DIE TEAMS DER REGIONALLIGA SÜD 2007/08
Verfasst: Freitag 27. Juli 2007, 08:46
Spvgg Unterhaching
Letzte Saison: 16. der 2. Liga (1 Punkt Abstand zum Nichtabstieg).
Trainer: Werner Lorant (58).
Bekannteste Spieler: Roman Tyce (110 Bundesliga-Spiele für den TSV 1860), Darius Kampa (84 BL-Spiele u.a. für Nürnberg).
Größte Erfolge: Am letzten Spieltag der Saison 1999/2000 schlug Haching die Leverkusener 2:0 und verhalf dem Nachbarn Bayern zur Meisterschaft. Außerdem: Deutscher Hallenmeister 2001.
Etat: k.A.
Potenzial: Die Hachinger sind sicher der Top-Favorit. Trainer Lorant lässt kein anderes Ziel gelten als die 2. Liga.
Wissenswert: 1933 wurde der Verein von den Nationalsozialisten wegen „politischer Unzuverlässigkeit“ aufgelöst.
Wacker Burghausen
Letzte Saison: 17. der 2. Liga (4 Punkte Abstand auf Nichtabstieg).
Trainer: Ingo Anderbrügge (43).
Bekanntester Spieler: Christoph Teinert (9 BL-Spiele für Mainz).
Größter Erfolg: Platz 8 in der 2. Liga 2005/06.
Etat: k.A.
Potenzial: Mit dem Wacker-Konzern hat der SV einen starken Partner im Rücken. Ob es in absehbarer Zeit aber wieder für die 2. Liga reicht, bleibt abzuwarten.
Wissenswert: Mit fast 6 000 Mitgliedern ist der SV Wacker Burghausen e.V. einer der großen Sportvereine Deutschlands.
VfB Stuttgart II
Letzte Saison: 3. Platz Regionalliga (15 Punkte Abstand auf Platz 2).
Trainer: Rainer Adrion (53).
Bekanntester Spieler: Marijan Kovacevic (118 BL-Spiele u.a. für den HSV).
Größter Erfolg: Deutscher Amateurmeister 1980.
Etat: k.A.
Potenzial: Die zweite Mannschaft bleibt Ausbildungsmannschaft für den Deutschen Meister, hat aber das Potenzial für die 3. Liga.
Wissenswert: Die Jugend-Abteilung steuert immer wieder Spieler für die Regionalliga-Mannschaft bei. 12 Mann aus dem aktuellen Kader haben schon für die eigene U19 gespielt.
Stuttgarter Kickers
Letzte Saison: 4. Platz.
Trainer: Peter Zeidler (44).
Bekannteste Spieler: Torwart David Yelldell stand schon im Kader der Blackburn Rovers, setzte sich dort aber nicht durch.
Größte Erfolge: Deutscher Vize-Meister 1908, DFB-Pokal-Finalist 1987 (1:3 gegen den HSV).
Etat: 2,4 Mio. Euro.
Potenzial: Die Kickers spielten in den vergangenen Jahren oben mit. Liga 3 ist in Reichweite, vielleicht mehr.
Wissenswert: Trainer Robin Dutt wechselt als Nachfolger von Volker Finke zum SC Freiburg, was dort für gehörigen Ärger sorgt. Bis in die 60er Jahre hatte der Verein eine Gesangsabteilung, die dann wegen Nachwuchsproblemen aufgelöst wurde.
FC Ingolstadt 04
Letzte Saison: 5. Platz.
Trainer: Jürgen Press (41).
Bekannteste Spieler: Andreas „Zecke“ Neuendorf (200 BL-Spiele u.a. für Hertha), Heiko Gerber (199 BL-Spiele u.a. für Stuttgart).
Größter Erfolg: Regionalliga-Aufstieg 2006.
Etat: 3,0 - 3,5 Mio.
Potenzial: Ingolstadt ist Favorit für den Aufstieg in die 2. Liga.
Wissenswert: Den FC gibt es erst seit drei Jahren. Er entstand 2004 durch die Fusion der Fußball-Abteilungen des MTV und des ESV. Heuer rüstet der Klub massiv auf. Kritiker warnen, bei sportlichem Misserfolg drohten finanzielle Probleme.
