Spielberichte vom Spiel gegen Pfullendorf
Verfasst: Mittwoch 19. März 2008, 00:05
Sieg gegen Pfullendorf
2:0 – Parmak lässt die Stuttgarter Kickers wieder hoffen
Stuttgart – Die Stuttgarter Kickers leben noch! Am Dienstagabend gelang dem Fußball-Regionalligist ein wichtiger 2:0(0:0)-Erfolg gegen den SC Pfullendorf – es war der erste Heimsieg seit dem 26. Mai 2007 und der erste Dreier unter Trainer Stefan Minkwitz. Beide Tore erzielte Mustafa Parmak.
Schon drei Stunden vor dem Kellerduell stand Mustafa Parmak auf dem Platz. Der Mittelfeldspieler der Kickers übte Freistöße, als hätte er geahnt, was kommen würde. Nach 63 Minuten legte sich Parmak den Ball zurecht, drosch einen Freistoß aus 25 Metern in den Winkel – 1:0, ein Traumtor. Doch damit hatte der Meisterschütze noch nicht genug. Nur drei Minuten später stand er nach einer Flanke des starken Neuzugangs Alexander Rosen richtig, traf zum 2:0. Kurz darauf scheiterte Angelo Vaccaro nach einem Foul am eingewechselten Serhat Cerci am überragenden Pfullendorfer Torwart Ralf Hermanutz. Zum ersten Sieg nach zwölf Spielen reichte es dennoch. „Mir fällt eine Last vom Herzen“, sagte Trainer Stefan Minkwitz, „aber es ist nur ein erster Schritt gewesen – mehr nicht.“
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Gelaufen sind die Kickers von Beginn an enorm viel. Sie zeigten Aggressivität und Einsatzwillen – so wie es Minkwitz nach der schwachen Leistung gegen Bayern München II (0:1) gefordert hatte. Einziges Manko vor der Pause war die Torausbeute. Vaccaro nach schöner Vorarbeit von Parmak (18.) und Sokol Kacani nach einer Flanke von Sascha Benda (26.) scheiterten am glänzend parierenden Hermanutz. Der Schuss von Oliver Stierle (41.) ging knapp daneben. „So ein Engagement hätte ich mir schon gegen die Bayern gewünscht“, meinte Kickers-Präsidiumsmitglied Walter Kelsch in der Pause, „aber wir werden es packen.“
Der Ex-Profi behielt recht, was vor allem an Mustafa Parmak lag. Der treffsichere 25-Jährige schlug just in der Phase zu, als die Pfullendorfer das Spiel in den Griff zu bekommen schienen. Danach schaukelte der Gastgeber den Vorsprung sicher nach Hause. Präsident Dirk Eichelbaum lobte: „So eine leidenschaftliche Leistung der Mannschaft habe ich lange nicht gesehen.“
Über den ersten Sieg der Blauen seit dem 22. September freute sich auch Wolfgang Wolf. „Es war zu sehen, dass die Mannschaft will“, erklärte der Ex-Trainer, „sie ist ein hohes Tempo gegangen.“ Doch auch nach dem Sprung auf Rang 15 müssen die Kickers weiter Gas geben – am besten schon am Karsamstag in Kassel. „Es gibt keinen Grund, euphorisch zu sein“, sagte Manager Joachim Cast, „wir müssen nun nachlegen.“
Jürgen Frey, Stuttgarter Nachrichten
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2:0-Sieg wahrt die letzte Chance
Rückstand auf Platz zehn jetzt sieben Punkte - Erster Dreier unter Trainer Minkwitz
Stuttgart - Mit dem ersten Sieg unter ihrem neuen Trainer Stefan Minkwitz haben die Stuttgarter Kickers die Chance auf den Einzug in die eingleisige 3. Fußball-Profiliga gewahrt. In einem Nachholspiel der Regionalliga Süd vom 20. Spieltag setzte sich der frühere Bundesligist gegen den direkten Konkurrenten SC Pfullendorf mit 2:0 (0:0) durch und verkürzte damit den Rückstand auf Platz zehn auf sieben Punkte.
