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Mutig! Dortmund-Star gegen NPD vor Gericht
Verfasst: Mittwoch 25. März 2009, 00:54
von Blue Chris
Dortmunds Patrick Owomoyela (29) trat gestern im Amtsgericht Berlin, Hochsicherheitssaal B 129, als Nebenkläger gegen NPD-Chef Udo Voigt (56) und zwei weitere Funktionäre auf.
Vorwurf: Volksverhetzung und Beleidigung.
Auf einem Planer der NPD zur WM 2006 war ein Trikot mit der Nummer 25 zu sehen. Dabei stand: „Weiß – Nicht nur eine Trikot-Farbe – Für eine echte Nationalmannschaft“. Die „25“ trug Owomoyela (Sohn eines Nigerianers).
Die Anwälte der Angeklagten verwiesen darauf, dass es auch die „26“ gewesen sein könnte.
Owomoyela: „Ich fühlte mich beleidigt, beschämt und angegriffen.“
Nach der ersten Verhandlung sagte er: „Ich bin mit einem mulmigen Gefühl hingegangen. Aber es ist mir ein Bedürfnis, gegen Rassismus zu kämpfen.“
Schlimm: Owo bekommt weiter Hass-Mails. (NoRa/jw)
www.bild.de
Verfasst: Mittwoch 25. März 2009, 09:14
von Maro
Was hat das bitte mit Mut zu tun? Vor Gericht als Geschädigter aufzutreten. Da habe ich vor einer Elisabeth Fritzl oder vor Sophie Scholl mehr Respekt und denke diese verdienen mehr Mut.
Man sollte sich auch mal die Stellungnahme des Anklagten durchlesen, als hier auf die Bildzeitung verweisen.
Immerhin leben wir in einer Demokratie und da sollte ein rechtsstaatliches Verfahren möglich sein.
Verfasst: Mittwoch 25. März 2009, 09:44
von Tacheles
@Maro: Erwärmt sich da dein altes politisches Denken wieder

?!
Ich persönlich finde den Schritt von Owomoyela vollkommen richtig. Und mir ist es auch egal, hinter welcher Erklärung sich Voigt und Konsorten diesmal verstecken...
Verfasst: Mittwoch 25. März 2009, 09:45
von Soulfly
Maro hat geschrieben:Was hat das bitte mit Mut zu tun? Vor Gericht als Geschädigter aufzutreten. Da habe ich vor einer Elisabeth Fritzl oder vor Sophie Scholl mehr Respekt und denke diese verdienen mehr Mut.
Man sollte sich auch mal die Stellungnahme des Anklagten durchlesen, als hier auf die Bildzeitung verweisen.
Immerhin leben wir in einer Demokratie und da sollte ein rechtsstaatliches Verfahren möglich sein.
Thema verfehlt! Setzen! 6!
Absolut geistiger Dünnpfiff

Verfasst: Mittwoch 25. März 2009, 09:57
von VinceVega
Maro hat geschrieben:
Immerhin leben wir in einer Demokratie und da sollte ein rechtsstaatliches Verfahren möglich sein.
und das für eine Partei die wie keine andere für einen "Rechtsstaat" einsteht und nur demokratisches Gedankengut bekannt ist.
Jesses Maria und Josef was für ein Geschwätz.
Verfasst: Mittwoch 25. März 2009, 10:41
von Brigade-B
Die NPD mal wieder......
Finde es klasse das Fußballprofi Owomoyela den Voigt von der NPD an den Kragen geht. Patrick hatte versucht das Beste für unser Nationalteam zu spielen und wird öffentlich diskriminiert, weil er ja "kein so ein Deutscher ist", wie sich es die NPD wünscht.
Erschreckend
Hab hierzu den Artikel bei MSN gelesen. Der wird gerade sehr gut benotet.
Prozessauftakt in Berlin: NPD-Chef Udo Voigt sitzt auf der Anklagebank des Amtsgerichts. Im wird vorgeworfen, während der letzten Fußballweltmeisterschaft volksverhetzende Broschüren verteilt zu haben. Besonders der Ex-Nationalspieler Patrick Owomoyela war Ziel peinlicher Sprüche.
In diesem Fall war das Mauern nicht erfolgreich. Dreimal hatten die Verteidiger der NPD-Spitzen vor dem Amtsgericht Berlin Tiergarten versucht, den Auftakt der Hauptverhandlung zu verhindern. Dreimal hatte sich das Gericht zurückgezogen und die Anträge auf Vertagung, Befangenheit der Richterin, und sogar Einstellung des Verfahrens abgelehnt, so dass schließlich doch die Hauptverhandlung gegen NPD-Chef Udo Voigt, Rechtsabteilungsleiter Frank Schwerdt und Pressesprecher Klaus Beier begann. Die Angeklagten lehnten Angaben zu Beruf und Einkommen ab, ebenso verweigerten sie eine Stellungnahme zum Vorwurf der Volksverhetzung und Beleidigung. Ihnen droht bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe.