VfR Aalen
Letzte Saison: 6. Platz.
Trainer: Edgar Schmitt (44).
Bekanntester Spieler: Torsten Traub (109 Zweitliga-Spiele u.a. für Augsburg).
Größter Erfolg: Meister der Oberliga Baden-Württemberg 1999.
Etat: 3,8 Mio.
Potenzial: Vor einem Jahr wollte der VfR in die 2. Liga. Heuer ist Liga 3 das Ziel - nicht unmöglich.
Wissenswert: Der wohl schönste Clubname der Liga: „Verein für Rasenspiele“. Außer Fußball gibt es noch eine Club-Abteilung für Cheerleader.
SC Pfullendorf
Letzte Saison: 7. Platz.
Trainer: Michael Feichtenbeiner (47).
Bekannteste Spieler: -
Größter Erfolg: Südbadischer Pokalsieger 2006.
Potenzial: Begrenzt. Der SC wird strampeln müssen.
Etat: 1,2 Mio.
Wissenswert: Der südlichste Verein der drei obersten Ligen. Pfullendorf liegt nördlich des Bodensees.
FC Bayern II
Letzte Saison: 8. Platz.
Trainer: Hermann Gerland (53).
Bekanntester Spieler: Thomas Linke (Vize-Weltmeister 2002).
Größter Erfolg: -
Etat: k.A.
Potenzial: An erster Stelle steht die Aufgabe, Talente wie Toni Kroos oder Mats Hummels erstligareif zu machen.
Wissenswert: Das Händchen Hermann Gerlands für die Ausbildung junger Spieler ist legendär. Der ein oder andere Profi aus dem übervollen Kader der Ersten könnte zur Verstärkung kommen.
SV Elversberg
Letzte Saison: 9. Platz.
Trainer: Brent Goulet (43)
Bekannteste Spieler: Denny Herzig (Ex-Burghauser), Marcus Feinbier (69 BL-Spiele für Leverkusen).
Größter Erfolg: Regionalliga-Aufstieg 1998.
Potenzial: Langfristig wird entscheidend sein, ob Elversberg Zuschauer und Sponsoren von Absteiger Saarbrücken abwerben kann.
Etat: 1,8 Mio.
Wissenswert: Nach dem Niedergang von Saarbrücken und dem FC Homburg ist Elversberg erstmals die Nummer eins im Saarland. Trotzdem kamen 2006/07 im Schnitt nur 400 Zuschauer pro Spiel.
KSV Hessen Kassel
Letzte Saison: Platz 10.
Trainer: Matthias Hamann (39).
Bekanntester Spieler: Mirko Dickhaut (143 BL-Spiele u.a. für Bochum).
Größter Erfolg: 1964 Süddeutscher Meister.
Potenzial: Eine Großstadt wie Kassel sollte eigentlich einen Proficlub tragen. Doch es mangelt an Unterstützung der regionalen Unternehmen.
Etat: 1,5 Mio.
Wissenswert: 1983/84/85 scheitert der Zweitligist als Vierter, 1986 als Fünfter knapp am Aufstieg, dann stürzt der KSV ab. Nach zwei Konkursen startete der Verein als Neugründung 1998 in der Kreisliga. Es folgten fünf Aufstiege in neun Jahren. In der vergangenen Regionalliga-Saison mit 4 838 der höchste Zuschauer-Schnitt.
SSV Reutlingen 05
Letzte Saison: Platz 11 (3 Punkte Abstand zum Abstieg).
Trainer: Peter Starzmann (45).
Bekanntester Spieler: Torwart-Urgestein Sven Hoffmeister (36) kam vergangene Woche von Kickers Emden.
Größte Erfolge: Deutscher Amateurmeister 1974 und 1997.
Potenzial: Reutlingen steht im Schatten Stuttgarts (nur 30 Kilometer entfernt) und muss mit wenig Geld auskommen. Die Qualifikation für die 3. Liga wäre eine Überraschung.
Etat: 1,3 Mio.
Wissenswert: Der Aufstieg in die 2. Bundesliga 2000 mit 109 Toren und 87 Punkten gilt als Regionalligarekord. Trainer damals war Armin Veh.
Sportfreunde Siegen
Letzte Saison: 12. Platz (2 Punkte Abstand zum Abstieg).
