Seite 1 von 1

Presseberichte Kickers-Siegen

Verfasst: Samstag 7. April 2007, 07:49
von gerko
„Das ist eine Frage des Charakters“

Stuttgart (sip) - Der Trainer vor dem Absprung nach Freiburg, der Aufstieg in unerreichbare Ferne gerückt - bei den Regionalliga-Fußballern der Stuttgarter Kickers ist die Luft raus. Wie sehr das bei der 0:3 (0:2)-Niederlage gegen die SF Siegen deutlich wurde, brachte Coach Robin Dutt jedoch zur Weißglut. Seine Brandrede nach der Begegnung im Wortlaut:

„Ich bin maßlos enttäuscht. Diesmal kann ich mich nicht schützend vor die Mannschaft stellen, wie ich das sonst tue. Ich habe einen sehr dicken Hals, manche wissen nicht, um was es geht. Teile der Mannschaft lassen die Leidenschaft vermissen, das ist nicht die Mannschaft, die ich kenne. Was ich heute gesehen habe, gibt Anlass zur Sorge. Wir vergraulen die letzten Fans. Da muss ich mal meine kommunikative Art ablegen. Die Jungs werden sich einiges anhören müssen, ich hoffe auch auf entsprechend deutliche Worte von Seiten des Vereins. Es muss was passieren. Im Hinblick auf die neue Saison ist es ein Unterschied, ob wir die Runde auf Platz vier, fünf, sechs oder auf Platz elf oder zwölf abschließen. Das ist eine Frage des Charakters. Eine Niederlage dieser Art hatten wir in den dreieinhalb Jahren meiner Tätigkeit hier nicht, das trifft mich hart. Wir haben mit nur einer Spitze begonnen, diese taktische Maßnahme ging völlig in die Hose. Aber das war nicht das Entscheidende. Natürlich leidet mein Ruf darunter, aber das hat nichts mit meiner bevorstehenden Aufgabe beim SC Freiburg zu tun. Alle hier haben Zweitliga-Ambitionen, auch die Spieler. Welcher Spion aus der zweiten Liga, der heute im Stadion war, soll einen dieser Spieler verpflichten?

ez-online.de

Verfasst: Samstag 7. April 2007, 08:19
von Roland
Sportfreunde gewinnen bei den Stuttgarter Kickers mit 3:0: Krebs-Doppelpack und ein Blessin-Treffer sorgen für ersten Sieg in Degerloch

Im fünften Versuch hat es endlich geklappt, die Sportfreunde können doch bei den Stuttgarter Kickers gewinnen. Am Gründonnerstag gelang den Schützlingen von Cheftrainer Ralf Loose ein eindruckvoller 3:0-Erfolg im GAZi-Stadion, ein Doppelschlag von Gaetan Krebs zum Ende der ersten Spielhälfte, sowie ein Treffer von Alexander Blessin acht Minuten nach dem Anpfiff der zweiten 45 Minuten sorgten für den letztendlich hochverdienten Auswärtssieg. Krebs erzielte seine Tore neun und zehn für die Siegener, Blessin war zum siebten Mal in dieser Spielzeit erfolgreich. In Degerloch hatten die Gäste auch das notwendige Quäntchen Glück, um die Partie so deutlich für sich entscheiden zu können. Zudem zeigten die 14 eingesetzten Akteure aus der Krönchenstadt die vom Trainer geforderten Tugenden Laufbereitschaft, Einsatzwillen und Zweikampfstärke.

Verzichten mussten die Sportfreunde bei den Stuttgarter Kickers neben den Langzeitverletzten Marco Laaser, Zdenek Kroca und Andreas Nauroth auch auf den gelb-rot-gesperrten Stefan Binder. Am Donnerstagmorgen meldeten sich zudem Patrick Dama und Nils Pfingsten erkrankt ab, sodass David Ulm, der wegen Trainingsrückstandes zunächst nicht für den 18-köpfigen Kader berücksichtigt wurde, ebenso nachnominiert wurde, wie auch Anis Saidi. Entsprechend musste Loose die Startelf umbauen. Tobias Nickenig spielte auf der linken Abwehrseite, Robert Vujevic stand wieder – neben Peter Nemeth im defensiven Mittelfeld - in dem Team, das von Beginn an auf dem Platz war. Komplettiert wurde die Sportfreunde-Startelf durch Torwart Thomas Richter und den Abwehspielern Björn Weikl, Daniel Bogusz und Cem Islamoglu. Bei den Gastgebern fehlten verletzungsbedingt Sean Dundee und Bastian Bischoff sowie der grippekranke Mustafa Parmak.

