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Spielberichte: Kickers - 1860

Verfasst: Freitag 11. Mai 2007, 21:39
von Roland
1860 II: Unnötige 0:1-Niederlage bei den Stuttgarter Kickers

In einem typischen „0:0-Spiel“ brachte ein als Flanke gedachter Freistoss eine Viertelstunde vor dem Ende die Entscheidung zugunsten der Stuttgarter Kickers. Der Schuss von Mustafa Parmak aus dem linken Halbfeld fand durch Freund und Feind hindurch den Weg ins Löwen-Tor (75.). Die U23 von Klaus Koschlick enttäuschte vor allem spielerisch bei der 0:1-Niederlage und kann bei Siegen der direkten Konkurrenten Saarbrücken und Pfullendorf an diesem Spieltag noch auf einen Abstiegsplatz abrutschen.

Personal: Löwen-Coach Klaus Koschlick standen bei den Stuttgarter Kickers die Langzeitverletzten Christian Träsch (gebrochene Mittelfußwurzel) und Julian Ratei (Riss des Innenmeniskus und des vorderen Kreuzbandes) nicht zur Verfügung. Da Torhüter Philipp Tschauner am Sonntag bei den Profis den verletzten Michael Hofmann vertreten muss, stand zum dritten Mal in dieser Saison A-Junioren-Keeper Andreas Rössl zwischen den Pfosten. Aus der ersten Mannschaft verstärkten Lukasz Szukala, Christoph Burkhard, Alexander Eberlein und Nicky Adler die Löwen-U23.

Spielverlauf: Genau zwei Chancen sahen die Zuschauer im GAZI-Stadion in Stuttgart Degerloch vor der Pause. Je eine für beide Teams. In der 18. Minute hatte Alexander Eberlein den pfeilschnellen José Holebas mit einem mustergültigen Pass in die Tiefe bedient. Der 22-Jährige zog auf und davon. Sein Schuss aus 18 Metern konnte Kickers-Keeper David Yelldell gerade noch um den Pfosten lenken. Vier Minuten später gerieten die Löwen in Bedrängnis. Nach einem Eckball brachte die Hintermannschaft das Leder nicht aus der Gefahrenzone. Manuel Hartmann kam in zentraler Position frei an den Ball, doch sein Schuss aus 23 Metern strich knapp am linken Pfosten vorbei (22.). „Die 1. Halbzeit war sehr zerfahren“, analysierte Ernst Tanner. Leiter des Nachwuchsleistungszentrums der Löwen und verantwortlich für die U23. „Es gab kaum Höhepunkte. Beide Mannschaften neutralisierten sich weitgehend im Mittelfeld.“

Auch nach der Pause änderte sich nicht viel im Spiel beider Teams. In der 54. Minute grätschte Kapitän Dennis Polak im letzten Moment eine Hereingabe von Oliver Stierle aus der Gefahrenzone. 20 Minuten später versuchte „Ali“ Eberlein per Freistoß aus 28 Metern Kickers-Torhüter Yelldell zu überwinden. Aber das Leder kam zu zentral aufs Tor, sodass der Keeper abwehren konnte. Im Gegenzug fiel die Entscheidung nach einem Freistoss aus halblinker Position. Mustafa Parmak drehte den Ball mit dem rechten Fuß als Flanke vors Tor. Durch Freund und Feind hindurch fand das Leder direkt den Weg ins Löwen-Tor (75.). Danach machten die Sechziger auf, Trainer Klaus Koschlick nahm einige Umstellungen vor – mit Anton Fink und Dominik Stahl kamen zwei Offensivkräfte für zwei Defensivspieler –, doch lediglich die Kickers hatten noch eine Chance zu einem weiteren Treffer. In der 81. Minute verhinderte Löwen-Keeper Andreas Rössl mit einer Glanzparade nach einem Zwölf-Meter-Schuss von Mustafa Akcay das 2:0. So lieb es bei der unnötigen 0:1-Niederlage.

„Es war eigentlich ein typisches 0:0-Spiel“, konstatierte Tanner. Ein richtiges Aufbäumen nach dem Rückstand sei trotz taktischer Umstellungen nicht zu erkennen gewesen. Der Grund: „Wir waren heute zu harmlos und spielerisch im Vergleich zu den vergangenen Wochen um eine Klasse schlechter“, so der 40-Jährige.

