Minkwitz im Dialog, Teil I
Verfasst: Donnerstag 7. Februar 2008, 15:10
Es gibt in der Öffentlichkeit Verwirrung über die Rolle von Jürgen Sundermann bei den Kickers. Wie sieht die Arbeitsteilung nun aus? Empfinden Sie das als inidirekte Kritik an Ihnen?
Ich empfinde das keinesfalls als Kritik an meiner Person sondern als eine unterstützende Maßnahme des Präsidiums, den Kickers einen zusätzlichen Fachmann in Sachen Fußball zur Verfügung zu stellen. Mit seiner Erfahrung kann uns Jürgen Sundermann da sicherlich helfen und er wird mir gewiss auch den einen oder anderen Tipp geben. Auch die Spieler sollen sich an ihn wenden, wenn sie Probleme nicht nur auf dem Fußballplatz haben. Vielleicht kann er dann Ratschläge geben, die auch der ganzen Mannschaft helfen. Es ist aber klar abgesprochen, dass Training, Taktik und die Aufstellung des Teams von mir in Absprache mit Alexander Malchow vorgenommen werden. Das hat bisher geklappt und das wird sich auch durch Jürgen Sundermann nicht ändern. Ein zusätzlicher Motivator kann uns jedoch sicherlich nicht schaden.
Die Verpflichtungen in der Winterpause sind hinter den Erwartungen der Fans zurückgeblieben. Ist es wirklich realistisch, mit diesem Kader noch eine Aufholjagd zu starten?
Warum sollte es nicht realistisch sein? Gewiss hätte ich gerne noch einen Stürmer gehabt, aber das ließ sich aus den unterschiedlichsten Gründen einfach nicht realisieren. Namhafte Stürmer wie zuletzt Marcel Ziemer aus Kaiserslautern oder Dominik Stroh-Engel haben uns leider abgesagt, andere Stürmer beim Probetraining waren aber nicht besser als unsere eigenen Stürmer. Aber ich glaube an das Potenzial der Mannschaft und denke, dass sie teilweise in der Vorrunde unter Wert gespielt hat. Wenn aber das gesamte Team sich noch steigert, dann müssten wir das Ziel erreichen können. Vielleicht ist es auch leichter, von unten nach oben zu kommen als eventuell von oben durchgereicht zu werden. Jeder weiß jedenfalls, was die Stunde geschlagen hat, und jeder wird das vom 1. März an bis zum letzten Spieltag zeigen.
Zu Ihrer eigenen Bilanz: Wenn man zu Ihrer kurzen Zeit als Cheftrainer Ihre Zeit als Trainer der A-Jugend hinzurechnet, hatten Sie als Trainer noch keinen einzigen Sieg. Was stimmt Sie positiv, dass sich dies ändert?
Ich denke, dass ich jetzt einfach genügend Zeit habe, um das Team auf meinen Stil und meine Spielweise einzustellen. Das war in der kurzen Zeit bei der A-Jugend einfach nicht möglich und auch nach der Entlassung von Peter Zeidler konnte ich nur kleinere Korrekturen vornehmen. Jetzt aber kann ich mich mit meiner ganzen Person einbringen und da gibt es nur eine klare Linie: dem Erfolg muß alles untergeordnet werden.
Warum wurde Nico Beigang keine Chance mehr gegeben? Warum haben Sie eine Rückkehr von Ortlieb und Sökler in die erste Mannschaft so kategorisch ausgeschlossen?
Nico Beigang hatte bei uns einfach kein Fortune, und er wollte vielleicht auch sein Glück erzwingen. Aber es hat einfach nicht geklappt, er spürte selbst die fehlende Unterstützung durch die Fans und ist dann auf eigenen Wunsch weggegangen. Irgendwie bedauere ich seinen Weggang, aber so ist eben der Fußball. Ähnlich war und ist der Fall bei Sökler und Ortlieb. Irgendwelche Mechanismen passten einfach nicht mehr, und vielleicht packen sie nun die Chance über die zweite Mannschaft. Die Tür ist jedenfalls nicht zu, und sie können sich durch Leistung für die erste Mannschaft empfehlen. Dies gilt aber für alle Spieler in der zweiten Mannschaft.
Mit Alexander Rosen wurde ein intelligenter und erfahrener Profi verpflichtet - allerdings aus einer unteren Liga aus Norwegen. Was trauen Sie ihm sportlich zu? Welche Rolle soll er in der Team-Hierarchie spielen?
