sich bei den wenigsten in körperverletzenden Taten aus, sondern sie missachten den Geist von Fairplay mit diskriminierenden Worten. Das regungslos am Boden liegende Opfer lautstark als “Hoyzer” zu verunglimpfen, ist das Gegenteil von Einfallsreichtum. Bis zu rassistischen Ausfällen, wie sie erst unlängst zur Spielunterbrechung bei der Bundesligapartie Aachen gegen Mönchengladbach zu hören waren, ist es dann nicht mehr weit.
Was also tun? Weitere Aufklärung tut Not. In der Fußballszene und der Gesellschaft, damit im Eifer des oder der Kicks die Menschenwürde nicht mit Füßen getreten wird. Was dennoch nicht verhindern wird, dass auch in Zukunft “Wahnsinnige” (Hertha-Manager Dieter Hoeneß) in Verletzungsabsicht mit Gegenständen werfen; aber das Risiko wird minimiert.
Frankfurter Rundschau
Verfasst: Freitag 27. Oktober 2006, 08:50
von JJ
Beide Artikel sind m.E. in Ordnung!
Was ein feiner Zug wäre und von den jeweiligen Verantwortlichen zu überlegen (insb. von Seiten des Vereins), ob man nicht in einer "Plakat" Aktion im nächsten Heimspiel gegen Wehen, diesen Vorfall von Seiten der Fans verurteilt. Wäre aus meiner Sicht ein starkes Zeichen.
Zudem sollte man sich überlegen, ob man sich nicht von Seiten der Fans, evtl. mittels Fanbeauftragten beim geschädigten Linienrichter mit Kopie des Schreibens an den DfB entschuldigt und darauf drängt, dass ein Einzelner (mit entsprechendem Hintergrund) nicht einen ganzen Verein ruinieren kann.
Wäre evtl. zu überlegen....
Verfasst: Freitag 27. Oktober 2006, 08:52
von Mauki
JJ hat geschrieben:Was ein feiner Zug wäre und von den jeweiligen Verantwortlichen zu überlegen (insb. von Seiten des Vereins), ob man nicht in einer "Plakat" Aktion im nächsten Heimspiel gegen Wehen, diesen Vorfall von Seiten der Fans verurteilt. Wäre aus meiner Sicht ein starkes Zeichen.
Zudem sollte man sich überlegen, ob man sich nicht von Seiten der Fans, evtl. mittels Fanbeauftragten beim geschädigten Linienrichter mit Kopie des Schreibens an den DfB entschuldigt und darauf drängt, dass ein Einzelner (mit entsprechendem Hintergrund) nicht einen ganzen Verein ruinieren kann.
Beide Vorschläge find ich gut, allerdinsg müssen sich da der Fanbeauftragte und eventuell BB95 melden. Das kostet ja auch Zeit und Geld.
Verfasst: Freitag 27. Oktober 2006, 09:33
von Ralphonso
JJ hat geschrieben:Beide Artikel sind m.E. in Ordnung!
Was ein feiner Zug wäre und von den jeweiligen Verantwortlichen zu überlegen (insb. von Seiten des Vereins), ob man nicht in einer "Plakat" Aktion im nächsten Heimspiel gegen Wehen, diesen Vorfall von Seiten der Fans verurteilt. Wäre aus meiner Sicht ein starkes Zeichen.
Zudem sollte man sich überlegen, ob man sich nicht von Seiten der Fans, evtl. mittels Fanbeauftragten beim geschädigten Linienrichter mit Kopie des Schreibens an den DfB entschuldigt und darauf drängt, dass ein Einzelner (mit entsprechendem Hintergrund) nicht einen ganzen Verein ruinieren kann.
Wäre evtl. zu überlegen....
wer ist man?? ich denke die ansprechpartner für solche aktionen dürften dir im forum bekannt sein, warum gehst du nicht direkt auf sie zu? handeln nicht endlos debattieren!