Mustafa Parmak (63./66.) entschied das Duell vor 2860 Zuschauern mit einem Doppelschlag. Angelo Vaccaro scheiterte zudem mit einem Foulelfmeter an Pfullendorfs Torhüter Ralf Hermanutz (74.).
Für die Kickers war es der erste Heimsieg der Saison und im achten Anlauf auch der erste Dreier mit Minkwitz. Die Gäste verloren zudem Angreifer Ewald Beskid, der nach einer Tätlichkeit die Rote Karte sah (78.).
sid
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Endlich hat es zum ersten Heimsieg der Saison gereicht! Im Nachholspiel der Regionalliga Süd gewannen die Kickers gegen den SC Pfullendorf mit 2:0 (0:0) Toren. Beide Treffer erzielte Mustafa Parmak mit einem tollen Doppelpack: Erst zirkelte er einen Freistoß direkt unters Lattenkreuz (63.), später traf er mit seinem Volleyschuss ins kurze Ecke (68.). Die Blauen beendeten damit endlich die sieglose Zeit zuhause im GAZi-Stadion auf der Waldau und feierten den mehr als verdienten ersten Sieg unter Trainer Stefan Minkwitz.
Der Spielverlauf:
Dass heute eine ganz andere Kickers-Mannschaft auf dem Platz stand, das merkten die 2860 Fans im GAZi-Stadion bereits nach den ersten Sekunden. Die Kickers spielten richtig aggressiv in den Zweikämpfen und kauften so den ersatzgeschwächten Gästen aus Pfullendorf den Schneid ab. Mustafa Akcay und Alexander Rosen hatten eine beeindruckende Zweikampfquote, ebenso die neu zusammengestellte Innenverteidigung mit Marcus Mann und Marcel Rapp, die nahezu alle Kopfballduelle gewannen. Vorne wirkten die Blauen von Anfang an viel gefährlich als zuletzt, denn es ergaben sich in der ersten Halbzeit regelmäßig gute Chancen zur Führung. Die erste Möglichkeit hatte Sokol Kacani, als er eine Parmak-Flanke aufs Tor köpfte, doch der bärenstarke Schlussmann der Pfullendorfer Ralf Hermanutz lenkte den Ball über die Latte (4.). Nach zehn Minuten zog Angelo Vaccaro nach einer Hereingabe von Mustafa Parmak aus 12 Metern ab, doch erneut zeigte der Keeper seine Klasse. Wieder ein schöner Angriff über die rechte Seite, als Sokol Kacani Mustafa Parmak schickte, der zog auf die Grundlinie und passte zurück auf Angelo Vaccaro. Der Kickers-Stürmer zog direkt ab und traf das Leder super, doch erneut fand er seinen Meister in Person von Ralf Hemanutz im Gästetor. Der Schlussmann lenkte den Schuss mit der rechten Faust stark über die Latte (20.).
Nach einer guten halben Stunde die Doppelchance für die Blauen: Zuerst schickte Alexander Rosen seiner Stürmer Angelo Vaccaro, doch der nahm den Ball zunächst nicht an, so dass dieser immer länger und länger wurde. Leider bekam er beim Abschluss dann nicht mehr den nötigen Druck hinter den Ball, so dass Hermanutz sicher anfangen konnte. Nur Sekunden später aber wieder Gefahr für das Pfullendorfer Tor: Sascha Benda zog eine schöne Flanke mit links in den Strafraum auf Sokol Kacani, doch dessen Kopfball kam leider zu zentral, so dass Hermanutz den Ball über die Latte lenken konnte. In der 40. Minute wieder eine gefährliche Flanke, dieses Mal von Angelo Vaccaro, der seine Hereingabe auf den zweiten Pfosten auf Oliver Stierle zog. Der Kickers-Mittelfeldspieler traf die Kugel im Fallen noch gut, doch erneut war der Pfullendorfer Keeper schnell auf den Beinen und entschärfte gekonnt.
Da es von den Pfullendorfern bis auf den Distanzschuss von Faruk Gül (35.) keine nennenswerte Möglichkeit im ersten Durchgang zu verzeichnen gab, blieb es beim torlosen Halbzeitstand.