Wie schon in den vergangenen Partien starteten die Gäste schwungvoll, nach nicht einmal zwei Minuten hätte es vielleicht einen Foulelfmeter für die Sportfreunde geben können. Enrico Gaede hatte sich auf halbrechts durchgesetzt, stürmte in den Strafraum und fiel im Zweikampf gegen Jens Härter, Schiedsrichter Robert Hartmann versagte aber den Elfmeterpfiff. Glück also für die ’Blauen’, die in der 8. Minute dann aber auch Pech hatten, dass ein Kopfball von Härter aus 12 Metern nach einer Ecke von Sascha Benda von der rechten Seite an die Querlatte prallte. Im Gegenzug scheiterte Gaede nach einer Ablage von Christian Okpala nach einem langen Ball von Tobias Nickenig an die Strafraumkante der Hausherren aus 20 Metern am Kickers-Keeper David Yelldell. Wieder nur Sekunden später setzte sich Angelo Vaccaro auf links durch, passte den Ball in die Mitte an das Fünf-Meter-Eck, Bashiru Gambo schoss sofort, aber links am Tor vorbei.

Weiter ging es in der munteren Startphase der Partie vor 2.620 Zuschauern mit einem Freistoß von Benda in der 14. Minute, der das Leder aus 22 Metern rechts um die Mauer herumzog, Siegens Torwart Thomas Richter aber reagierte blitzschnell, tauchte in das bedrohte Eck ab und konnte zur Ecke klären. Fünf Minuten später konnte sich Yelldell nun gegen Alexander Blessin behaupten, der nach einem Doppelpassspiel mit Gaede aus 12 Metern zum Schuss kam, mit seinem Schuss den Stuttgarter Schlussmann aber nicht überwinden konnte. In der Folge wurden die Aktionen auf dem Rasen des Stadions auf der Waldau etwas ruhiger, immer mehr waren es aber nun die Sportfreunde, die das Geschehen auf dem Platz beherrschten.

Der Führungstreffer für die Loose-Schützlinge fiel dennoch überraschend. Ein Freistoßball von Gaetan Krebs aus gut 26 Metern flog in der 36. Minute von der linken Seite vor das Tor der Gastgeber, vor Yelldell prallte das Leder auf, landete ohne weitere Berührung eines weiteren Spielers unter der Querlatte im langen Eck im Tor. Jubel bei den gut 100 mitgereisten Sportfreunde-Fans, die noch den neunten Treffer des kleinen Franzosen feierten, als nur vier Minuten später das 2:0 aus Sicht der Gäste fiel. Eine Krebs-Ecke von der rechten Seite kam kurz auf Blessin, dessen Zuspielversuch in die Mitte wurde abgeblockt, das Leder landete wieder bei Krebs, der aus spitzem Winkel abzog und Yelldell zum zweiten Mal keine Chance ließ. Mit diesem Zwischenstand ging es in die Pause.

In der Stuttgarts Coach Robin Dutt reagierte, gleich drei Wechsel nahm er zum Seitenwechsel vor. Die erste Möglichkeit nach dem Wiederanpfiff aber hatten die Gäste, in der 49. Minute nahm Blessin ein Zuspiel von Björn Weikl direkt, zielte aber etwas zu hoch. Der bei den Stuttgarter Kickers eingewechselte Sokol Kacani hatte dann zwei Chancen, in der 50. Minute schob er aus sieben Metern das Leder nach einem Zuspiel von der rechten Seite am Siegener Tor vorbei, zwei Minuten später kam er nach einer Benda-Ecke von rechts zum Kopfball, der jedoch am Tor vorbei ins Aus flog. Besser machte es Alexander Blessin in der 53. Minute. Einmal mehr konnte sich Christian Okpala bei einem hohen Zuspiel, dieses Mal von Enrico Gaede, durchsetzten, legte den Ball mit der Brust auf Blessin ab, der aus 22 Metern von halbrechts abzog, halbhoch schlug das Leder im Tor der Kickers ein. Damit war die Vorentscheidung in dieser Partie gefallen. Während sich das Team von Stuttgarts Trainer Robin Dutt bis dahin noch einige Torchancen erarbeiten konnte, gelang den Hausherren nach dem 3:0 aus Sicht der Sportfreunde nichts mehr. Entsprechend verärgert zeigte sich Dutt auf der Pressekonferenz, während sein Gegenüber Ralf Loose doch deutlich gelöster wirkte, als noch vor dem Anpfiff.

