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Pressetext LKZ

Verfasst: Montag 16. Februar 2004, 08:10
von magge
1:2 - Blaue blamieren sich im WFV-Pokal-Viertelfinale bei Oberligist SGV Freiberg
Überstunden für die Kickers

Freiberg - Die Stuttgarter Kickers haben die Generalprobe für den Saisonstart nach der Winterpause ordentlich verpatzt: Der Fußball-Regionalligist unterlag im Viertelfinale des WFV-Pokals beim Oberligisten SGV Freiberg völlig verdient mit 1:2 (0:1).

VON NORBERT KRUMM

UND JÜRGEN KEMMNER

Kickers-Trainer Robin Dutt war konsterniert, Präsident Hans Kullen kreidebleich, die Fans wussten nicht, ob sie laut fluchen oder jämmerlich weinen sollten. Die Blauen hatten 1:2 beim abstiegsbedrohten Oberligisten SGV Freiberg verloren - eine ordentliche Blamage, eine misslungene Generalprobe vor dem Regionalliga-Start am Samstag (14.30 Uhr) im Waldaustadion gegen den SV Wehen. Was aber fast noch schlimmer wiegt: Die finanziell stark angeschlagenen Kickers haben die Möglichkeit verpasst, sich über den Sieg im WFV-Pokal für den DFB-Pokal zu qualifizieren. 56 000 Euro gibt's für jeden Verein in der ersten Runde vom DFB - Geld, das die Blauen dringender den je gebraucht hätten.

Die Geschichte des Spiels vor 600 Zuschauern ist schnell erzählt. Freiberg war vor allem vor der Pause die bessere Mannschaft, das 1:0 durch Bilal Yildiz (40.) war verdient. Nach der Pause erhöhte Tobias Lindner per Foulelfmeter (51.) auf 2:0. Danach machten die Blauen Druck ohne aber letztlich spielerisch zu überzeugen - zu mehr als zum Anschlusstor durch Mirnes Mesic (70.) reichte es nicht. "Es war ein verdienter Sieg für Freiberg'', räumte Dutt ein, "wir haben eine unterirdische Leistung geboten.'' Und auch Präsident Kullen stöhnte: "Das war ein Armutszeugnis.'' Für Freibergs Trainer Willi Entenmann war dagegen ein Feiertag. Dem Club steht nun sogar die Tür zum Finale weit offen: Am Ostermontag geht's im Halbfinale gegen Bezirksligist FSV Bissingen um den Finaleinzug.

Wer die Partie in Freiberg gesehen hatte, war sich zu 100 Prozent sicher: In dieser Form haben die Blauen in der Regionalliga nichts mehr verloren. Da widerspricht nicht einmal Dutt. Aber der Trainer sieht die leidige Geschichte ein wenig differenzierter: "Wenn dieses Spiel unser wahrer Leistungsstand ist, sieht es wirklich schlecht aus. Wenn das aber nur ein Ausrutscher war, weil die Spieler zu lasch und zu überheblich in die Partie gegangen sind, besteht noch Hoffnung.''

Dutt will das Ruder bis Samstag noch einmal herumreißen - und hat ein deutliches Zeichen gesetzt. In dieser Woche beginnt die Vorbereitung aufs Wehen-Spiel täglich um 7.30 Uhr, zudem gewährt der Coach keinen freien Tag. "Wir können nicht einfach zur Tagesordnung übergehen'', sagt der 40-Jährige, "diese Woche will ich sehen, auf wen ich mich verlassen kann.'' Auch für Dutt wird es keine einfache Arbeitswoche.

Re: Pressetext LKZ

Verfasst: Montag 16. Februar 2004, 15:41
von Überlinger
magge hat geschrieben:...In dieser Woche beginnt die Vorbereitung aufs Wehen-Spiel täglich um 7.30 Uhr, zudem gewährt der Coach keinen freien Tag. "Wir können nicht einfach zur Tagesordnung übergehen'', sagt der 40-Jährige, "diese Woche will ich sehen, auf wen ich mich verlassen kann.'' Auch für Dutt wird es keine einfache Arbeitswoche.
Da kann man nur hoffen, dass Dutt nicht plötzlich alleine auf dem Trainingsplatz steht... :wink:

Verfasst: Montag 16. Februar 2004, 16:04
von Felix B.
Dr kicker dazu:

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Stuttgarter Kickers: Nach dem Pokal-Aus - 16.02.2004 13:57
Trainer Robin Dutt ist richtig sauer und fordert sich selbst

Für die Spieler der Stuttgarter Kickers beginnen die Tage in dieser Woche früh. Um 7.30 Uhr lässt Robin Dutt die Mannschaft zum Training antanzen. Der Coach ist so richtig sauer.



Der Grund: Zum Jahresauftakt haben die "Blauen" im Viertelfinale des Württembergischen Verbandspokals mit 1:2 beim Oberligisten SGV Freiberg verloren.

Im vergangenen Jahr war im Finale Schluss, diesmal bereits im Viertelfinale. Das Bittere daran: Der Verein hätte einen Finalsieg und die damit verbundene Qualifikation für den lukrativen DFB-Pokal dringend gebraucht. "Jeder hat auf positive Nachrichten von den Kickers gewartet, und dann beginnen wir das Jahr mit so einem Debakel", schimpfte Dutt. Er betonte jedoch, dass er sich selbst nicht aus der Kritik herausnimmt: "Ich hatte die Verantwortung, jetzt bin auch ich gefordert." Er müsse sich nun als Trainer beweisen: "Unser Trumpf war die Einsatzbereitschaft. Wenn diese nicht mehr da ist, ist der Effekt des Trainerwechsels verpufft."

Nach Gegentreffern von Bilal Yildiz (40. Minute) und Tobias Lindner (51., Strafstoß) gelang in Freiberg lediglich der Anschlusstreffer durch Mirnes Mesic (70.). "Ich muss jetzt prüfen, ob das ein Ausnahmespiel war", sagte Dutt auch im Hinblick auf das Nachholspiel am kommenden Samstag gegen Wehen. Denn die Rechnung der Kickers in der Winterpause sah so aus: Gegen Wehen mit zwei Toren Unterschied gewinnen und damit die Abstiegsplätze verlassen. Das Weiterkommen im Pokal war allerdings ebenfalls geplant.

Sigor Paesler

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