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SPIELBERICHTE: Kickers wie Phönix aus der Asche

Verfasst: Sonntag 22. Februar 2004, 08:38
von GelsenKickers
Quelle: http://www.irsport.de/

Stuttg.Kickers - SV Wehen 4 : 1 (1 : 0)

(c.s. irsport) Das hatte den Kickers wohl keiner zugetraut. Man rieb sich im Waldau-Stadion die Augen, denn diesen forschen, respektablen Auftritt hatte von den "Blauen" keiner erwartet. Spielte da ein Abstiegsaspirant gegen einen Aufstiegskandidaten? Davon war weit und breit nichts zu sehen, denn die Hausherren zeigten von der ersten Minute an, wer hier als Sieger den Platz verlassen wollte. Unbändiger Einsatzwille und Agressivität, das zeichnete nur die Hausherren aus, denn die drängten von der ersten Spielminute an die Wehener in die Defensive.
Schon nach zwei Minuten die erste Ecke für die Kickers und hier zeigte sich schon, dass die Gäste in der Abwehr, zumindest an diesem Tag, nicht die Sichersten waren. Nur mit Mühe bekamen sie das Leder aus der Gefahrenzone. In der 10. Spielminute fischt der beste Wehener, Torwart Guido Koltermann, einen Freistoß von Sascha Benda mit den Fingerspitzen aus dem langen Torwinkel. Zwei Minuten später scheitert Neuzugang Carsten Lakies, nach schöner Vorarbeit von Mirnes Mesic und Mustafa Akcay. In der 18. Spielminute zeigt der Referee, nach einem Foul von Dajan Simac an Patrick Milchraum, sofort auf den ominösen Punkt. Sascha Benda versenkt den Strafstoß im rechten Toreck zur 1:0 Führung, Keeper Guido Koltermann roch zwar die Ecke, doch der Schuß war zu platziert und stramm geschossen. Hier hat er sich wohl das schönste Geschenk selbst gemacht, denn er feiert heute seinen 24. Geburtstag. Die Gäste aus Wehen kommen überhaupt nicht ins Spiel und Neuzugang Dajan Simac begeht in der 33. Spielminute wieder, hart an der Strafraumgrenze, ein Foul an Carsten Lakies. Diesen Freistoß setzt Sascha Benda über die Querlatte. So gehen die Hausherren mit einer knappen, aber hochverdienten Führung in die Pause.

Zum Wiederanpfiff bringt Wehens-Coach Djuradj Vasic für Dajan Simac den Neuzugang vom SSV Reutlingen Kristian Sprecakovic und für Ibrahim Uyanik den Stürmer Sead Mehic. Doch der Schuß ging praktisch nach hinten los. Zwei Minuten waren gespielt, als einer der Besten der Kickers, Mirnes Mesic, sich auf der rechten Seite durchtankte und mit einem herrlichen Querpass den völlig freistehenden Patrick Milchraum bediente. Der hatte keine Mühe die Kugel zum 2:0 einzuschieben. Schon acht Minutenj später klingelt es wieder im Wehener Gehäuse. Mirnes Mesic setzt unermüdlich im Wehener Fünfmeterraum nach und Nikolaus Nakas produziert ein Eigentor zum 3:0. Dann hat Referee Roland Greth keine andere Möglichkeit, er pfeift den zweiten Elfmeter für die Kickers. Diesmal ist es Rüdiger Ziehl, der Carsten Lakies nur durch ein Foul im Strafraum stoppen kann. Wieder läßt Sascha Benda dem Gästekeeper keine Chance, als er jetzt das linke Toreck anvisiert und es steht 4:0 in der 59. Spielminute. Ein kleiner Schönheitsfehler, über den sich Kickers-Coach Robin Dutt maßlos ärgerte, zum 4:1 Ehrentreffer der Wehener. Ein Schuß von Sascha Amstätter aus 20 Metern kommt genau auf Keeper Tino Köstel, doch der läßt das Leder irgendwie an der Seite durchrutschen.

Sofortige Gegenoffensive der Hausherren und Torwart Guido Koltermann wehrt mit zwei Superreflexen erst den Freistoß von Sascha Benda und danach auch den harten, platzierten Nachschuß von Mirnes Mesic ab. In der Schlußminute versucht es der gute Marvin Braun mit einem Schuß aus der Drehung, wieder ist der Gästekeeper unten und hält sicher. Riesenjubel beim Schlußpfiff, das war ein Auftakt nach Maß und mit dieser Leistung sollte man auch nicht chancenlos nach Erfurt fahren.

