Eichelbaum: "Frischer Wind"
Verfasst: Montag 22. September 2008, 07:06
Nachgefragt bei Dirk Eichelbaum
Der Fußball-Drittligist Stuttgarter Kickers hat gestern - nach der 2:3-Niederlage bei Rot-Weiß Erfurt - erwartungsgemäß seinen Trainer Stefan Minkwitz beurlaubt. "Das ist mir nicht leichtgefallen, aber wir konnten die sportliche Lage nicht ignorieren", sagt der Präsident Dirk Eichelbaum im Gespräch mit Joachim Klumpp.
Herr Eichelbaum, wie schwer ist es Ihnen gefallen, ein blaues Urgestein wie Stefan Minkwitz zu beurlauben?
Das war natürlich keine angenehme Aufgabe. In meinem Büro habe ich ein Bild vom 31. Mai hängen, das Stefan Minkwitz zusammen mit mir nach der erfolgreichen Drittligaqualifikation in Elversberg zeigt. Aber die hat letztendlich ebenso wenig gereicht wie seine lange Verbundenheit mit den Kickers, um die sportliche Lage mit sieben Spielen ohne Sieg zu ignorieren.
Hand aufs Herz: was wäre denn passiert, wenn Erfurt am Samstag in letzter Sekunde nicht noch ein Tor erzielt und das Spiel 2:2 ausgegangen wäre?
Sicher hätten wir in den Gremien dann noch einmal darüber sprechen müssen, aber die Tendenz wäre trotzdem zur Trennung gegangen. Wir haben schon so lange herumgemacht, irgendwann musste auch mal eine Entscheidung her.
Die die Kickers aber auch finanziell belastet. Wie werden Sie die zusätzlichen Ausgaben stemmen?
Zunächst einmal, indem uns Edgar Schmitt entgegengekommen ist. Und natürlich erhoffen wir durch seine Verpflichtung auch nochmals frischen Wind. Nicht nur sportlich, sondern so, dass sich das in zusätzlichen Marketingeinnahmen niederschlägt.
Was sprach gerade für Edgar Schmitt? Es waren ja auch noch andere Kandidaten auf dem Markt, beispielsweise der frühere Augsburger Rainer Hörgl.
Aber Herr Hörgl hat in seiner Augsburger Zeit zum Beispiel Angelo Vaccaro aussortiert gehabt, so dass wir dieses Thema erst gar nicht vertieft haben. Als Edgar Schmitt auf dem Markt war, wussten wir: er ist die richtige Adresse für uns - und wir auch für ihn. Seine offensive Spielweise beim VfR Aalen, der vergangene Saison zeitweise den attraktivsten Fußball der Regionalliga gezeigt hat, ist uns nicht entgangen und hat uns imponiert. Er war unsere absolute Wunschlösung.
Quelle: Stuttgarter Zeitung
Der Fußball-Drittligist Stuttgarter Kickers hat gestern - nach der 2:3-Niederlage bei Rot-Weiß Erfurt - erwartungsgemäß seinen Trainer Stefan Minkwitz beurlaubt. "Das ist mir nicht leichtgefallen, aber wir konnten die sportliche Lage nicht ignorieren", sagt der Präsident Dirk Eichelbaum im Gespräch mit Joachim Klumpp.
Herr Eichelbaum, wie schwer ist es Ihnen gefallen, ein blaues Urgestein wie Stefan Minkwitz zu beurlauben?
Das war natürlich keine angenehme Aufgabe. In meinem Büro habe ich ein Bild vom 31. Mai hängen, das Stefan Minkwitz zusammen mit mir nach der erfolgreichen Drittligaqualifikation in Elversberg zeigt. Aber die hat letztendlich ebenso wenig gereicht wie seine lange Verbundenheit mit den Kickers, um die sportliche Lage mit sieben Spielen ohne Sieg zu ignorieren.
Hand aufs Herz: was wäre denn passiert, wenn Erfurt am Samstag in letzter Sekunde nicht noch ein Tor erzielt und das Spiel 2:2 ausgegangen wäre?
Sicher hätten wir in den Gremien dann noch einmal darüber sprechen müssen, aber die Tendenz wäre trotzdem zur Trennung gegangen. Wir haben schon so lange herumgemacht, irgendwann musste auch mal eine Entscheidung her.
Die die Kickers aber auch finanziell belastet. Wie werden Sie die zusätzlichen Ausgaben stemmen?
Zunächst einmal, indem uns Edgar Schmitt entgegengekommen ist. Und natürlich erhoffen wir durch seine Verpflichtung auch nochmals frischen Wind. Nicht nur sportlich, sondern so, dass sich das in zusätzlichen Marketingeinnahmen niederschlägt.
Was sprach gerade für Edgar Schmitt? Es waren ja auch noch andere Kandidaten auf dem Markt, beispielsweise der frühere Augsburger Rainer Hörgl.
Aber Herr Hörgl hat in seiner Augsburger Zeit zum Beispiel Angelo Vaccaro aussortiert gehabt, so dass wir dieses Thema erst gar nicht vertieft haben. Als Edgar Schmitt auf dem Markt war, wussten wir: er ist die richtige Adresse für uns - und wir auch für ihn. Seine offensive Spielweise beim VfR Aalen, der vergangene Saison zeitweise den attraktivsten Fußball der Regionalliga gezeigt hat, ist uns nicht entgangen und hat uns imponiert. Er war unsere absolute Wunschlösung.
Quelle: Stuttgarter Zeitung