Trainer: Ralf Loose (44).
Bekannteste Spieler: Enrico Gaede (35 BL-Spiele für Mönchengladbach), Richard Dostalek (fünf Länderspiele für Tschechien).
Größter Erfolg: Deutscher Amateurmeister 1955 .
Etat: 2,4 Mio.
Potenzial: Nur wenn Ruhe in den Verein einkehrt, hat Siegen überhaupt eine Chance auf Liga 3. Doch es knallt schon wieder: Vergangene Woche kündigten die SF dem Franzosen Youssef Sofiane fristlos und ohne Angaben von Gründen.
Wissenswert: Selten hat sich ein Verein so schnell so gründlich zugrunde gerichtet wie die Sportfreunde in der einzigen Zweitliga-Saison 2005/2006: Drei Trainer werden gefeuert, der Torwart gerät unter Manipulationsverdacht, der Aufsichtsrats-Chef Manfred Utsch wirft hin, später tritt der komplette Aufsichtsrat zurück.
1860 München II
Letzte Saison: 13. Platz (1 Punkt Abstand zum Abstieg).
Trainer: Uwe Wolf (39).
Bekanntester Spieler: Alexander Eberlein führte als Kapitän die deutsche U19 ins EM-Halbfinale.
Größter Erfolg: -
Etat: k.A.
Potenzial: Als eine der wenigen Mannschaften ist für die Löwen die 3. Liga kein Muss.
Wissenswert: Die Amateure spielen nach wie vor im Löwen-Heimatstadion an der Grünwalder Straße. Als Demonstration zum Erhalt des vom Abriss bedrohten Stadions strömten im Mai zur Partie gegen Wehen 7000 Zuschauer in die Spielstätte.
Karlsruher SC II
Letzte Saison: 14. Platz (1 Punkt Abstand zum Abstieg).
Trainer: Rainer Krieg (39).
Bekannteste Spieler: -
Größter Erfolg: -
Etat: k. A.
Potenzial: Zwar gibt auch der KSC II Platz zehn als Ziel aus, das dürfte aber kaum zu machen sein. An erster Stelle steht ohnehin die Ausbildung für die Profi-Mannschaft.
Wissenswert: Nach zahlreichen Abgängen wird der Kader durch ein halbes Dutzend A-Junioren aufgefüllt.
SSV Jahn Regensburg
Letzte Saison: Meister der Bayernliga (12 Punkte Vorsprung).
Trainer: Günter Güttler (46).
Bekanntester Spieler: Dennis Grassow (52 BL-Spiele für Köln und Unterhaching). Die Fans wählten den Kapitän im Mai zum „Spieler der Saison“.
Größter Erfolg: 6. Süddeutsche Meisterschaft 1930.
Etat: 1,25 Mio.
Potenzial: Der Jahn tritt mit einem kleinen Etat an, muss als Mannschaft punkten. Langfristig wichtiger noch ist es, aus der Dauer-Finanzkrise herauszufinden.
Wissenswert: In den letzten Jahren drohte zeitweise der Konkurs. Präsident Franz Nerb räumt lückenhaften Fußball-Sachverstand ein, seine Hauptaufgabe ist erklärtermaßen die Sanierung.
FSV Frankfurt
Letzte Saison: Meister Oberliga Hessen (22 Punkte Vorsprung).
Trainer: Tomas Oral (34).
Bekannteste Spieler: Markus Kreuz (81 BL-Spiele u.a. für Köln), Samuel Koejoe (12 BL-Spiele für Freiburg).
Größter Erfolg: 1925 Finale um die Deutsche Meisterschaft (0:1 n. V. gegen Nürnberg).
Etat: 1,85 Mio.
Potenzial: Der FSV müht sich im Schatten der großen Eintracht um Aufmerksamkeit - einfach hat er es so nicht, sich zu etablieren.
Wissenswert: Seine Wurzeln hat der FSV im kleinbürgerlichen Milieu. Das betont der 1899 gegründete Verein noch heute, um sich gegenüber der großen Eintracht abzugrenzen.
FSV Ludwigshf.-Oggersheim
Letzte Saison: Meister Oberliga Südwest (9 Punkte Vorsprung).
Trainer: Sascha Koch (29).
