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Dopingfall beim SC Pfullendorf
Verfasst: Sonntag 11. März 2007, 16:02
von Buddy
Der Süd-Regionalligist SC Pfullendorf muss sich zum zweiten Mal binnen 24 Monaten mit dem Thema Doping beschäftigen. Wie SC-Coach Michael Feichtenbeiner am Sonntag bekannt gab, wurde Neuzugang Mark Lerandy nach der Partie gegen die Sportfreunde Siegen (1:1) am 24. Februar bei einer Dopingprobe im Auftrag des (DFB) positiv getestet.
Quelle:
http://www.kicker.de/fussball/regionall ... kel/362703
Ein weiterer Artikel dazu
http://www.fussball24.de/fussball/3/21/ ... fullendorf
Falls Siegen aus dem Spiel nachträglich 2 Punkte am Grünen Tisch bekommt, wären sie vor den Kickers.
Verfasst: Sonntag 11. März 2007, 16:41
von Ford K
Eigentlich auch keine gute Regelung, das wäre ja auch Wettbewerbsverzerrung im Aufstiegskampf. In solchen Fälle sollte man NUR die Mannschaft des Täters bestrafen, aber nicht den Gegner belohnen und ggf. noch andere Mannschaften schädigen.
Verfasst: Sonntag 11. März 2007, 20:26
von Überlinger
Ford K hat geschrieben:Eigentlich auch keine gute Regelung, das wäre ja auch Wettbewerbsverzerrung im Aufstiegskampf. In solchen Fälle sollte man NUR die Mannschaft des Täters bestrafen, aber nicht den Gegner belohnen und ggf. noch andere Mannschaften schädigen.
Seh ich auch so! Aber der DFB ist für mich ne Mafia, in die ich jeden Glauben verloren habe!

Verfasst: Sonntag 11. März 2007, 20:41
von Blaues Stuttgart
Naja, immerhin waren sie in dem Spiel im Nachteil...
Verfasst: Sonntag 11. März 2007, 22:33
von Stepi
das ist ja super für uns da gibts bis zum Samstag sicherlich ordentlich Zoff...und man kann sich jetzt schon lustige Sprüche ausdenken "Ampullendorf" oder so
Verfasst: Montag 12. März 2007, 13:03
von Blauer Bayer
Bei 60-Burghausen mit dem Dopingfall Vucicevic (schreibt man den so?) gab es ein Wiederholungsspiel. Fände ich hier auch angebrachter.
Verfasst: Montag 12. März 2007, 22:27
von derPeter
Klar verstößt das gegen das Reglement, aber meiner Meinung wäre es lächerlich wegen so einer Lapalie ein Spiel anders zu werten oder gar ganz neu anzusetzen. Ne Verwarnung würde es auch tun

Verfasst: Dienstag 13. März 2007, 09:48
von Jules
sehe das ähnlich wie derpeter.
der eine gedopte spieler hat sicher nicht das spiel alleine entschieden.
abwarten!
Verfasst: Dienstag 13. März 2007, 17:17
von Buddy
Jules hat geschrieben:der eine gedopte spieler hat sicher nicht das spiel alleine entschieden.
Der Kicker fand ihn bei dem Spiel immerhin so gut, dass er in der Elf des Tages gelandet ist.
Verfasst: Dienstag 13. März 2007, 19:41
von Überlinger
Die von einigen hier erwartete Unruhe beim SCP ist nicht ausgebrochen!
Dafür wird sich in den lokalen Zeitungen über die angebliche Unprofessionalität in Pfullendorf lustig gemacht.
Immer wieder geschehen dort komische Dinge: Die A-Jugend durfte vor einiger Zeit nicht aufsteigen, weil Unterlagen nicht oder zu spät beim Verband eingereicht wurden und es gibt scheinbar auch große oganisatorische Probleme im VIP-Zelt und jetzt auch noch die Doping Sache!!!
Verfasst: Mittwoch 14. März 2007, 07:15
von Roland
Dicke Luft wegen Asthma-Spray
Sportlich schien der SC Pfullendorf nach der Winterpause auf einem guten Weg, den Klassenerhalt in der Regionalliga zu schaffen. Und jetzt das: Bei Neuzugang Mark Lerandy wurde bei einer Dopingprobe eine verbotene, leistungssteigernde Substanz festgestellt.
