Minki im Dialog
Verfasst: Donnerstag 10. Juli 2008, 08:56
Hier nun der Minki-Dialog. Dank an die Herren Stehle und Kurzka für die Hilfe.
1. Herr Minkwitz, sind Sie mit der bisherigen Vorbereitung zufrieden? Haben die Spieler ihre "Hausaufgaben" in den Ferien gemacht und sind fit zum Trainingsstart erschienen? Welche besonderen Schwerpunkte werden Sie in den verbleibenden Wochen im Training legen?
Mit dem Verlauf der Vorbereitungen bisher bin ich größtenteils zufrieden. Bei dem ein oder anderen Spieler wie z.B. bei Jens Härter gibt es noch Nachholbedarf. Aber das ist aufgrund seines halbjährigen Ausfalls normal und nachvollziehbar.
Die Schwerpunkte liegen wie immer in der Vorbereitung zunächst auf dem konditionellen Bereich, wobei natürlich auch die taktische Arbeit nicht zu kurz kommt.
2. In den ersten Vorbereitungsspielen sind einige Personalien aufgefallen: Genisyürek war mit dabei, Petruso nicht. Können Sie Aufklärung schaffen?
Saban Genisyürek gehört derzeit zum Kader und auch Franco Petruso, wenngleich auch derzeit verletzt, ebenso Marko Kovac. Nach Abschluss der Vorbereitung wird man sehen, wie es weitergeht.
3. Wie sieht es generell derzeit mit Verletzten aus?
Nichts außergewöhnliches, ein paar Wehwehchen hier und da. Bashiru Gambo war leicht angeschlagen, ist aber jetzt wieder dabei, ebenso wie Alex Rosen, der nach einem Foul im Spiel gegen Balingen in den letzten Tagen leichte Probleme mit der Schulter hatte.
Marcus Mann wurde kürzlich an der Hand operiert (Kahnbeinbruch) und ich hoffe, wer wird höchstens zwei Wochen ausfallen.
4. Eine der wichtigsten Personalien ist derzeit Mustafa Parmak. Ist er nach den Vorfällen rund um das Elversberg-Spiel überhaupt noch ins Team zu integrieren? Für wie sicher halten Sie seinen Abschied? Was halten Sie von der Tauschaktion mit Koblenz?
Musti hat unumstritten fussballerisch hohe Qualitäten, das gilt für ihn persönlich. Als Mitglied in einem Team haben wir noch weitere Ansprüche an ihn, so wie an jedes andere Teammitglied auch. Sollte er bei den Kickers bleiben, beginnt er bei Null, sollte er den Verein verlassen, wünsche ich ihm alles Gute auf seinem weiteren Weg.
Für mich spricht nichts gegen ein „Tauschgeschäft“, zumal Sascha Traut ins Team passen und uns sicherlich weiterbringen würde.
5. Nach dem Sieg in Elversberg war das ausgesprochene Ziel geschafft: die Blauen in der 3. Liga. Aber viele, die man auf den unzähligen Bildern hat Jubeln sehen, sind inzwischen nicht mehr bei uns. Ein bewusst gewählter Schritt?
Ein natürlicher Schritt. Einige Spieler wollten uns verlassen und das aus den verschiedensten Gründen, wie z.B. David Yelldell und Moritz Steinle. Von einigen Spielern haben wir uns getrennt, wobei sicherlich der ein oder andere davon gerne bei den Kickers geblieben wäre.
Durch diese Wechsel kommt immer frischer Wind ins Teamgefüge, ich denke, das ist durchaus positiv und zwar in sportlicher Hinsicht, wie auch im zwischenmenschlichen Bereich.
6. Viele der Neuen sind jüngere Perspektivspieler. Wen planen Sie gleich als feste Größe für die Startelf ein? Wer bekommt Zeit, um sich zu entwickeln?
Jetzt kann man noch nicht von festen Größen sprechen und als „feste Größe“ ist zunächst gar kein Spieler eingeplant. Jeder muss sich über die Trainingsarbeit und die Vorbereitungsspiele anbieten und sich aufdrängen.
Die notwendige Entwicklungszeit gestehen wir allen jungen Spielern zu. Die Betonung liegt dabei auf ENTWICKLUNG, also selbst wenn nicht gleich aus jedem jungen Spieler ein Stammspieler wird, kann er für uns ein guter, ein wertvoller Spieler sein.
7. Auf welchen Positionen sehen Sie noch Handlungsbedarf? Was ist überhaupt nochfinanziell möglich?
Handlungsbedarf besteht noch auf den Positionen Innenverteidiger/ zentrales defensives Mittelfeld und im zentralen Offensivbereich.