Wehens Trainer Djuradj Vasic, das Spiel kann ich leicht kommentieren, zwei Elfmeter und ein Eigentor sagt alles. Mit einer solchen Leistung kann man kein Regionalligaspiel gewinnen. Kickers Coach Robin Dutt trat sofort auf die Euphoriebremse. Wir haben die Woche über hart trainiert, waren um 7:30 Uhr morgens auf dem Trainingsplatz, Strafe für die Pokalpleite in Freiberg, doch das ist und darf nicht der Grund für diesen Sieg sein. Jeder hat bei uns begriffen um was es geht und auf die Leistung wollen wir anknüpfen und aufbauen.

Stuttg.Kickers
Aufstellung:
Tino Köstel (Tor), Oliver Barth (Abwehr), Alexander Malchow (Abwehr), Patrick Milchraum (Abwehr), Sascha Benda (Mittelfeld), Marvin Braun (Mittelfeld), Heiko Gumper (Mittelfeld), Oliver Stierle (Mittelfeld), Carsten Lakies (Sturm), Mirnes Mesic (Sturm), Mustafa Akcay (unbekannt)
Auswechslungen:
Michael Zimmermann für Patrick Milchraum (59.)
Gaetano Intemperante für Carsten Lakies (69.)
Stefan Minkwitz für Mustafa Akcay (79.)

SV Wehen
Aufstellung:
Guido Koltermann (Tor), Vitus Nagorny (Tor), Nikoalos Nakas (Abwehr), Dajan Simac (Abwehr), Rüdiger Ziehl (Abwehr), Sascha Amstätter (Mittelfeld), Patrick Dama (Mittelfeld), Daniel Gunkel (Mittelfeld), Stefan Simon (Mittelfeld), Ibrahim Uyanik (Mittelfeld), Saber Ben Neticha (Sturm)
Auswechslungen:
Sead Mehic für Ibrahim Uyanik (45.)
Kristian Sprecakovic für Dejan Simac (45.)
Ermin Melunovic für Saber Ben Neticha (45.)

Karten:
Gelb: Sascha Amstätter
Gelb: Rüdiger Ziehl

Torfolge:
1:0 Sascha Benda (18.) Foul Elfmeter
2:0 Patrick Milchraum (47.)
3:0 Nikoalos Nakas (55.) Eigentor
4:0 Sascha Benda (59.) Foul Elfmeter
4:1 Sascha Amstätter (74.)

Schiedsrichter: Roland Greth (Menning)
Zuschauer: 2240

Verfasst: Sonntag 22. Februar 2004, 08:50
von GelsenKickers
Quelle: http://www.sv-wehen.de/spielberichte.shtml

Restrunden-Auftakt vergeigt – 1:4-Pleite bei den Stuttgarter Kickers

Geradegerückt ist sie nun zwar, die Tabelle – aber heute wurde die ganz große Chance vergeben, sich auf Tabellenplatz zwei vorzuarbeiten. Stattdessen setzte es die höchste Auswärtsniederlage der laufenden Saison, die einmal mehr durch eigenes Verschulden zustande kam, da unsere Abwehr es dem Gegner mehr als leicht machte, zu drei Punkten zu gelangen: Zwei Elfmeter und ein Eigentor sprechen da leider eine deutliche Sprache und brachten die Stuttgarter auf die Siegerstraße. Besonders ärgerlich ist dies, da eine Niederlage durch fehlende Lauf- und Kampfbereitschaft zustande kam, die Mannschaft ohne jegliche Aggressivität zu Werke ging. Djuradj Vasic strich ob der heutigen Leistung den morgigen freien Sonntag und ordnete eine extra Trainingseinheit an. „Die Spieler schienen nicht begriffen zu haben, dass heute das 1. Punktspiel anstand“, fasste er kopfschüttelnd die Partie zusammen.
Einziger Neuzugang in der Startformation war Dajan Simac für den gelb-rot-gesperrten Kaymak, Melunovic und Sprecakovic nahmen zunächst auf der Bank Platz. Kapitän für den verletzten Bunzenthal war Stefan Simon, der zudem ein kleines Jubiläum zu verzeichnen hatte mit seinem 50. Regionalliga-Spiel für uns.
In der 5. Minute gab es die erste von einigen zweifelhaften Entscheidungen des Tages. Amstätter war auf rechts durchgebrochen, passte auf Nagorny, der zwar traf – aber Amstätter soll zuvor abseits gestanden haben. Die nächste umstrittene Entscheidung folgte in der 10. Minute. Simac und Milchraum lieferten sich ein Laufduell an der Strafraumlinie, Milchraum ging dabei zu Boden - Elfmeter. Koltermann war am Schuss von Benda fast dran, dennoch hieß es 1:0 für die Kickers. Dieser Strafstoß sowie ein Freistoß Bendas waren jedoch die einzigen Chancen der Stuttgarter in Spielhälfte Eins, aber in Sachen Laufbereitschaft zeigten sie ein viel höheres Engagement als unser Team, bei dem man bis kurz nach Wiederanpfiff noch den Eindruck hatte, dass die Partie noch zu drehen sei, wenn man nur anfing, sich ins Spiel hineinzukämpfen. Dieser fehlende Einsatz war es auch, der Präsident Heinz Hankammer sehr erboste und von der Einstellung maßlos enttäuscht war.
Die Umstellungen zur Pause (Mehic und Sprecakovic) sollten dann dafür sorgen, das Spiel noch herumzureißen, aber gleich mit dem ersten Stuttgarter Angriff fiel das 2:0. Braun tunnelte Ziehl, spielte quer zu Milchraum, der unbedrängt einschoss (48.). Keine zehn Minuten später reihte sich Nakas in die Liste der individuellen Fehler ein. Eine Flanke Bendas fand keinen Abnehmer, außer eben Nakas, der mit der Hacke ins eigene Netz traf (56.). Und wenn’s dicke kommt, dann ganz: Nach einem Laufduell Ziehls mit Lakies, in dem beide mit hohem Körpereinsatz agierten, stürzten beide Spieler zu Boden, erneut lautete die Entscheidung Elfmeter, erneut ließ Benda sich eine solche Chance nicht nehmen (58.). Amstätters 4:1 war dann nur noch Ergebniskosmetik, er traf aus 20 Metern, Keeper Köstel flutsche der Ball dabei durch die Arme.
Was bleibt unterm Strich: ein unveränderter Tabellenplatz 6, nun aber mit negativer Tordifferenz. Gegen Kaiserslautern am kommenden Samstag, so hofft Djuradj Vasic, dass man sich „um ein kleines Stück“ steigert, um schnell die magischen 40 Punkte zu erreichen. An die 2. Liga jedoch, so Vasic, sei bei dieser Leistung kein Gedanke zu verschwenden.