VON JüRGEN RöSSLER
Fußball-Regionalliga: Es lief gut nach der Winterpause für den SC Pfullendorf. Vor allem die Abwehr, die in den drei Spielen des Jahres nur einen Gegentreffer zuließ, schien wieder auf Regionalliga-Niveau zu sein, was in der Vorrunde nicht immer der Fall war. Großen Anteil daran hatte der Neuzugang Mark Lerandy, der in der Innenverteidgung eingeschlagen hatte. Nun kommen der Verein und der Spieler in Probleme, denn bei einer Dopingkontrolle nach dem ersten Spiel des Jahres (1:1 gegen Siegen) wurde bei Lerandy eine verbotene, leistungssteigernde Substanz festgestellt.
Vor dem letzten wichtigen Heimspiel gegen Pirmasens wurde Lerandy "wegen Fieber", wie es zunächst hieß, nicht nominiert. Und SCP-Trainer Michael Feichtenbeiner verwies gestern darauf, dass die Sache nun beim Rechtsanwalt ist und er von diesem die Empfehlung erhalten habe, keine Aussagen zu machen. Was mit einer vielleicht noch akzeptablen "Notlüge" begann, um vor dem wichtigen Spiel keine Unruhe in Mannschaft und Umfeld zu bringen, entwickelt sich jedoch zunehmend zur sportlichen Provinzposse im Linzgau. Lerandy selbst bestätigte gestern um 13.30 Uhr noch einen Interview-Termin eine halbe Stunde später - "Ich bin gerade noch unterwegs, es wäre schön, wenn Sie um 14 Uhr nochmals anrufen könnten!" -, um zum vereinbarten Zeitpunkt und auch am Rest des Tages nicht mehr erreichbar zu sein. Auch weitere Handys im SCP-Umfeld bleiben stumm. Ob sich der Verein und der Spieler damit einen Gefallen tun? Denn wo keine Antworten zu erhalten sind, wuchern Gerüchte und Halbwahrheiten, ist das Feld für Spekulationen frei, die sicherlich nicht für Ruhe beim weiterhin akut abstiegsbedrohten Regionalligisten sorgen.
Schon vorgestern wurde bekannt, dass Lerandy seit längerem ein Attest hat, dass er auf Grund einer Meeresfrüchte-Allergie das Asthma-Mittel "Arane" einnehmen müsse. Dies wurde ihm nun zum Verhängnis, denn gleich mehrere Wirkstoffe des Medikaments stehen auf der Dopingliste.
Nun könnte man dem Verteidiger, der vor kurzem noch für den SV Linx in der Verbandsliga kickte, Naivität vorwerfen. Doch er bleibt auch wichtige Antworten schuldig. Warum vermeidet man bei einer Meeresfrüchte-Allergie nicht ganz einfach in der Wettkampfphase die kritische Speise? Muss gegen die Allergie ständig mit Medikamenten vorgegangen werden? Wenn ja, wurde das Mittel dann auch in Reutlingen eingesetzt? Eine Frage, die Lerandy spätestens bei einem Verfahren beim DFB glaubwürdig beantworten muss. Ist also auch der in Reutlingen gewonnene Punkt in Gefahr?
Zudem: Wer mit Sport sein Geld verdienen will, der sollte spätestens seit der legendären Zahnpasta von Dieter Baumann oder den Pillen in einer Freiburger Disco, die Jan Ullrich angeboten wurden, überaus vorsichtig sein. Auf die Frage, wer denn bei Dopingfällen die Hauptverantwortung trägt, Sportler oder Arzt, antwortet Marlene Klein, Medizin-Referentin bei der Nationalen Anti-Doping Agentur (NADA): "Bei erwachsenen Sportlern natürlich der Sportler, denn er sollte ja wissen, was in seinem Körper vor sich geht!" Zudem verweist Klein auf einfache Informationswege, wie man herausbekommt, welche Mittel auf der Dopingliste stehen, in welchen Medikamenten diese enthalten sind und was es für Sportler für Alternativen gibt.
