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Schwere Randale in Dresden

Verfasst: Montag 29. Oktober 2007, 20:05
von Felix B.
Massiver Einsatz der Polizei in Dresden: "Heile Welt werden wir nie sein"


Blankes Entsetzen nach den schlimmen Ausschreitungen von Dresden: Sicherheitskonzepte und die Unterstützung durch den DFB haben nichts gebracht. Im Fußball-Osten steht man der Gewalt der Hooligans in den unteren Klassen hilflos gegenüber. Zwei Millionen Euro kosteten die Polizeieinsätze am Wochenende.

Nur ein halbes Jahr nach den schweren Ausschreitungen in Leipzig kam es am Rande des Landesligaspiels zwischen Dynamo Dresden II und dem 1. FC Lok Leipzig (2:0) am Sonntag erneut zu heftigen Krawallen. 1300 Polizeibeamte nahmen insgesamt 229 Randalierer in Gewahrsam. Zehn Menschen, darunter vier Polizisten, wurden verletzt. "Das ist unfassbar, wenn man sich überlegt, in welcher Liga wir uns bewegen und welcher Aufwand betrieben werden muss", sagte Hans-Georg Moldenhauer, Präsident des Nordostdeutschen Fußball-Verbandes (NOFV), am Montag.


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Die Umsetzung des massiven Sicherheitskonzeptes am Wochenende in der Elbestadt hat den Steuerzahler nach Schätzung des "Fanprojekts Dresden" rund zwei Millionen Euro gekostet. Darin enthalten ist auch das ebenfalls in der höchsten Gefahren-Kategorie eingestufte Regionalligaspiel zwischen Dynamo und dem 1. FC Union Berlin. "Mehr Sicherheit ist nicht zu machen" sagte der Präsident des Sächsischen Fußball-Verbandes (SFV), Klaus Reichenbach, und verwies darauf, dass es während der Partie im Stadion keine Zwischenfälle gegeben hatte.

"Heile Welt werden wir nie sein"

"Es ist nicht mehr der klassische Hooliganismus, der dort stattfindet. Es sind gescheiterte Integrationsmaßnahmen. Die können sich immer wieder entzünden. Heile Welt werden wir nie sein", hatte DFB-Präsident Theo Zwanziger erst vergangene Woche in einem DPA- Gespräch betont. Zugleich forderte Zwanziger "mehr intensive soziale Arbeit mit den Fans".


Die Funktionäre nahmen die Vereine aber ausdrücklich in Schutz. "Man muss auch anerkennen, wie man sich bei Dynamo bemüht, die Kurve zu bekommen. Das muss man honorieren und nicht nur bestrafen", sagte Reichenbach. "Ich wehre mich dagegen, dass Vereine wie Lok Leipzig und Dynamo Dresden als Haupttäter dastehen und der Vereinsname in Misskredit gezogen wird. Es sind vielmehr 30 bis 40 Leute, die sich in der Masse verstecken", meinte Moldenhauer.

Strafe vom Verband gibt es nicht

Aus sportrechtlicher Sicht kann im Dresdner Fall vom Fachverband keine Strafe verhängt werden. "Außer ein paar Feuerwerkskörpern war es im Stadion friedlich", sagte Reichenbach. Die immensen Kosten für den Einsatz von Polizei und Bundespolizei gehen immer zu Lasten des Steuerzahlers. "Für Steine werfende Hooligans kann der Verein nicht herangezogen werden. Für die Kostengeltendmachung braucht man eine gesetzliche Grundlage. Es gibt aber keinen Kostenersatz nach dem sächsischen Polizeigesetz", sagte Dr. Ralf Brinktrine von der Universität Leipzig.

Obwohl die Politiker und die Polizei-Gewerkschaften nach den Krawallen im Februar ein härteres Vorgehen gegen Randalierer gefordert hatten, kam es am Sonntag zu keinen Festnahmen. "Wir prüfen, ob es bei Einzelnen notwendig ist, Untersuchungshaft zu beantragen", sagte Sprecher Christian Avenarius von der Dresdner Staatsanwaltschaft. Nach dem Spiel hatten rund 600 Dresdner versucht, die etwa 500 abziehenden Leipziger Fans mit Steinen, Flaschen und Leuchtraketen zu attackieren. Sie trafen jedoch Polizeibeamte, die die Leipziger Fans vom und zum Bahnhof begleitet hatten.

www.stern.de

Verfasst: Montag 29. Oktober 2007, 20:13
von pipes
Mir will doch keiner erklären, dass eine so große Anzahl von "Menschen" zu einem Landesligaspiel wegen des Fussballs kommt. Hier kann man ja wohl schon von Vorsatz sprechen.
Was soll denn hier auch "mehr soziale Arbeit mit den Fans" bringen? Wenn die zu viel Energie haben, dann sollte man die mal in den Steinbruch verfrachten - dummes Pack.

Verfasst: Montag 29. Oktober 2007, 20:18
von JJ
ASOZIALES PACK

was will man da auch mehr sagen?

