LKZ: 2:1 - Milchraum-Transfer vom Tisch !?!
Verfasst: Montag 24. November 2003, 08:21
LKZ: 2:1 - Die VfB-Amateure gewinnen das Derby
Nach der vermeidbaren Niederlage im Stuttgarter Stadtduell überwintern die Kickers auf einem Abstiegsplatz
Stuttgart - Die Stuttgarter Kickers überwintern in der Fußball-Regionalliga Süd auf einem Abstiegsplatz. Die Blauen verloren das Stuttgarter Derby gegen die Amateure des VfB mit 1:2 (0:1) und verpassten damit den Sprung ins Mittelfeld.
VON DIRK PREISS
Alexander Malchow benötigte nur zwei Worte, um die Gründe für die Niederlage auf den Punkt zu bringen: "Wie immer.'' Was der Abwehrchef der Kickers damit sagen wollte: Die Blauen waren über weite Strecken der Partie die bessere Mannschaft - wie schon am Mittwoch beim 1:1 in Mainz. Die Kickers hatten gleich mehrere klare Tormöglichkeiten - wie bereits in den vergangenen Spielen. Doch die Punkte bekam der Gegner auf sein Konto gutgeschrieben - wie fast immer, wenn die Stuttgarter Kickers auswärts antreten. "Wir machen halt die Tore nicht'', klagte Malchow, und sein Trainer sah das ähnlich. "Wenn wir einen richtigen Torjäger hätten, würden wir im oberen Drittel der Tabelle stehen.''
Haben sie aber nicht. Und weil das gegen den VfB bei den vielen hochkarätigen Chancen in der ersten Halbzeit wieder einmal deutlich wurde, schauen sich die Kickers den ganzen Winter über die Tabelle von ziemlich weit unten an. Denn das Stuttgarter Derby, das wegen des großen Zuschauerandrangs (5000) erst mit Verspätung angepfiffen werden konnte, war für die Blauen das letzte Spiel des Jahres, da die Partie gegen Wehen ins kommende Jahr verlegt wurde. "Da wäre ein Sieg psychologisch sehr wichtig gewesen'', sagte Malchow.
Den wichtigen Erfolg feierten dagegen die Roten. Denis Berger hatte die VfB-Amateure mit einem unhaltbaren Freistoß (43.) in Führung gebracht, Juri Mamajew in der 57. Minute auf 2:0 erhöht. Das Elfmetertor von Sascha Benda zum 1:2 (72.) brachte den Sieg des VfB nicht mehr wirklich in Gefahr. "In der ersten Hälfte waren wir viel zu weit von den Gegenspielern weg'', analysierte VfB-Trainer Reinhold Fanz, "aber auf Grund der guten zweiten Halbzeit war unser Sieg sicher nicht unverdient.'' Mit einem weiteren Erfolg am kommenden Samstag (14.30 Uhr, Schlienzstadion) gegen die Amateure des 1. FC Kaiserslautern können die kleinen Roten endgültig wieder den Blick nach oben richten.
Für die Kickers dagegen beginnt nun die fußballlose Zeit und das Hoffen auf das neue Jahr. "Wir werden gestärkt zurückkommen'', verspricht Trainer Dutt. Und der Präsident will weiter an der wirtschaftlichen Situation der Blauen arbeiten. "Wir werden die Ärmel hochkrempeln'', verspricht Hans Kullen. Anscheinend vom Tisch ist indes ein frühzeitiger Wechsel von Patrick Milchraum. Zwar gebe es einige Angebote für den 19-Jährigen, versicherte Kullen, doch bereits unter der Woche hatte Milchraum erklärt, die Saison bei den Kickers zu Ende spielen zu wollen. Sicherheit hat Kullen nun auch bei der Gültigkeit des Vertrags des U-20-Nationalspielers. Nach Rücksprache mit mehreren Anwälten habe er die Gewissheit, dass die beidseitige, zweijährige Option bis 2006 rechtlich wasserdicht ist, so Kullen. Ziehen Milchraum oder die Kickers diese Option bis spätestens zum 31. März 2004, kann Milchraum den Verein auch im kommenden Sommer nicht ablösefrei verlassen.
*** *********: Masic - Lechner (84. Caligiuri), Husterer, Rundio, Walter - Mamajew, Butscher, Fink, Berger (73. Krause) - Müller (61. Gomez), W. Hleb.