Anfangs der zweiten Hälfte verflachte die Partie aus Sicht der Kickers. Der Schwung und die Spielfreude waren weg, sicherlich aber auch, weil die Gäste von Trainer Michael Feichtenbeiner entsprechend neu eingestellt wurden. Die Pfullendorfer waren nur merklich aggressiver, kamen jedoch nie gefährlich vor das Tor vom nahezu beschäftigungslosen Kickers-Keeper David Yelldell.
In der 63. Minute fasste sich Alexander Rosen ein Herz, setzte sich energisch im Mittelfeld durch und versuchte durch die Abwehrreihe zu brechen. Jedoch wurde der Neuzugang unsanft von den Gästeabwehrspielern gestoppt, als er eigentlich schon fast durch war. Die Kickers bekamen immerhin einen Freistoß aus aussichtsreicher Position zugesprochen. Mustafa Parmak schnappte sich das Leder in 23 Meter Torentfernung und zirkelte es über die Mauer hinweg in den linken Torwinkel zur 1:0 Führung. Der Bann war endlich gebrochen, und die Freude kannte unter den Fans und auf dem Platz kein Ende. Das Tor wirkte wie eine Befreiung und die Kickers versuchten gleich nachzulegen. Alexander Rosen setzte sich erneut durch und wurde wieder gefoult, wobei der Ball auf Strafraumhöhe bei Mustafa Parmak landete, der völlig freistehend die Möglichkeit hatte, auf 2:0 zu erhöhen, doch pfiff der Unparteiische tatsächlich den Vorteil ab (65.).
Nur 60 Sekunden später gelang dem starken Mustafa Parmak dann doch sein zweiter Treffer: Ferhat Cerci dribbelt in Richtung Strafraum, Alexander Rosen hinterlief ihn mustergültig, Pass nach Außen, starke Flanke in das Sturmzentrum, wo zunächst Sokol Kacani den Ball nur auf den Kopf bekommt, doch seine unfreiwillige Verlängerung landete bei Mustafa Parmak, der ca. 7 Meter vor dem Tor den Ball volley abnahm und ins kurze Ecke vollstreckte. Das 2:0 in der 66. Spielminute.
Die Kickers machten weiter Druck, allen voran der eingewechselte Ferhat Cerci. Wieder zog er mit seinem Dribbling in den Strafraum, doch dieses Mal wurde er von Mark Lerandy an der Strafraumkante zu Fall gebracht. Schiedsrichter Walter Hofmann entschied sofort auf Foulelfmeter, von den Pfullendorfer Spielern kamen auch keine Reklamationen. Angelo Vaccaro schnappte sich wie vor dem Spiel abgesprochen den Ball, zog mit Vollspann ab, doch auch diesen Versuch vereilte Ralf Hermanutz stark, als er die richtige Ecke ahnte und er mit der Faust reaktionsschnell abwehren konnte (72.).
Doch wer gedachte hatte, dass der verschossenen Elfmeter nun vielleicht die Gäste wieder zurück ins Spiel brachte, der irrte sich gewaltig. Die Kickers spielten weiter nach vorne und hatten mit dem Flugkopfball von Angelo Vaccaro nach einer Parmak-Flanke die nächste gute Möglichkeit, doch leider hatte der Kickers-Stürmer heute kein Glück, denn auch dieser Ball strich knapp über die Latte (75.).
Als Pfullendorfs Ewald Beskid dann aus heiterem Himmel gegen Marcel Rapp nachtrat, zeigte ihm Schiedsrichter Walter Hoffmann nach Rücksprache mit seinem Linienrichter völlig zurecht die Rote Karte wegen Tätlichkeit (78.).
Danach war die Partie gelaufen, bis auf den Kopfball von Ferhat Cenci zeigten auch die Kickers keine gefährliche Aktion mehr. Die Kickers-Fans hatten endlich mal wieder einen Heimsieg zu bejubeln, und das taten sie auch bis zum Schlusspfiff.
Denn endlich wurden viele Serien gebrochen: Der erste Sieg für Trainer Stefan Minkwitz im achten Spiel, nach zwölf Partien endlich wieder ein dreifacher Punktgewinn, der erste Heimsieg im GAZi-Stadion seit dem 26. Mai 2007.