Verfasst: Freitag 27. Oktober 2006, 09:37
von McVillager
Mehr Schutz
Michael Kölmel
Die Fernsehbilder gaben keinen Aufschluss: Hatte der Stuttgarter Moritz Steinle den Ball getroffen? Das Bein des Herthaners Marko Pantelic? Oder beides? Schiedsrichter Michael Weiner hatte in der 44. Minute des Pokalspiels zwischen den Stuttgarter Kickers und Hertha keine Superslowmotion, er zeigte Steinle die Rote Karte. Ob zurecht oder nicht, ob die Partie deshalb zu Gunsten von Hertha kippte - das kann niemand beurteilen.
Aber um Objektivität ging es den meisten Besuchern ohnehin nicht: Für sie waren die Sündenböcke ausgemacht: die Schiedsrichter. So geriet der Abend für die Unparteiischen zum Spießrutenlauf, der in der 84. Minute mit dem tätlichen Angriff auf den Assistenten Kai Voss seinen hässlichen Höhepunkt fand.
Es ist eindimensional, die Tat isoliert als die eines Spinners zu betrachten. Ebenso unzureichend ist die Sicht von Hertha- und Kickers-Funktionären, die in dem Vorfall nur ein gesellschaftliches Problem sehen, das dem Fußball aufgebürdet wird. Vom Handball oder Basketball sind solche Vorgänge hierzulande nicht bekannt, trotz krasser Fehlentscheidungen. Es ist traurige Tradition im Fußball, dass immer andere schuld sind - besonders gern der Mann mit der Pfeife. Nur die Beschimpfungen wechseln.
Die Tat in Stuttgart entsprang der dem Fußball eigenen, aufgeladenen Atmosphäre, in der Verunglimpfungen allgegenwärtig sind, auf den Rängen wie auf dem Rasen. Fußball dient vielen Zuschauern als Ventil, und zwar Zuschauern aller Schichten, wie Untersuchungen zeigen.
Die Tat von Stuttgart kann dies nicht rechtfertigen. Dennoch können Strafen allein, Videoüberwachung und mehr Stadionverbote das Klima nicht bessern. Der DFB steht vor einer titanischen Aufgabe. Ähnlich wie beim Rassismus muss er versuchen, Toleranz und Fairness zu fördern. Dass in Stuttgart einige Kickers-Fans die Attacke auf den Linienrichter nicht dulden wollten und den Täter anzeigten, gibt Hoffnung. Aber der DFB muss dafür sorgen, dass die Referees mehr Respekt und Schutz genießen. Da ist der Videobeweis überfällig - weil er viele strittige Situationen von vornherein entschärfen kann.
Berliner Zeitung, 27.10.2006
Verfasst: Freitag 27. Oktober 2006, 09:40
von JJ
Ich weiss nicht wer der Ansprechpartner ist zudem bin ich derzeit einige 1000 km von Stuttgart entfernt.
Ich wollte / will nur einen konstruktiven Beitrag leisten.
Verfasst: Freitag 27. Oktober 2006, 09:46
von Ralphonso
dann sollten sich bitt die jeweiligen bei dir melden oder kurz ein "hallo" von sich geben. mir ging s darum, vorschläge nicht einfach in den raum zu stellen, sondern konkret zu umzusetzen bzw. adressieren.
Verfasst: Freitag 27. Oktober 2006, 09:57
von KSC Schlumpf
Berichte sind beide voll in Ordnung !
Dennoch eine allgemeine Frage an euch ?
Findet ihr Papp Becher wirklich gut ?
Also ich würde keine Papp Becher bevorzugen
zumal wenn wir alle mal ganz ehrlich sind war die aktion vom Schiri Assi schon deutlich überzogen.
Will der Security bzw. der verein dann auch Feuerzeuge verbieten ???
Denn Feuerzeuge und auch GELDSTÜCKE Fliegen wesetlich besser als so ein Becher und Geldstücke + Feuerzeuge tun meines erachtens viel mehr weh
Naja hoffen wir das sowas nichtmehr passiert
Verfasst: Freitag 27. Oktober 2006, 10:03
von Blauer Bayer
KSC Schlumpf hat geschrieben:
Dennoch eine allgemeine Frage an euch ?
