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Gen-Variante für gute Ehemänner entdeckt

Verfasst: Dienstag 2. September 2008, 13:29
von nordlicht
Bindungsfähigkeit liegt in den Genen: Wie gut eine Partnerschaft funktioniert, wird auch vom Erbgut beeinflusst. Bestimmte Hormonrezeptoren steuern demnach, ob Männer in einer glücklichen Beziehung leben oder Single bleiben.

Es sind nicht allein die Blumen zum Hochzeitstag, das romantische Wochenende zu zweit und die geteilten Sorgen. Ob Männer eine glückliche Partnerschaft führen, liegt offenbar auch in den Genen. Das haben Forscher aus Schweden und den USA bei Gen-Untersuchungen an 552 gleichgeschlechtlichen Zwillingspaaren gezeigt.

Die Wissenschaftler machten einen Abschnitt im Erbgut ausfindig, der die Beziehungsfähigkeit von Männern und die Qualität ihrer Partnerschaften und Ehen beeinflusst. Männer mit einer bestimmten Variante dieses Gens seien generell weniger bindungsfähig und häufiger unverheiratet, berichten die Wissenschaftler in den Proceedings der Nationalen US- Akademie der Wissenschaften "PNAS".

Die Forscher untersuchten das Auftreten von drei verschiedenen Formen eines Gens, das die Wirkung des Hormons Vasopressin beeinflusst. Das Gen bildet einen Rezeptor für den Hirnbotenstoff Arginin-Vasopressin, kurz AVP. Frühere Untersuchungen hatten gezeigt, dass es bei Wühlmäusen Monogamie begünstigt.

Paul Lichtenstein vom schwedischen Karolinska Institut in Stockholm und seine Mitarbeiter untersuchten nun, ob dasselbe Gen auch beim Menschen die Bindungsfähigkeit beeinflusst. Dazu bestimmten sie, in welcher Variante das Gen bei den Probanden vorkam. Zudem ließen die Wissenschaftler die Teilnehmer und ihre Lebenspartnerinnen Fragebögen ausfüllen, in denen diese Angaben zu ihrer Beziehung und ihrer Zufriedenheit machten.

Ehekrise durch Gene

Einen auffälligen Zusammenhang mit der Bindungsfähigkeit der Männer fanden die Forscher vor allem für eine Variante, die 334 genannt wird: Männer mit dieser Gen-Form erreichten in einem Standardtest zur Beziehungs- und Bindungsfähigkeit nur geringe Werte und lebten häufig in unehelichen Partnerschaften. Bei Männern, die zwei Kopien der 334-Variante besaßen, war die Wahrscheinlichkeit doppelt so hoch, im vergangenen Jahr eine Ehekrise durchgemacht zu haben. Auch die Frauen bestätigten diese Ergebnisse: Es äußerten sich jene am wenigsten zufrieden mit ihrer Ehe, deren Partner zwei Kopien von 334 besaßen.

Insgesamt sei der Einfluss des Gens aber gering, betonen die Wissenschaftler. Es eigne sich keinesfalls dazu, etwa die männliche Beziehungsfähigkeit vorherzusagen. Ihre Studie belege dennoch, dass das Gen nicht nur das Sozialleben der Wühlmäuse beeinflusse sondern auch für den Menschen von Bedeutung sei.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mens ... 41,00.html

:D

Verfasst: Dienstag 2. September 2008, 14:15
von Bluebyte
Hmmmm, das gerade Du diesen Artikel einstellst... ? :D

Verfasst: Dienstag 2. September 2008, 15:09
von nordlicht
Wieso? Mir sind die Gene egal... :-)

Verfasst: Mittwoch 3. September 2008, 07:52
von Bluebyte
nordlicht hat geschrieben:Wieso? Mir sind die Gene egal... :-)
^

Dir vielleicht schon, aber Deinem Unterbewusstsein sicher nicht. 8)

Verfasst: Mittwoch 3. September 2008, 07:54
von nordlicht
Ach so, ja is klar?!? :?:

Verfasst: Mittwoch 3. September 2008, 07:59
von Bluebyte
nordlicht hat geschrieben:Ach so, ja is klar?!? :?:
Na ja, wenn Du klar rationale Entscheidungen fällen könntest, dann wärst Du ja kein Kickers-Fan. :D