STZ: Die neue Gelassenheit der Kickers
Verfasst: Montag 25. August 2003, 08:52
Die neue Gelassenheit der Kickers
Trainer Adrion ist trotz des 1:1 in Schweinfurt und der verpassten Tabellenführung zufrieden
STUTTGART. Am vierten Spieltag der Fußball-Regionalliga haben sich die Stuttgarter Kickers beim 1:1 gegen den 1. FC Schweinfurt unauffällig präsentiert. Bis auf Eric Obinna, der eine Ohrfeige verteilte und vom Platz flog.
Von Fabian Heckenberger
Rainer Adrion ist derzeit die Gelassenheit in Person. Vor dem gestrigen Trainingskick im ADM-Sportpark kündigte er spaßeshalber Großes an: "Die Siegermannschaft bekommt eine Reise nach Gran Canaria spendiert." Wer jetzt denkt, bei den Kickers ist der lang ersehnte Mann mit dem Geldkoffer aus dem Wald getreten, liegt falsch. Natürlich muss auf der Waldau immer noch jeder Euro zweimal umgedreht werden, und natürlich macht der Trainer der Stuttgarter Kickers nur Spaß. Doch genau das macht den Unterschied zur vergangenen Saison aus.
Nach dem guten Saisonstart lässt sich auch das magere 1:1 am Samstag beim Tabellenschlusslicht Schweinfurt verschmerzen. In der vergangenen Saison hätte man noch händeringend die zwei verlorenen Punkte beklagt, jetzt wird über Gratisreisen als Siegprämien gescherzt. "Natürlich läuft es auch mal nicht ganz rund, aber wir müssen zeigen, dass wir das wegstecken und einfach das nächste Spiel wieder gewinnen", so Adrion. Eine neue Gelassenheit hat Einzug gehalten auf der Waldau. Und fast hätten die Kickers im Stile einer abgeklärten Mannschaft am Samstag mit minimalem Aufwand sogar drei Punkte mit nach Hause nehmen können.
Denn Schweinfurt war in der ersten Hälfte überlegen, zumal die Kickers nach der roten Karte für Eric Obinna (38.) wegen einer Tätlichkeit lange in Unterzahl spielen mussten. Und doch waren es die Blauen, die zu Beginn der zweiten Hälfte ins Tor trafen. Mirnes Mesic überraschte die gegnerische Abwehr in der 46. Minute mit einem Schuss aus 20 Metern - das 1:0 für die Kickers, die ihre Führung nur über die Zeit hätten bringen müssen. Aber: "In der Defensive hat es bei uns nicht gestimmt", sagt Rainer Adrion. Und so kam der 1. FC Schweinfurt noch zum 1:1-Endstand durch Kolinger (60.).
"Natürlich wären mir drei Punkte lieber gewesen, aber wir haben gut gekämpft, und ich bin zufrieden", so Adrion, den es auch nicht ärgert, dass seine Mannschaft den Sprung an die Tabellenspitze verpasst hat. Vielleicht ist es ihm sogar recht. "Sonst rufen alle gleich wieder übereilt nach dem Aufstieg und die große Euphorie bricht aus", sagt Adrion. Er will sich lieber Stück für Stück mit den Kickers im oberen Tabellendrittel der Regionalliga festsetzen.
So weit, so gelassen. Doch dann verliert der entspannte Rainer Adrion doch noch seine Ruhe. Der Grund dafür ist die rote Karte für Eric Obinna. Der Kickers-Stürmer hatte nach einer Provokation die Nerven verloren und zur Ohrfeige ausgeholt. "Das war eine Riesendummheit von ihm", sagt Adrion: "Er hat sich und vor allem der Mannschaft geschadet." Im Laufe der Woche erwarten die Kickers das Urteil, wie lange Obinna gesperrt wird. Adrion rechnet mit vier bis sechs Wochen, die der erfolgreichste Stürmer der Kickers fehlen wird.
Kickers: Köstel - Gumper, Cast, Malchow, Milchraum - Barth, Braun (83. Minkwitz), Benda - Mesic (87. Ivan), Intemperante (75. Eckhardt), Obinna.
