Frank Wormuth bei Aalen entlassen
Verfasst: Samstag 9. Dezember 2006, 14:20
Euro-Eddy löst Frank Wormuth ab
Cheftrainer Frank Wormuth und Sportmanager Uwe Spies sind seit gestern Abend von ihren Aufgaben beim VfR Aalen entbunden. Die Nachfolge Wormuths wird nach der Winterpause Edgar Schmitt antreten.
VON WERNER RÖHRICH
Damit ist eingetreten, worüber bereits seit Wochen gerätselt wird. Nach zehn Unentschieden rangiert der VfR Aalen an neunter Tabellenposition und ist damit von seinem selbst gesteckten Saisonziel "Aufstig in die 2. Liga" weit entfernt. "Wir sind vier Punkte von einem Abstiegsplatz weg. Wir mussten handeln", begründete VfR-Präsident Berndt-Ulrich Scholz gestern die Freistellung der beiden sportlich verantwortlichen Führungskräfte des Vereins mit sportlichem Misserfolg.
Dass mit der Entscheidung nicht - wie ursprünglich angekündigt - bis zum letzten Punktspiel vor der Weihnachtspause heute gegen 1860 München II gewartet wurde, begründete Scholz mit der geplanten Weihnachtsfeier am Abend. "Das wäre keine gute Situation gewesen." So wird heute im Grünwalder Stadion (Spielbeginn 14.30 Uhr) Co-Trainer Rainer Kraft das Sagen auf der Bank haben.
Mit Edgar Schmitt ist der neue Trainer bereits gefunden. Der ehemalige Fußballprofi wird seine Arbeit in Aalen am 14. Januar aufnehmen. Die Aufgaben des Sportmanagers teilen sich bis zum Saisonende Vizepräsident Guido Walter (kaufmännischer Bereich) und Ex-VfB-Profi Helmut Dietterle (sportlicher Bereich), der beim VfR Aalen neben der Trainer- bereits die Managerrolle inne hatte, und seit dieser Saison bekanntlich für den Unterbau beim VfR Aalen zuständig ist .
7:0 gegen Valencia
Als Fußballprofi führte der Weg des heute 43-jährigen Edgar Schmitt über Saarbrücken, Eintracht Trier, Eintracht Frankfurt und dem Karlsruher SC (wo er seine erfolgreichste Zeit als Profifußballer verbrachte) zu Fortuna Köln. Unvergessen wurde er durch das UEFA-Cup-Spiel am 2. November 1993, als der KSC in der zweiten Runde auf den Tabellenführenden der spanischen 1.Liga, FC Valencia, traf. Das Hinspiel in Valencia hatten die Badener mit 1:3 verloren, ein Weiterkommen schien in weiter Ferne. In einem sensationellen Spiel besiegte der KSC, damals noch mit Oliver Kahn im Tor, im Wildparkstadion vor 25 000 Zuschauern Valencia mit 7:0. Vier der sieben Tore erzielte Edgar Schmitt, was ihm den Spitznamen "Euro-Eddy" einbrachte.
Sein Vertrag beim VfR Aalen wird bis zum 30. Juni 2008 laufen. Die Zielsetzung, den Aufstieg in die 2. Liga zu schaffen, dürfte damit neu formuliert sein.
"Kein Kommentar", lautete gestern unisono die Antwort von Frank Wormuth und Uwe Spies, die beide am Abend telefonisch von ihrer Freistellung unterrichtet worden waren. Spies: "Ich weiß ja nicht einmal, was man uns vorwirft, außer der Tatsache, dass wir zu wenig Punkte haben."
Getroffen wurde die Entscheidung gemeinsam von Präsident Berndt-Ulrich Scholz, seinem Stellvertreter Guido Walter sowie VfR-Aufsichtsratsvorsitzendem Johannes Moser und Aufsichtsrat Franz Fuchs.
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© Schwäbische Post 9.12.2006[/u]
Cheftrainer Frank Wormuth und Sportmanager Uwe Spies sind seit gestern Abend von ihren Aufgaben beim VfR Aalen entbunden. Die Nachfolge Wormuths wird nach der Winterpause Edgar Schmitt antreten.
VON WERNER RÖHRICH
Damit ist eingetreten, worüber bereits seit Wochen gerätselt wird. Nach zehn Unentschieden rangiert der VfR Aalen an neunter Tabellenposition und ist damit von seinem selbst gesteckten Saisonziel "Aufstig in die 2. Liga" weit entfernt. "Wir sind vier Punkte von einem Abstiegsplatz weg. Wir mussten handeln", begründete VfR-Präsident Berndt-Ulrich Scholz gestern die Freistellung der beiden sportlich verantwortlichen Führungskräfte des Vereins mit sportlichem Misserfolg.
Dass mit der Entscheidung nicht - wie ursprünglich angekündigt - bis zum letzten Punktspiel vor der Weihnachtspause heute gegen 1860 München II gewartet wurde, begründete Scholz mit der geplanten Weihnachtsfeier am Abend. "Das wäre keine gute Situation gewesen." So wird heute im Grünwalder Stadion (Spielbeginn 14.30 Uhr) Co-Trainer Rainer Kraft das Sagen auf der Bank haben.
Mit Edgar Schmitt ist der neue Trainer bereits gefunden. Der ehemalige Fußballprofi wird seine Arbeit in Aalen am 14. Januar aufnehmen. Die Aufgaben des Sportmanagers teilen sich bis zum Saisonende Vizepräsident Guido Walter (kaufmännischer Bereich) und Ex-VfB-Profi Helmut Dietterle (sportlicher Bereich), der beim VfR Aalen neben der Trainer- bereits die Managerrolle inne hatte, und seit dieser Saison bekanntlich für den Unterbau beim VfR Aalen zuständig ist .
7:0 gegen Valencia
Als Fußballprofi führte der Weg des heute 43-jährigen Edgar Schmitt über Saarbrücken, Eintracht Trier, Eintracht Frankfurt und dem Karlsruher SC (wo er seine erfolgreichste Zeit als Profifußballer verbrachte) zu Fortuna Köln. Unvergessen wurde er durch das UEFA-Cup-Spiel am 2. November 1993, als der KSC in der zweiten Runde auf den Tabellenführenden der spanischen 1.Liga, FC Valencia, traf. Das Hinspiel in Valencia hatten die Badener mit 1:3 verloren, ein Weiterkommen schien in weiter Ferne. In einem sensationellen Spiel besiegte der KSC, damals noch mit Oliver Kahn im Tor, im Wildparkstadion vor 25 000 Zuschauern Valencia mit 7:0. Vier der sieben Tore erzielte Edgar Schmitt, was ihm den Spitznamen "Euro-Eddy" einbrachte.
Sein Vertrag beim VfR Aalen wird bis zum 30. Juni 2008 laufen. Die Zielsetzung, den Aufstieg in die 2. Liga zu schaffen, dürfte damit neu formuliert sein.
"Kein Kommentar", lautete gestern unisono die Antwort von Frank Wormuth und Uwe Spies, die beide am Abend telefonisch von ihrer Freistellung unterrichtet worden waren. Spies: "Ich weiß ja nicht einmal, was man uns vorwirft, außer der Tatsache, dass wir zu wenig Punkte haben."
Getroffen wurde die Entscheidung gemeinsam von Präsident Berndt-Ulrich Scholz, seinem Stellvertreter Guido Walter sowie VfR-Aufsichtsratsvorsitzendem Johannes Moser und Aufsichtsrat Franz Fuchs.
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