Der konnte sich in den Minuten bis zum Abpfiff schon fast in Ruhe ansehen, wie sein Team das Spiel nun im Griff hatte und in der Defensive kaum noch etwas zuließ. In der 71. Minute kam von rechts der Ball von Thomas Weller in die Mitte, Bashiru Gambo kam gegen Daniel Bogusz nicht durch, Björn Weikl blockte Angelo Vacarros’ Schuss aus sechs Metern ab. Es sollte die letzte gefährlich Aktion der Hausherren sein, auf der anderen Seite taten die Siegener auch nicht mehr, als notwendig war, um endlich den ersten Sieg bei den Stuttgarter Kickers einzufahren. In der Schlussviertelstunde kamen Nassim Banouas, Til Bettenstaedt und Marco Stark noch zu Einsätzen, souverän spielten die Krönchenstädter die Begegnung herunter und feierten nach dem pünktlichen Anpfiff mit dem mitgereisten Fans diesen fünften Auswärtssieg der laufenden Saison. Mit dem man zumindest bis Samstagnachmittag auch Platz vier von den Stuttgarter Kickers übernahm.

Mit breiter Brust können die Sportfreunde nun also in das kommende Heimspiel gegen den SV Wehen, dem Tabellenführer der Regionalliga Süd, gehen. Das findet am kommenden Freitag, dem 13. April im Siegener Leimbachstadion statt. Angepfiffen wird die Partie um 19.30 Uhr.

Die Trainerstimmen

Ralf Loose: ’Auf dem Papier war es ein schweres Spiel. Zu Hause hatten wir den Gegner klar geschlagen, dazu kam der Wechsel von Okpala zu uns. Wir wussten also, dass der Gegner hoch motiviert antreten würde. Pech – oder vielleicht auch Glück? – hatten wir, dass uns kurzfristig zwei Spieler erkrankt ausfielen. Wir haben gut ins Spiel gefunden, die erste Hälfte verlief ausgeglichen. Wir haben unsere Chancen genutzt, dennoch war das 2:0 ein gefährlicher Zwischenstand. Zum Glück konnten wir nachlegen und standen dann sehr kompakt, sodass nichts mehr anbrannte. Ich bin natürlich sehr glücklich, denn es ist nicht einfach, hier drei Punkte zu holen. Nach dem sehr schlechte Spiel gegen Pirmasens hat die Mannschaft die richtige Reaktion gezeigt. Das war gute Werbung für das Spitzenspiel gegen Wehen.’

Robin Dutt: ’Ich bin Maßlos enttäuscht, vor allem von der Vorstellung in der ersten Hälfte. Da kann ich mich auch nicht mehr schützend vor die Mannschaft stellen. Es ist auch eine Frage der Ehre für die Kickers zu spielen. Von Teilen der Mannschaft kann man das derzeit nicht behaupten und da muss auch der Verein jetzt deutliche Worte finden. So vergraulen wir uns auch die letzten Fans.’

sportfreunde-online.de

Verfasst: Samstag 7. April 2007, 23:49
von Jürgen K.
Drei Törle g`macht - Feschtle g`feiert



Wenn der Schwabe so richtig ins Schwäbeln kommt, dann ist auch das "Endle" nicht weit. Denn alles, was der "Sturgarter" in den Mund nimmt, verlässt am Ende die Zunge mit dem niedlichen "le". So gibts das Mauldäschle und das Trollingerle, das Synonym für den leichten Roten.
Stuttgart. Doch das Spässle, das ist den Stuttgartern an Gründonnerstag dann am Endle vergangen. Denn das Osterfeschtle hatten ihnen ausgerechnet die als wortkarg geltenden Siegerländer - ausgerechnet der Club, der nun ihren damals suspendierten Christian Okpala in seinen Reihen hat, ausgerechnet die Mannschaft, die am Degerloch noch nie gewonnen hatte und ausgerechnet das Team, gegen das man sich für die 1:4-Schlappe im Hinspiel revanchieren wollte - gehörig verhagelt.