Findet ihr Papp Becher wirklich gut ?
Also ich würde keine Papp Becher bevorzugen
Ich glaube, es wird keine demokratische Abstimmung unter den Fans geben.
Verfasst: Freitag 27. Oktober 2006, 10:08
von Kickers-Oli
finde die berichte voll in Ordnung.
@ Schlumpf
ansich ist es doch völlig egal aus was man trinkt, auf den Inhalt kommt es an :D
Aber ansich hast Du ja Recht, wirklich ausschließen kann man das sicherlich nicht (Geldmünzen, Feuerzeuge,...) aber auf jeden Fall wäre es eine "Gefahr" weniger, wobei sich natürlich auch die Frage stellt, ob ein gefüllte Pappbecher net auch eine ähnliche Gefahr sein könnte.
Aber gut, wollt damit nur sagen, Pappe oder Kunststoff ist doch völlig egal.
Verfasst: Freitag 27. Oktober 2006, 10:19
von millhouse56
ich find beide Berichte auch in Ordnung....
aber die diskussion mit den Pappbechern find ich ja mal voll überflüssig... dass ist für mich nur eine überhastete Reaktion.
Sind wir doch mal ganz ehrlich wenn jemand etwas werfen will dann kann er wie in den obengeschriebenen Beiträgen alles werfen...
Dies ist letztendlich ja wohl nur mit ner Plexiglaswand zu verhindern oder man stellt neben jeden Fan einen Ordner.....
Genau so verhält es sich mit den kontrollen am Eingang .. wenn jemand etwas reinbringen will egal ob Pyrotechnik oder andere Sachen dann bekommt er es auch ins Stadion.....
Deshalb halte ich es für viel wichtiger wenn jeder Fan die Augen offenhält und Verstösse gegen die Stadionordnung meldet.... das ist für mich der einzige Weg das Problem zu lösen... Also halten wir zusammen ..
Re: StN: Kickers ziehen ihre Lehren
Verfasst: Freitag 27. Oktober 2006, 10:51
von Matze
McVillager hat geschrieben:
Wer hat den Becher geworfen?
Der Täter wurde noch am Mittwochabend identifiziert und vorübergehend festgenommen. Es handelt sich um einen 38-Jährigen mit festem Wohnsitz in Ostfildern. Der vorbestrafte Mann war laut Klaus-Peter Arand, dem Stuttgarter Polizeisprecher, früher in der Hooliganszene des VfB in Erscheinung getreten.
Dies sollte eigentlich in jedem Leserbrief und Artikel zum Ausdruck gebracht werden, ebenso wie die Tatsache dass umstehende Kickers Fans diesen dingfest gemacht haben

Re: StN: Kickers ziehen ihre Lehren
Verfasst: Freitag 27. Oktober 2006, 11:13
von CDS
Matze hat geschrieben:McVillager hat geschrieben:
Der vorbestrafte Mann war laut Klaus-Peter Arand, dem Stuttgarter Polizeisprecher, früher in der Hooliganszene des VfB in Erscheinung getreten.
Dies sollte eigentlich in jedem Leserbrief und Artikel zum Ausdruck gebracht werden, ebenso wie die Tatsache dass umstehende Kickers Fans diesen dingfest gemacht haben

Und was soll das bringen? Es ist doch völlig egal, ob der Kerl beim VfB randaliert hat. Der VfB hat mit der Nummer nichts zu tun. Bei aller Rivaltät, aber man sollte da mal ganz vorsichtig sein. Erstens hat der VfB seine Hausaufgaben gemacht, der Typ hatte doch soviel ich weiß Stadionverbot. Ob er dann weiterrandaliert ist ja nicht deren Sache. Und zweitens flogen doch ständig Becher; da hätten noch wesentlich mehr treffen können. Außerdem sei die Glasflasche nochmal erwähnt.
Es ist doch jetzt wichtiger, sich von solchen Aktionen generell zu distanzieren. Den Finger in Richtung der VfB-Fans zu zeigen halt ich für vollkommen fehl am Platz. Es ist wichtiger, hervorzuheben - wie das ja auch schon anklang - dass einige Fans die Courage hatten, den Idioten zu stellen.