Zur Aufstellung:
Stefan Minkwitz machte seinen Ankündigungen wahr und stellte sein Team im Vergleich zur enttäuschten Niederlage gegen die Bayern II auf mehreren Positionen um. Oliver Stierle und Mustafa Akcay standen nach auskurierten Verletzungen ebenso wie Moritz Steinle in der Startelf. Angelo Vaccaro spielte nach abgesessener Gelb-Sperre wieder im Sturm. Dafür wurde Bashiru Gambo aus disziplinarischen Gründen aus dem Kader gestrichen, Marco Wildersinn, Mike Baradel und Ferhat Cerci saßen auf der Bank. Die Ausstellung im Einzelnen: David Yelldell im Kickers-Tor, von rechts die Abwehrreihe mit Sascha Benda, Marcus Mann, Marcel Rapp und Moritz Steinle. Vor der Abwehr spielten Mustafa Akcay und Alexander Rosen, auf den Außenbahnen Mustafa Parmak und Oliver Stierle. Vorne stürmten Angelo Vaccaro und Sokol Kacani.
Die Trainerstimmen:
Michael Feichtenbeiner: „Mein Fazit fällt sehr bitter aus. Wir haben nicht nur drei Punkte verloren, sondern auch Ewald Beskid mit seiner Roten Karte. Er als erfahrener Spieler wird uns in den nächsten Wochen sehr fehlen, das trifft mich fast noch härter als die Niederlage. Mir schien es gerade so, als ob wir für die Kickers der richtige Gegner zum richtigen Zeitpunkt gewesen sind. In der ersten Halbzeit haben die Kickers mit dem konsequenten und aggressiven Spiel meiner Mannschaft den Schneid abgekauft und sind durch den Kampf ins Spiel gekommen. Hier hätte ich mir gewünscht, dass der Schiedsrichter nicht nur ermahnt, sondern schon früher die Gelbe Karte gezeigt hätte. Die erste Hälfte haben wir nur glücklich überstanden und unser Torwart hat einige Male prächtig gehalten. In der zweiten Halbzeit waren wir anfangs besser im Spiel, der Elan der Kickers schien vorbei und die Zeit hätte für uns gespielt. Doch mit dem guten Freistoßtor und gleich danach mit dem 2:0 war das Spiel entschieden. Wir waren vorne heute viel zu harmlos.“
Stefan Minkwitz: "Mir ist heute ein riesen Stein vom Herzen gefallen. Die Truppe hat von der ersten bis zur 90. Minute Gas gegeben und verdient gewonnen. Aber wir wollen jetzt nichts verschreien, dass alles bereits wieder in Butter ist. Ein Kompliment an die Jungs, die heute auf dem Platz gestanden sind und im Kader waren. Ich hoffe es geht so weiter."
Die Spielstatistik:
Kickers: David Yelldell – Sascha Benda, Marcus Mann, Marcel Rapp, Moritz Steinle – Mustafa Akcay, Alexander Rosen (80. Recep Yildiz), Mustafa Parmak, Oliver Stierle (56. Ferhat Cerci) – Sokol Kacani, Angelo Vaccaro (87. Marco Tucci) – Trainer: Stefan Minkwitz
SC Pfullendorf: Ralf Hermanutz – Fabian Gerster, Matthias Kiefer, Mark Lerandy, Timo Trefzger – Daniel Isailovic (68. Harun Toprak), Markus Knackmuß, Johannes Flum, Patrick Ghigani (80. Pascal Stadelmann) – Faruk Gül, Ewald Beskid – Trainer: Michael Feichtenbeiner
Zuschauer:
2.860 Fans im GAZi-Stadion auf der Waldau
Torfolge:
1:0 Mustafa Parmak (63.)
2:0 Mustafa Parmak (66.)
Schiedsrichter:
Walter Hofmann (Ansbach)
Verwarnungen:
Gelbe Karten: Moritz Steinle, Alexander Rosen, Angelo Vaccaro - Patrick Ghigani, Johannes Flum, Mark Lerandy
Rote Karte: Wald Beskid (78. Tätlichkeit)
Besondere Vorkommnisse:
Angelo Vaccaro scheitert mit Foulelfmeter an Ralf Hermanutz (74.)
