"Goldener Schlagstock" für Frankfurter Polizei
Verfasst: Mittwoch 28. Januar 2004, 21:53
FAN-SCHIKANE
Nach Auffassung des Bündnisses aktiver Fußball-Fans (Baff) sind die Frankfurter Polizei und der Rostocker Ordnungsdienst durch besonders willkürliche und brutale Aktionen negativ aufgefallen. Ein Polizist habe sogar einen beschlagnahmten Döner selbst verzehrt, hieß es.
Hanau - Knapp zwei Wochen nach dem sogenannten "Friedensgipfel" zwischen Fußballfans und Sicherheitskräften bei Bundespräsident Johannes Rau verlieh Baff den "Goldenen Schlagstock" an die Frankfurter Polizei und an den Ordnungsdienst im Rostocker Ostseestadion. Grundlage der Jury-Entscheidung war eine Abstimmung auf der Internetseite von Baff an der sich mehrere Tausend Besucher beteiligt hätten.
Ausschlaggebend für Frankfurt sei gewesen, dass die im Hinblick auf die WM 2006 "voranschreitende Sicherheitshysterie" in der DFB-Zentrale "noch ein bisschen deutlicher spürbar" sei als in anderen deutschen Städten. Als Beispiel genannt wurden Erlebnisse der Anhänger von Hannover 96, die Anfang Dezember mit dem Sonderzug nach Frankfurt gereist waren. Während der Fahrt sei das Öffnen der Fenster schroff unterbunden und eine Fan-Polonaise durch den Zug sogar mit Knüppeleinsatz beendet worden. Vor dem Spiel habe die Polizei die Fans "wie Vieh" vom Bahnsteig in die Busse getrieben.
Konsequente Schikane in Rostock
Den "goldenen Schlagstock" habe sich auch der für sein "besonders martialisches Auftreten berüchtigte" Rostocker Ordnungsdienst verdient. Ihm wurde vorgeworfen, seine Hauptaufgabe offenbar darin zu sehen, Gästefans durch "konsequent schikanöse" Behandlung vor weiteren Besuchen in der Ostseestadt abzuschrecken. Die zahlreichen Beschwerden von Gästefans über das "willkürliche und provozierende Verhalten" hätten mittlerweile dazu geführt, dass Hansa Rostock Umstrukturierungen beim Ordnungsdienst vorgenommen habe.
Baff ist ein seit 1993 bestehender vereinsübergreifender Zusammenschluss von über 200 Fan-Clubs, -Initiativen, -Zeitungen und -Projekten sowie Einzelmitgliedern und setzt sich nach eigenem Verständnis für eine "lebendige Fan-Kultur mit sozialem Integrationswert, gegen Rassismus und Kommerzialisierung" ein.
Nach Auffassung des Bündnisses aktiver Fußball-Fans (Baff) sind die Frankfurter Polizei und der Rostocker Ordnungsdienst durch besonders willkürliche und brutale Aktionen negativ aufgefallen. Ein Polizist habe sogar einen beschlagnahmten Döner selbst verzehrt, hieß es.
Hanau - Knapp zwei Wochen nach dem sogenannten "Friedensgipfel" zwischen Fußballfans und Sicherheitskräften bei Bundespräsident Johannes Rau verlieh Baff den "Goldenen Schlagstock" an die Frankfurter Polizei und an den Ordnungsdienst im Rostocker Ostseestadion. Grundlage der Jury-Entscheidung war eine Abstimmung auf der Internetseite von Baff an der sich mehrere Tausend Besucher beteiligt hätten.
Ausschlaggebend für Frankfurt sei gewesen, dass die im Hinblick auf die WM 2006 "voranschreitende Sicherheitshysterie" in der DFB-Zentrale "noch ein bisschen deutlicher spürbar" sei als in anderen deutschen Städten. Als Beispiel genannt wurden Erlebnisse der Anhänger von Hannover 96, die Anfang Dezember mit dem Sonderzug nach Frankfurt gereist waren. Während der Fahrt sei das Öffnen der Fenster schroff unterbunden und eine Fan-Polonaise durch den Zug sogar mit Knüppeleinsatz beendet worden. Vor dem Spiel habe die Polizei die Fans "wie Vieh" vom Bahnsteig in die Busse getrieben.
Konsequente Schikane in Rostock
Den "goldenen Schlagstock" habe sich auch der für sein "besonders martialisches Auftreten berüchtigte" Rostocker Ordnungsdienst verdient. Ihm wurde vorgeworfen, seine Hauptaufgabe offenbar darin zu sehen, Gästefans durch "konsequent schikanöse" Behandlung vor weiteren Besuchen in der Ostseestadt abzuschrecken. Die zahlreichen Beschwerden von Gästefans über das "willkürliche und provozierende Verhalten" hätten mittlerweile dazu geführt, dass Hansa Rostock Umstrukturierungen beim Ordnungsdienst vorgenommen habe.
Baff ist ein seit 1993 bestehender vereinsübergreifender Zusammenschluss von über 200 Fan-Clubs, -Initiativen, -Zeitungen und -Projekten sowie Einzelmitgliedern und setzt sich nach eigenem Verständnis für eine "lebendige Fan-Kultur mit sozialem Integrationswert, gegen Rassismus und Kommerzialisierung" ein.