Verfasst: Freitag 27. Oktober 2006, 11:28
von Cze
Find beide Artikel sehr gut.
Pappbecher statt Plastikbecher ist immerhin ein kleiner Schritt, wohl besser als ein Fangnetz und besser als gar keine Becher.
Re: StN: Kickers ziehen ihre Lehren
Verfasst: Freitag 27. Oktober 2006, 11:33
von Horschdi
CDS hat geschrieben:Matze hat geschrieben:McVillager hat geschrieben:
Der vorbestrafte Mann war laut Klaus-Peter Arand, dem Stuttgarter Polizeisprecher, früher in der Hooliganszene des VfB in Erscheinung getreten.
Dies sollte eigentlich in jedem Leserbrief und Artikel zum Ausdruck gebracht werden, ebenso wie die Tatsache dass umstehende Kickers Fans diesen dingfest gemacht haben

Und was soll das bringen? Es ist doch völlig egal, ob der Kerl beim VfB randaliert hat. Der VfB hat mit der Nummer nichts zu tun. Bei aller Rivaltät, aber man sollte da mal ganz vorsichtig sein. Erstens hat der VfB seine Hausaufgaben gemacht, der Typ hatte doch soviel ich weiß Stadionverbot. Ob er dann weiterrandaliert ist ja nicht deren Sache. Und zweitens flogen doch ständig Becher; da hätten noch wesentlich mehr treffen können. Außerdem sei die Glasflasche nochmal erwähnt.
Es ist doch jetzt wichtiger, sich von solchen Aktionen generell zu distanzieren. Den Finger in Richtung der VfB-Fans zu zeigen halt ich für vollkommen fehl am Platz. Es ist wichtiger, hervorzuheben - wie das ja auch schon anklang - dass einige Fans die Courage hatten, den Idioten zu stellen.
Schon klar, dass die Lampen dafür nichts können! Sowohl Verein als auch DER normale Lampen-Fan! Aber Hooligans (egal von wo sie kommen) wurden bei den Kickers NOCH NIE "toleriert"! Zu guten alten Zweitligazeiten wurden Leute, die nur auf Krawall aus waren, schon auf den Treppenstufen des B-Blocks darüber aufgeklärt, dass sie doch gerne zurück auf die andere Seite des Neckars gehen sollten bzw. bei den Kickers so etwas nicht gedudelt wird! Verbale Ausrutscher JA, Gewaltausbrüche (die somit den Verein schädigen würden) NEIN! Dies war und ist doch auch ein Punkt Kickers-Fan zu sein, sozusagen sich vom "Pöbel" von da unten abzugrenzen und friedlichen und fairen Fussball auf der Waldau zu haben! Somit halte ich es auch nicht für verwerflich, wenn darauf hingewiesen wird, dass der Becherwerfer vor Jahren mal bei den Lampen rumrandalierte (weil es somit eine strikte Abgrenzung zu unseren Kickers gibt)! Und wer dann darauf schließen sollte, dass damit der Lampen-Verein daran schuld sei, ist doch selber schuld, wenn er Hools und Fans nicht voneinander trennen kann.
Verfasst: Freitag 27. Oktober 2006, 11:37
von CDS
@ Horschdi:
generell hast Du ja recht. Aber man sollte das mit der Abgenzung lassen. Wir haben bisher - so dumm es klingen mag - ziemliches Glück mit den Medien. Da wird kaum darauf hingewiesen, dass einiges mehr aufs Feld flog. Wenn wir Glück haben, bleibt ein nur ein einzelner Hool im Gedächtnis...
Ob die anderen Becher aber nur von Krawallmachern kamen ist ja nun auch nicht unbedingt erwiesen.
Verfasst: Freitag 27. Oktober 2006, 17:48
von Bunny
Hab übrigens heut in der "Blöd" gelesen, dass auf der HT 2 Überwachungskameras in Richtung Gegengerade installiert werden solln
Anscheinend werden wir dann schon ab Sonntag gefilmt...