Bekannteste Spieler: Georgi Donkow (80 BL-Spiele u.a. für Köln), Marco Haber (275 BL-Spiele, u.a. für Kaiserslautern, 2 Länderspiele).
Größter Erfolg: 1976/77: Einzug ins Viertelfinale des DFB-Pokals (0:3 gegen Kaiserslautern).
Etat: 1,2 Mio.
Potenzial: Selbst wenn es heuer mit dem Profi-Fußball nicht klappt, die Rhein-Neckar-Region mit Ludwigshafen und Mannheim bietet - was Zuschauer und Sponsoren angeht - genug Potenzial, um es immer und immer wieder zu versuchen.
Wissenswert: Der FSV wird kräftig unterstützt vom Unternehmer Emmanouil Lapidakis, einem gebürtigen Kreter. Dank seiner Finanz-Hilfe glückten seit 2003 drei Aufstiege. Lapidakis’ Sohn Marko spielt im Mittelfeld.
SV Sandhausen
Letzte Saison: Meister Oberliga Baden-Württemberg (1 Punkt Vorsprung).
Trainer: Gerd Dais (43).
Bekanntester Spieler: Alberto Méndez „war 1997 die verrückteste Fußballgeschichte des Sommers.“ („Die Zeit“) Arsenal London bezahlte dem Fünftligisten SC Feucht 600 000 Mark Ablöse. Er wurde englischer Meister und Pokalsieger, setzte sich erwartungsgemäß nicht durch, und kam nun nach vielen Stationen aus Darmstadt.
Größter Erfolg: Deutscher Amateurmeister 1993.
Etat: 2,0 Mio.
Potenzial: Im vergangenen Jahr bot Sandhausen mit 91 Toren den besten Angriff aller Oberligen. Wenn der Club diese Offensiv-Stärke ausspielt, kann er in den Kampf um die 3. Liga eingreifen.
Wissenswert: 1995 sicherte sich der SV Sandhausen einen Platz in den Geschichtsbüchern, als das Team in der ersten Runde des DFB-Pokals den VfB Stuttgart besiegte - mit 13:12 im längsten Elfmeterschießen des Wettbewerbs.
http://www.pnp.de/sport/artikel.php?cid ... ang=&BNR=0
Letzte Saison: 16. der 2. Liga (1 Punkt Abstand zum Nichtabstieg).
Trainer: Werner Lorant (58).
Bekannteste Spieler: Roman Tyce (110 Bundesliga-Spiele für den TSV 1860), Darius Kampa (84 BL-Spiele u.a. für Nürnberg).
Größte Erfolge: Am letzten Spieltag der Saison 1999/2000 schlug Haching die Leverkusener 2:0 und verhalf dem Nachbarn Bayern zur Meisterschaft. Außerdem: Deutscher Hallenmeister 2001.
Etat: k.A.
Potenzial: Die Hachinger sind sicher der Top-Favorit. Trainer Lorant lässt kein anderes Ziel gelten als die 2. Liga.
Wissenswert: 1933 wurde der Verein von den Nationalsozialisten wegen „politischer Unzuverlässigkeit“ aufgelöst.
Wacker Burghausen
Letzte Saison: 17. der 2. Liga (4 Punkte Abstand auf Nichtabstieg).
Trainer: Ingo Anderbrügge (43).
Bekanntester Spieler: Christoph Teinert (9 BL-Spiele für Mainz).
Größter Erfolg: Platz 8 in der 2. Liga 2005/06.
Etat: k.A.
Potenzial: Mit dem Wacker-Konzern hat der SV einen starken Partner im Rücken. Ob es in absehbarer Zeit aber wieder für die 2. Liga reicht, bleibt abzuwarten.
Wissenswert: Mit fast 6 000 Mitgliedern ist der SV Wacker Burghausen e.V. einer der großen Sportvereine Deutschlands.
VfB Stuttgart II
Letzte Saison: 3. Platz Regionalliga (15 Punkte Abstand auf Platz 2).
Trainer: Rainer Adrion (53).
Bekanntester Spieler: Marijan Kovacevic (118 BL-Spiele u.a. für den HSV).
Größter Erfolg: Deutscher Amateurmeister 1980.
Etat: k.A.