Kim-Tobias Stehle, Kickers Homepage
2:0 – Parmak lässt die Stuttgarter Kickers wieder hoffen
Stuttgart – Die Stuttgarter Kickers leben noch! Am Dienstagabend gelang dem Fußball-Regionalligist ein wichtiger 2:0(0:0)-Erfolg gegen den SC Pfullendorf – es war der erste Heimsieg seit dem 26. Mai 2007 und der erste Dreier unter Trainer Stefan Minkwitz. Beide Tore erzielte Mustafa Parmak.
Schon drei Stunden vor dem Kellerduell stand Mustafa Parmak auf dem Platz. Der Mittelfeldspieler der Kickers übte Freistöße, als hätte er geahnt, was kommen würde. Nach 63 Minuten legte sich Parmak den Ball zurecht, drosch einen Freistoß aus 25 Metern in den Winkel – 1:0, ein Traumtor. Doch damit hatte der Meisterschütze noch nicht genug. Nur drei Minuten später stand er nach einer Flanke des starken Neuzugangs Alexander Rosen richtig, traf zum 2:0. Kurz darauf scheiterte Angelo Vaccaro nach einem Foul am eingewechselten Serhat Cerci am überragenden Pfullendorfer Torwart Ralf Hermanutz. Zum ersten Sieg nach zwölf Spielen reichte es dennoch. „Mir fällt eine Last vom Herzen“, sagte Trainer Stefan Minkwitz, „aber es ist nur ein erster Schritt gewesen – mehr nicht.“
Click here to find out more!
Gelaufen sind die Kickers von Beginn an enorm viel. Sie zeigten Aggressivität und Einsatzwillen – so wie es Minkwitz nach der schwachen Leistung gegen Bayern München II (0:1) gefordert hatte. Einziges Manko vor der Pause war die Torausbeute. Vaccaro nach schöner Vorarbeit von Parmak (18.) und Sokol Kacani nach einer Flanke von Sascha Benda (26.) scheiterten am glänzend parierenden Hermanutz. Der Schuss von Oliver Stierle (41.) ging knapp daneben. „So ein Engagement hätte ich mir schon gegen die Bayern gewünscht“, meinte Kickers-Präsidiumsmitglied Walter Kelsch in der Pause, „aber wir werden es packen.“
Der Ex-Profi behielt recht, was vor allem an Mustafa Parmak lag. Der treffsichere 25-Jährige schlug just in der Phase zu, als die Pfullendorfer das Spiel in den Griff zu bekommen schienen. Danach schaukelte der Gastgeber den Vorsprung sicher nach Hause. Präsident Dirk Eichelbaum lobte: „So eine leidenschaftliche Leistung der Mannschaft habe ich lange nicht gesehen.“
Über den ersten Sieg der Blauen seit dem 22. September freute sich auch Wolfgang Wolf. „Es war zu sehen, dass die Mannschaft will“, erklärte der Ex-Trainer, „sie ist ein hohes Tempo gegangen.“ Doch auch nach dem Sprung auf Rang 15 müssen die Kickers weiter Gas geben – am besten schon am Karsamstag in Kassel. „Es gibt keinen Grund, euphorisch zu sein“, sagte Manager Joachim Cast, „wir müssen nun nachlegen.“
Jürgen Frey, Stuttgarter Nachrichten
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2:0-Sieg wahrt die letzte Chance
Rückstand auf Platz zehn jetzt sieben Punkte - Erster Dreier unter Trainer Minkwitz
Stuttgart - Mit dem ersten Sieg unter ihrem neuen Trainer Stefan Minkwitz haben die Stuttgarter Kickers die Chance auf den Einzug in die eingleisige 3. Fußball-Profiliga gewahrt. In einem Nachholspiel der Regionalliga Süd vom 20. Spieltag setzte sich der frühere Bundesligist gegen den direkten Konkurrenten SC Pfullendorf mit 2:0 (0:0) durch und verkürzte damit den Rückstand auf Platz zehn auf sieben Punkte.
Mustafa Parmak (63./66.) entschied das Duell vor 2860 Zuschauern mit einem Doppelschlag. Angelo Vaccaro scheiterte zudem mit einem Foulelfmeter an Pfullendorfs Torhüter Ralf Hermanutz (74.).