AUFSTELLUNG

Stg. Kickers: Köstel – Benda, Barth, Malchow, Stierle – Braun, Akcay (80. Minkwitz), Gumper, Milchraum (61. Eckhardt) – Mesic, Lakies (70. Intemperante)
SVW: Koltermann – Gunkel – Simac (46. Sprecakovic), Nakas – Ziehl, Simon, Dama – Uyanik (46. Mehic), Amstätter – Ben Neticha (63. Melunovic), Nagorny
Tore: 1:0 Benda (FE, 19.), 2:0 Milchraum (48.), 3:0 Eigentor Nakas (56.), 4:0 Benda (FE, 58.), 4:1 Amstätter (76.)

Schiedsrichter: Greth (Menning)

STIMMEN

SVW-Coach Djuradj Vasic: „Mit zwei Elfmetern und einem Eigentor haben wir den Gegner tatkräftig unterstützt. Wir haben schwach gespielt und verdient verloren.“
SVW-Präsident Heinz Hankammer: „Stuttgart hat gekämpft, wir hingegen wollten locker und ohne Kampf aufspielen. Darüber bin ich maßlos enttäuscht.“
Kickers-Coach Robin Dutt: „Wehen spielt in der Regel sehr konzentriert aus der Abwehr. Wir wollten unser Spiel in ihre Hälfte verlagern, was uns trotz der wenigen Möglichkeiten gut gelungen ist. Nach dem 2:0 nahm das Spiel seinen Lauf.“

Verfasst: Sonntag 22. Februar 2004, 08:56
von GelsenKickers
Quelle: http://www.stuttgarter-kickers.de/news/ ... richtID=89

Toller Start in die Rückrunde - 4:1-Heimsieg gegen SV Wehen

So einen Sieg haben die Kickers-Fans schon lange nicht mehr im Waldau-Stadion gesehen. Vor 2240 Zuschauern besiegten die Blauen auch in der Höhe absolut verdient den selbsternannten Aufstiegsaspiraten SV Wehen mit 4:1 (1:0). Die Kickers verlassen somit die Abstiegsplätze.