Zum Thema finanzieller Spielraum kann ich nichts sagen, da verweise ich auf Achim Cast.
8. Die Fans hoffen vor allem auf die Rückkehr von Mirnes Mesic: Wie stehen Sie zu einer Rückholaktion? Wie realistisch ist sie überhaupt?
Mirnes war eine feste Größe bei den Kickers, seine Qualitäten sind bekannt, auch wenn er in Freiburg nicht Fuss fassen konnte. Momentan laufen Bestrebungen, ihn zu den Kickers zurückzuholen, aber dazu ist die Unterstützung aus dem Sponsorenkreis notwendig. Wenn es diese gibt, sehe ich es schon durchaus als realistisch an, dass Mirnes in der kommenden Saison wieder für die Kickers aufläuft.
9. Man hat das Gefühl, dass zumindest in der Saisonvorbereitung mehr Harmonie und Ruhe in die Mannschaft eingekehrt ist, als dies noch letzte Saison war. Wie sehen Sie das - und greift das auch auf die Führungsetage über?
Momentan gibt es für Niemanden Druck aus dem Umfeld, die Vorbereitung läuft und nach der Qualifikation für die 3. Liga herrscht eine gewisse Euphorie. Für mich ist entscheidend, wie es in sechs oder acht Wochen sein wird, wenn die Saison begonnen hat.
10. Auffällig ist, dass die Zahl derer, die von der A-Jugend-Bundesliga den Sprung in die Erste schaffen, überschaubar ist. Woran liegt das?
Das liegt zum Einen auch an der Qualität der Spieler, hauptsächlich aber am Leistungssprung für die A-Jugendlichen. Die Anforderungen an die jungen Spieler sind immens hoch, meist viel höher, als die Jungs bereit sind zu investieren. Um Fussballprofi zu werden, reicht es nicht, nur an allen Trainingseinheiten teilzunehmen.
Mit Franco Petruso hat aber schon in der vergangenen Saison wieder ein Spieler den Sprung (fast direkt) geschafft.
11. Was halten Sie von Zoltan Sebescens Nachwuchskonzept? Was wurde in der Vergangenheit im Jugendbereich richtig oder falsch gemacht?
Momentan befasst sich das Trainerteam Minkwitz/Malchow nicht mit diesen Überlegungen, der Focus liegt auf der Vorbereitung für die 3. Liga.
Soweit ich informiert bin, erstellt Zoltan ein Konzept, wie die Nachwuchsarbeit aussehen könnte und wir werden zur gegebenen Zeit hinzugezogen.
Die regelmäßige Kommunikation zwischen den Trainern ist aber für mich ein wesentlicher Bestandteil der darin nicht fehlen sollte und ich denke, das sieht Zoltan auch so. Darin ist auch das Trainerteam der ersten Mannschaft eingeschlossen.
In diesem Zusammenhang von richtig oder falsch zu sprechen, ist wohl nicht richtig. Was wurde „im Rahmen der Möglichkeiten“ erreicht oder nicht erreicht, gefällt mir besser. Und wenn man sieht, dass in dieser Saison nur Mannschaften aus der A- und B-Junioren-Bundesliga abgestiegen sind, die nicht aus dem Stall eines Erst- oder Zweitligisten kommen, dann spricht das sicherlich Bände.
Wenn man also auch für die Drittligisten Nachwuchs-Leistungszentren fordert, ist das sicherlich der richtige Ansatz, der Verband muss aber dann auch die notwendige Unterstützung anbieten.
12. Wie sehen Sie das Ziel für die nächste Saison? Gibt es nur den Klassenerhalt als Vorgabe - oder ist mehr drin?
Mitte Juli schwer zu sagen, zumal die Vereine aus der letztjährigen Regionalliga Nord nur schwer einzuschätzen sind. Für uns gilt, dass wir uns zunächst in der neuen 3. Liga etablieren wollen.
13. Mit welcher taktischen Ausrichtung wird die Mannschaft im kommenden Jahr antreten? Favorisieren Sie generell ein bestimmtes Spielsystem?
Mein Favorit ist das 4-4-2, egal ob „flach“, also mit zwei Reihen oder in einer Raute. Wir werden in den nächsten Wochen sehen, was sich eher bewährt.
Ich denke es ist besser, ein Spielsystem zu beherrschen, als sich auf mehrere Varianten zu konzentrieren. Dabei nehme ich taktische Umstellungen während eines Spiels – Dreierkette während der letzten zehn Minuten bei einem 0:1 Rückstand – aus.