Potenzial: Die zweite Mannschaft bleibt Ausbildungsmannschaft für den Deutschen Meister, hat aber das Potenzial für die 3. Liga.
Wissenswert: Die Jugend-Abteilung steuert immer wieder Spieler für die Regionalliga-Mannschaft bei. 12 Mann aus dem aktuellen Kader haben schon für die eigene U19 gespielt.
Stuttgarter Kickers
Letzte Saison: 4. Platz.
Trainer: Peter Zeidler (44).
Bekannteste Spieler: Torwart David Yelldell stand schon im Kader der Blackburn Rovers, setzte sich dort aber nicht durch.
Größte Erfolge: Deutscher Vize-Meister 1908, DFB-Pokal-Finalist 1987 (1:3 gegen den HSV).
Etat: 2,4 Mio. Euro.
Potenzial: Die Kickers spielten in den vergangenen Jahren oben mit. Liga 3 ist in Reichweite, vielleicht mehr.
Wissenswert: Trainer Robin Dutt wechselt als Nachfolger von Volker Finke zum SC Freiburg, was dort für gehörigen Ärger sorgt. Bis in die 60er Jahre hatte der Verein eine Gesangsabteilung, die dann wegen Nachwuchsproblemen aufgelöst wurde.
FC Ingolstadt 04
Letzte Saison: 5. Platz.
Trainer: Jürgen Press (41).
Bekannteste Spieler: Andreas „Zecke“ Neuendorf (200 BL-Spiele u.a. für Hertha), Heiko Gerber (199 BL-Spiele u.a. für Stuttgart).
Größter Erfolg: Regionalliga-Aufstieg 2006.
Etat: 3,0 - 3,5 Mio.
Potenzial: Ingolstadt ist Favorit für den Aufstieg in die 2. Liga.
Wissenswert: Den FC gibt es erst seit drei Jahren. Er entstand 2004 durch die Fusion der Fußball-Abteilungen des MTV und des ESV. Heuer rüstet der Klub massiv auf. Kritiker warnen, bei sportlichem Misserfolg drohten finanzielle Probleme.
VfR Aalen
Letzte Saison: 6. Platz.
Trainer: Edgar Schmitt (44).
Bekanntester Spieler: Torsten Traub (109 Zweitliga-Spiele u.a. für Augsburg).
Größter Erfolg: Meister der Oberliga Baden-Württemberg 1999.
Etat: 3,8 Mio.
Potenzial: Vor einem Jahr wollte der VfR in die 2. Liga. Heuer ist Liga 3 das Ziel - nicht unmöglich.
Wissenswert: Der wohl schönste Clubname der Liga: „Verein für Rasenspiele“. Außer Fußball gibt es noch eine Club-Abteilung für Cheerleader.
SC Pfullendorf
Letzte Saison: 7. Platz.
Trainer: Michael Feichtenbeiner (47).
Bekannteste Spieler: -
Größter Erfolg: Südbadischer Pokalsieger 2006.
Potenzial: Begrenzt. Der SC wird strampeln müssen.
Etat: 1,2 Mio.
Wissenswert: Der südlichste Verein der drei obersten Ligen. Pfullendorf liegt nördlich des Bodensees.
FC Bayern II
Letzte Saison: 8. Platz.
Trainer: Hermann Gerland (53).
Bekanntester Spieler: Thomas Linke (Vize-Weltmeister 2002).
Größter Erfolg: -
Etat: k.A.
Potenzial: An erster Stelle steht die Aufgabe, Talente wie Toni Kroos oder Mats Hummels erstligareif zu machen.
Wissenswert: Das Händchen Hermann Gerlands für die Ausbildung junger Spieler ist legendär. Der ein oder andere Profi aus dem übervollen Kader der Ersten könnte zur Verstärkung kommen.
SV Elversberg
Letzte Saison: 9. Platz.
Trainer: Brent Goulet (43)
Bekannteste Spieler: Denny Herzig (Ex-Burghauser), Marcus Feinbier (69 BL-Spiele für Leverkusen).
Größter Erfolg: Regionalliga-Aufstieg 1998.
Potenzial: Langfristig wird entscheidend sein, ob Elversberg Zuschauer und Sponsoren von Absteiger Saarbrücken abwerben kann.
Etat: 1,8 Mio.