Die Kickers spielten mit Tino Köstel im Tor, Kapitän Alexander Malchow und Oliver Barth in der Innenverteidigung, Außenverteidiger Oliver Stierle und Geburtstagskind Sascha Benda. Im zentralen Mittelfeld räumten Heiko Gumper und Mustafa Akcay durch viele gewonnene Zweikämpfe ab. Auf den Außenbahnen sorgten Marvin Braun und Patrick Milchraum für viel Druck. Im Sturm rackerten und wirbelten Mirnes Mesic und Neuzugang Carsten Lakies. Von Beginn an zeigte das Team von Trainer Robin Dutt viel Einsatzwillen, Engagement und Zweikampfstärke, so dass die Gäste überhaupt nicht ins Spiel fanden. Immer wieder störten die Blauen schon früh den Aufbau der Gäste und verhinderten die langen Bälle auf Ben Neticha. Nach einer zerfahrener Anfangsphase mit vielen Fehlpässen auf beiden Seiten fiel das erste „Tor“ für die Gäste, jedoch aus Abseitsposition (5.). Das erste Ausrufezeichen der Blauen setzte Sascha Benda mit einem 25m Freistoß, doch Gästekeeper Koltermann parierte den Ball aus dem Winkel (10.). Einen schönen Spielzug mit Hakentrick über Mirnes Mesic und Flachpass von Mustafa Akcay von der Torauslinie auf Carsten Lakies konnten die Gäste in der 12. Minute abwehren. Doch jeder im Stadion merkte, dass die Kickers die aggressivere Mannschaft waren, die meisten Zweikämpfe wurde schon im Mittelfeld gewonnen. In der 18. Minute schlug Mustafa Akcay einen schönen Flankenwechsel auf Patrick Milchraum, der zog nach innen und wurde am Strafraum von seinem Gegenspieler Simac gefoult. Schiedrichter Roland Greth zeigte sofort auf den Punkt, Sascha Benda verwandelte zum 1:0 flach links ins Eck (18.). Die Kickers blieben an Drücker und hatten einen weitere Schussmöglichkeit von Patrick Milchraum, als Wehen den Ball nicht weg bekam (28.). Die Gäste kamen erst in der 39. Minute zum ersten Mal gefährlich vor das Tor von Tino Köstel: Nach einer Kopfballvorlage schoss Nagorny aber mit seinem Seitfallzieher am Tor vorbei. Ein schnell ausgeführter Freistoss an der Strafraumgrenze konnte die Kickers-Abwehr klären, der Nachschuss von Amstätter ging weit übers Tor. Mit einer verdienten 1:0-Führung ging es in die Pause.
Wehen wechselte gleich zwei Mal aus zur 2. Halbzeit (Mehic und Sprecakovic kamen), doch die Kickers kamen hellwach aus der Kabine und entschieden in den folgenden 15 Minuten die Partie für sich. In der 48. Minute ein toller Spielzug aus der eigene Hälfte über Heiko Gumper, Marvin Braun und Mirnes Mesic. Der ließ seinen Gegenspieler mit einem Tunnel stehen, zog nach innen und spielte quer auf Patrick Milchraum, der den Ball nur noch zum 2:0 über die Linie drücken musste. Ein Schussversuch von Mirnes Mesic, der sich im Strafraum durchsetzte, wurde von Koltermann noch klasse pariert (55.). Nur eine Minute später sah die Gästeabwehr und der Keeper ganz schlecht aus: Mirnes Mesic konnte sich erneut durchsetzen, flankte zu Carsten Lakies, der drei Meter vor dem Tor stand. Der Ball sprang von Lakies Kopf an die Hand von seinem Gegenspieler Nakas, Keeper Koltermann wollte zupacken, doch der Ball sprang an den Fuß von Nakas und rollte durch die Beine des Torhüters ins Tor. Ein absolut kurioses Tor zum 3:0 (56.). Erneut nur drei Minuten später wurde Carsten Lakies im Strafraum geklammert und kam zusammen mit seinem Gegenspieler zu Fall, wieder entschied Schiedsrichter Greth auf Foulelfmeter. Und wieder verwandelte Sascha Benda sicher zum 4:0 (59.). Von Wehen war auch in der zweiten Hälfte kaum was zu sehen, bis auf einen Fernschuss von Sascha Amstätter. Der eigentlich harmlose Schuss rutschte dem beschäftigungslosen Tino Köstel durch die Arme und fiel ins Tor zum 4:1 (76.). Die Kickers zeigten sich jedoch nur kurz verunsichert, als viele gewonnen Bälle wieder hergegeben wurden. Doch spätestens mit der Hereinnahme von Routinier Stefan Minkwitz (80.) kehrte wieder Ordnung ins Kickers-Spiel. Einen tollen Freistoß von Benda aus halbrechter Position konnte Gästekeeper Koltermann erneut halten, auch beim Nachschuss vom Mirnes Mesic zeigte er seine ganze Stärke (81.) Die anschließende Ecke köpfte Oliver Barth völlig freistehend über das Tor. In der Schlußphase hatten die Gäste durch einen Schuss von Melunovic (85.) noch einen Chance, Marvin Braun scheiterte mit einem Drehschuss am besten Wehener Keeper Koltermann.
So konnten die Kickers-Fans und selbstverständlich auch die Mannschaft von Trainer Robin Dutt nach der Pokalniederlage vergangene Woche den höchsten Heimsieg seit dem 26.11.2000 feiern. Damals gab es in der 2.Bundesliga ein 4:0 gegen den Chemnitzer FC.