1. Herr Minkwitz, sind Sie mit der bisherigen Vorbereitung zufrieden? Haben die Spieler ihre "Hausaufgaben" in den Ferien gemacht und sind fit zum Trainingsstart erschienen? Welche besonderen Schwerpunkte werden Sie in den verbleibenden Wochen im Training legen?
Mit dem Verlauf der Vorbereitungen bisher bin ich größtenteils zufrieden. Bei dem ein oder anderen Spieler wie z.B. bei Jens Härter gibt es noch Nachholbedarf. Aber das ist aufgrund seines halbjährigen Ausfalls normal und nachvollziehbar.
Die Schwerpunkte liegen wie immer in der Vorbereitung zunächst auf dem konditionellen Bereich, wobei natürlich auch die taktische Arbeit nicht zu kurz kommt.
2. In den ersten Vorbereitungsspielen sind einige Personalien aufgefallen: Genisyürek war mit dabei, Petruso nicht. Können Sie Aufklärung schaffen?
Saban Genisyürek gehört derzeit zum Kader und auch Franco Petruso, wenngleich auch derzeit verletzt, ebenso Marko Kovac. Nach Abschluss der Vorbereitung wird man sehen, wie es weitergeht.
3. Wie sieht es generell derzeit mit Verletzten aus?
Nichts außergewöhnliches, ein paar Wehwehchen hier und da. Bashiru Gambo war leicht angeschlagen, ist aber jetzt wieder dabei, ebenso wie Alex Rosen, der nach einem Foul im Spiel gegen Balingen in den letzten Tagen leichte Probleme mit der Schulter hatte.
Marcus Mann wurde kürzlich an der Hand operiert (Kahnbeinbruch) und ich hoffe, wer wird höchstens zwei Wochen ausfallen.
4. Eine der wichtigsten Personalien ist derzeit Mustafa Parmak. Ist er nach den Vorfällen rund um das Elversberg-Spiel überhaupt noch ins Team zu integrieren? Für wie sicher halten Sie seinen Abschied? Was halten Sie von der Tauschaktion mit Koblenz?
Musti hat unumstritten fussballerisch hohe Qualitäten, das gilt für ihn persönlich. Als Mitglied in einem Team haben wir noch weitere Ansprüche an ihn, so wie an jedes andere Teammitglied auch. Sollte er bei den Kickers bleiben, beginnt er bei Null, sollte er den Verein verlassen, wünsche ich ihm alles Gute auf seinem weiteren Weg.
Für mich spricht nichts gegen ein „Tauschgeschäft“, zumal Sascha Traut ins Team passen und uns sicherlich weiterbringen würde.
5. Nach dem Sieg in Elversberg war das ausgesprochene Ziel geschafft: die Blauen in der 3. Liga. Aber viele, die man auf den unzähligen Bildern hat Jubeln sehen, sind inzwischen nicht mehr bei uns. Ein bewusst gewählter Schritt?
Ein natürlicher Schritt. Einige Spieler wollten uns verlassen und das aus den verschiedensten Gründen, wie z.B. David Yelldell und Moritz Steinle. Von einigen Spielern haben wir uns getrennt, wobei sicherlich der ein oder andere davon gerne bei den Kickers geblieben wäre.
Durch diese Wechsel kommt immer frischer Wind ins Teamgefüge, ich denke, das ist durchaus positiv und zwar in sportlicher Hinsicht, wie auch im zwischenmenschlichen Bereich.
6. Viele der Neuen sind jüngere Perspektivspieler. Wen planen Sie gleich als feste Größe für die Startelf ein? Wer bekommt Zeit, um sich zu entwickeln?
Jetzt kann man noch nicht von festen Größen sprechen und als „feste Größe“ ist zunächst gar kein Spieler eingeplant. Jeder muss sich über die Trainingsarbeit und die Vorbereitungsspiele anbieten und sich aufdrängen.
Die notwendige Entwicklungszeit gestehen wir allen jungen Spielern zu. Die Betonung liegt dabei auf ENTWICKLUNG, also selbst wenn nicht gleich aus jedem jungen Spieler ein Stammspieler wird, kann er für uns ein guter, ein wertvoller Spieler sein.
7. Auf welchen Positionen sehen Sie noch Handlungsbedarf? Was ist überhaupt nochfinanziell möglich?
Handlungsbedarf besteht noch auf den Positionen Innenverteidiger/ zentrales defensives Mittelfeld und im zentralen Offensivbereich.