Verfasst: Freitag 27. Oktober 2006, 18:47
von Roland
so steht es auch auf der Kickers-Website:
Erhöhte Sicherheitsstufe beim Heimspiel gegen den SV Wehen
Infolge der Vorfälle und dem Spielabbruch bei der Pokalbegegnung mit Hertha BSC Berlin haben die Stuttgarter Kickers für die Regionalligapartie am Sonntagnachmittag, 29. Oktober 2006 um 14.00 Uhr gegen den SV Wehen erhöhte Sicherheitsmaßnahmen im GAZi-Stadion auf der Waldau getroffen. So steht das Spiel auf einer höheren Sicherheitsstufe als vorgesehen. Das Sicherheitspersonal wird aufgestockt und sichtbarer als bisher postiert. Anstelle der Plastikbecher werden bei diesem Spiel ausschließlich Pappbecher ausgegeben. Videokameras sollen installiert werden, um das Geschehen speziell auf den Stehplatzrängen kontrollieren zu können.
Die Kickers bitten die Fans und Besucher um Verständnis für die getroffenen Maßnahmen.
und siehe §8 der Stadionordnung (gilt für beide Stadien in Stuttgart):
§ 8
Video-Überwachung
Die Stadien werden mit Videokameras überwacht.
Verfasst: Freitag 27. Oktober 2006, 20:10
von Tacheles
Abzusehen war´s ja... Aber die paar Trottel auf der Haupttribüne dürfen auch künftig weiter unbehelligt werfen...
Verfasst: Freitag 27. Oktober 2006, 22:48
von DirtyToby
Eigentlich natürlich sinnlos, damit jetzt zu kommen, da es zu so einer Situation nie kommen würde beim Spiel gegen Wehen, aber man will halt ein Zeichen setzen
Re: StN: Kickers ziehen ihre Lehren
Verfasst: Samstag 28. Oktober 2006, 09:46
von Matze
CDS hat geschrieben:Matze hat geschrieben:McVillager hat geschrieben:
Der vorbestrafte Mann war laut Klaus-Peter Arand, dem Stuttgarter Polizeisprecher, früher in der Hooliganszene des VfB in Erscheinung getreten.
Dies sollte eigentlich in jedem Leserbrief und Artikel zum Ausdruck gebracht werden, ebenso wie die Tatsache dass umstehende Kickers Fans diesen dingfest gemacht haben

Und was soll das bringen? Es ist doch völlig egal, ob der Kerl beim VfB randaliert hat. Der VfB hat mit der Nummer nichts zu tun. Bei aller Rivaltät, aber man sollte da mal ganz vorsichtig sein. Erstens hat der VfB seine Hausaufgaben gemacht, der Typ hatte doch soviel ich weiß Stadionverbot. Ob er dann weiterrandaliert ist ja nicht deren Sache. Und zweitens flogen doch ständig Becher; da hätten noch wesentlich mehr treffen können. Außerdem sei die Glasflasche nochmal erwähnt.
Es ist doch jetzt wichtiger, sich von solchen Aktionen generell zu distanzieren. Den Finger in Richtung der VfB-Fans zu zeigen halt ich für vollkommen fehl am Platz. Es ist wichtiger, hervorzuheben - wie das ja auch schon anklang - dass einige Fans die Courage hatten, den Idioten zu stellen.
Hier geht es wie in anderen Postings auch schon deutlich wurde nicht darum, welchem Verein der Typ zugeordnet wird, sondern ganz einfach
dass dieser nicht aus den Reihen der Kickers stammt. Mag ja richtig sein, dass auch andere geworfen haben und auch das muss verhindert werden. aber nach den szenen vom hertha spiel durfte sich wohl jeder kickers fan einiges zu seinem verein anhören, da fiel auch das generelle distanzieren doch viel einfacher als deutlich wurde, dass der werfer nicht mal aus den eigenen reihen stammt..ist ja auch ganz einfach eine Image Sache.
Mal davon abgesehen, werden solche Fakten das Strafmaß zumindest mittelbar sicher auch beeinflussen!
