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Interview mit Robin Dutt auf www.die-sportzeitung.com

Verfasst: Samstag 24. März 2007, 11:48
von meistermacher2010
“Freiburg ist mein Wunschverein”

Interview mit dem neuen SC Freiburg-Trainer Robin Dutt
Robin Dutt (42) wird in der kommenden Saison Volker Finke beim SC Freiburg ablösen. Für den gebürtigen Kölner Dutt, der derzeit den Süd-Regionalligisten Stuttgarter Kickers trainiert, ist es die erste Stadion im Profifußball. Im Interview mit der sportzeitung spricht er über seine Motivation, seine Ziele mit dem Sportclub. Und über die Situation in Freiburg, wo sich eine „Pro-Finke“-Bewegung gebildet hat, die den seit 1991 für die Profis im Breisgau verantwortlichen und somit dienstältesten Trainer im deutschen Profifußball Volker Finke unbedingt halten will.

SPORTZEITUNG: Im Profi-Fußball ist Robin Dutt „unbeschriebenes Blatt“. Wie würde sich Robin Dutt selbst beschreiben?ROBIN DUTT: Überhaupt nicht, das sollen lieber andere Leute machen. Die Gefahr ist zu groß, direkt in eine Schublade gesteckt zu werden und das möchte ich vermeiden.

Ihre kulturellen Wurzeln liegen nicht unbedingt in Süddeutschland – wo kommen Sie her?
Na ja, eigentlich bin ich schon ein Süddeutscher: Mein Vater ist zwar Inder, aber meine Mutter Deutsche aus Südbaden, wo ich auch zur Grundschule gegangen bin. In Köln bin ich nur geboren. Nach der Grundschule habe ich die meiste Zeit in Ditzingen vor den Toren Stuttgarts verbracht.

Der SCF ist Ihre erste Profi-Station. Wie kam der Präsident Achim Stocker auf Sie?
Eigentlich ist es nicht meine erste Profistation. Zwar wird die Regionalliga in der Außendarstellung noch nicht als Profiliga wahrgenommen. Beim Deutschen Fußballbund aber hat die dritte Liga bereits diesen Status. Die Strukturen und Möglichkeiten beim Traditionsverein Stuttgarter Kickers sind so professionell, dass sie sich in keiner Weise von einem Erstligisten unterscheiden, weder der Trainingsbetrieb noch die Art und Weise, wie hier gearbeitet wird. Unsere Spieler gehen alle dem Beruf ‚Fußballer‘ nach. Um auf den zweiten Teil der Frage zu kommen: Wie Herr Stocker auf mich gekommen ist, müssten Sie ihn selbst fragen. Mein Telefon hat irgendwann geklingelt, wir haben uns getroffen und sehr angenehme und gute Gespräche geführt.

Da trifft es sich gut, dass Sie mal gesagt haben, der SC Freiburg stehe ganz oben auf Ihrer Wunschliste.
Der SC Freiburg hat mit Achim Stocker einen Präsidenten, der den Verein professionell führt und auf ein solides Gerüst gestellt hat. Es gibt in Freiburg eine einzigartige Kontinuität. Außerdem hat der Verein eine Philosophie, die meinen Vorstellungen entspricht – der SC Freiburg ist ganz klar mein Wunschverein.

Welche Philosophie ist das?
Freiburg legt den Schwerpunkt auf die Nachwuchsarbeit und versteht sich als Ausbildungsverein. Natürlich nicht, ohne den einen oder anderen Stützpfeiler zu verpflichten, den man in der Ausbildungsförderung braucht.

Wo sehen Sie sich in diesem Bereich?
Ich bin Teil dieser Philosophie. Ich werde daran arbeiten, sie weiterzuentwickeln und auch das Ausbildungskonzept erfolgreich fortzuführen.

Die Stuttgarter Kickers stehen in der Regionalliga Süd auf dem vierten Platz. Was nehmen Sie nach fast vier Jahren in Stuttgart mit in die neue Aufgabe?
Am Anfang war es sehr schwer. Ich habe die Mannschaft in der Saison 2003/04 auf einem Abstiegsplatz übernommen und wir haben immer mit einem selbst für Regionalligaverhältnisse sehr niedrigen Etat arbeiten müssen. Wir haben auf die eigenen Nachwuchskräfte gesetzt und sind damit sehr gut gefahren. Mittlerweile werden die Kickers zu den Aufstiegsaprianten gezählt, wobei schon der vierte Platz ein hervoragendes Ergebnis ist. Die Arbeit im Verein selbst war wirklich großartig. Ich habe dem Verein und speziell meinen Spielern sehr viel zu verdanken.