Zum Thema finanzieller Spielraum kann ich nichts sagen, da verweise ich auf Achim Cast.
8. Die Fans hoffen vor allem auf die Rückkehr von Mirnes Mesic: Wie stehen Sie zu einer Rückholaktion? Wie realistisch ist sie überhaupt?
Mirnes war eine feste Größe bei den Kickers, seine Qualitäten sind bekannt, auch wenn er in Freiburg nicht Fuss fassen konnte. Momentan laufen Bestrebungen, ihn zu den Kickers zurückzuholen, aber dazu ist die Unterstützung aus dem Sponsorenkreis notwendig. Wenn es diese gibt, sehe ich es schon durchaus als realistisch an, dass Mirnes in der kommenden Saison wieder für die Kickers aufläuft.
9. Man hat das Gefühl, dass zumindest in der Saisonvorbereitung mehr Harmonie und Ruhe in die Mannschaft eingekehrt ist, als dies noch letzte Saison war. Wie sehen Sie das - und greift das auch auf die Führungsetage über?
Momentan gibt es für Niemanden Druck aus dem Umfeld, die Vorbereitung läuft und nach der Qualifikation für die 3. Liga herrscht eine gewisse Euphorie. Für mich ist entscheidend, wie es in sechs oder acht Wochen sein wird, wenn die Saison begonnen hat.
10. Auffällig ist, dass die Zahl derer, die von der A-Jugend-Bundesliga den Sprung in die Erste schaffen, überschaubar ist. Woran liegt das?
Das liegt zum Einen auch an der Qualität der Spieler, hauptsächlich aber am Leistungssprung für die A-Jugendlichen. Die Anforderungen an die jungen Spieler sind immens hoch, meist viel höher, als die Jungs bereit sind zu investieren. Um Fussballprofi zu werden, reicht es nicht, nur an allen Trainingseinheiten teilzunehmen.
Mit Franco Petruso hat aber schon in der vergangenen Saison wieder ein Spieler den Sprung (fast direkt) geschafft.
11. Was halten Sie von Zoltan Sebescens Nachwuchskonzept? Was wurde in der Vergangenheit im Jugendbereich richtig oder falsch gemacht?
Momentan befasst sich das Trainerteam Minkwitz/Malchow nicht mit diesen Überlegungen, der Focus liegt auf der Vorbereitung für die 3. Liga.
Soweit ich informiert bin, erstellt Zoltan ein Konzept, wie die Nachwuchsarbeit aussehen könnte und wir werden zur gegebenen Zeit hinzugezogen.
Die regelmäßige Kommunikation zwischen den Trainern ist aber für mich ein wesentlicher Bestandteil der darin nicht fehlen sollte und ich denke, das sieht Zoltan auch so. Darin ist auch das Trainerteam der ersten Mannschaft eingeschlossen.
In diesem Zusammenhang von richtig oder falsch zu sprechen, ist wohl nicht richtig. Was wurde „im Rahmen der Möglichkeiten“ erreicht oder nicht erreicht, gefällt mir besser. Und wenn man sieht, dass in dieser Saison nur Mannschaften aus der A- und B-Junioren-Bundesliga abgestiegen sind, die nicht aus dem Stall eines Erst- oder Zweitligisten kommen, dann spricht das sicherlich Bände.
Wenn man also auch für die Drittligisten Nachwuchs-Leistungszentren fordert, ist das sicherlich der richtige Ansatz, der Verband muss aber dann auch die notwendige Unterstützung anbieten.
12. Wie sehen Sie das Ziel für die nächste Saison? Gibt es nur den Klassenerhalt als Vorgabe - oder ist mehr drin?
Mitte Juli schwer zu sagen, zumal die Vereine aus der letztjährigen Regionalliga Nord nur schwer einzuschätzen sind. Für uns gilt, dass wir uns zunächst in der neuen 3. Liga etablieren wollen.
13. Mit welcher taktischen Ausrichtung wird die Mannschaft im kommenden Jahr antreten? Favorisieren Sie generell ein bestimmtes Spielsystem?
Mein Favorit ist das 4-4-2, egal ob „flach“, also mit zwei Reihen oder in einer Raute. Wir werden in den nächsten Wochen sehen, was sich eher bewährt.
Ich denke es ist besser, ein Spielsystem zu beherrschen, als sich auf mehrere Varianten zu konzentrieren. Dabei nehme ich taktische Umstellungen während eines Spiels – Dreierkette während der letzten zehn Minuten bei einem 0:1 Rückstand – aus.