Gästetrainer Vasic fasste kopfschüttelnd die Partie wie folgt zusammen: „Die Spieler schienen nicht begriffen zu haben, dass heute das 1. Punktspiel anstand. Mit zwei Elfmetern und einem Eigentor haben wir den Gegner tatkräftig unterstützt. Wir haben schwach gespielt und verdient verloren. So kann man nicht in der Regionalliga spielen, schon gar nicht wenn man um den Aufstieg mitspielen will.“
Trainer Duttsachlich: "Sicherlich ist die Pokalniederlage mit diesem tollen Heimsieg noch nicht vergessen, aber die Mannschaft hat heute von Beginn an ein anderes Gesicht gezeigt. Wir wussten um die unangenehme Spielweise der Wehener und haben deshalb schon früh gestört und den Gegner in der eigenen Hälfte beschäftigt. Wir hatten auf den Außenbahnen immer Überzahl, da hätten wir mehr Chancen rausspielen müssen. Ich denke auch die zweite Hälfte war in Ordnung, die Schlußphase kann ich nach dieser Woche verzeihen. Ich bin zufrieden, jetzt gilt es aber die Leistung zu bestätigen, denn wir haben eine junge Mannschaft, die noch viele Fehler macht. Deshalb sollte auch unser Umfeld nicht von der 2. Bundesliga träumen."

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Verfasst: Sonntag 22. Februar 2004, 09:07
von Felix B.
Gut dass du drangedacht hast Dirk, hatte das nach der Winterpause fast vergessen mit dem Spielbericht Thread.
ACHTUNG: Hier kommen alle Spielberichte rein, bitte keine Extra-Threads starten! Also auch die Berichte von LKZ, StZ etc. hier rein.

Verfasst: Sonntag 22. Februar 2004, 14:29
von vawra
Kurz und knapp (also leider wie immer) - Kicker.de:

"Am Samstag stand erneut eine Partie Abstiegskandidat gegen Aufstiegsanwärter an. Dabei ließen die Stuttgarter Kickers den SV Wehen deutlich abblitzen. Die Kickers haben nach dem 4:1-Erfolg die Kellerränge verlassen, Wehen mit der Niederlage den Sprung in die Aufstiegsränge verpasst."

Aber trotzdem schööön.... :D

Verfasst: Montag 23. Februar 2004, 09:05
von Basti
Wider alle Ambitionen
Verkrampft und ungeschickt: Wehener unterliegen 1:4 in Stuttgart

Vom 23.02.2004

Djuradj Vasic machte keinen Hehl aus der Sache. Drum sagte der Trainer des Fußball-Regionalligisten SV Wehen nach dem 1:4 bei den Stuttgarter Kickers: "Wir haben schlecht gespielt und verdient verloren. Das Spiel war ein einziger Widerspruch unserer Ambitionen." Stimmt.


Von Kurier-Redaktionsmitglied
Henning Kunz

Das Höchstmaß der Demütigung schien in der 53. Minute erreicht, als Vitus Nagorny beim Versuch, aus 25 Metern aus halblinker Position aufs gegnerische Gehäuse zu schießen, das Spielgerät über den Spann rutschte und auf der entgegen gesetzten Seite ins Aus ging - genau vor der Haupttribüne, wo sich die Schaulustigen vor Lachen die Bäuche hielten. Ungewollt dokumentierte Stürmer in dieser Szene das ganze Schreckensbild, das ein verkrampfter SV Wehen in seiner ersten Partie nach der Winterpause bei den Stuttgarter Kickers ablieferte.

2:0 führten die Kickers nach einem Elfmeter und einem Treffer kurz nach der Pause, "das Spiel konnten wir auf gar keinen Fall mehr retten", ahnte Wehens Trainer Djuradj Vasic. Das klang nach Aufgabe. Es lief nichts und es wurde noch schlimmer, noch demütigender: Nach einer Flanke des zweifachen Torschützen Benda schmissen sich Keeper Guido Koltermann und Verteidiger Niko Nakas dem Stuttgarter Mirnes Mesic in den Weg, Nakas berappelte sich als Erster, stand auf, und spitzelte den Ball im Aufstehen seinem Keeper durch die Beine ins eigene Tor (56.). Konnte man sich ungeschickter anstellen? Die Zuschauer johlten vor Schadenfreude, Wehen-Präsident Hans Hankammer war nach dem 1:4 sofort klar, "dass wir uns nach so einer Vorstellung nicht mehr über die Zweite Liga zu unterhalten brauchen."