Alexander Rosen kann sicherlich eine wichtige Rolle in der Team-Hierarchie übernehmen, denn er kennt das Innenleben einer Fußballmannschaft, hat in Norwegen selbst schon Verantwortung übernommen und kann vor allem den jüngeren Spielern helfen. Insofern traue ich ihm eine tragende Rolle in unserem Kampf für die dritte Liga zu.
Wie kam es zu dem Kontakt mit Ferhat Cerci? Wurde dieser von einem Berater angeboten?
Ferhat Cerci wurde uns tatsächlich von einem Berater angeboten, aber unser Manager Joachim Cast und ich haben uns auch bei seinen früheren Vereinen und insbesonders bei Kickers Emden kundig gemacht. Zudem machte ich mich bei früheren Mitspielern über Cerci schlau und auch da haben wir nur Gutes über ihn gehört. So ergab sich die Verpflichtung relativ schnell.
Werden Sie daheim weiter so defensiv spielen, oder wenigstens zu Hause versuchen, durch offensiveren Fußball Erfolg zu haben?
Was heißt defensiv? Natürlich gilt es zunächst hinten dicht zu machen und auf ein Zu-Null zu spielen, aber das lässt sich nicht programmieren. Vielmehr sind alle Mannschaftsteile gefordert und Angriffe werden ja nicht nur über das Mittelfeld sondern auch über die Außenverteidiger vorgetragen. Erst dann greift richtig die Offensive und das wollen wir natürlich bis zu Saisonende praktizieren. Über den Kampf wollen wir dann möglichst attraktive Heimspiele bieten.
Wie läuft die Vorbereitung bisher? Eine ganze Reihe von Spielern scheint an kleineren Blessuren zu leiden, allen voran Jens Härter.
Bisher läuft alles nach Plan. Wir müssen froh sein, dass uns der ausbleibende Winter keinen Strich durch unsere Trainingsplanung gemacht hat. Mit zusätzlichen Abwechslungen wie unseren Trainingseinheiten in der Beachhalle oder dem bevorstehenden Höhenlager in den Berger soll Ausdauer getankt und der Teamgeist gefördert werden. Natürlich gibt es da die eine oder andere Blessur, aber das gehört zum Fußball-Alltag dazu. Sorgen bereiten uns wirklich nur unser Kapitän Jens Härter und Gino Russo. Aber noch ist Zeit, und ich hoffe auf die Kunst der Ärzte.
Ich empfinde das keinesfalls als Kritik an meiner Person sondern als eine unterstützende Maßnahme des Präsidiums, den Kickers einen zusätzlichen Fachmann in Sachen Fußball zur Verfügung zu stellen. Mit seiner Erfahrung kann uns Jürgen Sundermann da sicherlich helfen und er wird mir gewiss auch den einen oder anderen Tipp geben. Auch die Spieler sollen sich an ihn wenden, wenn sie Probleme nicht nur auf dem Fußballplatz haben. Vielleicht kann er dann Ratschläge geben, die auch der ganzen Mannschaft helfen. Es ist aber klar abgesprochen, dass Training, Taktik und die Aufstellung des Teams von mir in Absprache mit Alexander Malchow vorgenommen werden. Das hat bisher geklappt und das wird sich auch durch Jürgen Sundermann nicht ändern. Ein zusätzlicher Motivator kann uns jedoch sicherlich nicht schaden.
Die Verpflichtungen in der Winterpause sind hinter den Erwartungen der Fans zurückgeblieben. Ist es wirklich realistisch, mit diesem Kader noch eine Aufholjagd zu starten?
Warum sollte es nicht realistisch sein? Gewiss hätte ich gerne noch einen Stürmer gehabt, aber das ließ sich aus den unterschiedlichsten Gründen einfach nicht realisieren. Namhafte Stürmer wie zuletzt Marcel Ziemer aus Kaiserslautern oder Dominik Stroh-Engel haben uns leider abgesagt, andere Stürmer beim Probetraining waren aber nicht besser als unsere eigenen Stürmer. Aber ich glaube an das Potenzial der Mannschaft und denke, dass sie teilweise in der Vorrunde unter Wert gespielt hat. Wenn aber das gesamte Team sich noch steigert, dann müssten wir das Ziel erreichen können. Vielleicht ist es auch leichter, von unten nach oben zu kommen als eventuell von oben durchgereicht zu werden. Jeder weiß jedenfalls, was die Stunde geschlagen hat, und jeder wird das vom 1. März an bis zum letzten Spieltag zeigen.
