Spiegel: 3. Liga: DFB kritisiert "Halbleerglas-Mentalit
Verfasst: Freitag 13. Februar 2009, 13:36
DFB kritisiert "Halbleerglas-Mentalität"
Mehr Geld für die Dritte Liga: Verbandsdirektor Helmut Sandrock reagiert auf die Kritik einiger Vereine und stellt eine weitere Erhöhung der Fernsehgelder in Aussicht. Insgesamt zieht der DFB ein positives Zwischenfazit der neuen Spielklasse, die Clubs sind skeptischer.
Hamburg - Der DFB hat auf die Kritik vieler Clubs an der finanziellen Ausstattung der neuen bundeseinheitlichen Dritten Liga reagiert. Finanziell und rhetorisch. 200.000 Euro zusätzlich soll jeder Verein ab kommender Saison als Anteil an den Fernsehgeldern bekommen. Das wären dann insgesamt etwa 800.000 Euro pro Club.
Tristesse in Haching: Präsident fordert mehr Geld
Ziel sei jedoch eine weitere Aufstockung, sagte der für die Dritte Liga zuständige DFB-Direktor Helmut Sandrock: "Wir sollten mit dieser Halbleerglas-Mentalität aufhören. Und allen Kritikern sei gesagt: Unser Ziel an TV-Erlösen sind eine Million Euro pro Verein."
Zahlreiche Club-Vertreter hatten sich zuletzt mit heftiger Kritik zu Wort gemeldet. Präsident Engelbert Kupka von der SpVgg Unterhaching hatte in einem Interview mit der "Stuttgarter Zeitung" von einer "Pleiteliga" gesprochen und eine "finanzielle Grundförderung" gefordert. "Wir brauchen möglichst bald eine Mittelverteilung, die etwa zwei Millionen Euro Einnahmen garantiert", erklärte Kupka.
Der Sportmanager von Kickers Offenbach, Andreas Möller, äußerte sich nach dem Treffen des DFB mit den Managern der Drittligisten diplomatischer. "Aus sportlicher Sicht bin ich mit der Liga sehr zufrieden. Sie kann ein Sprungbrett für junge und talentierte Spieler sein", sagte Möller: "Aber finanziell ist es ein Kraftakt, die Anforderungen sind schon sehr hoch. Vielleicht fällt ja demnächst etwas mehr an TV-Geldern für alle Clubs ab."
Ab der kommenden Saison steigen die TV-Einnahmen pro Verein nun also um 200.000 auf 800.000 Euro. Danach soll nach Wunsch des DFB die Millionen-Grenze geknackt werden. Dazu hofft der DFB unter anderem auf ein weiteres Live-Spiel in den dritten Programmen der ARD. Zudem denkt der Verband als weitere Quelle über einen Liga-Sponsor ab der Saison 2010/11 nach.
Trotz der Kritik sieht der DFB die 3. Liga aber auch schon jetzt auf einem guten Stand. "Wirtschaftlich ist die Liga mit etwa 94 Millionen Euro auf Anhieb die an Umsatz drittstärkste Liga aller Sportarten in Deutschland", erklärte DFB-Vizepräsident Hermann Korfmacher. Zudem liegen die TV-Einnahmen weit über denen der Konkurrenz im Ausland.
Auch in Bezug auf die Sicherheit bei den Spielen zog der DFB-Sicherheitsbeauftragte Helmut Spahn ein zufriedenes Fazit. "Ich möchte nichts beschönigen und jeder Vorfall ist einer zu viel, aber es ist keine Verlagerung der Gewalt in die unteren Ligen feststellbar", erklärte Spahn: "Insgesamt haben wir weniger Vorkommnisse als in der ersten und zweiten Liga."
http://www.spiegel.de/sport/fussball/0, ... 03,00.html
Sieht ein wenig nach "DFB forscht" aus... und nach "Ist mir egal"...
Insgesamt aber nichts Neues.
Mehr Geld für die Dritte Liga: Verbandsdirektor Helmut Sandrock reagiert auf die Kritik einiger Vereine und stellt eine weitere Erhöhung der Fernsehgelder in Aussicht. Insgesamt zieht der DFB ein positives Zwischenfazit der neuen Spielklasse, die Clubs sind skeptischer.
Hamburg - Der DFB hat auf die Kritik vieler Clubs an der finanziellen Ausstattung der neuen bundeseinheitlichen Dritten Liga reagiert. Finanziell und rhetorisch. 200.000 Euro zusätzlich soll jeder Verein ab kommender Saison als Anteil an den Fernsehgeldern bekommen. Das wären dann insgesamt etwa 800.000 Euro pro Club.
Tristesse in Haching: Präsident fordert mehr Geld
Ziel sei jedoch eine weitere Aufstockung, sagte der für die Dritte Liga zuständige DFB-Direktor Helmut Sandrock: "Wir sollten mit dieser Halbleerglas-Mentalität aufhören. Und allen Kritikern sei gesagt: Unser Ziel an TV-Erlösen sind eine Million Euro pro Verein."
Zahlreiche Club-Vertreter hatten sich zuletzt mit heftiger Kritik zu Wort gemeldet. Präsident Engelbert Kupka von der SpVgg Unterhaching hatte in einem Interview mit der "Stuttgarter Zeitung" von einer "Pleiteliga" gesprochen und eine "finanzielle Grundförderung" gefordert. "Wir brauchen möglichst bald eine Mittelverteilung, die etwa zwei Millionen Euro Einnahmen garantiert", erklärte Kupka.
Der Sportmanager von Kickers Offenbach, Andreas Möller, äußerte sich nach dem Treffen des DFB mit den Managern der Drittligisten diplomatischer. "Aus sportlicher Sicht bin ich mit der Liga sehr zufrieden. Sie kann ein Sprungbrett für junge und talentierte Spieler sein", sagte Möller: "Aber finanziell ist es ein Kraftakt, die Anforderungen sind schon sehr hoch. Vielleicht fällt ja demnächst etwas mehr an TV-Geldern für alle Clubs ab."
Ab der kommenden Saison steigen die TV-Einnahmen pro Verein nun also um 200.000 auf 800.000 Euro. Danach soll nach Wunsch des DFB die Millionen-Grenze geknackt werden. Dazu hofft der DFB unter anderem auf ein weiteres Live-Spiel in den dritten Programmen der ARD. Zudem denkt der Verband als weitere Quelle über einen Liga-Sponsor ab der Saison 2010/11 nach.
Trotz der Kritik sieht der DFB die 3. Liga aber auch schon jetzt auf einem guten Stand. "Wirtschaftlich ist die Liga mit etwa 94 Millionen Euro auf Anhieb die an Umsatz drittstärkste Liga aller Sportarten in Deutschland", erklärte DFB-Vizepräsident Hermann Korfmacher. Zudem liegen die TV-Einnahmen weit über denen der Konkurrenz im Ausland.
Auch in Bezug auf die Sicherheit bei den Spielen zog der DFB-Sicherheitsbeauftragte Helmut Spahn ein zufriedenes Fazit. "Ich möchte nichts beschönigen und jeder Vorfall ist einer zu viel, aber es ist keine Verlagerung der Gewalt in die unteren Ligen feststellbar", erklärte Spahn: "Insgesamt haben wir weniger Vorkommnisse als in der ersten und zweiten Liga."
http://www.spiegel.de/sport/fussball/0, ... 03,00.html
Sieht ein wenig nach "DFB forscht" aus... und nach "Ist mir egal"...
Insgesamt aber nichts Neues.