Neuzugang Dajan Simac, der nach einer unglücklichen ersten Halbzeit als Manndecker ausgewechselt wurde, genügten zwei Worte, um das Dilemma zu erklären: "Eigentlich erschreckend." Genau so war´s. Warum? "Das weiß ich auch nicht", sagte Simac, "eigentlich hatte ich gedacht, wir schießen die Kickers heute ab." Vasic hätte einen ganzen Nachmittag über die Gründe für diese Pleite referieren können, doch in der Pressekonferenz hielt er es kurz: "Wir haben zwei unnötige Elfmeter verursacht, ein Eigentor erzielt. Wir haben nicht begriffen, dass das heute das erste Spiel ist - damit ist alles gesagt." Na ja, nicht wirklich, wie er später gestand. Und so erzählte Vasic über den Anspruch eines Spitzenteams ("Ich habe heute keines gesehen"), die Angst vor Fehlern ("Wir waren total verkrampft, spielten mit angezogener Handbremse und machten erst recht eine Kette von Fehlern"), die fehlende Spielfreude und die fehlenden Torchancen, und dass nur ein Glücksmoment seinen schüchternen Spielern auf die Sprünge geholfen hätte.

Das Glücksmoment blieb aus - Amstätters spätes 4:1 konnte als solches kaum bezeichnet werden -, vielmehr beschäftigten die Wehener eine Reihe von negativen Erlebnissen. Siehe den ersten Elfmeter, da Simac Gegenspieler Milchraum am Strafraumeck unnötig von den Beinen holte. Siehe das 0:2 kurz nach der Pause, da sich Nakas von Mesic austanzen und tunneln ließ, Milchraum am langen Pfosten nur einschieben musste. Siehe das 0:3 - ohne Worte. Oder das 0:4, wieder ein Elfmeter, wieder nach ungeschicktem Zweikampfverhalten (Ziehl foulte Lakies). Alle vier Gegentore hatten die Verteidiger zu verantworten. "Mit einer sauberen Abwehr", sagte Vasic, "spielen wir hier vielleicht 0:0." Das Schlusswort blieb Übergangskapitän Stefan Simon, der in Abwesenheit von Bunzenthal die Kapitänsbinde trug (auch Mokhtari war kurzfristig ausgefallen): "Wir wissen, was wir können. Und wir wissen eigentlich, dass wir immer 100 Prozent bringen müssen." Als er gefragt wurde, wie viel Prozent es denn an diesem Tag gewesen seien, stutzte Simon kurz, überlegte und antwortete: "Das weiß ich auch nicht."

Stuttgarter Kickers: Köstel - Benda, Barth, Malchow, Stierle - Braun, Gumper, Milchraum (60. Eckhardt), Akcay (80. Minkwitz) - Lakies (70. Intemperante), Mesic.

SV Wehen: Koltermann - Gunkel - Simac (46. Mehic), Nakas - Ziehl, Simon, Uyanik (46. Sprecakovic), Dama, Amstätter - Ben Neticha (63. Melunovic), Nagorny.

Tore: 1:0 Benda (19./FE), 2:0 Milchraum (47.), 3:0 Eigentor Nakas (56.), 4:0 Benda (60./FE), 4:1 Amstätter (76.). - Schiedsrichter: Greth (Menning). - Zuschauer: 2240.

http://www.wiesbadener-kurier.de/sport/ ... id=1381008

Verfasst: Montag 23. Februar 2004, 09:06
von Basti
Wehen erlebt sein Waterloo
Trainer Djuradj Vasic streicht nach indiskutablem Auftritt freien Tag

Vom 23.02.2004


Eine bitterböse Bauchlandung erlebte der SV Wehen in der Fußball-Regionalliga Süd. Die Träumereien vom Sprung in die Zweite Bundesliga müssen sich die Taunussteiner nach der 1:4 (0:1)-Schlappe bei den Stuttgarter Kickers vorerst einmal aus den Köpfen schlagen.


Von

Christian Hoffrichter

Zwar ist das Halberg-Team mit nur einem Zähler Rückstand auf den zweitplatzierten 1. FC Saarbrücken weiter auf Tuchfühlung zu den begehrten Aufstiegsrängen, auf der anderen Seite ist mit sechs Zählern das Polster zur Abstiegszone alles andere als beruhigend. "Nach dieser schwachen Leistung müssen wir uns darauf konzentrieren, schnellstmöglich die 40-Punkte-Marke zu erreichen. Wir haben verdient verloren. So kann man in der Regionalliga nicht auftreten, schon gar nicht, wenn man um den Aufstieg mitspielen will", schob Wehens Coach Djuradj Vasic einen dicken Hals. Als erste Maßnahme strich er den gestrigen freien Sonntag. Leidtragende der kurzfristig angesetzten Sondereinheit waren auch Vasics Frau und Tochter, die sich vom heimischen Schweinfurt aus auf den Weg zum Familientreff nach Taunusstein machen mussten.