Nach dem Abpfiff verließ indes Christian Okpala mit einem diebischen Grinsen übers ganze Gesicht und erhobenen Hauptes den Rasen des GAZI-Stadions. "Chris" war zwar erneut kein Treffer gelungen und war auch von einer Topform weit entfernt, doch der neue Siegener Stoßstürmer hatte sich gegen seine Ex-Kollegen und gegen die Pfiffe seiner ehemaligen "Kickers"-Fans gut durchgesetzt und dann in der 53. Spielminute nach einem Zuspiel von Enrico Gaede das Bällchen mustergültig für Alexander Blessin abtropfen lassen. Und der Schwabe Blessin musste dann nur noch das Füßle richtig hinhalten - dann war es da, das dritte Siegener Törle.

Es war kein Feuerwerk der Sportfreunde, aber es war ein clever herausgespielter Sieg im bislang besten Auswärtsspiel der Saison gegen eine erschreckend schwache Mannschaft der Stuttgarter Kickers.

"Mit Ayran den Frische-kick" zum Erfolg - das verspricht Kickers-Hauptsponsor GAZI beim Genuss des türkischen Nationalgetränks, doch den Joghurt schienen die Spieler achtlos in der Kabine stehen gelassen zu haben. Von Frische und Willen zum Erfolg war bei den Mannen von Trainer Robin Dutt, der nach dem Spiel herbe Kritik äußerte, nichts zu verspüren.

Anders die Gäste. Die Sportfreunde waren agil, bestimmten über weite Strecken das Tempo, legten die von Trainer Ralf Loose zuletzt so vermisste Giftigkeit und Agressivität an den Tag, auch die Anzahl der Fehlpässe war selten so gering bei einem Auswärtsauftritt. Es war eine 100-Prozentsteigerung nach dem schwachen Heimauftritt gegen den FK Pirmasens.

Geburtstagskind Dama mit Grippe

Dabei stand die vorösterliche Partie für die Siegener unter keinem guten Stern. Noch am Donnerstagmorgen hatten sich mit Pfingsten und Patrick Dama zwei Leistungsträger grippekrank gemeldet. "Ich hatte Schüttelfrost heute Nacht und fühle mich total schlapp", fluchte Dama, der an seinem 31. Geburtstag gern dabeigewesen wäre.

Und so musste Trainer Ralf Loose wie schon so oft umbauen - aber das schien der Leistung nicht abträglich. Die Abwehr stand sicher wie selten zuvor, Daniel Bogusz machte seinem Namen "Mister Zuverlässig" alle Ehre, Cem Islamoglu unterliefen kaum Patzer, Tobias Nickenig absolvierte einen soliden Part, Thomas Richter verlebte einen recht ruhigen Abend, Björn Weikl sorgte über rechts für ein gutes Flügelspiel - und der kleine Elsässer Gaétan Krebs machte trotz Trainingsrückstandes eines seiner besten Spiele im Trikot der Sportfreunde. Manchmal schien er vorne wie hinten gleichzeitig zu sein.

Das Spiel war gerade drei Minuten alt, da gab es die erste strittige Situation: Enrico Gaede spurtete mit Ball in den Strafraum - und Nico Kanitz wusste sich nur noch mit Festhalten am Ärmel zu helfen. Schiedsrichter Robert Hartmann wertete dies jedoch als Schwalbe, der Elfmeter-Pfiff für Siegen blieb aus.

Es folgten die einzig starken 15 Minuten der Kickers: Nach einer Ecke traf Benda nur die Latte (8.), Gambo verfehlte und traf das Außennetz (10.) und dann prüfte Benda Torhüter Thomas Richter mit einem Freistoß aus 20 Metern. Das war`s dann schon.

Der Rest der Spielzeit gehörte den Siegenern. Den Torschrei hatten die mitgereisten Fans schon auf den Lippen, als Alexander Blessin den Lupfer von Gaede im Strafraum volley abzog, jedoch zu unplatziert. Der Ball landete in den Armen von Yelldell.

Krebs mit den Toren neun und zehn

In der 36. Spielminute reckte Christian Okpala den Finger zum Jubeln in die Höhe - doch später gestand der Nigerianer ein, "ich war nicht mehr dran". Gaétan Krebs hatte per Freistoß direkt ins lange Eck verwandelt. Es dauerte keine vier Minuten, da traf der Franzose zum zehnten Mal in dieser Saison: Nach seiner Ecke brachten die Stuttgarter den Ball nicht aus der Gefahrenzone - und fast an gleicher Stelle wie zuvor war der Elsässer zur Stelle und knallte das Leder ins lange Eck zur 2:0-Pausenführung.

