Wuppertaler "Fans"
Verfasst: Donnerstag 20. November 2008, 18:41
Auf RP online habe ich eben folgenden Artikel gelesen:
Krawall-Opfer beschenkt
Düsseldorf (RP) Fußball-Drittligist Fortuna und der DFB haben sich der Familien, die von Wuppertaler Gewalttätern zusammengeschlagen worden waren, angenommen. Am Freitag (19 Uhr) geht es um Punkte gegen Braunschweig.
Am Freitag geht es für Fortuna wieder um Punkte in der Dritten Fußball-Liga, ab 19 Uhr in der LTU-Arena gegen Eintracht Braunschweig. Doch es ist im doppelten Sinne kein ganz normales Punktspiel. Zum einen aus sportlicher Sicht, denn mit einem Sieg gegen die Niedersachsen könnten die Düsseldorfer zumindest für eine Nacht Tabellenführer werden.
Zum anderen ist es das erste Heimspiel nach dem 8. November - jenem schwarzen Tag, als Wuppertaler Hooligans vor dem Spiel bei Fortuna wahllos auf Familien einschlugen und später mit dem Wurf von Feuerwerkskörpern auf den Rasen fast einen Spielabbruch provoziert hätten.
Am Mittwoch kassierte der WSV dafür die Strafe des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Eine läppische Strafe. Im nächsten Heimspiel gegen Abstiegskandidat Regensburg dürfen die Wuppertaler nur 2000 Karten verkaufen. Die Frage ist nur, ob sie überhaupt mehr hätten absetzen können, denn zuletzt kamen gegen Unterhaching nur 2783 Besucher - und der WSV verlor 2:4.
Eine wirklich nachhaltige Sanktion wäre nur gewesen, das Rückspiel gegen Fortuna im nächsten Frühjahr zum „Geisterspiel” unter Ausschluss der Öffentlichkeit zu machen. Zumal der DFB damit mögliche Racheakte des Düsseldorfer Anhangs, der in Teilen ebenfalls nicht als unproblematisch gilt, hätte vermeiden können.
Rafael Hoffmann steht zum Glück der Sinn überhaupt nicht nach Rache. Dabei wäre es bei ihm am ehesten zu verstehen gewesen: Er ist der Familienvater, der seine Kinder auf dem Plateau vor der Arena vor dem Wuppertaler Mob beschützen wollte und dabei mit einer Zaunlatte zusammengeschlagen wurde. „Ich war bewusstlos”, berichtet Hoffmann. „Mehrere Tage sollte ich im Krankenhaus bleiben, aber dann habe ich mich selbst auf eigene Gefahr entlassen.”
Gestern durfte der Monheimer als Trost einige Geschenke entgegennehmen. Fortuna bedachte die Hoffmanns mit Jahreskarten für die gesamte Familie in der „Havanna-Lounge” der Arena und zusätzlich mit Taxigeld, damit sie völlig entspannt vom Hauptbahnhof nach Stockum kommen können. Der DFB überbrachte durch seinen Sicherheitsbeauftragten Hans Florin VIP-Karten für das Länderspiel gegen Norwegen im Februar. Dazu gab‘s für alle das DFB-Maskottchen „Paule” und Fortuna-Schals. „Die Kinder müssen doch zurück zum Fußball finden”, sagte Fortunas Geschäftsführer Paul Jäger, und Florin ergänzte in Richtung der erfreuten Hoffmanns: „Der Fußball ist anders, als er sich an diesem schlimmen Tag dargestellt hat.”
Krawall-Opfer beschenkt
Düsseldorf (RP) Fußball-Drittligist Fortuna und der DFB haben sich der Familien, die von Wuppertaler Gewalttätern zusammengeschlagen worden waren, angenommen. Am Freitag (19 Uhr) geht es um Punkte gegen Braunschweig.
Am Freitag geht es für Fortuna wieder um Punkte in der Dritten Fußball-Liga, ab 19 Uhr in der LTU-Arena gegen Eintracht Braunschweig. Doch es ist im doppelten Sinne kein ganz normales Punktspiel. Zum einen aus sportlicher Sicht, denn mit einem Sieg gegen die Niedersachsen könnten die Düsseldorfer zumindest für eine Nacht Tabellenführer werden.
Zum anderen ist es das erste Heimspiel nach dem 8. November - jenem schwarzen Tag, als Wuppertaler Hooligans vor dem Spiel bei Fortuna wahllos auf Familien einschlugen und später mit dem Wurf von Feuerwerkskörpern auf den Rasen fast einen Spielabbruch provoziert hätten.
Am Mittwoch kassierte der WSV dafür die Strafe des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Eine läppische Strafe. Im nächsten Heimspiel gegen Abstiegskandidat Regensburg dürfen die Wuppertaler nur 2000 Karten verkaufen. Die Frage ist nur, ob sie überhaupt mehr hätten absetzen können, denn zuletzt kamen gegen Unterhaching nur 2783 Besucher - und der WSV verlor 2:4.
Eine wirklich nachhaltige Sanktion wäre nur gewesen, das Rückspiel gegen Fortuna im nächsten Frühjahr zum „Geisterspiel” unter Ausschluss der Öffentlichkeit zu machen. Zumal der DFB damit mögliche Racheakte des Düsseldorfer Anhangs, der in Teilen ebenfalls nicht als unproblematisch gilt, hätte vermeiden können.
Rafael Hoffmann steht zum Glück der Sinn überhaupt nicht nach Rache. Dabei wäre es bei ihm am ehesten zu verstehen gewesen: Er ist der Familienvater, der seine Kinder auf dem Plateau vor der Arena vor dem Wuppertaler Mob beschützen wollte und dabei mit einer Zaunlatte zusammengeschlagen wurde. „Ich war bewusstlos”, berichtet Hoffmann. „Mehrere Tage sollte ich im Krankenhaus bleiben, aber dann habe ich mich selbst auf eigene Gefahr entlassen.”
Gestern durfte der Monheimer als Trost einige Geschenke entgegennehmen. Fortuna bedachte die Hoffmanns mit Jahreskarten für die gesamte Familie in der „Havanna-Lounge” der Arena und zusätzlich mit Taxigeld, damit sie völlig entspannt vom Hauptbahnhof nach Stockum kommen können. Der DFB überbrachte durch seinen Sicherheitsbeauftragten Hans Florin VIP-Karten für das Länderspiel gegen Norwegen im Februar. Dazu gab‘s für alle das DFB-Maskottchen „Paule” und Fortuna-Schals. „Die Kinder müssen doch zurück zum Fußball finden”, sagte Fortunas Geschäftsführer Paul Jäger, und Florin ergänzte in Richtung der erfreuten Hoffmanns: „Der Fußball ist anders, als er sich an diesem schlimmen Tag dargestellt hat.”