Heinz Hankammer gibt stets vor, vom Fußball eigentlich gar keine Ahnung zu haben. Doch selbst dem mitgereisten Wehener Präsidenten stachen im Degerloch die gravierenden Mängel seines kickenden Personals ins Auge. "Die Jungs haben nicht gekämpft und offenbar gedacht, allein mit spielerischen Mitteln in Stuttgart bestehen zu können." Wenn sie denn wenigstens spielerische Ansätze gezeigt hätten. "Es war eine Katastrophe. Das Schlimme daran: Wir waren schwach und haben gegen eine ebenso schwache Stuttgarter Mannschaft verloren", vermisste nicht nur Wehens PR-Manager Ralf Helfenstein jegliche Aggressivität sowie Lauf- und Kampfbereitschaft, die wenigstens die Schwaben an den Tag legten.

Djuradj Vasic suchte derweil nach Gründen für die Passivität seiner Schützlinge. "Offenbar hatte niemand begriffen, dass dies unser erstes Punktspiel nach der Winterpause war. Wir haben Stuttgart das Leben mit zwei Foulelfmetern und einem Eigentor leicht gemacht." Kickers-Coach Robin Dutt strahlte, sitzt sein Team dank des Sieges doch nicht mehr auf einem Abstiegsrang: "Wir wussten um die unangenehme Spielweise der Wehener und haben sie deshalb schon früh gestört und in der eigenen Hälfte beschäftigt."

Spielentscheidend vor 2250 Zuschauern im Waldau-Stadion war das schnelle Stuttgarter 2:0 nach der Pause. Mirnes Mesic tunnelte an der Seitenlinie Niko Nakas und bediente Patrick Milchraum in der Mitte mustergültig. "Selbst danach hatten wir noch Hoffnung auf einen Zähler", musste Ralf Helfenstein die allerdings nach Nakas´ Eigentor (56.) endgültig begraben. Es mag paradox klingen, doch der Unglücksrabe zählte noch zu den besten Wehenern. In seiner Spielanalyse war der 21-jährige Abwehrrecke ehrlich: "Wir sind von Anfang an nicht in die Zweikämpfe gekommen und konnten die Bälle nicht halten. Dadurch hat uns die Entlastung gefehlt." Wenigstens war auf Keeper Guido Koltermann Verlass, der mit seinen Paraden weitere Gegentreffer verhinderte.

Ausgerechnet Wehens Neuzugang Dajan Simac ebnete bei seinem Debüt den Stuttgarter Erfolgsweg, indem er in der 19.Minute am Strafraum-Eck Patrick Milchraum legte und Sascha Benda den Foulelfmeter zur Führung versenkte. Den von Rüdiger Ziehl an Carsten Lakies verursachten zweiten Strafstoß verwandelte ebenfalls Benda zum 4:0. Wer weiß, welchen Lauf die Partie genommen hätte, wenn der Referee bei einem Wehener Angriff in Minute fünf nicht auf Abseits entschieden hätte. Sascha Amstätter und Vitus Nagorny stürmten auf das Stuttgarter Gehäuse zu, als der Assistent plötzlich die Fahne hob. "Das war nie im Leben Abseits", ärgerte sich Ralf Helfenstein grün und blau. Halbwegs passable Chancen vergab später Nagorny. Im zweiten Abschnitt hatten die Taunussteiner nur Verlegenheits-Schüsse zu bieten. Den von Amstätter volley getretenen Ball legte sich Kickers-Keeper Tino Köstel schließlich zum 1:4 selbst ins Nest (76.).

Wehens Kapitän Oliver Bunzenthal droht derweil wegen seiner Kniebeschwerden längerfristig auszufallen. "Er hat sogar Bedenken, dass er jemals wieder auf die Beine kommt. Sein bereits zweimal operiertes Knie ist völlig instabil und der Gelenkknorpel nicht mehr vorhanden", hofft nicht nur Ralf Helfenstein auf die baldige Rückkehr des Leitwolfs.

http://www.wiesbadener-tagblatt.de/spor ... id=1380732

Verfasst: Montag 23. Februar 2004, 10:40
von Buddy
Die Kickers bringen sogar Rechner zum Abstürzen

Der Stuttgarter Regionalligist steht durch den überzeugenden 4:1-Sieg gegen den SV Wehen nicht mehr auf einem Abstiegsplatz

Stuttgart - Ziel erreicht. Die Regionalliga-Fußballer der Stuttgarter Kickers haben durch die drei Punkte im Nachholspiel gegen den SV Wehen die Abstiegsränge verlassen. Der Auftritt beim verdienten 4:1 (1:0)-Sieg machte zudem noch Hoffnung für die Zukunft.

