?Tor oder Eigentor?
Verfasst: Donnerstag 29. November 2007, 10:24
Manchmal ist der Ball das Einzige, was wirklich rund ist. eurosport.deerzählt
kuriose, amüsante und skurrile Geschichten rund um den Fußball. Heute erfahren
Sie, welche Regeländerungdafür sorgte, dass ein Team in einem Länderspiel
gezwungen war, das eigene und das gegnerische Tor zu verteidigen...
Wenn im Fußball neue Regeln getestet werden, kann das schon mal zu Verwirrung
führen. So geschehen, als die FIFA beim Shell CaribbeanCup 1994 - der
Meisterschaft der Karibik - das "Golden Goal" ausprobierte:
Da das System schon in der Vorrunde zum Einsatz kam, es also keine
Unentschieden gab, war die Frage, wie Tore in der Verlängerung gezählt werden -
denn für die Tordifferenz konnte das ausschlaggebend sein. Man entschied sich
dazu, "Golden Goals" doppelt zu werten - ein 1:0 nach Verlängerung ging also
als 2:0 in die Tabelle ein. Vor dem abschließenden Gruppenspiel - Grenada gegen
Barbados - sah die Tabelle in der Gruppe 1 wie folgt aus:
1. Grenada3 Punkte2:0 Tore
2. Puerto Rico 3 Punkte1:2 Tore
3. Barbados 0 Punkte 0:1 Tore
Barbados musste also mit zwei Toren Unterschied gewinnen, um die Finalrunde zu
erreichen. Mitte der zweiten Halbzeit führte das Team aus Barbados mit 2:0.
Alles schien auf ein Happy End hinauszulaufen, bis sieben Minuten vor Schluss
durch ein Eigentor der Anschlusstreffer zum 1:2 für Grenada fiel - Barbados war
zu diesem Zeitpunkt ausgeschieden. Den Spielern ging die neue Regel durch den
Kopf: Ein Tor in der Verlängerung zählt doppelt. Es stellte sich also die
Frage, in sieben Minuten das entscheidende 3:1 zu erzielen oder mit einem
weiteren Eigentor in die Verlängerung gehen, um dort eine halbe Stunde Zeit zu
haben, die Partie zu gewinnen. Man entschied sich für die Verlängerung.
In der 87. Minute besorgte Barbados mit dem zweiten Eigentor den 2:2-Ausgleich,
doch auch die Spieler aus Grenada kannten die Regel und reagierten spontan. Es
blieben schließlich noch drei Minuten und eine Niederlage mit einem Tor
reichten ihnen ja - also stürmten sie nach dem Anstoß direkt auf das eigeneTor
zu. Doch bevor sie sich dem eigenen Strafraum nähern konnten, sahen sie sich
den Stürmern aus Barbados gegenüber, die das Eigentor um jeden Preis verhindern
wollten. Es folgten wohl die einzigen fünf Minuten in der Fußball-Geschichte,
in der ein Team damit beschäftigt war, gleich zwei Tore zu verteidigen. Am Ende
rettete sich Barbados in die Verlängerung, in der es keine vier Minuten dauerte
bis die Mannschaft das 3:2 erzielte - da das Tor jedoch doppelt gewertet wurde,
stand das Team in der Hauptrunde. Grenadas Trainer, James Clarksonfand nur
schwer Worte für dieses Spiel: "Wer sich diese Regelung ausgedacht hat, ist ein
Kandidat fürs Irrenhaus. Unsere Spieler wussten gar nicht, in welche Richtung
sie angreifen sollten. Im Fußball sollte man doch eigentlich Tore gegen und
nicht für einen Gegner schießen." Wie gesagt - eigentlich....
kuriose, amüsante und skurrile Geschichten rund um den Fußball. Heute erfahren
Sie, welche Regeländerungdafür sorgte, dass ein Team in einem Länderspiel
gezwungen war, das eigene und das gegnerische Tor zu verteidigen...
Wenn im Fußball neue Regeln getestet werden, kann das schon mal zu Verwirrung
führen. So geschehen, als die FIFA beim Shell CaribbeanCup 1994 - der
Meisterschaft der Karibik - das "Golden Goal" ausprobierte:
Da das System schon in der Vorrunde zum Einsatz kam, es also keine
Unentschieden gab, war die Frage, wie Tore in der Verlängerung gezählt werden -
denn für die Tordifferenz konnte das ausschlaggebend sein. Man entschied sich
dazu, "Golden Goals" doppelt zu werten - ein 1:0 nach Verlängerung ging also
als 2:0 in die Tabelle ein. Vor dem abschließenden Gruppenspiel - Grenada gegen
Barbados - sah die Tabelle in der Gruppe 1 wie folgt aus:
1. Grenada3 Punkte2:0 Tore
2. Puerto Rico 3 Punkte1:2 Tore
3. Barbados 0 Punkte 0:1 Tore
Barbados musste also mit zwei Toren Unterschied gewinnen, um die Finalrunde zu
erreichen. Mitte der zweiten Halbzeit führte das Team aus Barbados mit 2:0.
Alles schien auf ein Happy End hinauszulaufen, bis sieben Minuten vor Schluss
durch ein Eigentor der Anschlusstreffer zum 1:2 für Grenada fiel - Barbados war
zu diesem Zeitpunkt ausgeschieden. Den Spielern ging die neue Regel durch den
Kopf: Ein Tor in der Verlängerung zählt doppelt. Es stellte sich also die
Frage, in sieben Minuten das entscheidende 3:1 zu erzielen oder mit einem
weiteren Eigentor in die Verlängerung gehen, um dort eine halbe Stunde Zeit zu
haben, die Partie zu gewinnen. Man entschied sich für die Verlängerung.
In der 87. Minute besorgte Barbados mit dem zweiten Eigentor den 2:2-Ausgleich,
doch auch die Spieler aus Grenada kannten die Regel und reagierten spontan. Es
blieben schließlich noch drei Minuten und eine Niederlage mit einem Tor
reichten ihnen ja - also stürmten sie nach dem Anstoß direkt auf das eigeneTor
zu. Doch bevor sie sich dem eigenen Strafraum nähern konnten, sahen sie sich
den Stürmern aus Barbados gegenüber, die das Eigentor um jeden Preis verhindern
wollten. Es folgten wohl die einzigen fünf Minuten in der Fußball-Geschichte,
in der ein Team damit beschäftigt war, gleich zwei Tore zu verteidigen. Am Ende
rettete sich Barbados in die Verlängerung, in der es keine vier Minuten dauerte
bis die Mannschaft das 3:2 erzielte - da das Tor jedoch doppelt gewertet wurde,
stand das Team in der Hauptrunde. Grenadas Trainer, James Clarksonfand nur
schwer Worte für dieses Spiel: "Wer sich diese Regelung ausgedacht hat, ist ein
Kandidat fürs Irrenhaus. Unsere Spieler wussten gar nicht, in welche Richtung
sie angreifen sollten. Im Fußball sollte man doch eigentlich Tore gegen und
nicht für einen Gegner schießen." Wie gesagt - eigentlich....