Die NPD hatte zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 einen „WM-Planer“ mit rassistischer Tendenz veröffentlicht und damit, so die Staatsanwaltschaft, den dunkelhäutigen Fußballprofi und Ex-Nationalspieler Patrick Owomoyela diskriminiert. Er habe nicht das Recht, Deutschland als Nationalspieler zu repräsentieren, habe der Planer suggerieren wollen. Auf der Titelseite des Planers stand der Schriftzug „Weiß. Nicht nur eine Trikot-Farbe! Für eine echte NATIONALmannschaft!“. Daneben war das Trikot 25 abgebildet – die Nummer Owomoyelas.
Die Berliner Staatsanwaltschaft hatte die NPD-Parteizentrale in Berlin Köpenick durchsucht und mehrere zehntausend Flyer beschlagnahmt; die Angeklagten sollen anschließend einen neuen Planer erstellt haben. Gezeigt wurden elf Piktogramme von Spielern; ein weißes, die zehn anderen in Rot, Gelb, Schwarz und Braun, darunter die Fragestellung „Nationalelf 2010?“ Auf dem ersten Piktogramm stand die Zahl 77, zählt man die Anzahl der Spieler hinzu ergibt sich die Zahl 88, in der rechtsextremen Szene der Code für Heil Hitler.
Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und Owomoyela hatten wenige Tage nach Erscheinen des Planers eine einstweilige Verfügung gegen die NPD erwirkt und ein Ordnungsgeld von bis zu 250.000 Euro angedroht. „Der DFB wollte mit seiner Strafanzeige ein Zeichen setzen, dass Rassismus im Sport nichts zu suchen hat“, sagte Christian Schertz, Rechtsanwalt des DFB und Owomoyelas am Rande der Verhandlung.
Am Nachmittag erschien Owomoyela im Prozesssaal, er tritt mit Unterstützung des DFB als Nebenkläger auf. Der 29-jährige Owomoyela spielt heute bei Borussia Dortmund. Seine Mutter ist Deutsche, sein Vater stammt aus Nigeria. „Es ist verletzend, wenn man für eine rechtsradikale Kampagne so plakativ benutzt wird“, sagte er. „Mit so einer direkten Attacke bin ich bis dahin noch nie konfrontiert worden. Das kann ich nicht so stehen lassen, gegen so etwas muss man sich konsequent wehren.“
Voigts Strafverteidiger bestritt, dass Owomoyela auf dem WM-Planer abgebildet sei. Das Strafverfahren solle lediglich die Chancen der NPD in den bevorstehenden Wahlkämpfen mindern. Das Gericht betreibe „Politik mit Mitteln des Strafrechts“. Vom Ausgang des Verfahrens hängt maßgeblich der Ausschluss Voigts aus dem Bundeswehrverband ab, dem er als ehemaliger Bundeswehroffizier trotz massiver Kritik weiterhin angehört. Voigt, seit 13 Jahren NPD-Vorsitzender, hat als Angeklagter auf der Gerichtsbank bereits ausgiebig Erfahrung gesammelt. Gegen ihn waren bereits mehrere Verfahren wegen Volksverhetzung, Verunglimpfung des Staates, Verherrlichung des Nationalsozialismus und Beleidigung anhängig. Das Urteil wird für den 7. April erwartet.
Quelle: MSN
Verfasst: Mittwoch 25. März 2009, 10:50
von Blue Chris
also ich habe den Artikel hier eingestellt weil ich es sehr gut finde was der Owo da macht.
das verdient auf alle Fälle Respekt (man Lese den Letzten satz)
KEINE MACHT DEN NAZIS!!!
@MARO lass es einfach, du wirst mit deinem Scheiß rechten denken hier nie nen Anker setzen.
Verfasst: Mittwoch 25. März 2009, 11:50
von moehringer
VinceVega hat geschrieben:Maro hat geschrieben:
Immerhin leben wir in einer Demokratie und da sollte ein rechtsstaatliches Verfahren möglich sein.
und das für eine Partei die wie keine andere für einen "Rechtsstaat" einsteht und nur demokratisches Gedankengut bekannt ist.
Jesses Maria und Josef was für ein Geschwätz.