Trainer Adrion ist trotz des 1:1 in Schweinfurt und der verpassten Tabellenführung zufrieden
STUTTGART. Am vierten Spieltag der Fußball-Regionalliga haben sich die Stuttgarter Kickers beim 1:1 gegen den 1. FC Schweinfurt unauffällig präsentiert. Bis auf Eric Obinna, der eine Ohrfeige verteilte und vom Platz flog.
Von Fabian Heckenberger
Rainer Adrion ist derzeit die Gelassenheit in Person. Vor dem gestrigen Trainingskick im ADM-Sportpark kündigte er spaßeshalber Großes an: "Die Siegermannschaft bekommt eine Reise nach Gran Canaria spendiert." Wer jetzt denkt, bei den Kickers ist der lang ersehnte Mann mit dem Geldkoffer aus dem Wald getreten, liegt falsch. Natürlich muss auf der Waldau immer noch jeder Euro zweimal umgedreht werden, und natürlich macht der Trainer der Stuttgarter Kickers nur Spaß. Doch genau das macht den Unterschied zur vergangenen Saison aus.
Nach dem guten Saisonstart lässt sich auch das magere 1:1 am Samstag beim Tabellenschlusslicht Schweinfurt verschmerzen. In der vergangenen Saison hätte man noch händeringend die zwei verlorenen Punkte beklagt, jetzt wird über Gratisreisen als Siegprämien gescherzt. "Natürlich läuft es auch mal nicht ganz rund, aber wir müssen zeigen, dass wir das wegstecken und einfach das nächste Spiel wieder gewinnen", so Adrion. Eine neue Gelassenheit hat Einzug gehalten auf der Waldau. Und fast hätten die Kickers im Stile einer abgeklärten Mannschaft am Samstag mit minimalem Aufwand sogar drei Punkte mit nach Hause nehmen können.
Denn Schweinfurt war in der ersten Hälfte überlegen, zumal die Kickers nach der roten Karte für Eric Obinna (38.) wegen einer Tätlichkeit lange in Unterzahl spielen mussten. Und doch waren es die Blauen, die zu Beginn der zweiten Hälfte ins Tor trafen. Mirnes Mesic überraschte die gegnerische Abwehr in der 46. Minute mit einem Schuss aus 20 Metern - das 1:0 für die Kickers, die ihre Führung nur über die Zeit hätten bringen müssen. Aber: "In der Defensive hat es bei uns nicht gestimmt", sagt Rainer Adrion. Und so kam der 1. FC Schweinfurt noch zum 1:1-Endstand durch Kolinger (60.).
"Natürlich wären mir drei Punkte lieber gewesen, aber wir haben gut gekämpft, und ich bin zufrieden", so Adrion, den es auch nicht ärgert, dass seine Mannschaft den Sprung an die Tabellenspitze verpasst hat. Vielleicht ist es ihm sogar recht. "Sonst rufen alle gleich wieder übereilt nach dem Aufstieg und die große Euphorie bricht aus", sagt Adrion. Er will sich lieber Stück für Stück mit den Kickers im oberen Tabellendrittel der Regionalliga festsetzen.
So weit, so gelassen. Doch dann verliert der entspannte Rainer Adrion doch noch seine Ruhe. Der Grund dafür ist die rote Karte für Eric Obinna. Der Kickers-Stürmer hatte nach einer Provokation die Nerven verloren und zur Ohrfeige ausgeholt. "Das war eine Riesendummheit von ihm", sagt Adrion: "Er hat sich und vor allem der Mannschaft geschadet." Im Laufe der Woche erwarten die Kickers das Urteil, wie lange Obinna gesperrt wird. Adrion rechnet mit vier bis sechs Wochen, die der erfolgreichste Stürmer der Kickers fehlen wird.
Kickers: Köstel - Gumper, Cast, Malchow, Milchraum - Barth, Braun (83. Minkwitz), Benda - Mesic (87. Ivan), Intemperante (75. Eckhardt), Obinna.
die frage auf die ich geantwortet hab bezog sich eindeutig auf kehl