Verfasst: Samstag 28. Oktober 2006, 10:08
von Soulfly
Roland hat geschrieben: Videokameras sollen installiert werden, um das Geschehen speziell auf den Stehplatzrängen kontrollieren zu können.
Die Kickers bitten die Fans und Besucher um Verständnis für die getroffenen Maßnahmen.
Brauchen wir das wirklich?
Kann die Videoüberwachung eine Tat wie den Becherwurf verhindern?
Nein, kann sie nicht!
Sie kann nur bei der Identifizierung des Täters helfen.
Aber wir hier bei den Kickers haben was viel besseres.
Wir haben Fans mit Zivilcourage, die den Täter sofort zur Strecke
bringen.
q.e.d.
Allein mit der Videoüberwachung wäre der Täter vielleicht bis
heute nicht geschnappt.
Aber egal, jetzt zählt Aktionismus. Die Rentnergang
beim DfB wird wohlwollend abnicken und unsere Kickers
statt mit 200.000 Euro nur mit 175.000 Euro Strafe belegen.
(PS: Die Zahlen sind frei erfunden)
Verfasst: Samstag 28. Oktober 2006, 10:42
von Blue Fritz
Anderseits können die Kickers ja auch nicht so tun als ob nichts geschehen sei!
Verfasst: Samstag 28. Oktober 2006, 10:49
von Soulfly
Blue Fritz hat geschrieben:Anderseits können die Kickers ja auch nicht so tun als ob nichts geschehen sei!
Stimmt natürlich auch wieder.
Aber wer wird jetzt gefilmt?
In meinen Augen die falschen.
Verfasst: Samstag 28. Oktober 2006, 12:38
von Matze
So langsam nervt mich der Ganze Dreck...mangelnde Professionalität von Seiten der Kickers soll kompensiert werden durch in meinen Augen blinden Aktionismus
Als ob es die DfB Verantwortlichen nicht durchschauen würden wenn nun auf der Waldau ein auf Kurzfristigkeit angelegter Überwachungsstaat eingeführt wird
Ebenfalls nen Gang zurückschalten sollte so langsam auch die Presse...ich möchte die Vorfälle mit Sicherheit nicht herunterspielen, aber was ist denn passiert: ein Plastikbecher Wurf machen die Kickers derzeit zum Sinnbild für den Verfall unserer Gesellschaft
Es war ein Becher, welcher bei einem jeden Spiel käuflich zu erwerben ist...schockiert nicht einfach auch die Tatsache, dass selbst durch einen einfachen Plastikbecher Personen verletzt werden können
Waren die anderen Pokalspielspiele so unspektakulär, dass die Berichterstattung derart sensationsgeil aufbereitet werden musste
Will man schon die gesellschaftspolitische Perspektive betrachten schockiert mich dabei weitaus mehr, in welch reisserischem und schlecht recherchiertem Stil selbst die sogenannten renommierte Zeitungen über die Vorfälle vom Hertha Spiel berichten
Szenen wie diese werden sich auch an diesem Wochenende auf allen möglichen Sportplätzen wiederfinden und gänzlich ausschließen lassen sich solch Vorfälle mit Sicherheit auch nicht!
Die unglücklichen Umstände beim Hertha Spiel sollten zwar Anlass zum Nachdenken geben, wie schnell soetwas schief gehen kann..aber sollten sich nicht gerade diejenigen selbstkritisch hinterfragen, welche jetzt selbstherrlich den moralischen Zeigefinger erheben

Ein DfB, welcher bei den Auftritten der Nationalmannschaft Spiel für Spiel vor Augen geführt bekommt, dass auch wiederholtes Fehlverhalten Deutscher "Fans" nie vollkommen unterbunden werden kann

Ein Hans Kullen, welchen ich beim Hertha Spiel zumindest nicht auf den Fernsehaufbildern dabei erkennen konnte, dass er zur Halbzeitpause den aufgebrachten Haupttribünen Mob über dem Spielertunnel im Griff hatte geschweige denn irgendwelche Anstalten hierzu unternahm

Verfasst: Samstag 28. Oktober 2006, 12:56
von moehringer
Matze hat geschrieben:So langsam nervt mich der Ganze Dreck...mangelnde Professionalität von Seiten der Kickers soll kompensiert werden durch in meinen Augen blinden Aktionismus
Ganz genau so sieht es aus! Anstatt sich jetzt förmlich zu überschlagen, wäre es wesentlich einfacher gewesen, die zahlreichen Warnungen und Ratschläge, die in den letzten Jahren getätigt wurden, nicht so einfach abzutun, sondern auf diese angemessen zu reagieren. So wurde aus Kostengründen versäumt ein adäquates Sicherheitskonzept zu entwerfen, was nun durch totale Überwachung wieder wett gemacht werden soll...
