Seite 1 von 1

Ex-Blauer Alexander Dürr

Verfasst: Freitag 14. September 2007, 14:35
von Jürgen K.
Sein Markenzeichen sind Tore. Zwar gelang ihm nicht der ganz große Durchbruch wie Roy Makaay oder Gerd Müller, dennoch ist Alex Dürr in der Fußballszene kein Unbekannter. Vor allem im Allgäu ist der Name Dürr eine feste Größe. Tore am Fließband erzielte Dasings Spielertrainer bereits in seiner frühen Jugend und legte so den Grundstein für seine Karriere.

Eishockey, Skifahren, Fußball - drei Sportarten, die "elektrisieren" können. So auch den Dasinger Spielertrainer Alex Dürr. Kein Wunder, denn der 36-Jährige stammt aus dem Allgäu, aus Marktoberdorf. Und dort gehört das Kufenlaufen oder Skifahren dazu. Wann immer es die Zeit erlaubt, zieht es ihn in die Heimat seiner Eltern und Brüder. 1971 wurde er als Dritter von vier Buben in Marktoberdorf im Hause Dürr geboren. "Wir sind eine sportverrückte Familie", so Alex Dürr. Seine Brüder spielten genauso Fußball wie Vater Karl-Heinz.

Schon früh für den Fußball entschieden

Schon früh musste er sich für eine Sportart entscheiden. "Ich hätte es genauso gut im Eishockey versuchen können", so Dürr, der beim ESV Kaufbeuren noch als 17-Jähriger auf dem Eis stand. Als er dann aber mit 46 Toren als Fußball-A-Jugendlicher in der Oberliga seinen Torinstinkt unter Beweis stellte, wurde man auch in der Landeshauptstadt München, beim FC Bayern, auf ihn aufmerksam. "Schleifer" Egon Coordes bei den Amateuren des FC Bayern München war aber nicht der richtige Einstieg. Alex Dürr bekam bald Heimweh. "Ich wollte die Stiefel an den Nagel hängen", so frustriert kehrte er nach dem einjährigen Intermezzo nach Marktoberdorf zurück. Dort führte er den TSV Marktoberdorf aus der damaligen A-Klasse bis in die Bezirksoberliga. Mit 41 Treffern wurde er Torschützenkönig in der Bezirksliga-Saison 1993/94. Paul Sauter, DFB-Stützpunktrainer, wurde auf ihn aufmerksam und vermittelte ihn an Wolfgang Wolf. Nach dreitägigem Vorspielen war der Vertrag mit den Stuttgarter Kickers perfekt. Alex Dürr schaffte mit den Schwaben den Aufstieg in die 2. Liga und wurde dann von Armin Veh zur SpVgg Greuther Fürth gelotst. Mit dem Regionalligisten schaffte Dürr erneut den Sprung in die zweite Bundesliga. "Eine meiner schönsten Zeiten", blickt Dürr gerne auf den legendären 1:0-Pokal-Sieg der Fürther gegen den 1. FC Nürnberg zurück. Im Frankenstadion gelang ihm der Siegtreffer - natürlich per Kopf. Fürth traf im Halbfinale des DFB-Pokals auf Borussia Dortmund und dort hatte Alex Dürr aber einen verdammt hartnäckigen Gegenspieler. Weltmeister Jürgen Kohler gestattete ihm keinen Treffer.

Alex Dürr lernte aber auch die Schattenseiten des Fußballs kennen. Im Trainingslager auf Kreta war er sich 1998 über eine Vertragsverlängerung mit den Fürthern fast einig, als sich Trainer Benno Möhlmann Arie van Lent von Werder Bremen angelte. "Damit war kein Platz mehr für mich," so Dürr. Auch beim Regionalligisten Wacker Burghausen unter Kurt Niedermayer lief es nicht so recht.

Erst als er in Schweinfurt drei Tore erzielen konnte, war er wieder gefragt. Da weilte Dragoslav "Steppi" Stepanovic auf der Tribüne. Zwei Tage später war der Wechsel zum VfB Leipzig perfekt. "Eine sehr schöne und fußballverrückte Stadt", schwärmt Dürr heute noch vom VfB. Dort avancierte er schnell zum Publikumsliebling - 14 Tore sorgten für einen Höhenflug, bis die Insolvenz den Verein stoppte. Dürr wechselte zu Rot-Weiß Erfurt, ehe er 2000/01 ein kurzes Gastspiel beim FC Augsburg gab. Und dann zwang ihn ein Kreuzbandriss im März 2002 zu einer knapp einjährigen Pause, ehe er beim TSV Aindling zuletzt fast vier Jahre in der Bayernliga spielte. Weitere Verletzungen waren ausschlaggebend, dass er zuletzt in Aindling unter Trainer Bobby Riedl nicht mehr voll zum Einsatz kam.

"Der Anruf aus Dasing kam genau zum richtigen Zeitpunkt", so Dürr, als er im vergangenen Winter seine erste Station als Spielertrainer beim Kreisklassisten antrat. "Man spürt, das der TSV Dasing schon höherklassig gespielt hat", freute er sich auf diese neue Herausforderung. Junge, talentierte Spieler will er künftig weiter formen und an höhere Aufgaben heranführen.

Gemütlichkeit bevorzugt

Zu Hause liebt es Alex Dürr sehr gemütlich, erst kürzlich ist er mit seiner Lebensgefährtin Mandy in ein neues Domizil gezogen. Seine zweite große Leidenschaft ist das Kochen. Dürr: "Ich koche sehr gerne." Weniger die heimische Küche, "sondern die gesamte Palette der italienischen Küche". Auch an die asiatische Kochkunst hat sich Dürr schon herangewagt. "Das macht einfach Spaß und schmecken tut es obendrein auch noch." Und immer wenn es die Zeit zulässt, fährt Dürr mit seiner Lebensgefährtin zum Skilaufen. "Ich liebe alle Speed-Disziplinen", so Dasings Trainer, dem es vor allem Hermann Maier, der dreifache Weltmeister und zweifache Olympiasieger, angetan hat. Dass er ihn schon live bei Rennen gesehen hat, versteht sich von selbst, auch persönliche Treffen gab es schon. "Das ist einfach ein kerniger Stier", schwärmt Dürr vom Österreicher.

Verfasst: Sonntag 16. September 2007, 11:29
von Italo-Blauer
Ich weiß noch wie er in der 2. Liga in Fürth uns auf der rechten Seite überrannt und ne sehenswerte Kiste dann gemacht hat. In diesem Spiel war er der auffälligste Spieler. Hab nie verstanden, warum er nicht doch bei uns geblieben ist.