Kickers: Yelldell – Benda, Wildersinn, Härter, Stierle – Hartmann, Gambo, Akcay – Parmak, Yildiz, Vaccaro.
Ersatz: Salz (Tor) – Steinle, Weller, Kanitz, Kanyuk, Bischoff, Kacani.

1860: Rössl – Burkhard, Polak, Szukala, B. Schwarz – Baumgartlinger, Eberlein – Adler, Duhnke, Holebas – Schmitt.
Ersatz: Pentke (Tor) – Tausendpfund, Fink, Ramaj, Purdy, Stahl, Welm.

Wechsel: Bischoff für Yildiz (59.), Kacani für Vaccaro (75.), Steinle für Gambo (85.) – Fink für Burkhard (78.), Stahl für Baumgartlinger (85.).

Tore: 1:0 Parmak (75.).
Gelbe Karten: Kacani, Parmak – Burkhard, Schmitt.
Zuschauer: 2.250 GAZI-Stadion auf der Waldau.
Schiedsrichter: Matthias Kristek (Büdingen); Assistenten: Thomas Münch (Gottmadingen), Robert Kempter (Sauldorf).

tsv1860.de

Verfasst: Samstag 12. Mai 2007, 05:49
von Roland
Parmak: Endlich können wir mal wieder feiern

12.05.2007

Die Stuttgarter Kickers fahren den ersten Heimsieg seit fünf Monaten ein - 1:0 gegen den TSV 1860 München II

Stuttgart - Fußball-Regionalligist Stuttgarter Kickers hat seine Tor-flaute beendet und nach fünf Monaten den ersten Heimsieg gefeiert. In einem schwachen Spiel gegen den TSV 1860 München II erlöste Mustafa Parmak seine Mannschaft mit einem direkt verwandelten Freistoß zum entscheidenden 1:0 (0:0). Zumindest bis heute sind die Stuttgarter wieder Vierter.

Von Beate Wockenfuß

Nachdem Parmak, der auffälligste Kickers-Spieler, in der 76. Minute Anlauf genommen und aus 30 Metern getroffen hatte, sprangen Trainer und Ersatzspieler von der Stuttgarter Bank auf und lagen sich in den Armen. Bis dahin hatten sie und die 2280 Zuschauer nicht viel gesehen, was sie zu Begeisterungsstürmen hinreißen konnte. „Es hat lange gedauert, aber jetzt können wir endlich mal wieder feiern“, freute sich der Torschütze. Auch Manager Joachim Cast war erleichtert: „Es wurde ja schon nach unten eng, wir wollten diese drei Punkte unbedingt.“Die Stuttgarter wollten nach drei Spielen ohne eigenen Treffer endlich wieder ein Erfolgserlebnis feiern, die Münchner brauchten noch Punkte für den Klassenverbleib. Doch was beide Mannschaften auf den Rasen legten, sah so gar nicht danach aus, als ob sie noch Ambitionen hätten. Wenig Tempo, kaum gescheite Spielzüge, dafür jede Menge Fehlpässe und viel Leerlauf. An Torchancen gab es im ersten Durchgang gerade einmal zwei zu verzeichnen. Zunächst lenkte Kickers-Keeper David Yelldell einen Schuss von José Holebas mit Mühe an den Pfosten (18.), kurz darauf schoss Stuttgarts Manuel Hartmann aus 20 Metern knapp am Gehäuse der Münchner vorbei.Nach dem Wechsel änderte sich nicht viel, die besseren Möglichkeiten hatten noch die Gäste. Einmal zielte Zweitliga-Profi Nicky Adler nicht genau genug (71.), dann war Yelldell bei einem Freistoß von Alexander Eberlein zur Stelle (74.). Parmak machte es schließlich besser und krönte damit seine gute Leistung. Bezeichnend war jedoch, dass ein Mittelfeldakteur für das entscheidende Tor sorgte, die Angreifer um den erneut enttäuschenden Angelo Vaccaro setzten kaum Akzente. Die große Chance zum 2:0 vergab (Mittelfeldspieler) Mustafa Akcay neun Minuten vor Schluss.

statistik
Stuttgarter Kickers: Yelldell - Benda, Wildersinn, Härter, Stierle - Hartmann, Akcay - Parmak - Gambo (85. Steinle), Yildic (60. Bischoff), Vaccaro (77. Kacani).

