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Auch Carl-Zeiss Jena präsentiert einen Investor
Verfasst: Mittwoch 5. September 2007, 13:29
von Tacheles
Jena erhält 20 Millionen Euro
Der Fußball-Zweitligist FC Carl Zeiss Jena und die russische «Alpha Group Invest Corporation» haben sich auf eine Millionen-Partnerschaft geeinigt. In den kommenden 5 Jahren wird das Unternehmen mindestens 20 Millionen Euro an die Thüringer zahlen.
tm.de
Verfasst: Donnerstag 6. September 2007, 21:46
von HappY
Das komische ist ja: Sie wollen nichts verdienen, sondern sportlichen Erfolg. Um den zu bekommen, müssten sie deutlich mehr investieren, mit dem Betrag ist Jena nicht vor Köln usw
Verfasst: Sonntag 9. September 2007, 19:08
von Italo-Blauer
Ok, das macht pro Saison 4 Mio und das 5 Jahre lang. Bringt Jena eine gewisse Planungssicherheit. Aber mal realistisch: welchen Erfolg erwarten die für das Geld? Es kann ja eigentlich für die nur ein Ziel geben: 1. Liga. Weiß jemand wie hoch der Etat von Jena eigentlich schon ist?
Verfasst: Sonntag 9. September 2007, 20:23
von Überlinger
Italo-Blauer hat geschrieben:...Weiß jemand wie hoch der Etat von Jena eigentlich schon ist?
Genaue Zahlen kenne ich nicht. Es wird sich aber am unteren Rand der 2. Liga bewegen. Wohl irgendwas zwischen 5-7,5 Mio... :?
Verfasst: Montag 10. September 2007, 19:57
von Felix B.
Laut Kicker von heute um die 7 Millionen, wenn ich mich richtig erinnere.
Verfasst: Dienstag 11. September 2007, 19:16
von Heiko K.
So langsam sollten sich DFB und DFL mal Gedanken machen, ob man da nicht einen Riegel vorschieben sollte.
Verfasst: Dienstag 11. September 2007, 19:49
von Tacheles
Heiko K. hat geschrieben:So langsam sollten sich DFB und DFL mal Gedanken machen, ob man da nicht einen Riegel vorschieben sollte.
Warum ?! Bewegt sich doch innerhalb der Statuten. Die Investoren erhalten immer höchstens 49% aller verfügbaren Vereinsanteile. 51% müssen laut DFB-/DFL-Statuten beim Hauptverein bleiben.
Verfasst: Freitag 14. September 2007, 05:51
von Heiko K.
Daß es von den Statuten her in Ordnung geht ist schon klar. Aber gehen die Statuten in Ordnung?
Das liest sich auf dem Papier so.
Aber die Entscheidungen trifft dann letztlich nicht mehr der Verein, trotz 51% Anteil an der Spielbetriebsgesellschaft. Trotz nur 49% Anteile liegt die eigentliche Kontrolle beim Geldgeber, der nur innerhalb der Saison seine Raten mal ein bißchen hinauszögern muß und schon hat er den Verein, der gerade mächtig investiert hat gnadenlos im Sack.
Damit hab ich aber eigentlich kein Problem. Wer sich diesem Risiko ausliefern will macht das ja freiwillig.
Was mir nicht passt ist die entstehende Wettbewerbsverzerrung. Mir wäre es lieber gewesen, wenn der DFB nie die Übertragung der Spielerlaubnis von Vereinen auf Spielbetriebsgesellschaften ermöglicht hätte.
Verfasst: Freitag 14. September 2007, 14:15
von Niclas92
Bei Bundesliga aktuell auf DSF kam, das die Russen Carl zeiss Jena nur Sponsorn weil diese als eine der einzigsten Profivereine bereit waren 49% ihrer Anteile zu verkaufen!!!
Verfasst: Montag 17. September 2007, 18:47
von Ford K
Ab heute wissen wir auch, wohin ein Teil des Investments fließt - in die Abfindung für Frank Neubarth. Der wurde nämlich heute entlassen

Und: Ein neuer Trainer muss ja auch noch irgendwie bezahlt werden

Verfasst: Montag 24. September 2007, 18:07
von Tobaiäs
Russischer Investor in Jena: DFL skeptisch
Berlin (dpa) - 18.09.2007, 17:12 Uhr
Der Einstieg eines russischen Investors beim Fußball-Zweitligisten FC Carl Zeiss Jena stößt bei der Deutschen Fußball Liga (DFL) auf heftigen Widerstand.
«Wir werden den Vertrag in dieser Form nicht akzeptieren», sagte DFL-Finanzgeschäftsführer Christian Müller dem «Tagesspiegel». Die DFL sehe den Einstieg des Investors mit «großer Skepsis», sagte Müller. «Es geht um die Fragen: Wie zahlungsfähig ist der Investor? Handelt es sich um sauberes Geld? Und zahlt die Firma ordentlich Steuern? Sprich: Wie seriös ist der Investor? Das sind Punkte, die geklärt werden müssen.»
Jena plant, seine Lizenzspielerabteilung zu einer GmbH auszugliedern. 49 Prozent dieser GmbH will die Firma «Alpha Invest Group Corporation», hinter der die beiden russischen Geschäftsmänner Atlan Schischkanow und Murat Lujanow stehen, kaufen. Rund 25 Millionen Euro über fünf Jahre will die Firma, die ihren Sitz auf den Virgin Islands hat, an Jena zahlen. Die Mitglieder müssen noch über die Ausgliederung entscheide
Verfasst: Mittwoch 26. September 2007, 08:38
von barneygumble
Jena: DFL legt Veto Vertrag ein
Kooperationsvertrag abgelehnt
Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat weite Teile des vom FC Carl Zeiss Jena angestrebten Kooperationsvertrages mit der russischen "Alpha Investment Group" abgelehnt. In einer Mitteilung des Liga-Verbandes vom Montagnachmittag heißt es: "Mit Blick auf die Statuten, denen sich auch der FC Carl Zeiss Jena unterworfen hat, wurde dem Club dringend nahe gelegt, zahlreiche Passagen grundlegend zu ändern."
Nach Angaben von Christian Müller, Geschäftsführer der DFL, sei es vor allem " um Entscheidungskompetenzen im sportlichen Bereich" gegangen: "Die Liga-Statuten schließen aus, dass ein Minderheitsgesellschafter in irgendeiner Form die Politik, insbesondere die Personalpolitik, eines Lizenznehmers bestimmt."
Jena habe im Anschluss signalisiert, mit der Investmentgruppe Gespräche über eine Änderung der bemängelten Passagen sprechen zu wollen.
Darüber hinaus hat die DFL "mehr Transparenz" im Hinblick auf den potentiellen Investor, über dessen Hintergründe und Motive in den Medien bereits spekuliert wird, gefordert. "Die DFL wird daher die weitere Entwicklung in Jena, die sich im grundsätzlichen Spannungsfeld von Vereinsautonomie und Verbandshoheit bewegt, kontinuierlich und mit größter Wachsamkeit beobachten", so Müller.
Jena will den Investor mit 49 Prozent an seiner Spielbetriebs-GmbH beteiligen will. Zudem ist angedacht, dass die Alpha Group einen von zwei Geschäftsführerposten der GmbH besetzen wird.
kicker.de
24.09.2007, 17:05