Eishockey-Torwart will trotz Hirntumor zurück auf´s Eis
Verfasst: Montag 10. November 2008, 16:41
Müller: "Kann nur positiv denken"
"Das ist ein dramatisches menschliches Schicksal", brachte es Franz Reindl, Generalsekretär des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) auf den Punkt, als das wahre Ausmaß der Krankheit von National-Torwart Robert Müller öffentlich wurde. Der Goalie der Kölner Haie kämpft um eine Rückkehr auf das Eis, wahrscheinlich seine letzte. Müller ist unheilbar krank, ein bösartiger Tumor in seinem Kopf wächst rasend schnell - auch nach zwei Operationen.
Im Moment hat Müller keine Beschwerden und trainiert seit Ende Oktober wieder für sein Comeback. Doch nun scheint klar, dass es wohl die letzte Rückkehr des Schlussmannes der Haie sein wird. "Müller hat ein sogenanntes Glioblastom im Kopf, einen Tumor vierten Grades", ließ sein Arzt wissen, den Müller von der Schweigepflicht entbunden hatte. Die meisten Patienten überleben weniger als ein Jahr, nur drei Prozent schaffen fünf Jahre. "Robert Müller ist schon über die mittlere Lebenserwartung bei dieser Art von Tumoren hinweg", sagte Professor Wolfgang Wick von der Universitätsklinik Heidelberg dem Spiegel.
"Ich werde ihn nicht daran hindern, in den Sport zurückzukehren", erklärte Wick, nachdem Müller unbedingt noch einmal in das Tor der Haie zurückkehren will. "Ich kann nur positiv denken, alles andere würde an der Situation auch nichts ändern", gab Müller gegenüber dem Kölner Express zu verstehen. Der Vater eines einjährigen Sohnes und einer vierjährigen Tochter stand noch im Frühjahr bei der deutschen Nationalmannschaft bei der WM in Halifax zwischen den Pfosten. Damals schien er den Kampf gegen den Krebs gewonnen zu haben.
Der begann im November 2006, als Ärzte den Tumor in Müllers Kopf fanden. Die Geschwulst wurde nur teilweise entfernt, weil sonst das Gehirn geschädigt worden wäre. Es folgten Strahlen- und Chemotherapie und nur drei Monate später das Comeback. "Ich weiß, dass noch ein Stück da ist in meinem Kopf", wusste der Oberbayer, der sein durch die Pause bedingtes Reservisten-Dasein im Oktober 2007 in Mannheim beendete, für zwei Monate zu DEL-Schlusslicht Füchse Duisburg wechselte, um dann mit den Kölner Haien bis ins DEL-Finale vorzudringen.
"Ich fühle mich wieder völlig in Ordnung", meinte Müller. Ein Irrtum. Im August wurde bei einer Routine-Untersuchung in Heidelberg festgestellt, dass der Tumor wieder gewachsen war und auf die Blutgefäße drückte - akute Lebensgefahr. Es folgte die zweite Schädel-Operation, auch diesmal ließ sich die Geschwulst nicht komplett entfernen. Seitdem ist klar: Müller wird nicht mehr gesund – und kämpft um sein letztes Comeback.
kicker.de
"Das ist ein dramatisches menschliches Schicksal", brachte es Franz Reindl, Generalsekretär des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) auf den Punkt, als das wahre Ausmaß der Krankheit von National-Torwart Robert Müller öffentlich wurde. Der Goalie der Kölner Haie kämpft um eine Rückkehr auf das Eis, wahrscheinlich seine letzte. Müller ist unheilbar krank, ein bösartiger Tumor in seinem Kopf wächst rasend schnell - auch nach zwei Operationen.
Im Moment hat Müller keine Beschwerden und trainiert seit Ende Oktober wieder für sein Comeback. Doch nun scheint klar, dass es wohl die letzte Rückkehr des Schlussmannes der Haie sein wird. "Müller hat ein sogenanntes Glioblastom im Kopf, einen Tumor vierten Grades", ließ sein Arzt wissen, den Müller von der Schweigepflicht entbunden hatte. Die meisten Patienten überleben weniger als ein Jahr, nur drei Prozent schaffen fünf Jahre. "Robert Müller ist schon über die mittlere Lebenserwartung bei dieser Art von Tumoren hinweg", sagte Professor Wolfgang Wick von der Universitätsklinik Heidelberg dem Spiegel.
"Ich werde ihn nicht daran hindern, in den Sport zurückzukehren", erklärte Wick, nachdem Müller unbedingt noch einmal in das Tor der Haie zurückkehren will. "Ich kann nur positiv denken, alles andere würde an der Situation auch nichts ändern", gab Müller gegenüber dem Kölner Express zu verstehen. Der Vater eines einjährigen Sohnes und einer vierjährigen Tochter stand noch im Frühjahr bei der deutschen Nationalmannschaft bei der WM in Halifax zwischen den Pfosten. Damals schien er den Kampf gegen den Krebs gewonnen zu haben.
Der begann im November 2006, als Ärzte den Tumor in Müllers Kopf fanden. Die Geschwulst wurde nur teilweise entfernt, weil sonst das Gehirn geschädigt worden wäre. Es folgten Strahlen- und Chemotherapie und nur drei Monate später das Comeback. "Ich weiß, dass noch ein Stück da ist in meinem Kopf", wusste der Oberbayer, der sein durch die Pause bedingtes Reservisten-Dasein im Oktober 2007 in Mannheim beendete, für zwei Monate zu DEL-Schlusslicht Füchse Duisburg wechselte, um dann mit den Kölner Haien bis ins DEL-Finale vorzudringen.
"Ich fühle mich wieder völlig in Ordnung", meinte Müller. Ein Irrtum. Im August wurde bei einer Routine-Untersuchung in Heidelberg festgestellt, dass der Tumor wieder gewachsen war und auf die Blutgefäße drückte - akute Lebensgefahr. Es folgte die zweite Schädel-Operation, auch diesmal ließ sich die Geschwulst nicht komplett entfernen. Seitdem ist klar: Müller wird nicht mehr gesund – und kämpft um sein letztes Comeback.
kicker.de
