Die Sechz'ger haben wirklich 'ne klasse Fussball-Junioren-Homepage:
http://www.jungloewen.de ! Es lohnt sich auf jeden Fall, da mal reinzuschauen - sämtliche Jugendmannschaften werden da sehr ausführlich und informativ beleuchtet...und immer auf den Tag aktuell. Sogar alle gegnerischen Jugendteams in den jeweiligen Ligen werden vorgestellt (über die Kickers siehe weiter unten).
Das ist der Spielbericht vom heutigen Spiel (auf der Page gibt's sogar noch aktuelle Bilder dazu!):
U19 schlägt Kickers Stuttgart
Mit einem hochverdienten 3:0 (1:0)-Erfolg kehrte die Löwen-U19 von Trainer Hartmut Herold vom Auswärtstrip an den Neckar bei den "kleinen Schwaben" von Kickers Stuttgart zurück.
Auf schwer bespielbaren, tiefen Boden durfte man keinen technisch feinen Fußball erwarten und dementsprechend war die Partie auch von viel Kraft- und Kampffußball geprägt. Die Gäste überließen den Kickers zunächst viel Platz und attackierten erst ab der Mittellinie. Die Löwen standen aber zu gut um echte Chancen zuzulassen und spielten ihrerseits aus der gesicherten Defensive immer wieder gut und schnell nach vorne. Der erste ganz gefährliche Vorstoß führte in der 22. Minute zu einem Strafstoß der Gäste als Nicky Adler sich von der Mittellinie weg durchtankte und nur per Foul im Strafraum gebremst werden konnte. Florian Pickel setzte den fälligen Elfmeter aber an den Außenpfosten. Im Gegenzug eine brenzlige Situation am Sechzger-Strafraum. Der Unparteiische entschied auf Freistoß. Der Schuss aus 17 Metern blieb jedoch in der Mauer hängen. Nach schönem Pass von Andreas Brysch nutzte Nicky Adler das herrliche Zuspiel in der 28. Minute zur Gästeführung. Mit der Ballannahme umspielte der schnelle Löwen-Stürmer den Kickers-Schlussmann und schob trotz spitzem Winkel zum 1:0 ein. Kurz darauf ein erneutes Foul an Benni Schwarz im 16er. Doch in Konzession zur Entscheidung am 60er-Strafraum wenige Minuten zuvor, konnte sich Referee Polony aus Altlußheim, trotz klarem Foulspiel nun nicht mehr zu einem Strassstoß durchringen. Bis zur Pause hatten die Gäste noch zwei gefährliche Aktionen von Kickers-Stürmer Christian Kuhn zu überstehen. Erst scheiterte er (35.), nachdem ihm das Leder etwas versprungen war, am langen Eck. Dann hielt 60-Keeper Philipp Pentke, zwei Minuten vor der Pause, nach einer Ecke den wuchtigen Kopfball aus kurzer Distanz sicher.
Nach der nicht als unverdient zu bezeichnenden Halbzeitführung setzten die Löwen in Durchgang zwei noch mehr auf schnelle Konter. Wenn die Kickers zu Möglichkeiten nach vorne kamen, war dies meist mit Fehlern im Spielaufbau der Gäste zu erklären, die allerdings auch zumeist von den sehr schwierigen Platzbedingungen herrührten. Die "kleinen Schwaben" bauten in der Folge zum Vergleich der ersten 45 Minuten spielerisch immer mehr ab, wenngleich sie kämpferisch weiter alles in die Waagschale warfen. Nach einer knappen Stunde (62.) dann so etwas wie die Vorentscheidung. Simon Goldhammer passte auf Florian Pickel, der weiter zu Zylfi Berisha, dessen Ball abgeblockt wurde. Als das Leder erneut zu Pickel kam machte der agile Außenbahnspieler der Löwen sein 11m-Mißgeschick wieder wett und schob trocken zum 2:0 für die Gäste ins lange Ecke. Danach versäumte es die Löwen-U19, wie zum Beispiel bei einer 3-gegen-1-Situation, den Sack frühzeitig ganz zu schließen, ließen aber ihrerseits nach hinten auch nichts mehr zu. Zudem schadeten zahlreiche Wechsel in beiden Teams dem Spielfluss der Partie. Einem Pfostenschuss von Björn Ziegenbein aus der 78. Minute aus 12 Metern Distanz, folgte dann kurz vor Ende der 3:0-Endstand. Zylfi Berisha hatte sich ein Herz genommen und sich schön durchgesetzt, bediente überlegt per Querpass den mitgelaufnen Nicky Adler, und der markierte nach längerer Torflaute seinen zweiten Treffer an diesem Tage.
1860-Trainer Herold lobte sein Team nach dem Spiel, das ohne vier Stammkräfte, Kokocinski (verletzt), Janker (U23), Heckenberger (gesperrt) und Ledgerwood (mit Kanada in der U20-WM-Vorbereitung) angetreten war. Es spielte u.a. eine komplett neue Innenverteidigung und Andreas Brysch erstmalig von Beginn an. Die Defensive stand trotzdem sicher. Vor allem auch mit der Einstellung und der Umsetzung der Vorgaben an seine Jungs war Hartmut Herold dieses mal besonders zufrieden: "Man merkte allen an, dass sie hier gewinnen wollten".