TSV 1860 München II: Rössl - Burkhard (78. Fink), Polak, Szukala, Schwarz - Baumgartlinger (85. Stahl), Duhnke, Eberlein - Adler, Schmitt, Holebas.

Schiedsrichter: Kristek (Büdingen).

Zuschauer: 2280.

Tore: 1:0 Parmak (76.).

Gelbe Karten: Kacani / Burkhard.

Beste Spieler: Parmak / Adler.

ez-online.de

1:0 - Kickers beenden schwarze Heimserie

Stuttgart - Es war kein schönes Spiel, doch immerhin haben die Stuttgarter Kickers am Freitagabend wieder einmal ein Heimspiel gewonnen. Gegen den TSV 1860 München II hieß es am Ende 1:0 (0:0). Mit dem Kampf gegen den Abstieg dürften die Blauen damit nichts mehr zu tun bekommen.

VON JÜRGEN FREY

Es war wie so oft in den vergangenen Wochen, wenn die Kickers im Gazistadion antraten. Die an diesem Freitagabend 2280 Fans bekamen nicht unbedingt das zu sehen, was man einen Fußball-Leckerbissen nennen würde. Die Blauen taten sich schwer, es gab keinen, der das Spiel an sich riss, und Torchancen hatten Seltenheitswert. "Die Anspannung", sagte Spielführer Jens Härter hinterher, "war groß."

Nicht ohne Grund: Nach sieben Spielen mit nur einem Sieg mussten die Kickers den Blick plötzlich wieder nach unten richten - der Kampf gegen den Abstieg drohte zum Saisonfinale ein Thema zu werden. "Es war eine Situation auf Messers Schneide", gab Manager Joachim Cast später zu.

Entsprechend groß war die Erleichterung, als im Gazistadion der Schlusspfiff ertönte. Kickers-Trainer Robin Dutt ballte die Fäuste, umarmte den Manager und schnaufte erst mal richtig durch. "Das war ein ganz wichtiges Spiel", sagte der Coach. Ähnlich sahen es die Spieler. "Die Erleichterung ist groß", sagte Mustafa Parmak, "jetzt können wir feiern."

Das wäre dann zwar ein wenig übertrieben, aber vor allem Parmak hatte richtig Grund zur Freude. Der Mittelfeldspieler war der beste Mann bei den Kickers - und unterstrich dies durch seinen Treffer in der 75. Minute. Eigentlich war sein Freistoß als Flanke gedacht, doch der Ball segelte an Freund und Feind vorbei ins lange Eck. Der Treffer sicherte den ersten Heimsieg der Kickers seit dem 10. Dezember 2006. Fünf Minuten später hätte Mustafa Akcay alles klar machen können, scheiterte aber frei stehend. Es waren so ziemlich die einzigen Torchanchen der Kickers, weshalb Dutt treffend analysierte: "Nach vorne hat die Durchschlagskraft gefehlt." In der Defensive sei seine Mannschaft aber gut gestanden.

Davon konnte sich auch Werner Lorant überzeugen. Der Trainer des Zweitligisten SpVgg Unterhaching wollte wohl ein Auge auf Manuel Hartmann werfen. Dass der Mittelfeldspieler der Kickers zum Abstiegskandidaten wechselt, ist mittlerweile aber eher unwahrscheinlich. Angeblich ist sich der 23-Jährige, dessen Abschied von den Kickers feststeht, mit dem Zweitligisten TuS Koblenz so gut wie einig.

STN

Verfasst: Samstag 12. Mai 2007, 07:30
von gerko
Der Mannschaft von Trainer Robin Dutt gelang heute endlich der erste Heimsieg im Jahr 2007. Die Blauen besiegten vor 2280 Zuschauern im GAZi-Stadion auf der Waldau die Amateurmannschaft des TSV 1860 München mit 1:0 (0:0) Toren. Mustafa Parmak gelang mit seinem direkt verwandelten Freistoß der Treffer der Tages in der 75. Minute.