Für die Kickers war es der erste Heimsieg der Saison und im achten Anlauf auch der erste Dreier mit Minkwitz. Die Gäste verloren zudem Angreifer Ewald Beskid, der nach einer Tätlichkeit die Rote Karte sah (78.).
sid
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Endlich hat es zum ersten Heimsieg der Saison gereicht! Im Nachholspiel der Regionalliga Süd gewannen die Kickers gegen den SC Pfullendorf mit 2:0 (0:0) Toren. Beide Treffer erzielte Mustafa Parmak mit einem tollen Doppelpack: Erst zirkelte er einen Freistoß direkt unters Lattenkreuz (63.), später traf er mit seinem Volleyschuss ins kurze Ecke (68.). Die Blauen beendeten damit endlich die sieglose Zeit zuhause im GAZi-Stadion auf der Waldau und feierten den mehr als verdienten ersten Sieg unter Trainer Stefan Minkwitz.
Der Spielverlauf:
Dass heute eine ganz andere Kickers-Mannschaft auf dem Platz stand, das merkten die 2860 Fans im GAZi-Stadion bereits nach den ersten Sekunden. Die Kickers spielten richtig aggressiv in den Zweikämpfen und kauften so den ersatzgeschwächten Gästen aus Pfullendorf den Schneid ab. Mustafa Akcay und Alexander Rosen hatten eine beeindruckende Zweikampfquote, ebenso die neu zusammengestellte Innenverteidigung mit Marcus Mann und Marcel Rapp, die nahezu alle Kopfballduelle gewannen. Vorne wirkten die Blauen von Anfang an viel gefährlich als zuletzt, denn es ergaben sich in der ersten Halbzeit regelmäßig gute Chancen zur Führung. Die erste Möglichkeit hatte Sokol Kacani, als er eine Parmak-Flanke aufs Tor köpfte, doch der bärenstarke Schlussmann der Pfullendorfer Ralf Hermanutz lenkte den Ball über die Latte (4.). Nach zehn Minuten zog Angelo Vaccaro nach einer Hereingabe von Mustafa Parmak aus 12 Metern ab, doch erneut zeigte der Keeper seine Klasse. Wieder ein schöner Angriff über die rechte Seite, als Sokol Kacani Mustafa Parmak schickte, der zog auf die Grundlinie und passte zurück auf Angelo Vaccaro. Der Kickers-Stürmer zog direkt ab und traf das Leder super, doch erneut fand er seinen Meister in Person von Ralf Hemanutz im Gästetor. Der Schlussmann lenkte den Schuss mit der rechten Faust stark über die Latte (20.).
Nach einer guten halben Stunde die Doppelchance für die Blauen: Zuerst schickte Alexander Rosen seiner Stürmer Angelo Vaccaro, doch der nahm den Ball zunächst nicht an, so dass dieser immer länger und länger wurde. Leider bekam er beim Abschluss dann nicht mehr den nötigen Druck hinter den Ball, so dass Hermanutz sicher anfangen konnte. Nur Sekunden später aber wieder Gefahr für das Pfullendorfer Tor: Sascha Benda zog eine schöne Flanke mit links in den Strafraum auf Sokol Kacani, doch dessen Kopfball kam leider zu zentral, so dass Hermanutz den Ball über die Latte lenken konnte. In der 40. Minute wieder eine gefährliche Flanke, dieses Mal von Angelo Vaccaro, der seine Hereingabe auf den zweiten Pfosten auf Oliver Stierle zog. Der Kickers-Mittelfeldspieler traf die Kugel im Fallen noch gut, doch erneut war der Pfullendorfer Keeper schnell auf den Beinen und entschärfte gekonnt.
Da es von den Pfullendorfern bis auf den Distanzschuss von Faruk Gül (35.) keine nennenswerte Möglichkeit im ersten Durchgang zu verzeichnen gab, blieb es beim torlosen Halbzeitstand.