Doch der Verein ist damit nicht ganz aus dem Schneider, hat er doch zum einen als Arbeitgeber eine Fürsorgepflicht seinem Spieler gegenüber und zum anderen betrifft die Strafe ja nicht nur den Spieler, sondern in Form von Punktabzug auch den Club. Hier bleibt die Frage mangels Gesprächspartner offen, ob der Neuzugang über die Dopingkontrollen informiert wurde, ob Medikamente mit dem Vereinsarzt abzusprechen sind. Spätestens seit dem Dopingfall von Christian Schmid vor über drei Jahren sollten die SCP-Verantwortlichen dazugelernt haben und entsprechende Passagen in das Vertragswerk mit aufgenommen haben. Noch steht die B-Probe aus, aber auch eine ganze Reihe von Antworten - sowohl vom Spieler als auch vom SC Pfullendorf.
Quelle: Südkurier vom 13.03.2007
Dopingverdacht gegen Mark Lerandy vom SC Pfullendorf
Logo SC Pfullendorf
Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat ein Verfahren gegen Mark Lerandy vom SC Pfullendorf eingeleitet. Der Spieler des Regionalligisten SC Pfullendorf steht unter Verdacht, sich eines Dopingvergehens und eines Verstoßes gegen die Anti-Doping-Richtlinien des DFB schuldig gemacht zu haben.
Mark Lerandy war anlässlich des Regionalliga-Spieles SC Pfullendorf gegen Sportfreunde Siegen am 24. Februar 2007 zur Dopingkontrolle ausgelost worden. Die Analyse der A-Probe ergab einen positiven Befund. Nachgewiesen wurde der Hauptmetabolit von Reproterol, was auf der Verbotsliste des "World Anti Doping Code" steht und zur Klasse S3 (beta-2-Agonisten) zählt. Dieses Mittel gehört zu den spezifischen Substanzen, bei deren Einnahme eine Strafmilderung möglich ist. Lerandy hat auf die Durchführung der Analyse der B-Probe verzichtet.
Der Pfullendorfer Spieler hatte nach dem jetzigen Ermittlungsstand ein Asthmamittel inhaliert, das das verbotene Reproterol enthält, und dieses zudem bei der Dopingkontrolle nicht vorschriftsgemäß angegeben.
dfb.de
Verfasst: Mittwoch 14. März 2007, 22:48
von pipes
Roland hat geschrieben: das Asthma-Mittel "Arane" einnehmen müsse. Dies wurde ihm nun zum Verhängnis, denn gleich mehrere Wirkstoffe des Medikaments stehen auf der Dopingliste.
Aarane hilft wirklich. :-)
Meiner Meinung nach allerdings nur kurzfristig. Es erweitert die Bronchien und man bekommt richtig gut Luft. Kann das selber bestätigen :-)
Ich habe mir vor ca. 15 Jahren mal drei oder vier Hübe gegönnt, bevor es um einen 100 Meter-Lauf ging. Und siehe da, damit habe ich meine absolute Bestzeit erzielt. Diese konnte ich danach nie wieder erreichen. War allerdings auch das einzige Mal, wo ich es so exzessiv benutzt habe.
Verfasst: Donnerstag 15. März 2007, 11:19
von Blaues-Botnang
Pipes ich bin empört!
Verfasst: Donnerstag 15. März 2007, 18:27
von Buddy
Verfasst: Freitag 16. März 2007, 15:10
von pipes
Blaues-Botnang hat geschrieben:Pipes ich bin empört!
:D Probier es doch mal - jeder Apotheker kann dann in Zukunft der Dealer deiner Wahl werden

Hatte sich damals einfach angeboten. Sport im Freien - Asthma-Gefahr dank der Pollen - Spray dabei. Kurz ne Stoß genommen, wohl gefühlt und dann eben nachgesetzt.
Verfasst: Freitag 16. März 2007, 17:20
von Felix B.
Der Kicker erhebt sogar bewusste Betrugsvorwürfe gegen Lerandy, hab den Artikel leider nicht mehr online gefunden.
Verfasst: Mittwoch 4. April 2007, 19:28
von Buddy
Heute hat der DFB entschieden das Pfullendorf die Punkte behalten darf. Siegen kann aber noch in Berufung gehen.
http://www.dfb.de/index.php?id=500014&t ... Uid]=10763