Zur Aufstellung:

Trainer Robin Dutt ließ heute im 4-3-3-System spielen. Vor David Yelldell stand die Abwehr der letzten Wochen mit Sascha Benda, Marco Wildersinn, Jens Härter und Oliver Stierle. Vor der Abwehr spielte wie gewohnt Manuel Hartmann zusammen mit Mustafa Akcay und Bashiru Gambo. Vordester Stürmer war heute Recep Yildiz, auf den Aussen spielten Mustafa Parmak und Angelo Vaccaro.

Der Spielverlauf:

Die erste Halbzeit ist schnell erzählt: Die Gäste aus München wirkten in der Anfangsphase spritziger und überlegen, ohne jedoch wirklich gefährlich vor das Kickers-Tor zu kommen. Die Blauen wirkten doch sehr verkrampft, stand heute auch eine Menge auf dem Spiel. David Yelldell vereilelte mit einer tollen Parade den Führungstreffer, als er in der 18. Minute den Schuss von José Holebas gerade noch um den Pfosten lenken konnte. Die einzige nennenswerte Möglichkeit für dieKickers hatte Manuel Hartmann in der 21. Minute, als er aus dem Rückraum nach einer zu kurz abgewehrten Ecke frei zum Schuss kam, doch sein Versuch aus 20 Metern ging knapp am linken Pfosten vorbei. Das war es auch schon in der enttäuschenden ersten Halbzeit, in der sich beide Teams nahezu neutralisierten und sich viel zu viele Fehlpässe einschlichen.

m zweiten Durchgang waren die Kickers nun näher am Gegner, die Bälle wurden früher erobert und die eine oder andere Möglichkeit ergab sich so. Oliver Stierle brach in der 55. Minute auf seinem linken Flügel durch und sprintete bis zur Grundlinie, doch seine Hereingabe konnte die Löwen-Abwehr in höchster Not klären. Leider fand Oliver Stierle mit seinem Pass nicht den freistehenden Recep Yildiz.
Auf der anderen Seite stand nach einer zu kurzen Abwehr Münchens Nicky Adler frei vor David Yelldell, doch der Stürmer zögerte zu lange mit dem Abschluss. Jens Härter und David Yelldell konnten gemeinsam die Gefahr bannen (65.). Einen satten Schuss von Eberlein aus gut 30 Metern fieg David Yelldell sicher (68.). In der 75. Minute fiel dann das erlösende 1:0 für die Kickers: Mustafa Parmak trat einen Freistoß vom linken Flügel, die Kugel flog hoch an Freund und Feind vorbei und senkte sich dann per Aufsetzer ins rechte Torecke. Bastian Bischoff, der mit entscheidend in Fünfmeterraum störte, war wohl nicht mehr am Ball.
Auf den anderen Seite hatte "Junglöwe" Lukasz Szukala per Kopf die Möglichkeit, aber einmal mehr war heute David Yelldell ein sicherer Rückhalt im Kickers-Tor. Immer wieder fing er sicher die Flanken oder Freistöße der Löwen ab und strahlte viel Ruhe und Sicherheit aus. in der 83. Minute musste Mustafa Akcay eigentlich das entscheidende 2:0 machen. Bastian Bischoff setzte im Sturmzentrum nach einen langen Ball vehement nach und das Leder prallte dann direkt vor die Füße des Mittelfeldspielers, der völlig frei gut zehn Meter zentral vor dem Tor stand. Aber dass er einfach keine Goalgetter ist, bewies er leider wieder in dieser Situation. Löwen-Keeper Andreas Rössl verhinderte mit einer Glanzparade den zweiten Gegentreffer, er lenkte den Schuss von Mustafa Akcay um den Pfosten.
Deshalb wurde es auch in der 87. Minute nochmals brenzlig, als die Münchner im Kickers-Strafraum die Chance zum Ausgleich hatten. Doch Jens Hörter blockte den Schuss von Manuel Duhnke aus kurzer Distanz noch ab und konnte so klären.

In den Schlussminuten sehnten alle Zuschauer und auch die Mannschaftsverantwortlichen dem Schlusspfiff entgegen, bis es endlich geschafft war und die drei enorm wichtigen Punkte eingefahren waren. Als der Schlusspfiff von Schiedsrichter Matthias Kristek ertönte, merkte man den Spieler und Trainer Robin Dutt die Erleichterung an, konnte man den Abwärtstrend doch endlich stoppen und den ersten Heimsieg im Jahr 2007 feiern.