Anfangs der zweiten Hälfte verflachte die Partie aus Sicht der Kickers. Der Schwung und die Spielfreude waren weg, sicherlich aber auch, weil die Gäste von Trainer Michael Feichtenbeiner entsprechend neu eingestellt wurden. Die Pfullendorfer waren nur merklich aggressiver, kamen jedoch nie gefährlich vor das Tor vom nahezu beschäftigungslosen Kickers-Keeper David Yelldell.
In der 63. Minute fasste sich Alexander Rosen ein Herz, setzte sich energisch im Mittelfeld durch und versuchte durch die Abwehrreihe zu brechen. Jedoch wurde der Neuzugang unsanft von den Gästeabwehrspielern gestoppt, als er eigentlich schon fast durch war. Die Kickers bekamen immerhin einen Freistoß aus aussichtsreicher Position zugesprochen. Mustafa Parmak schnappte sich das Leder in 23 Meter Torentfernung und zirkelte es über die Mauer hinweg in den linken Torwinkel zur 1:0 Führung. Der Bann war endlich gebrochen, und die Freude kannte unter den Fans und auf dem Platz kein Ende. Das Tor wirkte wie eine Befreiung und die Kickers versuchten gleich nachzulegen. Alexander Rosen setzte sich erneut durch und wurde wieder gefoult, wobei der Ball auf Strafraumhöhe bei Mustafa Parmak landete, der völlig freistehend die Möglichkeit hatte, auf 2:0 zu erhöhen, doch pfiff der Unparteiische tatsächlich den Vorteil ab (65.).
Nur 60 Sekunden später gelang dem starken Mustafa Parmak dann doch sein zweiter Treffer: Ferhat Cerci dribbelt in Richtung Strafraum, Alexander Rosen hinterlief ihn mustergültig, Pass nach Außen, starke Flanke in das Sturmzentrum, wo zunächst Sokol Kacani den Ball nur auf den Kopf bekommt, doch seine unfreiwillige Verlängerung landete bei Mustafa Parmak, der ca. 7 Meter vor dem Tor den Ball volley abnahm und ins kurze Ecke vollstreckte. Das 2:0 in der 66. Spielminute.
Die Kickers machten weiter Druck, allen voran der eingewechselte Ferhat Cerci. Wieder zog er mit seinem Dribbling in den Strafraum, doch dieses Mal wurde er von Mark Lerandy an der Strafraumkante zu Fall gebracht. Schiedsrichter Walter Hofmann entschied sofort auf Foulelfmeter, von den Pfullendorfer Spielern kamen auch keine Reklamationen. Angelo Vaccaro schnappte sich wie vor dem Spiel abgesprochen den Ball, zog mit Vollspann ab, doch auch diesen Versuch vereilte Ralf Hermanutz stark, als er die richtige Ecke ahnte und er mit der Faust reaktionsschnell abwehren konnte (72.).
Doch wer gedachte hatte, dass der verschossenen Elfmeter nun vielleicht die Gäste wieder zurück ins Spiel brachte, der irrte sich gewaltig. Die Kickers spielten weiter nach vorne und hatten mit dem Flugkopfball von Angelo Vaccaro nach einer Parmak-Flanke die nächste gute Möglichkeit, doch leider hatte der Kickers-Stürmer heute kein Glück, denn auch dieser Ball strich knapp über die Latte (75.).
Als Pfullendorfs Ewald Beskid dann aus heiterem Himmel gegen Marcel Rapp nachtrat, zeigte ihm Schiedsrichter Walter Hoffmann nach Rücksprache mit seinem Linienrichter völlig zurecht die Rote Karte wegen Tätlichkeit (78.).
Danach war die Partie gelaufen, bis auf den Kopfball von Ferhat Cenci zeigten auch die Kickers keine gefährliche Aktion mehr. Die Kickers-Fans hatten endlich mal wieder einen Heimsieg zu bejubeln, und das taten sie auch bis zum Schlusspfiff.
Denn endlich wurden viele Serien gebrochen: Der erste Sieg für Trainer Stefan Minkwitz im achten Spiel, nach zwölf Partien endlich wieder ein dreifacher Punktgewinn, der erste Heimsieg im GAZi-Stadion seit dem 26. Mai 2007.