Trainer Dutt setzte alles auf eine Karte, brachte drei frische Spieler, doch vom 0:2-Schock erholten sich die Kickers nicht mehr. Den letzten Kick versetzte den Schwaben dann Blessin zum 0:3. Durch diesen Sieg überflügelten die Siegener die Stuttgarter auch in der Tabelle und klettern zumindest bis heute auf den vierten Platz.


06.04.2007 Von Frank Steinseifer
Westfälische Rundschau

Verfasst: Sonntag 8. April 2007, 02:21
von Oeffinger
Selten nen Artikel gelesen der beleidigender war :evil:

Sag doch einfach "scheiß Schwaben" du Penner :roll:

Verfasst: Sonntag 8. April 2007, 12:09
von DirtyToby
Ich vermisse noch einen Beitrag zum Spiel auf svk1899.de :cry:

Verfasst: Dienstag 10. April 2007, 07:25
von Roland
Cast: Ein Tiefpunkt

Stuttgart - Trainer Robin Dutt strafte die Mannschaft des Fußball-Regionalligisten Stuttgarter Kickers am Ostermontag mit Schweigen und knallhartem Training. Manager Joachim Cast kritisierte unterdessen den Egoismus einiger Spieler.

VON JÜRGEN FREY

Gesprochen wurde zuletzt viel. Jetzt lässt Robin Dutt Taten sprechen. Zwei Stunden lang jagte der Coach seine Spieler gestern über den Trainingsplatz. Intensive Zweikampfschule stand auf dem Programm. Das peinliche 0:3 gegen die SF Siegen hat bei den Blauen Spuren hinterlassen. Auch bei Joachim Cast: "Ich habe mir über Ostern sehr viele Gedanken gemacht", brummt der Kickers-Manager, "und komme immer wieder zu der Erkenntnis, dass derzeit bei einigen Spielern die Einzelinteressen über den Teaminteressen stehen."

Kalter Egoismus scheint den vor kurzem noch viel beschworenen "tollen Charakter" dieser Kickers-Elf abgelöst zu haben. "Was gegen Siegen ablief, war der absolute Tiefpunkt seit ich hier bin", schimpft Cast und legt die Stirn in Falten. "Irgendwann kann man sich einfach nicht mehr schützend vor die Mannschaft stellen."

Selbst Spieler mit längerfristigen Verträgen - wie zum Beispiel Bashiru Gambo - stehen auf dem Prüfstand. "Ursprünglich wollten wir auf Kontinuität setzen", erklärt Cast, "doch wenn kein Einsatz und keine Leistung gebracht wird, werden wir unsere Konzeption überdenken." Dann sei auch ein größerer Umbruch im Team denkbar.

Eines steht für den 39-Jährigen indes so fest wie der Fernsehturm in Degerloch: Mit Dutt wird diese Saison zu Ende gebracht, ein vorzeitiger Einstieg seines Nachfolgers Peter Zeidler kommt nicht in Frage. "Wir werden der Mannschaft erst gar keine Chance auf ein weiteres Alibi liefern", betont Cast - und stellt klar, was er am kommenden Freitag (19 Uhr) im Derby beim SSV Reutlingen erwartet: "Eine Kickers-Mannschaft, die mit 100 Prozent Einsatz ins Spiel geht und heiß auf den Sieg ist."

STN

Verfasst: Dienstag 10. April 2007, 13:58
von pipes
Roland hat geschrieben:....und stellt klar, was er am kommenden Freitag (19 Uhr) im Derby beim SSV Reutlingen erwartet: "Eine Kickers-Mannschaft, die mit 100 Prozent Einsatz ins Spiel geht und heiß auf den Sieg ist."
ohhh Gott - wie oft haben wir das schon gehört :?

Verfasst: Dienstag 10. April 2007, 17:03
von pupskopf
pipes hat geschrieben:
Roland hat geschrieben:....und stellt klar, was er am kommenden Freitag (19 Uhr) im Derby beim SSV Reutlingen erwartet: "Eine Kickers-Mannschaft, die mit 100 Prozent Einsatz ins Spiel geht und heiß auf den Sieg ist."
ohhh Gott - wie oft haben wir das schon gehört :?
tja, jetzt halt mal vom manager und nicht vom coach.