Kein Geschwätz sondern eine Tatsache! Sogar wenn eine Partei
offen gegen die Verfassung agiert, kann sie sich uneingeschränkt auf ihre aus dem Rechtsstaatsprinzip erwachsenden Rechte berufen, solange sie nicht durch das Bundesverfassungsgericht verboten wurde. Dieses Parteienprivileg vergessen insbesondere viele Politiker im Umgang mit der NPD (so z.B. wenn eine Demonstration der NPD mit dem Hinweis auf ihre verfassungfeindliche Ausrichtung verboten wird)!
Im Übrigen scheinen viele hier nicht ganz verstanden zu haben, was Maro sagen wollte. Aber bei gewissen Themen scheint rationales Denken bisweilen verpönt zu sein!
Verfasst: Mittwoch 25. März 2009, 12:47
von Mitch
aha interessant
Und was wollte dann bitte Maro uns mitteilen ?
Verfasst: Mittwoch 25. März 2009, 12:52
von Blaues Stuttgart
Mit einem richtigen Fakt kann man andere Dinge auch nicht richtig machen.
Kann nirgendwo erkennen, dass hier ein User vor Maros Post der NPD das Recht auf ein rechtsstaatliches Verfahren abgesprochen hat.
Und von jemand zu behaupten er hätte kein Mut, nur weil andere noch mehr hätten, ist auch kein wirkliches Argument.
Wir sollten aufhören zu atmen, Goethe hat das früher viel besser gemacht.
Verfasst: Mittwoch 25. März 2009, 13:04
von Überlinger
@moehringer: 100% Zustimmung!
Viele in unserem Land halten sich für "lupenreine" Demokraten, doch wenn es um das Thema Rechtsextremissmus geht, gleicht die politische Auseinandersetzung eher einem emotionalem Rumgeeier als einer wirklich wehrhaften Demokratie. Ich erinnere nur an das peinliche erste Verbotsverfahren, als unser lieber Verfassungsschutz nicht in der Lage war ihre V-Leute im vorhinein ausreichend zu überprüfen.
Generell muss ich sagen, dass ich ein weiteres Verbotsverfahren für nicht sinnvoll halte. Die Möglichkeit des Parteienverbots ist in die Verfassung aufgenommen worden um Parteien zu verbieten die akut das System gefährden um ein zweites 1933 zu verhindern. Aber gefährdet eine millionenfach verschuldete Partei, die seit je her unter Selbstzerfleischung leidet wirklich akut unsere politische Ordnung? Und was bringt so ein Verbot?
Die Partei ist doch nach einige Wochen unter anderem Namen mit ähnlichen Strukturen wiedergegründet. Und in einigen Jahren diskutieren wie dann wieder über ein Verbot. Das ist doch wirklich keine Lösung...
Verfasst: Mittwoch 25. März 2009, 13:09
von Brigade-B
Ein NPD Verbot bringt gar nichts. Da gebe ich meinem Vorredner 100% Recht. Paar Wochen später und wir haben womöglich 2-3 Rechte Splitter-Parteien mit den gleichen Strukturen mehr.
Die "Demokraten" sollten lieber auf die V- Leute aggieren und diese verknacken. Das wäre zumindestens eine Abschreckung. In den Knast geht schließlich keiner freiwillig!
Verfasst: Mittwoch 25. März 2009, 13:17
von Mitch
Und was hat das jetzt alles bitte mit dem Thema zu tun ????
Unglaublich !
Ich finde es sehr gut, wichtig und mutig dass Owo diesen Schritt gemacht hat
Und das die demokratischen NPD'ler gegen dieses Verfahren waren zeigt ja die Aussage, dass Sie DREIMAL die Hauptverhandlung verhindern wollten !
Hier geht es um Rassismus und persönliche Beleidigungen !
Verfasst: Mittwoch 25. März 2009, 13:22
von Blaues Stuttgart
Man sollte Kartoffeln lange genug kochen, sonst enthalten sie noch Giftstoffe. Das ist richtig. Ist aber auch kein Argument für günstigere Bierpreise.
Soweit ich lesen konnte hat Owomoyela nicht viel mit einem NPD-Verbot zu tun. Die Argumente dafür sind ja gut und schön, die NPD schadet sich in der Regel selbst immer am meisten, aber das ist nicht das eigentliche Thema, nur weil es die gleiche Partei ist.
Aber mehr Richtiges, als solche Gemeinplätze stecken eben auch nicht in Maros Post. Da kann man sie auch nur mit Weiteren verteidigen.
Verfasst: Mittwoch 25. März 2009, 13:33
von Trini
Maro hat geschrieben:Was hat das bitte mit Mut zu tun? Vor Gericht als Geschädigter aufzutreten. Da habe ich vor einer Elisabeth Fritzl oder vor Sophie Scholl mehr Respekt und denke diese verdienen mehr Mut.