Zur Aufstellung:
Stefan Minkwitz machte seinen Ankündigungen wahr und stellte sein Team im Vergleich zur enttäuschten Niederlage gegen die Bayern II auf mehreren Positionen um. Oliver Stierle und Mustafa Akcay standen nach auskurierten Verletzungen ebenso wie Moritz Steinle in der Startelf. Angelo Vaccaro spielte nach abgesessener Gelb-Sperre wieder im Sturm. Dafür wurde Bashiru Gambo aus disziplinarischen Gründen aus dem Kader gestrichen, Marco Wildersinn, Mike Baradel und Ferhat Cerci saßen auf der Bank. Die Ausstellung im Einzelnen: David Yelldell im Kickers-Tor, von rechts die Abwehrreihe mit Sascha Benda, Marcus Mann, Marcel Rapp und Moritz Steinle. Vor der Abwehr spielten Mustafa Akcay und Alexander Rosen, auf den Außenbahnen Mustafa Parmak und Oliver Stierle. Vorne stürmten Angelo Vaccaro und Sokol Kacani.
Die Trainerstimmen:
Michael Feichtenbeiner: „Mein Fazit fällt sehr bitter aus. Wir haben nicht nur drei Punkte verloren, sondern auch Ewald Beskid mit seiner Roten Karte. Er als erfahrener Spieler wird uns in den nächsten Wochen sehr fehlen, das trifft mich fast noch härter als die Niederlage. Mir schien es gerade so, als ob wir für die Kickers der richtige Gegner zum richtigen Zeitpunkt gewesen sind. In der ersten Halbzeit haben die Kickers mit dem konsequenten und aggressiven Spiel meiner Mannschaft den Schneid abgekauft und sind durch den Kampf ins Spiel gekommen. Hier hätte ich mir gewünscht, dass der Schiedsrichter nicht nur ermahnt, sondern schon früher die Gelbe Karte gezeigt hätte. Die erste Hälfte haben wir nur glücklich überstanden und unser Torwart hat einige Male prächtig gehalten. In der zweiten Halbzeit waren wir anfangs besser im Spiel, der Elan der Kickers schien vorbei und die Zeit hätte für uns gespielt. Doch mit dem guten Freistoßtor und gleich danach mit dem 2:0 war das Spiel entschieden. Wir waren vorne heute viel zu harmlos.“
Stefan Minkwitz: "Mir ist heute ein riesen Stein vom Herzen gefallen. Die Truppe hat von der ersten bis zur 90. Minute Gas gegeben und verdient gewonnen. Aber wir wollen jetzt nichts verschreien, dass alles bereits wieder in Butter ist. Ein Kompliment an die Jungs, die heute auf dem Platz gestanden sind und im Kader waren. Ich hoffe es geht so weiter."
Die Spielstatistik:
Kickers: David Yelldell – Sascha Benda, Marcus Mann, Marcel Rapp, Moritz Steinle – Mustafa Akcay, Alexander Rosen (80. Recep Yildiz), Mustafa Parmak, Oliver Stierle (56. Ferhat Cerci) – Sokol Kacani, Angelo Vaccaro (87. Marco Tucci) – Trainer: Stefan Minkwitz
SC Pfullendorf: Ralf Hermanutz – Fabian Gerster, Matthias Kiefer, Mark Lerandy, Timo Trefzger – Daniel Isailovic (68. Harun Toprak), Markus Knackmuß, Johannes Flum, Patrick Ghigani (80. Pascal Stadelmann) – Faruk Gül, Ewald Beskid – Trainer: Michael Feichtenbeiner
Zuschauer:
2.860 Fans im GAZi-Stadion auf der Waldau
Torfolge:
1:0 Mustafa Parmak (63.)
2:0 Mustafa Parmak (66.)
Schiedsrichter:
Walter Hofmann (Ansbach)
Verwarnungen:
Gelbe Karten: Moritz Steinle, Alexander Rosen, Angelo Vaccaro - Patrick Ghigani, Johannes Flum, Mark Lerandy
Rote Karte: Wald Beskid (78. Tätlichkeit)
Besondere Vorkommnisse:
Angelo Vaccaro scheitert mit Foulelfmeter an Ralf Hermanutz (74.)
Kim-Tobias Stehle, Kickers Homepage