Deutscher Trainer zusammengeschlagen
Verfasst: Donnerstag 2. November 2006, 21:09
Deutscher Trainer zusammengeschlagen
Es hagelte Tritte, Schläge, Stöße: Malawische Sicherheitskräfte haben dem deutschen Nationaltrainer Burkhard Ziese brutal klar gemacht, dass er nicht mehr erwünscht ist. Auch der Fußball-Verband des afrikanischen Landes droht Ziese, der sich in einem Brief an den Weltverband wandte.
Hamburg - Wie der 62-jährige Ziese dem Sportinformationsdienst (sid) erklärte, wurde er während des Trainings des A-Nationalteams und der Olympiamannschaft von Malawi am 27. September im Nationalstadion von Blantyre von Sicherheitskräften angegriffen und verletzt. "Ich habe der Fifa zu den Vorfällen einen Brief geschrieben", sagte Ziese, der in dem Schreiben "kriminellen Rassismus" beklagt.
Vier offensichtlich vom Verband gestellte Sicherheitskräfte unter den Augen des Generalsekretärs hätten den Coach "bedrängt, geschubst, aus dem Stadion gezogen, gegen einen Zaun gestoßen" und am Auto dann noch mit Schlägen und Tritten traktiert. Ziese: "Ich hatte Prellungen, Blut im Urin und war mehrfach in ärztlicher Behandlung." Wenige Tage danach verkündete Verbands-Präsident Walter Nyamilandu die Entlassung Zieses.
Abgesehen von den Tritten und Schlägen hat das staatliche malawische Fernsehen diesen Vorfall aufgenommen. Dieser Beitrag wurde in den Sendungen "Afrika Sport" und "Super Sports" (Südafrika) ausgestrahlt. Ziese informierte den Verband und erhielt am 29. September eine Antwort, in der er gewarnt wird, "gegen die Entbindung von seinen Aufgaben zu verstoßen". Verstöße geschehen "auf eigenes Risiko", weshalb sich der Verband auch "nicht verantwortlich für mögliche körperliche Schäden sehe". Das Schreiben des Fußballverbandes Malawis liege der Redaktion vor, schreibt der sid.
Wie Ziese weiter erklärte, habe er seit Monaten das in dem sogenannten "International Agreement" vereinbarte Gehalt sowie die Nebenkosten nicht mehr erhalten. "Eine festgesetzte Frist von 30 Tagen zur Klärung hat der Verband verstreichen lassen. Daher habe ich auch den malawischen Sportminister informiert", sagt Ziese. Der deutsche Trainer will trotz der Vorfälle Ende November wieder nach Malawi reisen, um alles vor Ort zu klären. Aus Sicherheitsgründen wird Ziese aber bei Freunden wohnen.
spiegel.de
Es hagelte Tritte, Schläge, Stöße: Malawische Sicherheitskräfte haben dem deutschen Nationaltrainer Burkhard Ziese brutal klar gemacht, dass er nicht mehr erwünscht ist. Auch der Fußball-Verband des afrikanischen Landes droht Ziese, der sich in einem Brief an den Weltverband wandte.
Hamburg - Wie der 62-jährige Ziese dem Sportinformationsdienst (sid) erklärte, wurde er während des Trainings des A-Nationalteams und der Olympiamannschaft von Malawi am 27. September im Nationalstadion von Blantyre von Sicherheitskräften angegriffen und verletzt. "Ich habe der Fifa zu den Vorfällen einen Brief geschrieben", sagte Ziese, der in dem Schreiben "kriminellen Rassismus" beklagt.
Vier offensichtlich vom Verband gestellte Sicherheitskräfte unter den Augen des Generalsekretärs hätten den Coach "bedrängt, geschubst, aus dem Stadion gezogen, gegen einen Zaun gestoßen" und am Auto dann noch mit Schlägen und Tritten traktiert. Ziese: "Ich hatte Prellungen, Blut im Urin und war mehrfach in ärztlicher Behandlung." Wenige Tage danach verkündete Verbands-Präsident Walter Nyamilandu die Entlassung Zieses.
Abgesehen von den Tritten und Schlägen hat das staatliche malawische Fernsehen diesen Vorfall aufgenommen. Dieser Beitrag wurde in den Sendungen "Afrika Sport" und "Super Sports" (Südafrika) ausgestrahlt. Ziese informierte den Verband und erhielt am 29. September eine Antwort, in der er gewarnt wird, "gegen die Entbindung von seinen Aufgaben zu verstoßen". Verstöße geschehen "auf eigenes Risiko", weshalb sich der Verband auch "nicht verantwortlich für mögliche körperliche Schäden sehe". Das Schreiben des Fußballverbandes Malawis liege der Redaktion vor, schreibt der sid.
Wie Ziese weiter erklärte, habe er seit Monaten das in dem sogenannten "International Agreement" vereinbarte Gehalt sowie die Nebenkosten nicht mehr erhalten. "Eine festgesetzte Frist von 30 Tagen zur Klärung hat der Verband verstreichen lassen. Daher habe ich auch den malawischen Sportminister informiert", sagt Ziese. Der deutsche Trainer will trotz der Vorfälle Ende November wieder nach Malawi reisen, um alles vor Ort zu klären. Aus Sicherheitsgründen wird Ziese aber bei Freunden wohnen.
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