In Freiburg lösen Sie das „Denkmal“ Volker Finke ab, der dort im 16. Jahre als Cheftrainer verantworlich ist. Ist dies für Sie eine große Bürde?
Von Bürde würde ich nicht sprechen. Es ist eher eine große Aufgabe, eine sehr reizvolle zudem und eine auf hohem Niveau. Bei so einem Verein, mit einer gewissen Basis anzufangen und nicht ganz bei Null, ist für einen Trainer natürlich perfekt.

Seitdem feststeht, dass Finke den Verein verlässt, gewinnt der Sportclub ein Spiel nach dem anderen und sogar der Aufstieg in die Bundesliga ist wieder greifbar. Können Sie sich das erklären?
Es macht keinen Sinn, dass ich das auf der Distanz kommentiere. Wichtig ist einfach, dass dem so ist, und dass der Verein erfolgreich spielt. Ein Sprung in die Bundesliga wäre natürlich ein toller Einstand für mich.

Zurzeit bildet sich im Breisgau eine „Pro-Finke“-Koalition mit dem Motto „Wir alle sind Finke“. Diese Fans sprechen sich damit für einen Verbleib von Volker Finke aus. Ist das eine komische Situation für Sie?
Nein, überhaupt nicht. Das spricht doch für die Freiburger Fans, dass sie Volker Finkes Arbeit zu würdigen wissen und zu ihrem Trainer stehen. Ich hoffe, dass das zu gegebener Zeit auch mir so geht. Aber in Freiburg gibt es, wie in jedem anderen Verein auch, geteilte Lager. Die einen sind für einen Verbleib des Trainers, die anderen nicht – und das meistens ziemlich ausgeglichen. Das ist nun mal so im Fußballgeschäft und lässt sich ganz leicht auf einen Nenner bringen: Hast du Erfolg, wird geklatscht – bleibt der Erfolg aus, wird gepfiffen.

Wie ist Ihr Verhältnis zu Finke?
Wir kennen uns noch nicht persönlich. Aber in den kommenden Tagen wollen wir mal telefonieren.

Werden Sie sich Tipps von so einem erfahrenen Trainer holen?
Ich glaube, man kann von jedem Trainer lernen und seinen Horizont erweitern. Egal ob es ein Trainer ist, der seit 20 Jahren in Amt und Würden ist oder ein junger Nachwuchstrainer, der neue Methoden und Trainingslehren mit einbringt.

Beschäftigen Sie sich jetzt schon mit den Planungen für ihren neuen Verein?
In Absprache mit meinem Verein, darf ich die Planungen für meine kommende Aufgabe vorantreiben. Es ist ein Spagat, den jeder Trainer in so einer Situation machen muss. Jeder Termin wird mit dem Manager Joachim Cast abgesprochen. Darunter darf natürlich meine verbleibende Zeit bei den Stuttgarter Kickers nicht leiden.

Wie verfolgen Sie momentan die Spiele des SC Freiburg?
90 Minuten plus Nachspielzeit – vor dem Fernseher.

Was sind die Ziele mit Ihrem neuen Verein?
Es sind generell drei Schwerpunkte und Ziele, die ich mit Freiburg verfolgen werde. Die sportlichen Ziele lassen sich zu diesem Zeitpunkt noch nicht abschätzen, dafür müssen wir erst mal überlegen, welche Spieler wir halten können und wer neu hinzukommt. Der zweite Punkt ist, dass es von Volker Finke und seinem Trainerstab zu mir und meinen Co-Trainern einen möglichst reibungslosen Übergang geben soll. Und nicht zuletzt wollen wir die Kontinuität und die Nachhaltigkeit der Arbeit und Nachwuchsarbeit des Vereins fortsetzen.

Wo würden Sie lieber beginnen, in der Bundesliga oder in der zweiten Liga?Für alle Beteiligten wäre die erste Liga die weitaus bessere Lösung. Für den Verein finanziell gesehen sowieso, genauso für die Fans, aber auch für den scheidenden Trainer, der sich mit dem Aufstieg perfekt verabschieden könnte. Und ich bin davon überzeugt, dass der Klassenerhalt in der Bundesliga leichter ist als der Aufstieg von der zweiten in die erste Liga.

