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Vatikan: Hochburg der Kriminalität

Verfasst: Dienstag 23. Januar 2007, 15:41
von Blaues Stuttgart
Klingt überraschend, ist aber so: Der Kirchenstaat hat die statistisch höchste Kriminalitätsrate der Welt.

er Vatikanstaat hat die statistisch höchste Kriminalitätsrate der Welt. Im vergangenen Jahr musste sich die vatikanische Justiz mit 341 Zivil- und 486 Strafverfahren befassen, erklärte der Staatsanwalt des Kirchenstaates, Nicola Picardi. Schuld daran seien aber nicht die 492 Vatikanbürger, sondern vielmehr die jährlich über 18 Millionen Pilger und Besucher von Petersplatz, Petersdom und Vatikanischen Museen.
Die Kriminalitätsrate errechnet sich aus dem Verhältnis der Straftaten zur Anzahl der Bürger.

Meist handelt es sich bei den Gesetzesbrüchen um Handtaschendiebstähle und andere Formen von Kleinkriminalität. 90 Prozent der Diebstähle bleiben unbestraft, da die Täter rasch über die Grenze flüchten, sagte Picardi.
Wegen Terrorgefahr sollte der Vatikan dem Schengen-Raum beitreten, forderte der Staatsanwalt. Das Schengener Abkommen betreffe nicht nur die Grenzkontrollen, sondern sei zur Intensivierung des Informationsaustauschs sowie für präventive Maßnahmen und Schutzvorkehrungen zur Bekämpfung des Terrorismus wichtig.
Homosexuellen-Protest

Am Samstag protestierte eine Gruppe von Homosexuellen vor dem Vatikan gegen die wiederholten Appelle des Papstes gegen die Legalisierung gleichgeschlechtlicher Lebensgemeinschaften. Rund 200 Aktivisten des Verbands Arcigay versammelten sich auf dem Petersplatz, schwenkten Fahnen und riefen: "No Taliban, no Vatican". "Italien ist ein souveräner Staat, die tägliche Einmischung des Heiligen Stuhls in die Angelegenheiten des Landes ist unannehmbar", sagte ein Arcigay-Sprecher.

Der Papst hatte diese Woche zwei Mal gegen die Legalisierung gleichgeschlechtlicher Lebensgemeinschaften und der so genannten wilden Ehen appelliert. Projekte, die anderen Formen der Partnerschaft juristische Anerkennung geben wollen, wirken "gefährlich und kontraproduktiv". Andere Formen der Partnerschaft würden unausweichlich die legitime Familie schwächen und destabilisieren, die sich auf die Ehe gründet.

In den vergangenen Wochen hatte der Papst wiederholt vor der Legalisierung der Ehen ohne Trauschein gewarnt, die die italienische Regierung plant. Das Gesetzesprojekt der Regierung Prodi sieht vor, dass Lebenspartner – auch homosexuelle –, die mindestens fünf Jahre zusammengelebt haben, künftig bei finanziellen Fragen wie Pension und Erbschaft ähnlich behandelt werden wie Eheleute. Das Thema Adoption wird ausgeklammert.

Artikel vom 13.01.2007, 19:02 | apa | aho

Verfasst: Mittwoch 24. Januar 2007, 14:19
von Ultra1899
Typisch: Unnormales wird normal, normals unnormal ...