Von Sigor Paesler

Einige Kickers-Fans hatten nach der 1:2-Pokalpleite in Freiberg kein gutes Gefühl und blieben lieber zuhause. Aber die blaue Fanschar ist gut organisiert. Und deshalb hatten die Daheim gebliebenen die Möglichkeit, die wichtigsten Fakten fast live im Fan-Forum im Internet zu verfolgen. Mit erstaunlichen Folgen. "Blauer Bayer" war irgendwann nicht mehr im Chat und meldete sich erst später wieder: "Als ich auf das 4:0 antworten wollte, ist mein Rechner abgestürzt. Der ist so was auch nicht gewohnt."

Der Sieg gegen den Aufstiegsaspiranten mag beim Blick auf die Tabelle erstaunen, war es aufgrund des Geschehens im Stadion jedoch nicht. Die Kickers hatten nicht die besseren Einzelspieler. Aber sie hatten die bessere Mannschaft. Sie zeigten den größeren Willen und hielten sich an die Vorgaben von Trainer Robin Dutt. Der hatte gefordert, die Wehener früh zu stören, um die gefürchteten langen Bälle auf die Sturmer Vitus Nagorny und Saber Ben Neticha zu unterbinden. Die Folge: Wehen hatte keine einzige ernstzunehmende Torchance. Der Ehrentreffer (75. Minute) durch Sascha Amstätter war ein Geschenk von Kickers-Keeper Tino Köstel.

Aber auch die Wehener waren hilfsbereit. Sie verursachten zwei Elfmeter, die Sascha Benda an seinem 24. Geburtstag verwandelte (19./60.). Das 3:0 (55.) war ein Eigentor von Nikolaus Nakas. Das 2:0 (47.) durch den überragenden Patrick Milchraum dagegen wurde wunderschön von Mirnes Mesic vorbereitet.

Dutt will keine Träumereien

Mesic traf wie sein neuer Sturmpartner Carsten Lakies zwar nicht. Beide aber arbeiteten viel und hatten damit ihren Anteil am Erfolg. Wenn die Stuttgarter Spieler in der abgelaufenen Woche etwas gelernt haben, dann, dass sich Einsatz lohnt. Dutt möchte das aber nicht mit der Maßnahme verbunden wissen, dass er die Mannschaft nach der Pokalschlappe täglich um 7.30 Uhr antanzen und drei Trainingseinheiten absolvieren ließ. "Ich hoffe nicht, dass das auf Dauer nötig sein wird. Denn die Spieler sind in erster Linie sich selbst gegenüber verantwortlich. Aber sie haben auch gesehen, dass schlechte Leistungen Konsequenzen haben", sagte er - und schob gleichzeitig allen Träumereien einen Riegel vor: "Hier reden manche schon vom Aufstieg, wenn man nur ein gutes Training macht." So eng geht es zu: Abstiegskandidat Kickers ist von den Aufstiegsplätzen nur sieben Punkte entfernt.

Lakies freute sich erst einmal darüber, wieder ausschlafen zu können und die Familie in Hessen zu sehen. Für die Zukunft hat er drei Wünsche: Weitersiegen, selbst Tore schießen und normale Trainingszeiten: "Ich hoffe, es heißt jetzt nicht: Never change a winning week."

Stuttgarter Kickers: Köstel - Benda, Barth, Malchow, Stierle - Braun, Gumper, Akcay (80. Minkwitz), Milchraum (61. Eckhardt) - Lakies (70. Intemperante), Mesic.SV Wehen: Koltermann - Gunkel - Simac (46. Sprecakovic), Nakas - Ziehl, Uyanic (46. Mehic), Amstätter, Simon, Dama - Nagorny, Ben Neticha (63. Melunovic).Schiedsrichter: Greth (Menning).Zuschauer: 2240.Tore: 1:0 Benda (19./Foulelfmeter), 2:0 Milchraum (47.), 3:0 Nakas (55./Eigentor), 4:0 Benda (60./Foulelfmeter), 4:1 Amstätter (75.).Gelbe Karten: Amstätter, Ziehl.Beste Spieler: Milchraum, Mesic. Braun / Gunkel.

www.kickers-forum.de.vu


Quelle: http://www.ez-online.de/lokal/lokalspor ... l26476.cfm

Re: SPIELBERICHTE: Kickers wie Phönix aus der Asche

Verfasst: Montag 23. Februar 2004, 17:46
von palfy
GelsenKickers hat geschrieben:Quelle: http://www.irsport.de/

Stuttg.Kickers - SV Wehen 4 : 1 (1 : 0)

....
SV Wehen
Aufstellung:
Guido Koltermann (Tor), Vitus Nagorny (Tor), .....
Wieviele Dinger haetten wir denen wohl eingeschenkt, wenn sie nicht mit 2 Torhuetern gespielt haetten? :D