Wissenswert: Nach dem Niedergang von Saarbrücken und dem FC Homburg ist Elversberg erstmals die Nummer eins im Saarland. Trotzdem kamen 2006/07 im Schnitt nur 400 Zuschauer pro Spiel.
KSV Hessen Kassel
Letzte Saison: Platz 10.
Trainer: Matthias Hamann (39).
Bekanntester Spieler: Mirko Dickhaut (143 BL-Spiele u.a. für Bochum).
Größter Erfolg: 1964 Süddeutscher Meister.
Potenzial: Eine Großstadt wie Kassel sollte eigentlich einen Proficlub tragen. Doch es mangelt an Unterstützung der regionalen Unternehmen.
Etat: 1,5 Mio.
Wissenswert: 1983/84/85 scheitert der Zweitligist als Vierter, 1986 als Fünfter knapp am Aufstieg, dann stürzt der KSV ab. Nach zwei Konkursen startete der Verein als Neugründung 1998 in der Kreisliga. Es folgten fünf Aufstiege in neun Jahren. In der vergangenen Regionalliga-Saison mit 4 838 der höchste Zuschauer-Schnitt.
SSV Reutlingen 05
Letzte Saison: Platz 11 (3 Punkte Abstand zum Abstieg).
Trainer: Peter Starzmann (45).
Bekanntester Spieler: Torwart-Urgestein Sven Hoffmeister (36) kam vergangene Woche von Kickers Emden.
Größte Erfolge: Deutscher Amateurmeister 1974 und 1997.
Potenzial: Reutlingen steht im Schatten Stuttgarts (nur 30 Kilometer entfernt) und muss mit wenig Geld auskommen. Die Qualifikation für die 3. Liga wäre eine Überraschung.
Etat: 1,3 Mio.
Wissenswert: Der Aufstieg in die 2. Bundesliga 2000 mit 109 Toren und 87 Punkten gilt als Regionalligarekord. Trainer damals war Armin Veh.
Sportfreunde Siegen
Letzte Saison: 12. Platz (2 Punkte Abstand zum Abstieg).
Trainer: Ralf Loose (44).
Bekannteste Spieler: Enrico Gaede (35 BL-Spiele für Mönchengladbach), Richard Dostalek (fünf Länderspiele für Tschechien).
Größter Erfolg: Deutscher Amateurmeister 1955 .
Etat: 2,4 Mio.
Potenzial: Nur wenn Ruhe in den Verein einkehrt, hat Siegen überhaupt eine Chance auf Liga 3. Doch es knallt schon wieder: Vergangene Woche kündigten die SF dem Franzosen Youssef Sofiane fristlos und ohne Angaben von Gründen.
Wissenswert: Selten hat sich ein Verein so schnell so gründlich zugrunde gerichtet wie die Sportfreunde in der einzigen Zweitliga-Saison 2005/2006: Drei Trainer werden gefeuert, der Torwart gerät unter Manipulationsverdacht, der Aufsichtsrats-Chef Manfred Utsch wirft hin, später tritt der komplette Aufsichtsrat zurück.
1860 München II
Letzte Saison: 13. Platz (1 Punkt Abstand zum Abstieg).
Trainer: Uwe Wolf (39).
Bekanntester Spieler: Alexander Eberlein führte als Kapitän die deutsche U19 ins EM-Halbfinale.
Größter Erfolg: -
Etat: k.A.
Potenzial: Als eine der wenigen Mannschaften ist für die Löwen die 3. Liga kein Muss.
Wissenswert: Die Amateure spielen nach wie vor im Löwen-Heimatstadion an der Grünwalder Straße. Als Demonstration zum Erhalt des vom Abriss bedrohten Stadions strömten im Mai zur Partie gegen Wehen 7000 Zuschauer in die Spielstätte.
Karlsruher SC II
Letzte Saison: 14. Platz (1 Punkt Abstand zum Abstieg).
Trainer: Rainer Krieg (39).
Bekannteste Spieler: -
Größter Erfolg: -
Etat: k. A.
Potenzial: Zwar gibt auch der KSC II Platz zehn als Ziel aus, das dürfte aber kaum zu machen sein. An erster Stelle steht ohnehin die Ausbildung für die Profi-Mannschaft.