Trotz des riesigen Schrittes für Sie persönlich?
Der gravierendste Unterschied ist der Medienrummel. Die tägliche Trainingsarbeit aber ist in der zweiten Liga genauso intensiv wie in der ersten. Der Unterschied ist nicht so groß, wie es für Außenstehende scheint. Sportlich ist es allemal machbar.

Interview: David Nienhaus
Erschienen am 23. März 2007 in "die sportzeitung"
www.die-sportzeitung.com

Verfasst: Samstag 24. März 2007, 13:01
von hiblaupositiv
@meistermacher2010:

stell doch den Artikel in ein SC-Forum,
mich langweilt`s allmählich...

Verfasst: Samstag 24. März 2007, 14:59
von SAUNASARKAST
wieso denn, es ist doch ein interessantes interview...
schade dass er geht, wirklich schade!

Verfasst: Samstag 24. März 2007, 19:07
von freiburger
"Die einen sind für einen Verbleib des Trainers, die anderen nicht – und das meistens ziemlich ausgeglichen"

Lieber Robin das siehst Du gaaaaanz falsch! :lol:

Verfasst: Samstag 24. März 2007, 20:25
von StevenJay
freiburger hat geschrieben:"Die einen sind für einen Verbleib des Trainers, die anderen nicht – und das meistens ziemlich ausgeglichen"

Lieber Robin das siehst Du gaaaaanz falsch! :lol:
Stimmt, also ich kann mich erinnern, dass gegen Ende der Hinrunde die Verteilung ca. 100 % :shock: contra Finke waren.

Verfasst: Sonntag 25. März 2007, 00:59
von DirtyToby
Seit wann kann man hier eigentlich als Gast schreiben?!?

Verfasst: Sonntag 25. März 2007, 01:22
von Oeffinger
Wenn man als angemeldetes Mitglied was schreibt und später dein Account gelöscht wird, steht da Gast :idea:

Verfasst: Sonntag 25. März 2007, 01:32
von DirtyToby
ah, ok, das leuchtet ein

Verfasst: Sonntag 25. März 2007, 16:51
von bookerty
hiblaupositiv hat geschrieben:@meistermacher2010:

stell doch den Artikel in ein SC-Forum,
mich langweilt`s allmählich...
mir fällt in diesem forum echt dauerhaft auf dass einige leute immer gleich andere kritisieren wenn sie ein eröffnetes thread selbst nicht groß interessiert.

Verfasst: Sonntag 25. März 2007, 17:54
von B.
Teilweise ganz gute Antworten von Dutt, gleichzeitig aber auch wieder Bestätigungen dafür um was es ihm wirklich geht.
Also wenn er schon zu diversen Terminen nach Freiburg reist, dann bin ich auch dafür die Zusammenarbeit mit ihm so schnell zu beenden wie möglich.

Verfasst: Montag 26. März 2007, 05:28
von hiblaupositiv
bookerty hat geschrieben:
hiblaupositiv hat geschrieben:@meistermacher2010:

stell doch den Artikel in ein SC-Forum,
mich langweilt`s allmählich...
mir fällt in diesem forum echt dauerhaft auf dass einige leute immer gleich andere kritisieren wenn sie ein eröffnetes thread selbst nicht groß interessiert.
Ich habe einfach keinen Bock mehr, wenn ich da lesen muss:
Freiburg ist mein Wunschverein

da ist das Kickers-Forum die falsche Adresse, oder?!

Verfasst: Montag 26. März 2007, 16:23
von bookerty
hiblaupositiv hat geschrieben:
bookerty hat geschrieben:
hiblaupositiv hat geschrieben:@meistermacher2010:

stell doch den Artikel in ein SC-Forum,
mich langweilt`s allmählich...
mir fällt in diesem forum echt dauerhaft auf dass einige leute immer gleich andere kritisieren wenn sie ein eröffnetes thread selbst nicht groß interessiert.
Ich habe einfach keinen Bock mehr, wenn ich da lesen muss:
Freiburg ist mein Wunschverein

da ist das Kickers-Forum die falsche Adresse, oder?!
Naja es stehen doch ein paar sachen drin bei denen es um unseren Verein geht. Das könnte schon jemanden interessieren.

Verfasst: Montag 26. März 2007, 18:07
von Felix B.
Ich denke das war eher eine Kritik an Dutt als an dem der sie hier reingesetzt hat...