Zu Ihrer eigenen Bilanz: Wenn man zu Ihrer kurzen Zeit als Cheftrainer Ihre Zeit als Trainer der A-Jugend hinzurechnet, hatten Sie als Trainer noch keinen einzigen Sieg. Was stimmt Sie positiv, dass sich dies ändert?
Ich denke, dass ich jetzt einfach genügend Zeit habe, um das Team auf meinen Stil und meine Spielweise einzustellen. Das war in der kurzen Zeit bei der A-Jugend einfach nicht möglich und auch nach der Entlassung von Peter Zeidler konnte ich nur kleinere Korrekturen vornehmen. Jetzt aber kann ich mich mit meiner ganzen Person einbringen und da gibt es nur eine klare Linie: dem Erfolg muß alles untergeordnet werden.
Warum wurde Nico Beigang keine Chance mehr gegeben? Warum haben Sie eine Rückkehr von Ortlieb und Sökler in die erste Mannschaft so kategorisch ausgeschlossen?
Nico Beigang hatte bei uns einfach kein Fortune, und er wollte vielleicht auch sein Glück erzwingen. Aber es hat einfach nicht geklappt, er spürte selbst die fehlende Unterstützung durch die Fans und ist dann auf eigenen Wunsch weggegangen. Irgendwie bedauere ich seinen Weggang, aber so ist eben der Fußball. Ähnlich war und ist der Fall bei Sökler und Ortlieb. Irgendwelche Mechanismen passten einfach nicht mehr, und vielleicht packen sie nun die Chance über die zweite Mannschaft. Die Tür ist jedenfalls nicht zu, und sie können sich durch Leistung für die erste Mannschaft empfehlen. Dies gilt aber für alle Spieler in der zweiten Mannschaft.
Mit Alexander Rosen wurde ein intelligenter und erfahrener Profi verpflichtet - allerdings aus einer unteren Liga aus Norwegen. Was trauen Sie ihm sportlich zu? Welche Rolle soll er in der Team-Hierarchie spielen?
Alexander Rosen kann sicherlich eine wichtige Rolle in der Team-Hierarchie übernehmen, denn er kennt das Innenleben einer Fußballmannschaft, hat in Norwegen selbst schon Verantwortung übernommen und kann vor allem den jüngeren Spielern helfen. Insofern traue ich ihm eine tragende Rolle in unserem Kampf für die dritte Liga zu.
Wie kam es zu dem Kontakt mit Ferhat Cerci? Wurde dieser von einem Berater angeboten?
Ferhat Cerci wurde uns tatsächlich von einem Berater angeboten, aber unser Manager Joachim Cast und ich haben uns auch bei seinen früheren Vereinen und insbesonders bei Kickers Emden kundig gemacht. Zudem machte ich mich bei früheren Mitspielern über Cerci schlau und auch da haben wir nur Gutes über ihn gehört. So ergab sich die Verpflichtung relativ schnell.
Werden Sie daheim weiter so defensiv spielen, oder wenigstens zu Hause versuchen, durch offensiveren Fußball Erfolg zu haben?
Was heißt defensiv? Natürlich gilt es zunächst hinten dicht zu machen und auf ein Zu-Null zu spielen, aber das lässt sich nicht programmieren. Vielmehr sind alle Mannschaftsteile gefordert und Angriffe werden ja nicht nur über das Mittelfeld sondern auch über die Außenverteidiger vorgetragen. Erst dann greift richtig die Offensive und das wollen wir natürlich bis zu Saisonende praktizieren. Über den Kampf wollen wir dann möglichst attraktive Heimspiele bieten.
Wie läuft die Vorbereitung bisher? Eine ganze Reihe von Spielern scheint an kleineren Blessuren zu leiden, allen voran Jens Härter.
Bisher läuft alles nach Plan. Wir müssen froh sein, dass uns der ausbleibende Winter keinen Strich durch unsere Trainingsplanung gemacht hat. Mit zusätzlichen Abwechslungen wie unseren Trainingseinheiten in der Beachhalle oder dem bevorstehenden Höhenlager in den Berger soll Ausdauer getankt und der Teamgeist gefördert werden. Natürlich gibt es da die eine oder andere Blessur, aber das gehört zum Fußball-Alltag dazu. Sorgen bereiten uns wirklich nur unser Kapitän Jens Härter und Gino Russo. Aber noch ist Zeit, und ich hoffe auf die Kunst der Ärzte.