Kicker.de, StZ & StN: Kickers im Test!
Verfasst: Montag 21. Juli 2008, 06:56
Kickers auch ohne Lapaczinski gerüstet
Ein bis zwei Positionen im Kader der Fußballer sind noch offen
STUTTGART. Die Stuttgarter Kickers haben die Generalprobe für die neue Saison mit 2:1 gegen den SSV Ulm gewonnen - und damit die Vorbereitung ohne Niederlage abgeschlossen. "Wir schauen zunächst von Spiel zu Spiel", sagt der Trainer Stefan Minkwitz.
Von Joachim Klumpp
Nachdem der Fußball-Drittligist Stuttgarter Kickers unter Abwägung aller Vor- und Nachteile entschieden hat, auf eine Verpflichtung des Verteidigers Denis Lapaczinski zu verzichten, bleibt es bei acht Neuzugängen im Kader, der 21 Spieler umfasst. "Bis auf ein, zwei Positionen steht meine Elf", sagt der Trainer Stefan Minkwitz im Hinblick auf den Saisonstart am nächsten Samstag bei Wacker Burghausen. Eine Bestandsaufnahme.
Der Torwart: An der Ausgangslage hat sich nichts geändert. Der bisherige Ersatzmann Manuel Salz besitzt einen Bonus und ist "meine Nummer eins", sagt Minkwitz. Im Test gegen Ulm konnte er das Vertrauen durchaus bestätigen, auch wenn ihm nach einem Missverständnis mit seinen Vorderleuten ein Handspiel außerhalb des Strafraums unterlief, das die Rote Karte hätte nach sich ziehen können. Sein Konkurrent Benjamin Huber hatte das Pech, dass er in der entscheidenden Phase der Vorbereitung mit einer Fußverletzung kurzzeitig ausfiel. Dennoch sagt Minkwitz: "Man hat gesehen, dass wir zwei sehr gute Torhüter haben." Auch wenn sie das schwere Erbe von David Yelldell antreten und man ihnen deshalb vielleicht auch mal einen Patzer verzeihen muss.
Die Abwehr: Von den Positionen her ist dieser Mannschaftsteil am dünnsten besetzt, weshalb zuletzt Denis Lapaczinski getestet, aber nicht verpflichtet worden ist. Somit steigen die Chancen von Markus Ortlieb, zur neuen Saison begnadigt zu werden, zumal er in der Innenverteidigung und im defensiven Mittelfeld spielen kann. Ansonsten steht die Startformation, zumal auch Marcus Mann den Härtetest gegen Ulm fast eine Stunde lang problemlos absolvierte, dank einer neuen Manschette aus Carbonfasern am verletzten Unterarm. "Sie hält, einem Einsatz im Burghausen steht nichts im Wege", sagte Mann. Daneben werden wohl Deigendesch, Rapp und der Neuzugang Janic (der den Führungstreffer gegen Ulm vorbereitet hat) beginnen. Als Alternative in der Innenverteidigung hat sich Jens Härter in der Vorbereitung Stück für Stück herangearbeitet, auch wenn es für 90 Minuten noch zu früh wäre.
Das Mittelfeld: Hier hat der Trainer sicher die Qual der Wahl, was Quantität und Qualität betrifft. Auf der Sechserposition im defensiven Mittelfeld sind Alexander Rosen und Bashiru Gambo gesetzt (auch wenn mal die offensivere Variante mit einer Raute gewählt wird). Auf der rechten Außenbahn hat der Neuzugang Sascha Traut in 45 Minuten nicht nur wegen seines Tores angedeutet, dass er die erhoffte Verstärkung ist, nachdem er in Koblenz wegen Verletzungsproblemen und Differenzen mit dem Trainer Rapolder sein Potenzial nicht abrufen konnte. "Ich verspreche mir noch mehr von ihm", sagt Minkwitz, "er kann wie eine Rakete abgehen." Auf der linken Seite spielte Thorsten Reiss solide; da drängt sich zudem Josip Landeka auf, der mit viel Selbstvertrauen aus Mainz kam. "Ein Straßenfußballer", sagt der Manager Joachim Cast über den Kroaten, der technisch stark ist, allerdings "noch zielstrebiger werden muss". Doch mittelfristig könnte er so etwas wie die Überraschung im Kader werden. Zudem hat Minkwitz in den angeschlagenen Ralf Kettemann und Jörn Schmiedel noch zwei Alternativen parat. "Schmiedel ist vielseitig verwendbar", sagt Minkwitz, "das kann ein Vor-, aber auch Nachteil sein."