Wissenswert: Nach zahlreichen Abgängen wird der Kader durch ein halbes Dutzend A-Junioren aufgefüllt.
SSV Jahn Regensburg
Letzte Saison: Meister der Bayernliga (12 Punkte Vorsprung).
Trainer: Günter Güttler (46).
Bekanntester Spieler: Dennis Grassow (52 BL-Spiele für Köln und Unterhaching). Die Fans wählten den Kapitän im Mai zum „Spieler der Saison“.
Größter Erfolg: 6. Süddeutsche Meisterschaft 1930.
Etat: 1,25 Mio.
Potenzial: Der Jahn tritt mit einem kleinen Etat an, muss als Mannschaft punkten. Langfristig wichtiger noch ist es, aus der Dauer-Finanzkrise herauszufinden.
Wissenswert: In den letzten Jahren drohte zeitweise der Konkurs. Präsident Franz Nerb räumt lückenhaften Fußball-Sachverstand ein, seine Hauptaufgabe ist erklärtermaßen die Sanierung.
FSV Frankfurt
Letzte Saison: Meister Oberliga Hessen (22 Punkte Vorsprung).
Trainer: Tomas Oral (34).
Bekannteste Spieler: Markus Kreuz (81 BL-Spiele u.a. für Köln), Samuel Koejoe (12 BL-Spiele für Freiburg).
Größter Erfolg: 1925 Finale um die Deutsche Meisterschaft (0:1 n. V. gegen Nürnberg).
Etat: 1,85 Mio.
Potenzial: Der FSV müht sich im Schatten der großen Eintracht um Aufmerksamkeit - einfach hat er es so nicht, sich zu etablieren.
Wissenswert: Seine Wurzeln hat der FSV im kleinbürgerlichen Milieu. Das betont der 1899 gegründete Verein noch heute, um sich gegenüber der großen Eintracht abzugrenzen.
FSV Ludwigshf.-Oggersheim
Letzte Saison: Meister Oberliga Südwest (9 Punkte Vorsprung).
Trainer: Sascha Koch (29).
Bekannteste Spieler: Georgi Donkow (80 BL-Spiele u.a. für Köln), Marco Haber (275 BL-Spiele, u.a. für Kaiserslautern, 2 Länderspiele).
Größter Erfolg: 1976/77: Einzug ins Viertelfinale des DFB-Pokals (0:3 gegen Kaiserslautern).
Etat: 1,2 Mio.
Potenzial: Selbst wenn es heuer mit dem Profi-Fußball nicht klappt, die Rhein-Neckar-Region mit Ludwigshafen und Mannheim bietet - was Zuschauer und Sponsoren angeht - genug Potenzial, um es immer und immer wieder zu versuchen.
Wissenswert: Der FSV wird kräftig unterstützt vom Unternehmer Emmanouil Lapidakis, einem gebürtigen Kreter. Dank seiner Finanz-Hilfe glückten seit 2003 drei Aufstiege. Lapidakis’ Sohn Marko spielt im Mittelfeld.
SV Sandhausen
Letzte Saison: Meister Oberliga Baden-Württemberg (1 Punkt Vorsprung).
Trainer: Gerd Dais (43).
Bekanntester Spieler: Alberto Méndez „war 1997 die verrückteste Fußballgeschichte des Sommers.“ („Die Zeit“) Arsenal London bezahlte dem Fünftligisten SC Feucht 600 000 Mark Ablöse. Er wurde englischer Meister und Pokalsieger, setzte sich erwartungsgemäß nicht durch, und kam nun nach vielen Stationen aus Darmstadt.
Größter Erfolg: Deutscher Amateurmeister 1993.
Etat: 2,0 Mio.
Potenzial: Im vergangenen Jahr bot Sandhausen mit 91 Toren den besten Angriff aller Oberligen. Wenn der Club diese Offensiv-Stärke ausspielt, kann er in den Kampf um die 3. Liga eingreifen.
Wissenswert: 1995 sicherte sich der SV Sandhausen einen Platz in den Geschichtsbüchern, als das Team in der ersten Runde des DFB-Pokals den VfB Stuttgart besiegte - mit 13:12 im längsten Elfmeterschießen des Wettbewerbs.
http://www.pnp.de/sport/artikel.php?cid ... ang=&BNR=0