Re: Schwere Randale in Dresden

Verfasst: Dienstag 30. Oktober 2007, 11:01
von Die Macht im Schwabenland
Felix B. hat geschrieben: ..."Für Steine werfende Hooligans kann der Verein nicht herangezogen werden. Für die Kostengeltendmachung braucht man eine gesetzliche Grundlage..."
Es könnte auch heißen: "Für Becher werfende Hooligans kann der Verein nicht herangezogen werden..."

Verfasst: Dienstag 30. Oktober 2007, 12:17
von Killerauge
pipes hat geschrieben:Wenn die zu viel Energie haben, dann sollte man die mal in den Steinbruch verfrachten - dummes Pack.
Steinbruch geht gar nicht...
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Verfasst: Dienstag 30. Oktober 2007, 12:24
von tobi90
Die Dresdner müssen einfach immer übertreiben ... einfach nur assozial, was andres fällt mir dazu nicht ein !

Verfasst: Dienstag 30. Oktober 2007, 12:36
von Der Ju
tobi90 hat geschrieben:Die Dresdner müssen einfach immer übertreiben ... einfach nur assozial, was andres fällt mir dazu nicht ein !
Bin mal gespannt wenn wir evtl. gegen Dresden nächstes Jahr dritte Liga spielen... :?

Verfasst: Dienstag 30. Oktober 2007, 13:21
von Bunny
hab grad im Radio gehört das heute in Sonnenhof- Grpßaspach irgendwas mit Hooligans bei Oberligaspielen ist ?

Verfasst: Dienstag 30. Oktober 2007, 13:22
von Bunny
Polizei übt Umgang mit Hooligans
25.10.2007 04:40


Aspach (pol) Eine Gemeinschaftsübung der Alarmhundertschaften aus dem Bereich des Regierungspräsidiums Stuttgart und der Einsatzabteilung der 5. Bereitschaftspolizeiabteilung Böblingen findet am Dienstag, 30. Oktober, im Gemeindegebiet mit Schwerpunkt Fautenhau statt. Geübt wird unter anderem der Umgang mit gewaltbereiten Hooligans.


In der Vergangenheit kam es immer wieder, auch in Baden-Württemberg, zu gewalttätigen und brutalen Auseinandersetzungen zwischen rivalisierenden Fußballfans. Auch die Polizei ist immer wieder Zielscheibe randalierender Hooligans. Die Polizei hatte sich intensiv auf die Fußballweltmeisterschaft vorbereitet und diese gemeinsam mit allen Beteiligten souverän gemeistert. Seinerzeit galt der Übungsschwerpunkt der Alarmhundertschaften entsprechend der polizeiinternen Aufgabenzuweisung der Verhinderung von sogenannten Drittortauseinandersetzungen.

Auch nach der WM ist die Gewährleistung von Sicherheit und Ordnung im Umfeld von Großveranstaltungen eine wesentliche Aufgabe der Alarmhundertschaften. Dabei beobachtet die Polizei den Trend, dass Spielbegegnungen unterhalb der Bundesliga von einzelnen Gruppierungen gezielt zu Gewalttätigkeiten genutzt werden. Dies sowohl innerhalb des Stadions als auch in deren Umfeld. Wie die jüngsten Beispiele aus Leipzig und Pforzheim zeigen, sind es zumeist die aggressiven Anhänger der Clubs in den unteren Spielklassen, die den Vereinen und vor allem der Polizei Sorgen bereiten. Außerdem werden Polizeitaktiken gegen fremdenfeindliche Übergriffe wie etwa die Verfolgungsjagd auf die indischen Staatsangehörigen in Mügeln geübt.

Aus diesem Grund trainieren die Bereitschaftspolizei Böblingen, die Alarmhundertschaften aus dem Bereich des Regierungsbezirks Stuttgart und verschiedene Hundeführerstaffeln in theoretischen und praktischen Übungen für kommende Fußballeinsätze am Dienstag, 30. Oktober, mit Unterstützung der Gemeinde Aspach und des Sportvereins Sonnenhof Großaspach auf dem Gemeindegebiet Aspach mit einem Schwerpunkt im Bereich des Sportgeländes Fautenhau. Schwerpunkte dieser Übungen sind: Kontrollen auffälliger und gewaltbereiter Personen. Die Trennung von Problemfans, den Hooligans, vor und im Stadion. Diese Hooligans brennen im Einsatzverlauf unter anderem Feuerwerkskörper und Brandbeschleuniger ab.


Wusste gar net das Hooligans dafür verantworltich sind wenn Feuerwerkskörper usw gezündet werden :roll:

Verfasst: Dienstag 30. Oktober 2007, 14:11
von Martin
da könnte man die degerlocher polizeikasper doch gleich mitschicken, die müssen noch viel lernen oder am besten sie bleiben des nächste mal gleich ganz zu hause

Verfasst: Dienstag 30. Oktober 2007, 14:53
von Bluespirit
ach deshalb der grüne Massenauflauf heute Morgen vor meiner Haustür :o

Verfasst: Donnerstag 1. November 2007, 17:20
von Buddy
BunnyCheckerGott hat geschrieben:Polizei übt Umgang mit Hooligans

Hier der Bericht zur Übung in Aspach.
http://www.stuttgarter-nachrichten.de/s ... hp/1554359