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Spieler feiert mit Lokalrivalen - und fliegt

Verfasst: Freitag 30. Mai 2008, 19:36
von McVillager
Die Kickers kritisieren den WFV

Sport-Vorstand Schürer zum „Fall Fehrer“

Die Beurlaubung von Sebastian Fehrer beim Fußball-Bayernligisten Würzburger FV sorgt weiter für reichlich Diskussionsstoff. Der Libero war am vergangenen Montag aus dem Kader gestrichen worden, nachdem er in der Innenstadt mit Spielern der Würzburger Kickers den Bayernliga-Aufstieg gefeiert hatte (wir berichteten ausführlich). Jens Schürer, ehemaliger Zweitliga-Profi und Sportvorstand der Würzburger Kickers, kann die Reaktion der WFV-Verantwortlichen nicht verstehen.

Die Beurlaubung von Sebastian Fehrer beim Fußball-Bayernligisten Würzburger FV sorgt weiter für reichlich Diskussionsstoff. Der Libero war am vergangenen Montag aus dem Kader gestrichen worden, nachdem er in der Innenstadt mit Spielern der Würzburger Kickers den Bayernliga-Aufstieg gefeiert hatte (wir berichteten ausführlich). Jens Schürer, ehemaliger Zweitliga-Profi und Sportvorstand der Würzburger Kickers, kann die Reaktion der WFV-Verantwortlichen nicht verstehen.

„Ich halte die Aktion für äußerst unglücklich“, sagt Schürer: „Das riecht danach, dass da ein Exempel statuiert werden und einer an den Pranger gestellt werden soll. Wir haben auch eine Phase gehabt, wo es nicht so lief und wir den Bonus des Spitzenreiters verspielt hatten. Aber wir sind ruhig geblieben, haben weitergearbeitet. Man kann doch beim WFV jetzt nicht einen Einzelnen für die schlechte Position verantwortlich machen. Das sind die Verantwortlichen gefragt.“
Kickers wollen dem WFV helfen

Allerdings hofft Schürer, dass der WFV am Samstag den Klassenerhalt sichert. „Das meine ich ganz ehrlich. Es geht ja letztlich nicht darum, ob jetzt die Kickers oder der FV die Nummer eins im Würzburger Fußball sind. Wir alle müssen versuchen, dass der Fußball wieder die Nummer eins in Würzburg wird.“ Deshalb würde Schürer auch dem Lokalrivalen am liebsten Hilfe leisten: „Aus Kollegialität würden wir, wenn es erlaubt wäre, gerne Spieler für den WFV abstellen. Ich wünsche mir wirklich, dass sie drin bleiben. Die machen seit Jahren einen guten Job. Es wäre doch toll, endlich wieder ein paar Tausend Leute bei einem Derby zu haben, bei dem es auch um was geht.“

Schürer ärgert die Geschichte um Fehrers Suspendierung, weil der Libero mit den Kickers den Aufstieg gefeiert hatte. „Unsere Spieler haben keine Repressalien zu erwarten, sollten einer dem FV gratulieren.“ Besonders sauer stößt Schürer die Bemerkung des zweiten WFV-Vorsitzenden Reinhard Peter gegenüber dieser Zeitung auf: „Wenn ich höre, dass sei eine ,Sache des Anstands', dann beziehe ich das auf uns als Verein. Es kann doch nicht unanständig sein, wenn uns einer gratuliert.“

Offenbar, so Schürer, lägen die Nerven in der Zellerau ziemlich blank. „Der erste Vorsitzende Georg Rosenthal war nach vier Spielen wahrscheinlich mehr davon überzeugt, dass er in der kommenden Saison Regionalliga spielen wird, als dass er Würzburger Oberbürgermeister wird. Aber im Fußball und in der Politik kommt es eben manchmal anders.“

Main-Post

Verfasst: Sonntag 15. Juni 2008, 15:37
von Heiko K.
Was man an Hintergrund noch hinzufügen sollte:

Fehrer stammt aus der Jugend des WFV, wurde dort nicht übernommen und landete bei den Kickers. Später überlegte es sich der WFV anders und holte ihn zurück. Nun feierte er mit seinen alten Mitspielern...

Wie man hört spielt er nächstes Jahr vielleicht wieder am anderen Ende der Stadt.