Die Trainerstimmen:

Klaus Koschlick: "Für uns war es heute eine ganz bittere Niederlage, die uns wieder weit zurück wirft. Wir haben gut begonnen, doch nach 20/25 Minuten hatten wir einen Bruch in unserem Spiel. Wir sind zwar gut gestanden,aber die Entschlossen hat gefehlt. Es sah dann nach einem typischen 0:0-Spiel aus, an dem es am Ende einen glücklichen Sieger gab."

Robin Dutt: " Für uns war es heute ein ganz wichtiges Spiel. Mit dem Sieg sind wir wieder in die Ränge gekommen, die wir als Saisonziel ausgegeben hatten. 1860 kam besser ins Spiel, ab der 20. Minute haben wir das Spiel dann aber besser in den Griff bekommen. Vorne hatten wir aber erneut nicht die Durchschlagskraft die wir uns gewünscht hatte. Der jungen Spieler sollten wir trotzdem in Schutz nehmen. Die läuferischen Leistung stimmte, wir sind sehr gut in der Defensive gestanden und haben kaum einen Chance zugelassen. In den letzten Spielen mussten wir sehr unglücklich viele Punkte abgeben, heute haben wir uns mit dem Einsatz den Sieg verdient."

stuttgarter-kickers.de

Verfasst: Montag 14. Mai 2007, 05:32
von Roland
„Der Druck ist weg“

14.05.2007

Die Stuttgarter Kickers atmen nach ersehntem Sieg gegen München auf und konzentrieren sich wieder auf ihr Saisonziel

Von Beate Wockenfuß

Stuttgart - Als am Freitagabend im Gazi-Stadion noch zwei Minuten Nachspielzeit angezeigt wurden, tobte die Bank bei Fußball-Regionalligist Stuttgarter Kickers. Schließlich sehnte man dort den Schlusspfiff schon seit der 76. Minute herbei, als Mittelfeldspieler Mustafa Parmak mit einem direkt verwandelten Freistoß zum 1:0 die Torflaute seines Teams beendet hatte. Nach weiteren 120 bangen Sekunden war die keineswegs berauschende Partie gegen den TSV 1860 München II endlich vorbei, der erste Heimsieg seit dem 10. Dezember 2006 perfekt und die Erleichterung deutlich spürbar.

Trainer Robin Dutt reckte die Fäuste, Mannschaft und Fans verfielen bei der Ehrenrunde in einen kollektiven Freudentaumel und der Torschütze wurde ringsum geherzt. „Jetzt haben wir uns in der Tabelle wieder ein bisschen Luft verschafft und können die restlichen Spiele beruhigter angehen“, freute sich Parmak über den Befreiungsschlag, der die Kickers letztlich auf den fünften Platz brachte. Während Manager Joachim Cast die „absolut konzentrierte und engagierte Leistung“ der Spieler lobte, blieb Präsident Dirk Eichelbaum nüchterner. „Es war sicher kein gutes Spiel, aber es war enorm wichtig, dass wir es gewonnen haben“, meinte er mit Blick auf die kontinuierliche Tabellen-Talfahrt in den vergangenen Wochen: „Der Druck, dass wir nach unten durchgereicht werden, ist weg.“ Wurde das Abstiegsgespenst nun endgültig verjagt? „45 Punkte reichen“, glaubt Eichelbaum, betont aber: „Den Abstieg zu vermeiden, war nicht unser primäres Ziel.“

Der Blick der Stuttgarter geht jetzt also wieder ausschließlich nach oben. „Wir hatten ein klares Saisonziel formuliert“, erinnert Robin Dutt. Irgendwo zwischen Rang eins und sechs wollte sich die Mannschaft am Ende einreihen. Nachdem der erhoffte Aufstieg relativ schnell nach der Winterpause abgehakt werden musste, gilt es nun, den wiedergewonnenen Platz im hart umkämpften oberen Drittel zu verteidigen. „Und dieses Ziel werden wir mit aller Konsequenz verfolgen“, macht der Coach deutlich. Er will an seiner Formation festhalten, also auch an jenen Spielern, denen schon seit Wochen die Durchschlagskraft fehlt. Personelle Experimente kommen in den verbleibenden drei Saisonspielen für den 42-Jährigen nicht in Frage.