Am kommenden Wochenende, erwartet die U19 am Sonntag, den 23. November um 11:00 Uhr Kickers Offenbach ehe die Vorrunde der ersten Bundesliga-Saison am darauf folgenden Sonntag , den 30. November um 11:00 Uhr beim 1. FC Kaiserslautern schon wieder ihr Ende findet. Die Löwen verteidigten mit diesem Erfolg Rang zwei und könnten bei etwas Konzentration und dem notwendigen Quäntchen Glück bis zur Winterpause, ob des vermeintlich schwereren Restprogramms des Lokalrivalen, vielleicht noch etwas Boden gut machen zum derzeitigen Tabellenführer.
TSV 1860: Pentke, Escherich, Schmitt (85. Leicht), Brysch, Prechtl, Schwarz (46. Berisha), Eichler (74. Heidenfelder), Goldhammer (88. Samwald), Ziegenbein, Pickel, Adler.
wh
http://www.jungloewen.de/aktuell/aktuel ... 031116.htm
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Und hier der Bericht über die Kickers-Jugendarbeit:
Stuttgarter Kickers - MIT IDEALISMUS ZUM ERFOLG
Vieles auf den Höhen Degerlochs unter dem Stuttgarter Fernsehturm hört sich nach einer Portion Idealismus an. Der Name Stuttgarter Kickers hat immer noch einen guten Klang. Der Klub spielte einst in der Bundesliga, war ständiger Gast in der zweiten Liga. Vergangene Saison aber folgte der Abstieg in die Regionalliga. Und genau damit fangen auch im Jugendbereich die Probleme an. Ein Etat von 30.000 bis 35.000 Euro pro Saison erlaubt keine großen Sprünge. „Uns bleibt übrig, junge Talente zu sichten, immer wieder neue zu finden und Spiele zu beobachten", sagt Rolf Müller, seit 1995 Jugendkoordinator der „Blauen".
Trotz der bescheidenen Mittel fährt der Klub Erfolge ein. Die A-Jugend stieg in die Junioren-Bundesliga auf, die B-Jugend spielt in der Junioren-Regionalliga. „Wir bewegen uns auf dünnem Eis, weil die Mittel fehlen", berichtet Müller. „Unser Hauptproblem ist sicher die Tatsache, dass wir keine hauptamtlichen Trainer haben. Bei uns läuft die Sache nur über viele ehrenamtliche Mitarbeiter. Wir sind, wie viele kleinere Vereine, dem Deutschen Fußball-Bund dankbar, dass er Vereinen wie uns mit einer Anschubfinanzierung hilft, mit der wir die Fahrt- und Übernachtungskosten in der Bundesliga abdecken können."
Die erfolgreiche Vergangenheit hilft in der Alltagsarbeit der 13 Jugendmannschaften nur bedingt weiter. 1979 wurden die Kickers mit dem späteren Weltmeister Guido Buchwald Deutscher Meister. 1990 stand der heutige Nationalspieler Fredi Bobic im Team, als der Pokal-Sieg gelang. Spätere Bundesligaprofis wie Zoltan Sebescen, Achim Pfuderer, Thomas Brdaric spielten bei den Kickers. Michael Kümmerle steht im Kader des Zweitligisten Greuther Fürth. Der berühmteste Sohn heißt aber sicher Jürgen Klinsmann.
„Drei, vier Leute, die auch mal vormittags ein Training mit den Jugendlichen abhalten könnten, wären wünschenswert", sagt Müller. Mit Trainern, die rund um die Uhr zur Verfügung stehen, können die Kickers nicht aufwarten. „Wir versuchen das über eine intensive Betreuung zu kompensieren", erklärt der Jugendkoordinator. So müht sich der Klub aus Schwaben, auch Lehrstellen für seine Spieler zu besorgen. Durch den Abstieg der Ersten Mannschaft aber haben sich die Rahmenbedingungen nicht gerade verbessert. Sponsoren richten sich auch in Baden-Württemberg nach Erfolgen. Zusammen mit A-Jugend-Trainer Wolfgang Schneck macht Ex-Profi Dirk Wüllbier den Nachwuchs als zweiter A-Jugend-Trainer fit. „Er war Profi und hat dadurch bei den Jugendlichen einen besonderen Stellenwert", weiß Müller. Wüllbier spielte bei den Kickers und in Halle als Lizenzspieler. Dazu käme, dass Cheftrainer Rainer Adrion „sehr viel Wert auf die Jugend legt". Den Aufwärtstrend der Kickers-Jugendarbeit dokumentiert auch die Tatsache, dass „wir wieder eine A2 gegründet haben". Dort sollen Talente, die nicht sofort den Sprung in die A1 schaffen, Spielpraxis bekommen. Profis wie Bobic, Pfuderer und Brdaric gingen einst mit Erfolg diesen Weg.
Im Schatten der großen Klubs aus den Bundesligen aber gelang es den Kickers, sich einen guten Ruf als Talentschmiede für Torhüter zu schaffen. Sead Ramovic (VfL Wolfsburg) kommt ebenso von den „Blauen" wie Stephan Loboué (SpVgg. Greuther Fürth). „Wir können keinen Spieler von großen Klubs holen, wir finden die Talente bei kleinen Klubs wie Oberesslingen oder Möhringen. Es macht trotz der Schwierigkeiten Spaß, gerade, wenn ein Team wie die A-Jugend aufsteigt", sagt Müller. „Wir werden in der Bundesliga sicherlich gegen den Abstieg kämpfen, aber es ist unser großes Ziel, dass sich die Mannschaft in dieser Klasse etabliert. Das wäre für die Stuttgarter Kickers ein großer Erfolg." Vor allem, wenn man berücksichtigt, dass nur sechs Zweitligaklubs mit ihrer A-Jugend in einer der drei Bundesliga-Staffeln vertreten ist.
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