Zuschauer schlägt Schiedsrichter nieder
Arbeit für die Task Force: Nur wenige Tage, nachdem der DFB Maßnahmen zur Bekämpfung von Fremdenfeindlichkeit und Randale in deutschen Stadien beschlossen hat, ist es am Wochenende erneut zu Zwischenfällen gekommen. Ein Schiedsrichter wurde niedergeschlagen, ein Jugendspiel abgebrochen.
Hamburg - Acht Tagen nach den schweren Krawallen beim Spiel des Hertha-Regionalliga-Teams gegen Dynamo Dresden ist es auf Fußballplätzen in Berlin und Brandenburg erneut zu Ausschreitungen gekommen. Eine Landesligapartie musste am Samstag kurz vor Schluss abgebrochen werden. Im Spiel zwischen dem SC Oberhavel und Stahl Brandenburg rannte kurz vor Ende der Partie ein Fan beim Stande von 0:0 aufs Spielfeld und stieß den Unparteiischen Jörn Springer um. Der Schiedsrichter wurde bei dem Vorfall nicht verletzt, brach die Partie jedoch anschließend ab.
"Das ist ein bedauerlicher Vorfall", sagte SC Oberhavels Vorsitzender Andreas Noack. Der Fan sei eindeutig dem Lager von Stahl Brandenburg zuzuordnen. "Unsere Ordner haben sofort eingegriffen und weitere Übergriffe unterbunden", so Noack. Der Schiedsrichter wird nun einen Sonderbericht verfassen. Beide Vereine müssen zudem Stellungnahmen abgeben. "Wir haben bereits unsere Sicht der Dinge erklärt", so Noack. "Ich gehe davon aus, dass der Staffelleiter einen Antrag auf eine Sportgerichts-Entscheidung stellen wird. Im Anschluss daran es wohl eine mündliche Verhandlung angsetzt", sagte Reinhard Schumann, Vorsitzender des brandenburgischen Sportgerichts.
In Berlin wurde ein Jugendfußballspiel zwischen der B-Jugend vom SG Anadoluspor und dem BFC Dynamo abgebrochen. Vorausgegangen waren Tätlichkeiten und Unsportlichkeiten durch drei Spieler von Anadoluspor gegen einen 16 Jahre alten Akteur von Dynamo. Nachdem die Polizei auf der Anlage im Stadtteil Hohenschönhausen erschienen war, nahm sie mehrere Anzeigen wegen Körperverletzung auf.
Zuschauer schlägt Schiedsrichter nieder
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Überlinger