Man sollte sich auch mal die Stellungnahme des Anklagten durchlesen, als hier auf die Bildzeitung verweisen.
Immerhin leben wir in einer Demokratie und da sollte ein rechtsstaatliches Verfahren möglich sein.
Mutig ist es meiner Meinung nach deshalb, weil die NPD nun mal bekanntermaßen auch durchaus einige gewaltbereite Anhänger hat und sich Owomoyela durch diese Klage als potentielle Zielscheibe prädestiniert.
Die Bildzeitung lese ich normalerweise auch nicht und hätte ich auch niemals zitiert, aber erstens würde ich sie doch noch 10x lieber lesen als ein Machwerk eines NPD Offiziellen und zweitens ändert es doch nichts an der Sachlage welche Zeitung jetzt hier zitiert wird.
Beim dritten Punkt stimme ich immerhin mit dir überein, und gehe davon aus, dass genau das auch passiert.
Verfasst: Mittwoch 25. März 2009, 14:01
von hobbesblau
Schön zu lesen wie hier wieder auf's Stichwort reagiert wird. Maro hat im Prinzip Recht aber seine Einlassungen haben mit dem Artikel gar nichts zu tun, sind also mal wieder reiner Blödsinn.
Rechte Tendenzen kann ich hieraus nicht lesen, dafür geht jemand anders mal wieder der Rechtsstaat- und anderen der Populismusgaul durch. Befremdlich bis erheiternd das Ganze.
Verfasst: Mittwoch 25. März 2009, 14:13
von Überlinger
Mitch hat geschrieben:Und was hat das jetzt alles bitte mit dem Thema zu tun ????
Unglaublich !...
Weil ich damit gerechnet habe, dass es bei einem Thema in dem es um die NPD geht über kurz oder lang die Forderung nach einem Verbotsverfahren aufkommt! :wink:
Mitch hat geschrieben:...Ich finde es sehr gut, wichtig und mutig dass Owo diesen Schritt gemacht hat...
Da hast Du recht! Vorallem beeindruckt mich, dass er persönlich erschienen ist.
Mitch hat geschrieben:...Und das die demokratischen NPD'ler gegen dieses Verfahren waren zeigt ja die Aussage, dass Sie DREIMAL die Hauptverhandlung verhindern wollten !
Hier geht es um Rassismus und persönliche Beleidigungen !
Solche wie diese Zeilen meine ich mit "emotional"!
Wir sind uns hier wohl alle einig, dass sich die NPD sich ständig in der rechtlichen Grauzone bewegt und das Ziel auch ist unseren Staat zu unterwandern. Die Frage ist doch wie man als demokratischer Staat und Gesellschaft damit umgeht. Und da muss nunmal alles gesetzeskonform und geregelt ablaufen, egal was die NPD rumkaspert, sonst haut es mich als Rechtsstaat einfach auf die Fresse, siehe 1. Verbotsverfahren.
Verfasst: Mittwoch 25. März 2009, 14:44
von NickTheButcher
hobbesblau hat geschrieben:Schön zu lesen wie hier wieder auf's Stichwort reagiert wird. Maro hat im Prinzip Recht aber seine Einlassungen haben mit dem Artikel gar nichts zu tun, sind also mal wieder reiner Blödsinn.
Rechte Tendenzen kann ich hieraus nicht lesen, dafür geht jemand anders mal wieder der Rechtsstaat- und anderen der Populismusgaul durch. Befremdlich bis erheiternd das Ganze.
Spitzen Beitrag ! Gratulation ! Ich kann Dir nur 1899% zustimmen !
Überlinger hat geschrieben:
Wir sind uns hier wohl alle einig, dass sich die NPD sich ständig in der rechtlichen Grauzone bewegt und das Ziel auch ist unseren Staat zu unterwandern. Die Frage ist doch wie man als demokratischer Staat und Gesellschaft damit umgeht. Und da muss nunmal alles gesetzeskonform und geregelt ablaufen, egal was die NPD rumkaspert, sonst haut es mich als Rechtsstaat einfach auf die Fresse, siehe 1. Verbotsverfahren.
Absolut richtig ! Insofern finde ich es wirklich klasse dass Owo diesen Weg geht ! Rauskommen wird dabei sicher nicht viel, aber das soll niemanden darin bestärken einfach wegzusehen ! Leute die wegsahen oder wegsehen wollten hatten wir vor gut 75 Jahren genügend.
In diesem Sinne: Steter Tropfen höhlt den Stein. Bleibt zu hoffen dass mehrere Menschen dem Beispiel von Owo folgen !