Stuttgarter Kickers: Köstel - Benda, Barth, Malchow, Stierle - Braun (88. Ivan), Akcay, Gumper, Milchraum (64. Obinna) - Mesic, Rahmanovic.
http://www.leonberger-kreiszeitung.de/c ... 0043.shtml
Nach der vermeidbaren Niederlage im Stuttgarter Stadtduell überwintern die Kickers auf einem Abstiegsplatz
Stuttgart - Die Stuttgarter Kickers überwintern in der Fußball-Regionalliga Süd auf einem Abstiegsplatz. Die Blauen verloren das Stuttgarter Derby gegen die Amateure des VfB mit 1:2 (0:1) und verpassten damit den Sprung ins Mittelfeld.
VON DIRK PREISS
Alexander Malchow benötigte nur zwei Worte, um die Gründe für die Niederlage auf den Punkt zu bringen: "Wie immer.'' Was der Abwehrchef der Kickers damit sagen wollte: Die Blauen waren über weite Strecken der Partie die bessere Mannschaft - wie schon am Mittwoch beim 1:1 in Mainz. Die Kickers hatten gleich mehrere klare Tormöglichkeiten - wie bereits in den vergangenen Spielen. Doch die Punkte bekam der Gegner auf sein Konto gutgeschrieben - wie fast immer, wenn die Stuttgarter Kickers auswärts antreten. "Wir machen halt die Tore nicht'', klagte Malchow, und sein Trainer sah das ähnlich. "Wenn wir einen richtigen Torjäger hätten, würden wir im oberen Drittel der Tabelle stehen.''
Haben sie aber nicht. Und weil das gegen den VfB bei den vielen hochkarätigen Chancen in der ersten Halbzeit wieder einmal deutlich wurde, schauen sich die Kickers den ganzen Winter über die Tabelle von ziemlich weit unten an. Denn das Stuttgarter Derby, das wegen des großen Zuschauerandrangs (5000) erst mit Verspätung angepfiffen werden konnte, war für die Blauen das letzte Spiel des Jahres, da die Partie gegen Wehen ins kommende Jahr verlegt wurde. "Da wäre ein Sieg psychologisch sehr wichtig gewesen'', sagte Malchow.
Den wichtigen Erfolg feierten dagegen die Roten. Denis Berger hatte die VfB-Amateure mit einem unhaltbaren Freistoß (43.) in Führung gebracht, Juri Mamajew in der 57. Minute auf 2:0 erhöht. Das Elfmetertor von Sascha Benda zum 1:2 (72.) brachte den Sieg des VfB nicht mehr wirklich in Gefahr. "In der ersten Hälfte waren wir viel zu weit von den Gegenspielern weg'', analysierte VfB-Trainer Reinhold Fanz, "aber auf Grund der guten zweiten Halbzeit war unser Sieg sicher nicht unverdient.'' Mit einem weiteren Erfolg am kommenden Samstag (14.30 Uhr, Schlienzstadion) gegen die Amateure des 1. FC Kaiserslautern können die kleinen Roten endgültig wieder den Blick nach oben richten.
Für die Kickers dagegen beginnt nun die fußballlose Zeit und das Hoffen auf das neue Jahr. "Wir werden gestärkt zurückkommen'', verspricht Trainer Dutt. Und der Präsident will weiter an der wirtschaftlichen Situation der Blauen arbeiten. "Wir werden die Ärmel hochkrempeln'', verspricht Hans Kullen. Anscheinend vom Tisch ist indes ein frühzeitiger Wechsel von Patrick Milchraum. Zwar gebe es einige Angebote für den 19-Jährigen, versicherte Kullen, doch bereits unter der Woche hatte Milchraum erklärt, die Saison bei den Kickers zu Ende spielen zu wollen. Sicherheit hat Kullen nun auch bei der Gültigkeit des Vertrags des U-20-Nationalspielers. Nach Rücksprache mit mehreren Anwälten habe er die Gewissheit, dass die beidseitige, zweijährige Option bis 2006 rechtlich wasserdicht ist, so Kullen. Ziehen Milchraum oder die Kickers diese Option bis spätestens zum 31. März 2004, kann Milchraum den Verein auch im kommenden Sommer nicht ablösefrei verlassen.
*** *********: Masic - Lechner (84. Caligiuri), Husterer, Rundio, Walter - Mamajew, Butscher, Fink, Berger (73. Krause) - Müller (61. Gomez), W. Hleb.
Stuttgarter Kickers: Köstel - Benda, Barth, Malchow, Stierle - Braun (88. Ivan), Akcay, Gumper, Milchraum (64. Obinna) - Mesic, Rahmanovic.
http://www.leonberger-kreiszeitung.de/c ... 0043.shtml