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A-Junioren Bilder Elta-Cup 2007 in Ober-Roden
Verfasst: Dienstag 23. Januar 2007, 00:39
von die3raafs
Hallo nach Stuttgart,
die A-Junioren der Stuttgarter Kickers wurden nach einem spannenden Endspiel gegen Borussia Mönchengladbach beim Elta-Cup 2007 in Ober-Roden Turnierzweiter vor dem SV Wehen und Mainz 05.
viele Bilder von diesem Turnier gibt es auf unserer privaten Fotohomepage
http://www.die3raafs.de/
also einfach mal vorbeiklicken und viel Spaß !
hier noch zum Appetit anregen...

Verfasst: Dienstag 23. Januar 2007, 09:35
von gerko
Als Mehmet Boztepe am Sonntagnachmittag mit einem Handstandüberschlag und anschließendem Salto das Publikum unterhielt, war die 18. Auflage des Fußball-Hallenturniers für A-Junioren in Ober-Roden entschieden. Soeben hat die Nummer zehn von Borussia Mönchengladbachs A-Junioren den 4:2-Endstand in der Finalpartie gegen die Stuttgarter Kickers erzielt. Mit seinem neunten Treffer wurde der Neunzehnjährige dabei Torschützenkönig des zweitägigen Elta-Cups, bei dem 1050 Zuschauer 151 Tore in 16 Partien sahen.
„Unser Nachwuchs hatte viel Anschauungsunterricht“, sagte Volkmar Fenkl, einer der Turnierorganisatoren, zum letzten Platz der Germania – die A-Jugendlichen kicken derzeit in der Kreisliga. In den Begegnungen gegen Kickers Offenbach, Borussia Mönchengladbach und SV Werder Bremen ergab sich für die Gastgeber ein Torverhältnis von 3:36. „Technisch konnten einige von uns zumindest einige Minuten lang mithalten“, sagte Germanias Mittelfeld-Akteur Marcel Knosala über die sieben angereisten Teams, die ihre Meisterschaftsrunden allesamt in den höchsten drei deutschen Jugendklassen bestreiten. „Aber was die anderen an körperlicher Fitness und Spielverständnis draufhaben, das ist schon fast unheimlich“, lautete sein Fazit.
„Die Erklärung dafür ist eigentlich einfach, schwerer allerdings die Umsetzung des Konzepts“, meinte Wolfgang Schneck, Trainer von Stuttgarter Kickers. „Unsere jungen Spieler trainieren vier-, gar fünfmal in der Woche. Alle haben nebenbei Schule, Ausbildung und Privatleben zu bewältigen. Das erfordert Disziplin.“ Aus zwei Jahrzehnten Erfahrung in der Jugendarbeit könne er sagen, dass „von allen hier anwesenden Spielern in einigen Jahren lediglich etwa fünf als Profis tätig sein werden“. Der 53 Jahre alte Schullehrer glaubt: „Wer von den jungen Talenten seinen Alltag zeitlich exakt plant und sowohl über vernünftige Berater als auch ein positives soziales Umfeld verfügt, kann es letztlich bei den Großen schaffen.“
Das Ziel verfolgt auch Nils, Sohn des ehemaligen Bundesliga-Torhüters Jörg Schmadtke, der derzeit Manager des Bundesligisten Alemania Aachen ist: „Die Schule hat immer Vorrang. Aber es ist ein Traum, in die Fußstapfen meines Vaters zu treten“, sagte der neunzehnjährige Gymnasiast, der als Gladbachs Schlussmann durch sehenswerte Paraden den Turniererfolg mittrug. Aber bei den Fohlen werden derzeit andere Namen höher gehandelt. Etwa Tim Rubink, den Jupp Heynckes in der Saison-Hinrunde gegen Schalke 04 bei den Profis einsetzte. Dazu Gladbachs Juniorentrainer Uli Sude: „Solche Erlebnisse dürfen den Jungspunden aber nicht zu Kopf steigen. Für sie gilt nämlich der Dauerauftrag: Gas geben.“
Das war in der Sporthalle in Ober-Roden deutlich spürbar. Die Partien verliefen nicht immer fair. „Nickligkeiten und Treterei“, beschrieb ein Zuschauer die Szenen auf dem Spielfeld. „Intensive Abwehrarbeit“ nannte es der Coach von Werder Bremen, Andreas Ernst. Es brachte wenig. Seine Mannschaft, im Vorjahr noch Finalist, schied in der Vorrunde aus. Ernst entschuldigte sich nach Angaben Volkmar Fenkls im Anschluss bei den Organisatoren sogar für die Vorstellung seiner Schützlinge.
Besser präsentierte sich neben Gladbach und den Stuttgarter Kickers besonders der FSV Mainz 05. Das Halbfinale gegen den späteren Turniersieger verloren die Rheinhessen zwar mit 3:4. Aber in der packendsten Begegnung der Veranstaltung servierten die Teams Fußballfeinkost: intelligentes Kurzpassspiel, Dribblings und engagiert geführte Zweikämpfe. FSV-Coach Jürgen Kramny, in der Saison 2005/06 noch beim SV Darmstadt 98 als Profi aktiv, fand den Einsatz des Nachwuchses übertrieben: „Die schenken sich hier nichts. Man merkt, dass es hier ums Prestige geht.“
Um im kommenden Jahr „ein noch attraktiveres Turnier anzubieten“, so Fenkl, wollen die Organisatoren die Spieldauer verkürzen und das Teilnehmerfeld um zwei Teams vergrößern. Nicht mehr dabei sein wird Mehmet Boztepe, der gerade sein zweites Jahr in der A-Jugend absolviert. Sein Tipp für den Nachfolgejahrgang: „Mit Fußball kann man berühmt werden. Dafür wie verrückt zu beißen und zu kratzen, lohnt sich – gerade bei Turnieren wie diesem. Denn so macht man auf sich aufmerksam.“
echo-online.de