Der Angriff: In diesem Bereich hat sich der Trainer noch nicht abschließend festgelegt, welche zwei Spieler auflaufen werden. Aus dem Trio Vaccaro, Tucci und Schürg wird einer passen müssen, was möglicherweise auch vom Gegner abhängt. In der Vorbereitung hat der Ex-Ulmer Michael Schürg bewiesen, dass er Anspruch auf einen Stammplatz anmelden kann, auch wenn er in den beiden letzten Spielen gegen Winterthur und Ulm leer ausging. Dahinter muss sich Sokol Kacani anstellen, der deshalb inzwischen mit Abwanderungsgedanken spielt. Gleiches gilt für Saban Genisyürek, der bisher aber keinen neuen Verein gefunden hat. Völlig offen ist die sportliche Zukunft des Langzeitverletzten Gino Russo, während Dirk Prediger von der zweiten Mannschaft aufrückt.
Auf Abruf: In der Hinterhand haben die Kickers ja immer noch ihre Oberliga-Mannschaft, aus der in der Vergangenheit viele Spieler den Sprung nach oben geschafft haben. Die besten Perspektiven besitzen aktuell Franco Petruso, der zum Ende der vergangenen Saison schon gute Ansätze gezeigt, allerdings die Vorbereitung verletzungsbedingt verpasst hat, sowie Marko Kovac im Mittelfeld, ein technisch versierter Spieler, "der in der Athletik noch zulegen muss", sagt Minkwitz. Beide (plus Prediger) sind Alternativen, die aber in der Oberliga Spielpraxis sammeln sollen - solange es oben nicht klemmt.
Quelle: Stuttgarter Zeitung
Ein bis zwei Positionen im Kader der Fußballer sind noch offen
STUTTGART. Die Stuttgarter Kickers haben die Generalprobe für die neue Saison mit 2:1 gegen den SSV Ulm gewonnen - und damit die Vorbereitung ohne Niederlage abgeschlossen. "Wir schauen zunächst von Spiel zu Spiel", sagt der Trainer Stefan Minkwitz.
Von Joachim Klumpp
Nachdem der Fußball-Drittligist Stuttgarter Kickers unter Abwägung aller Vor- und Nachteile entschieden hat, auf eine Verpflichtung des Verteidigers Denis Lapaczinski zu verzichten, bleibt es bei acht Neuzugängen im Kader, der 21 Spieler umfasst. "Bis auf ein, zwei Positionen steht meine Elf", sagt der Trainer Stefan Minkwitz im Hinblick auf den Saisonstart am nächsten Samstag bei Wacker Burghausen. Eine Bestandsaufnahme.
Der Torwart: An der Ausgangslage hat sich nichts geändert. Der bisherige Ersatzmann Manuel Salz besitzt einen Bonus und ist "meine Nummer eins", sagt Minkwitz. Im Test gegen Ulm konnte er das Vertrauen durchaus bestätigen, auch wenn ihm nach einem Missverständnis mit seinen Vorderleuten ein Handspiel außerhalb des Strafraums unterlief, das die Rote Karte hätte nach sich ziehen können. Sein Konkurrent Benjamin Huber hatte das Pech, dass er in der entscheidenden Phase der Vorbereitung mit einer Fußverletzung kurzzeitig ausfiel. Dennoch sagt Minkwitz: "Man hat gesehen, dass wir zwei sehr gute Torhüter haben." Auch wenn sie das schwere Erbe von David Yelldell antreten und man ihnen deshalb vielleicht auch mal einen Patzer verzeihen muss.