Im Hintergrund basteln Cast und der neue Trainer Peter Zeidler, der den Sieg gegen die „Löwen“ auf der Tribüne verfolgte, derweil an jener Mannschaft, die in der kommenden Saison die Qualifikation für die neue dritte Liga schaffen soll. Viele Verträge sind bereits verlängert, einige Gespräche stehen noch an, unter anderem mit Marco Wildersinn und Thomas Weller. Auch mit Neuzugängen sei man bereits auf Annäherungskurs, berichtet Cast, ohne jedoch Namen zu nennen. Zeidler wird da schon etwas konkreter und nennt zumindest eine Zahl: „Vier Neue holen wir sicher.“

Bestmöglich verabschieden

Bedarf herrscht besonders in der Verteidigung, nachdem Manuel Hartmanns Abgang sicher ist. „Ihn hätte ich gerne behalten“, sagt Zeidler. Hartmann hat sich indes noch immer nicht geäußert, für welchen Verein er ab Sommer seine Fußballschuhe schnüren wird. Die letzten Spieltage in der zweiten Liga sollen über die Zukunft des 23-jährigen Sirnauers entscheiden. Denn im Gespräch ist er sowohl mit Zweitligisten, die noch Aufstiegsambitionen haben als auch mit solchen, die noch absteigen können. Das Fußball-Oberhaus käme für ihn noch zu früh, sagt Hartmann. „Die zweite Liga wäre jetzt genau der richtige Schritt“, meint er und fügt mit einem Lächeln hinzu: „Darauf kann ich ja dann aufbauen.“ Drei Saisonspiele haben er und die Kickers noch gemeinsam zu absolvieren. Auch für Dutt sind es nach vier Jahren als Cheftrainer die letzten Partien mit den „Blauen“. Und er kündigt an: „Ich will mich mit der bestmöglichen Platzierung verabschieden.“

ez-online.de

Bange Blicke Richtung neue Saison

Stuttgart - Das Aufatmen bei den Stuttgarter Kickers nach dem 1:0 gegen 1860 München II war riesig. Bei den Fans wächst allerdings die Unruhe im Hinblick auf die neue Saison in der Fußball-Regionalliga. Noch immer wurde kein Neuzugang verkündet.

VON JÜRGEN FREY

"Ja, der Peter hat's halt schön", sagte Robin Dutt mit einem Schmunzeln. Der aktuelle Kickers-Trainer beobachtete, wie sich sein Nachfolger Peter Zeidler im Vip-Raum mit unterschiedlichen Leuten unterhielt. Für Dutt wäre das bei seinem künftigen Club SC Freiburg ein Ding der Unmöglichkeit. Zeidler kann ungestört vor Ort die Stimmung ausloten. Er wird gespürt haben: Die Skepsis beim Anhang der Blauen überwiegt. Die Entwicklung der vergangenen Monate gibt wenig Anlass zur Hoffnung im Kampf um die Qualifikation zur dritten Profiliga. Und die finanziellen Möglichkeiten, sich mit den nötigen Führungsspielern zu verstärken, halten sich in Grenzen. Nach außen hin geben sich die Entscheidungsträger gelassen. Manager Joachim Cast fordert einfach nur Geduld. Zeidler setzt auf einen "intakten Kern, der zusammenbleibt, und vier Neuzugänge": Mit denen werde die Mannschaft stärker sein. "Und wir werden unser Ziel Platz zehn erreichen können", so Zeidler.

Wer die Neuen sind, steht noch nicht fest. Nico Beigang (SV Darmstadt 98 ist der Wunschkandidat für den Sturm. Sascha Maier (SV Elversberg) bleibt in der Warteschleife. Für die Innenverteidigung ist der 1,92-m-Mann Patrick Hildebrandt (FK Pirmasens) im Gespräch. Mündlich zugesagt hat Stürmer Saban Genisyürek vom Verbandsligisten FV Illertissen. Für die zweite Mannschaft kommt Srdan Stevanovic von der SG Sonnenhof Großaspach. Das alles zeigt: Es gibt noch viel zu tun.

STN

Verfasst: Montag 14. Mai 2007, 09:14
von Tacheles
Roland hat geschrieben:Viele Verträge sind bereits verlängert, einige Gespräche stehen noch an, unter anderem mit Marco Wildersinn und Thomas Weller.
Ich dachte das Thema Weller sei bereits gegessen...