Verfasst: Samstag 28. Oktober 2006, 13:26
von Buddy
... Die Partie gegen Wehen wurde in Stufe B eingestuft, rund 45 Ordner sind im Stadion. Vorgesehen waren zunächst 30 (Stufe A). Gegen Hertha waren über 60 Kräfte im Einsatz (Stufe C). ...
Später im Artikel sagt Cast noch was über den Sicherheitsdienst
... Er betonte dagegen, dass vor der Runde der Sicherheitsdienst gewechselt wurde. "Wir waren mit dem alten nicht zufrieden", sagte er, "die aktuelle Firma betreut auch Eintracht Frankfurt." ...
Quelle: STN
Verfasst: Samstag 28. Oktober 2006, 13:50
von Heiko K.
Der DFB macht es sich da verdammt einfach! Erst müssen die Vereine Auflagen erfüllen und werden geprüft. Dann segnet der DFB die Sicherheit im Stadion ab. Und wenn dann was passiert, ist das was vorher OK war plötzlich nicht mehr OK und die Alleinschuld wird dem Verein aufgehängt.
Geldstrafen verhängen ist leicht! Der DFB sollte sich mal überlegen, ob er uns nicht lieber helfen sollte künftig solche Aktionen zu vermeiden anstatt uns finanziell den Rest zu geben.
Verfasst: Samstag 28. Oktober 2006, 13:52
von Grufti
DirtyToby hat geschrieben:Eigentlich natürlich sinnlos, damit jetzt zu kommen, da es zu so einer Situation nie kommen würde beim Spiel gegen Wehen, aber man will halt ein Zeichen setzen
Tja, das sieht vielleicht auch anders aus.
M.E. besteht durchaus die Gefahr eines Nachahmungstäters. So viel Publicity, noch nie im Leben dagewesene Aufmerksamkeit von allen Seiten......... Könnte da nicht ne arme, verwirrte Seele auch mal im "Mittelpunkt" stehen wollen?
Also: Augen auf!
Verfasst: Samstag 28. Oktober 2006, 13:55
von Heiko K.
Wißt Ihr was los ist, wenn irgendein Trottel der mit den Kickers ein Problem hat morgen Scheiße baut?
Verfasst: Samstag 28. Oktober 2006, 16:17
von Matze
Heiko K. hat geschrieben:Der DFB macht es sich da verdammt einfach! Erst müssen die Vereine Auflagen erfüllen und werden geprüft. Dann segnet der DFB die Sicherheit im Stadion ab. Und wenn dann was passiert, ist das was vorher OK war plötzlich nicht mehr OK und die Alleinschuld wird dem Verein aufgehängt.
Sehe ich auch so..gewisse Standards müssen doch da eingehalten worden sein und wenn diese okay sind müsste sich der Verein sinnigerweise exculpieren können
Andernfalls dürfte sich der DfB auch dem Vergleich eigener Verfehlungen nicht scheuen...
Verfasst: Samstag 28. Oktober 2006, 16:21
von Ford K
Heiko K. hat geschrieben:Geldstrafen verhängen ist leicht! Der DFB sollte sich mal überlegen, ob er uns nicht lieber helfen sollte künftig solche Aktionen zu vermeiden anstatt uns finanziell den Rest zu geben.
Tja, wer sich den Luxus von zwei Präsidenten leistet...