Die Abwehr: Von den Positionen her ist dieser Mannschaftsteil am dünnsten besetzt, weshalb zuletzt Denis Lapaczinski getestet, aber nicht verpflichtet worden ist. Somit steigen die Chancen von Markus Ortlieb, zur neuen Saison begnadigt zu werden, zumal er in der Innenverteidigung und im defensiven Mittelfeld spielen kann. Ansonsten steht die Startformation, zumal auch Marcus Mann den Härtetest gegen Ulm fast eine Stunde lang problemlos absolvierte, dank einer neuen Manschette aus Carbonfasern am verletzten Unterarm. "Sie hält, einem Einsatz im Burghausen steht nichts im Wege", sagte Mann. Daneben werden wohl Deigendesch, Rapp und der Neuzugang Janic (der den Führungstreffer gegen Ulm vorbereitet hat) beginnen. Als Alternative in der Innenverteidigung hat sich Jens Härter in der Vorbereitung Stück für Stück herangearbeitet, auch wenn es für 90 Minuten noch zu früh wäre.
Das Mittelfeld: Hier hat der Trainer sicher die Qual der Wahl, was Quantität und Qualität betrifft. Auf der Sechserposition im defensiven Mittelfeld sind Alexander Rosen und Bashiru Gambo gesetzt (auch wenn mal die offensivere Variante mit einer Raute gewählt wird). Auf der rechten Außenbahn hat der Neuzugang Sascha Traut in 45 Minuten nicht nur wegen seines Tores angedeutet, dass er die erhoffte Verstärkung ist, nachdem er in Koblenz wegen Verletzungsproblemen und Differenzen mit dem Trainer Rapolder sein Potenzial nicht abrufen konnte. "Ich verspreche mir noch mehr von ihm", sagt Minkwitz, "er kann wie eine Rakete abgehen." Auf der linken Seite spielte Thorsten Reiss solide; da drängt sich zudem Josip Landeka auf, der mit viel Selbstvertrauen aus Mainz kam. "Ein Straßenfußballer", sagt der Manager Joachim Cast über den Kroaten, der technisch stark ist, allerdings "noch zielstrebiger werden muss". Doch mittelfristig könnte er so etwas wie die Überraschung im Kader werden. Zudem hat Minkwitz in den angeschlagenen Ralf Kettemann und Jörn Schmiedel noch zwei Alternativen parat. "Schmiedel ist vielseitig verwendbar", sagt Minkwitz, "das kann ein Vor-, aber auch Nachteil sein."
Der Angriff: In diesem Bereich hat sich der Trainer noch nicht abschließend festgelegt, welche zwei Spieler auflaufen werden. Aus dem Trio Vaccaro, Tucci und Schürg wird einer passen müssen, was möglicherweise auch vom Gegner abhängt. In der Vorbereitung hat der Ex-Ulmer Michael Schürg bewiesen, dass er Anspruch auf einen Stammplatz anmelden kann, auch wenn er in den beiden letzten Spielen gegen Winterthur und Ulm leer ausging. Dahinter muss sich Sokol Kacani anstellen, der deshalb inzwischen mit Abwanderungsgedanken spielt. Gleiches gilt für Saban Genisyürek, der bisher aber keinen neuen Verein gefunden hat. Völlig offen ist die sportliche Zukunft des Langzeitverletzten Gino Russo, während Dirk Prediger von der zweiten Mannschaft aufrückt.
Auf Abruf: In der Hinterhand haben die Kickers ja immer noch ihre Oberliga-Mannschaft, aus der in der Vergangenheit viele Spieler den Sprung nach oben geschafft haben. Die besten Perspektiven besitzen aktuell Franco Petruso, der zum Ende der vergangenen Saison schon gute Ansätze gezeigt, allerdings die Vorbereitung verletzungsbedingt verpasst hat, sowie Marko Kovac im Mittelfeld, ein technisch versierter Spieler, "der in der Athletik noch zulegen muss", sagt Minkwitz. Beide (plus Prediger) sind Alternativen, die aber in der Oberliga Spielpraxis sammeln sollen - solange es oben nicht klemmt.
Quelle: Stuttgarter Zeitung